Liebe tut der Seele gut

Liebe Schwestern und Brüder,

„Hören Sie mal, Frau Trautwein, Sie und überhaupt wir als Kirche auf einem goldglitzernden Wagen mitten auf dem Christopher Street Day (CSD)? Was machen Sie da eigentlich?“ Das werde ich seit einigen Jahren öfter gefragt. Und: Auch wenn es aussieht wie eine große Party von ein paar ausgelassenen Bunten und Verrückten und die Innenstadt den ganzen Tag gesperrt ist – beim CSD geht es um die Grundrechte aller Menschen. Wie zum Beispiel um die „Ehe für alle“, also die Möglichkeit, dass in unserer Kirche alle Menschen kirchlich getraut werden können.

Deswegen gehören wir als Kirche selbstverständlich mit auf den CSD. So setzen wir ein Zeichen gegen die Hasswellen der Rechtspopulisten. Und wir stehen auf, laufen und feiern gemeinsam auf der Straße für eine Vielfalt von Lebensentwürfen und Lebenswegen. Denn das ist mir wichtig: Dass in unserer Kirche wirklich alle Menschen einen Platz haben, weil alle Menschen von Gott herkommen.

Lassen Sie uns das offen zeigen, auch und gerade auf dem CSD. Lassen Sie uns also auch dieses Jahr wieder als Kirchenmenschen mit ausgelassener Fröhlichkeit und Offenheit mit auf die Straße gehen. Lassen Sie uns Menschen auf ihren eigenen Wegstrecken begeistern und neugierig machen auf eine Kirche, die gar nicht so rückwärtsgewandt und engherzig ist, wie viele glauben. Lassen Sie uns offen reden darüber, wie wir leben wollen, ohne Menschen dabei auszugrenzen.

So leben wir Kirche – auch auf dem CSD am 27. Juli 2019 und am liebsten zusammen mit Ihnen allen, dazu lade ich Sie herzlich ein!

Ihre
Ulrike Trautwein

Generalsuperintendentin für den Sprengel Berlin der EKBO

Wir bauen Kirche

Die #Gemeindekirchenratswahl stehen in diesem Jahr an. Im Video berichten einige GKR´s davon, welche Aufgaben sie haben, was sie herausfordert und was ihnen Freude bereitet.

GKR-Wahlen 2019

Die #Gemeindekirchenratswahl stehen in diesem Jahr an. Im Video berichten einige GKR´s davon, welche Aufgaben sie haben, was sie herausfordert und was ihnen Freude bereitet. Der Film soll Lust auf dieses Amt machen und ermutigen, sich als #Kandidat oder #Kandidatin aufstellen zu lassen. www.gkr-ekbo.de #ehrenamt #ekbo #mitgestalten Matthias Kindler Hier findet ihr den langen Film: https://youtu.be/SVfagjBym-s

Gepostet von EKBO am Donnerstag, 28. März 2019
www.gkr-ekbo.de #ehrenamt #ekbo #mitgestalten Matthias Kindler

Hier findet ihr die Langfassung dieses Films: https://youtu.be/SVfagjBym-s

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2019

Sind Sie ein guter Zuhörer?
Das ist gar nicht immer so einfach.

Mir persönlich fällt es zuweilen schwer. Denn während mein Gegenüber redet, kommen mir häufig bereits viele Ideen und Gedanken. Hilfreiche Ratschläge. Alternativen zur Haltung des Gesprächspartners. Lösungen für seine Probleme. Doch sind diese gerade gar nicht gefragt. Noch mehr: Sie wären kontraproduktiv und unangebracht.

In der Seelsorge-Ausbildung lernen wir Vikar*innen, wie man aktiv zuhört. Ohne den Anderen unpassend zu unterbrechen und so zu bevormunden.

Dass man der Schwester oder dem Bruder im Glauben jederzeit anbietet, zuzuhören, ist ein hohes Gut. Besonders in der heutigen Zeit, in der viele Menschen wenig Zeit für ihre Mitmenschen haben. Das gilt leider auch für Pfarrerinnen und Vikar*innen.

Der Autor des neutestamentlichen Jakobus-Briefes sagt deswegen auch, dass wir „schnell zum Hören“ sein sollen. Das Christentum ist aus meiner Sicht deswegen nicht nur eine Erzählgemeinschaft, sondern auch eine Zuhörgemeinschaft.

Unser jeweiliger Gesprächspartner soll aber nicht mit gut gemeinten Ratschlägen überhäuft werden. Man sollte keine nützlichen Tipps geben, die eigentlich doch nur aus Phrasen und Binsenweisheiten bestehen. Wir sollen uns genau überlegen, wann wir was sagen. Was hilft dem Anderen wirklich und ist konstruktiv?

