Wahlen zum Gemeindekirchenrat 2019

Wir gestalten Kirche demokratisch! Gestalten Sie mit!

Welche Gottesdienstformate sollen in unserer Kirchengemeinde für alle Gemeindemitglieder und interessierte Menschen angeboten werden? Was passiert eigentlich konkret vor Ort mit den Kirchensteuermitteln? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich die Mitglieder des Gemeindekirchenrates einer jeden Kirchengemeinde.

Am 3. November 2019 finden in allen Kirchengemeinden in unserer Landeskirche wieder Wahlen zu den Gemeindekirchenräten statt.

Was ist der Gemeindekirchenrat?

Der Gemeindekirchenrat ist das demokratisch gewählte Leitungsgremi-um der Kirchengemeinde. Er sorgt dafür, dass die Kirchengemeinde ihre Aufgaben wahrnimmt

Wer wählt den Gemeindekirchenrat?

Alle Gemeindemitglieder einer Kirchengemeinde sind zur Wahl ihrer Ältesten aufgerufen. Auf Beschluss der Landessynode im Frühjahr 2018 dürfen Jugendliche ab 14 Jahren wählen.

Was sind die Aufgaben des Gemeindekirchenrates im Einzelnen?

Zu den Aufgaben gehören

  • die Förderung der Gemeindegruppen sowie das Zusammenkommen der Gemeinde,
  • die Verantwortung für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums in Gottesdiensten und Andachten gemeinsam mit der Pfarrperson,
  • die Sorge für ein gedeihliches Miteinander der Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeitenden,
  • die Bewahrung der kirchlichen Gebäude,
  • die Finanzplanung und Vermögensverwaltung.

Wie setzt sich der Gemeindekirchenrat zusammen?

Der Gemeindekirchenrat einer Kirchengemeinde besteht aus einer festgelegten Anzahl von Mitgliedern, den sogenannten „Ältesten“ sowie der Pfarrperson bzw. den Pfarrpersonen. Die Ältesten werden von den Gemeindemitgliedern für sechs Jahre gewählt und arbeiten ehrenamtlich. Ab 16 Jahren kann sich ein Gemeindemitglied zur Wahl aufstellen lassen.

Jeder Gemeindekirchenrat wählt aus seiner Mitte jemanden für den Vorsitz sowie eine Stellvertretung. Es gibt Ersatzälteste als Stellvertreter. Daneben gehört dem Gemeindekirchenrat die/der Vorsitzende des Gemeindebeirates mit beratender Stimme an. Im Gemeindekirchenrat zeigt sich: Demokratisch gestalten wir Kirche vor Ort.

Wie oft tagt der Gemeindekirchenrat?

Der Gemeindekirchenrat tagt in der Regel einmal im Monat. Zudem gibt es gemeinsame Sitzungen mit dem Gemeindebeirat. Wer Mitglied im Gemeindekirchenrat ist, arbeitet – je nach eigenen Fähigkeiten und Interessen – in thematischen Ausschüssen mit, z.B. für Bauunterhaltung, Kita, Finanzen, Friedhof, Personal.

Was sind die Voraussetzungen zur Mitarbeit im Gemeindekirchenrat?

  • Interesse am Wohlergehen der eigenen Kirchengemeinde.
  • Teamfähigkeit: mit anderen arbeiten, diskutieren und nach Lösungen suchen.
  • Neugier auf das Kennenlernen kirchlicher und demokratischer Strukturen.
  • Sachverstand: eigene Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen.
  • Lust auf Verantwortung.
  • Einsatzbereitschaft: sei es das Gemeindefest oder die Finanzplanung.

Start einer neuen Jungbläsergruppe

ab dem 21. August 2019
in der Kirche Johannisthal

Gesucht werden interessierte Menschen zwischen acht und ca. 65 Jahren, die Lust haben im Posaunenchor mitzuspielen und ein Blechinstrument (Trompete, Posaune, Tenorhorn, Tuba oder Waldhorn) erlernen möchten.

Der Unterricht ist kostenfrei.

Es stehen auch noch etliche Instrumente als Leihgabe zur Verfügung (Kosten ca. 10,00 Euro im Monat, auch als Mietkauf denkbar).

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kontakt über…
Jürgen Hahn
Beauftragter für Bläserarbeit
j.hahn [@] kklios.de
0163-2030888

KiKi- Fahrt 2019

KiKi- Fahrt 2019
„Weißt du wieviel
Kinder frühe … ?!
… steh´n aus Ihrem Bettlein auf?“
Dieses Jahr waren es 50 Kinder,
8 jugendliche Teamer und
4 Erwachsene, die zu Beginn der Ferien aus unserer Region eine Woche auf Freizeit fuhren.

Es ging mit Abraham auf Wüstentour. Zu Gast waren wieder Kinder aus der Nachbargemeinden Köpenick und Hönow mit uns gemeinsam im Ferienland Grünheide- Erkner.

Sechs Tage lang wurde gesungen, gespielt, gebastelt und gebadet.

Wir haben von der Schutzausrüstung Gottes gehört. Dem Gürtel der Wahrheit, dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, dem Schutzschild des Vertrauens, dem Helm und den Schuhen, die Gottes Frieden und Erlösung bringen. Und anhand der Geschichte von Abraham konnten wir jeden Tag erfahren, was es damit auf sich hat. Unsere Teamer schlüpften dafür in die alttestamentarischen Rollen und machten uns in einem kurzen Anspiel anschaulich, wie es damals gewesen seien könnte.

Bei den Workshops und Spielstationen durften die Kinder selbst ausprobieren, wie es mit der Wahrheit, der Gerechtigkeit, dem Vertrauen und dem Frieden so funktioniert, bevor es dann zum Abkühlen in den Peetzsee ging.

Zum großen Glück hatten wir auf dem Gelände unseren eigenen Badestrand und so war die Hitze der ersten Ferienwoche gut auszuhalten.

Auch wenn das Lagerfeuer wegen Waldbrandgefahr ausfallen musste, gab es auch abends ein abwechslungsreiches Programm mit Spieleabend, Nachtwanderung, Film und Abschiedsdisco. Bevor es dann ins Bett ging wurde noch einmal gemeinsam gesungen und ein Abendgebet gesprochen.

Auch dank unserer tollen Teamer war alles ein großer Spaß und Erfolg.

Leider wird Grünheide langsam zu klein für unsere stetig wachsende Gruppe, sodass wir schon Ausschau nach einer anderen Unterkunft für nächstes Jahr halten.

Angedacht

Die Sommerzeit geht ihrem Ende entgegen. Alle Verreisten kehren zurück. Die Gartenlauben werden ungemütlicher zum Übernachten. Abends leuchten wieder mehr Lichter in den Wohnungen und auch das Leben in der Kirchengemeinde nimmt seine gewohnten Bahnen ein. Manchmal sind es die alten, aber der Sommer hat nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen ein Stück verändert. Für viele war es die Gelegenheit, in neue Rollen zu schlüpfen. Die Emsigen haben mal alle Fünfe gerade sein lassen. Die Schreibtischmenschen sind zu Wanderungen und Fahrradtouren aufgebrochen. Die Städterinnen und Städter haben geharkt, gegossen und geerntet. Die Binnenländer sind zur See gefahren. An manchen Sonntagen war es etwas leerer in der Kirche, an anderen kamen große Tauffamilien. Manche Aufgabe musste neu geregelt werden, weil auch unsere ehrenamtlichen Kräfte hin und wieder Urlaub brauchen. Zum ersten Mal die Glockenläuten, Vertretungsorganisten begrüßen, Lektorendienst übernehmen, Bürovertretungen meistern, die Sommermusiken begleiten, Pizza servieren für ein Blasorchester und vieles mehr.

Das waren die neuen Erfahrungen in dieser Sommerzeit.

Da gab es viel Unterstützung innerhalb unserer Gemeinden – die Johannisthaler Glocken läuteten in ihrem Übereifer sogar von selbst – mitten in der Predigt. Solche Momente haben Bewegung in unser Gemeindeleben gebracht.

Nun sind alle Kräfte wieder an Bord und wir blicken auf die kommende Zeit. Wichtige Wochen und Monate liegen vor uns, die es zu gestalten gilt. Allein in diesem Heft sind schon eine Menge verlockender Angebote zu finden: der Schulanfangsgottesdienst – zum ersten Mal an einem Freitagnachmittag, direkt vor dem großen Tag der Einschulung; ein Jugendgottesdienst zum Abschluss der obligatorischen WG-Woche; das Sommerfest der Gemeinden Baumschulenweg und Johannisthal mit Kuchen, Musik, Andacht und Feuer am Abend; Gemeindeversammlung an beiden Orten; das Treptower Orgeljubiläum; unsere diesjährige Familienfahrt nach Mötzow; der erste Gemeindeabend in Baumschulenweg; ein gemeinsamer Familiengottesdienst zu Erntedank in der Kirche Zum Vaterhaus. Dies sind nur einige Höhepunkte, die uns in den kommenden Wochen erwarten.

Ein noch wichtigeres Ereignis werden die Wahlen der neuen Gemeindekirchenräte am 3. November sein. Sie werfen bereits ihre Schatten voraus.

Mitten in allen Vorbereitungen, im Schuljahresanfang, am Ferienende leuchtet uns der Monatsspruch für August entgegen: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ Was für eine starke Botschaft. In den folgenden Versen des Matthäusevangeliums wird sie noch weiter ausgemalt: Gutes soll sich ausbreiten bei denen, die sich von Gottes Wort berühren lassen. Und dabei heißt es nicht, wartet auf die, die da kommen, sondern geht und verkündet.

Dazu möchte ich Sie ermutigen: Nehmen Sie unseren Gemeindegruß und geben Sie ihn gerne weiter. Laden Sie zu unseren spätsommerlichen Veranstaltungen ein, vom Einschulungsgottesdienst über die Geburtstagsfeiern unserer Gemeinden bis hin zur Familienfreizeit.

Machen Sie Menschen Mut, sich in unserer Gemeinde zu engagieren, vielleicht zunächst ungewohnte Aufgaben zu übernehmen oder sogar für die Wahl zum Gemeindekirchenrat zu kandidieren. Die Liste zur Kandidatur kann bis zum 19. August noch weiter gefüllt werden.

Und bleiben Sie in allem behütet auf Ihren Wegen hinaus in die Stadt.

Ihre Julika Wilcke.

Liebe tut der Seele gut

Liebe Schwestern und Brüder,

„Hören Sie mal, Frau Trautwein, Sie und überhaupt wir als Kirche auf einem goldglitzernden Wagen mitten auf dem Christopher Street Day (CSD)? Was machen Sie da eigentlich?“ Das werde ich seit einigen Jahren öfter gefragt. Und: Auch wenn es aussieht wie eine große Party von ein paar ausgelassenen Bunten und Verrückten und die Innenstadt den ganzen Tag gesperrt ist – beim CSD geht es um die Grundrechte aller Menschen. Wie zum Beispiel um die „Ehe für alle“, also die Möglichkeit, dass in unserer Kirche alle Menschen kirchlich getraut werden können.

Deswegen gehören wir als Kirche selbstverständlich mit auf den CSD. So setzen wir ein Zeichen gegen die Hasswellen der Rechtspopulisten. Und wir stehen auf, laufen und feiern gemeinsam auf der Straße für eine Vielfalt von Lebensentwürfen und Lebenswegen. Denn das ist mir wichtig: Dass in unserer Kirche wirklich alle Menschen einen Platz haben, weil alle Menschen von Gott herkommen.

Lassen Sie uns das offen zeigen, auch und gerade auf dem CSD. Lassen Sie uns also auch dieses Jahr wieder als Kirchenmenschen mit ausgelassener Fröhlichkeit und Offenheit mit auf die Straße gehen. Lassen Sie uns Menschen auf ihren eigenen Wegstrecken begeistern und neugierig machen auf eine Kirche, die gar nicht so rückwärtsgewandt und engherzig ist, wie viele glauben. Lassen Sie uns offen reden darüber, wie wir leben wollen, ohne Menschen dabei auszugrenzen.

So leben wir Kirche – auch auf dem CSD am 27. Juli 2019 und am liebsten zusammen mit Ihnen allen, dazu lade ich Sie herzlich ein!

Ihre
Ulrike Trautwein

Generalsuperintendentin für den Sprengel Berlin der EKBO

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2019

Sind Sie ein guter Zuhörer?
Das ist gar nicht immer so einfach.

Mir persönlich fällt es zuweilen schwer. Denn während mein Gegenüber redet, kommen mir häufig bereits viele Ideen und Gedanken. Hilfreiche Ratschläge. Alternativen zur Haltung des Gesprächspartners. Lösungen für seine Probleme. Doch sind diese gerade gar nicht gefragt. Noch mehr: Sie wären kontraproduktiv und unangebracht.

In der Seelsorge-Ausbildung lernen wir Vikar*innen, wie man aktiv zuhört. Ohne den Anderen unpassend zu unterbrechen und so zu bevormunden.

Dass man der Schwester oder dem Bruder im Glauben jederzeit anbietet, zuzuhören, ist ein hohes Gut. Besonders in der heutigen Zeit, in der viele Menschen wenig Zeit für ihre Mitmenschen haben. Das gilt leider auch für Pfarrerinnen und Vikar*innen.

Der Autor des neutestamentlichen Jakobus-Briefes sagt deswegen auch, dass wir „schnell zum Hören“ sein sollen. Das Christentum ist aus meiner Sicht deswegen nicht nur eine Erzählgemeinschaft, sondern auch eine Zuhörgemeinschaft.

Unser jeweiliger Gesprächspartner soll aber nicht mit gut gemeinten Ratschlägen überhäuft werden. Man sollte keine nützlichen Tipps geben, die eigentlich doch nur aus Phrasen und Binsenweisheiten bestehen. Wir sollen uns genau überlegen, wann wir was sagen. Was hilft dem Anderen wirklich und ist konstruktiv?

Seid „langsam zum Reden“ heißt es in Jakobus 1,19.

Auf das Zuhören und Ratschläge geben folgt eine dritte Aktion: Das aktive Handeln. Dieses sollte überlegt erfolgen – ohne starke Emotionen oder gefühlsmäßige Aufregung. Innere Ruhe ist bei der äußeren Aktion gefragt. Seid „langsam zum Zorn“ rät der Autor des Jakobusbriefes. Lasst euch nicht irrational von unsicheren Emotionen leiten.

So scheint uns ein fast 2000 Jahre alter Text Hinweise geben zu können, wie wir heute als Christen mit unseren Mitmenschen umgehen und kommunizieren sollen. Diese Fähigkeit des biblischen Textes, immer wieder direkt in unsere Gegenwart hineinzusprechen, beeindruckt mich immer wieder. Und ist einer der Gründe, warum ich selbst Pfarrer werden will.

Boris Witt,
Vikar in der Evangelischen
Kirchengemeinde Berlin Treptow

ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

Es gibt wieder ein neues #Erklärvideo!
Nach der EKBO und #Gott geht es diesmal um die ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.

Erklärvideo

Es gibt wieder ein neues #Erklärvideo!Nach der EKBO und #Gott geht es diesmal um die ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.Wir wünschen viel Spaß und den einen oder anderen Aha-Moment.#Erklärfilm Die Erklärerei

Gepostet von EKBO am Dienstag, 30. April 2019

Wir wünschen viel Spaß und den einen oder anderen Aha-Moment.

#Erklärfilm Die Erklärerei