Seid „langsam zum Reden“ heißt es in Jakobus 1,19.

Auf das Zuhören und Ratschläge geben folgt eine dritte Aktion: Das aktive Handeln. Dieses sollte überlegt erfolgen – ohne starke Emotionen oder gefühlsmäßige Aufregung. Innere Ruhe ist bei der äußeren Aktion gefragt. Seid „langsam zum Zorn“ rät der Autor des Jakobusbriefes. Lasst euch nicht irrational von unsicheren Emotionen leiten.

So scheint uns ein fast 2000 Jahre alter Text Hinweise geben zu können, wie wir heute als Christen mit unseren Mitmenschen umgehen und kommunizieren sollen. Diese Fähigkeit des biblischen Textes, immer wieder direkt in unsere Gegenwart hineinzusprechen, beeindruckt mich immer wieder. Und ist einer der Gründe, warum ich selbst Pfarrer werden will.

Boris Witt,
Vikar in der Evangelischen
Kirchengemeinde Berlin Treptow

ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

Es gibt wieder ein neues #Erklärvideo!
Nach der EKBO und #Gott geht es diesmal um die ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.

Erklärvideo

Es gibt wieder ein neues #Erklärvideo!Nach der EKBO und #Gott geht es diesmal um die ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.Wir wünschen viel Spaß und den einen oder anderen Aha-Moment.#Erklärfilm Die Erklärerei

Gepostet von EKBO am Dienstag, 30. April 2019

Wir wünschen viel Spaß und den einen oder anderen Aha-Moment.

#Erklärfilm Die Erklärerei

Gott – Vater oder Mutter?

#Gott – Vater oder Mutter? Jeder kann sicher etwas dazu sagen und doch kann Ihn niemand richtig greifen.
Der nächste Erklärfilm möchte eine kleine Hilfestellung sein, um für sich selbst zu klären, wer oder was ist für mich Gott?

Gott – Ein Erklärfilm

#Gott – Vater oder Mutter? Jeder kann sicher etwas dazu sagen und doch kann Ihn niemand richtig greifen.Der nächste Erklärfilm möchte eine kleine Hilfestellung sein, um für sich selbst zu klären, wer oder was ist für mich Gott?Und was ist Gott für Dich/Sie?#EKBO #Erklärfilm

Gepostet von EKBO am Dienstag, 19. März 2019

Und was ist Gott für Dich/Sie?

#EKBO #Erklärfilm

Was ist eigentlich die EKBO?

Was ist eigentlich die EKBO?
Es gibt dazu einen kleinen #Erklärfilm, der das komplexe Konstrukt unserer Landeskirche vielleicht für euch etwas runterbrechen kann.

Was ist die EKBO? – Ein Erklärfilm

Was ist eigentlich die EKBO?Es gibt dazu einen kleinen #Erklärfilm, der das komplexe Konstrukt unserer Landeskirche vielleicht für euch etwas runterbrechen kann.Wir wünschen viel Spass beim Anschauen und Weiterbilden!#EKBO https://www.ekbo.de/startseite.html

Gepostet von EKBO am Dienstag, 12. März 2019

Wir wünschen viel Spass beim Anschauen und Weiterbilden!
#EKBO https://www.ekbo.de/startseite.html

„Klang-Farben-Fest“ in den Gärten der Welt am 23. Juni

In der Nähe zum Johannistag laden die Gärten der Welt in Marzahn auch 2019 wieder zum „Klang-Farben-Fest“ in die Arena und in den Christlichen Garten ein.

Am Sonntag, den 23. Juni, beginnt dieses nun schon traditionelle Fest um 12.00 Uhr in der Arena.

Mitreißende Gospelklänge stehen dann im Mittelpunkt des Musikprogramms auf der großen Bühne. Im Christlichen Garten selbst laden neben anderen Angeboten Lesungen und Musik zum Verweilen und auch Nachdenken ein. Drumherum gibt es – wie immer für Groß und Klein – zahlreiche Angebote zum Informieren, Kaufen oder Mitmachen.

Lassen Sie sich einladen zu einem fröhlichen Nachmittag inmitten der bunten Gartenwelt von Marzahn, der so recht geeignet ist, den Schöpfer und sein Werk in vielfältiger Weise zu loben!

Volkmar Hirth

Wie aus einem Lokal eine Kirche wurde

Die evangelische Kirche in Johannisthal
ungewöhnlich in Bau und Geschichte –

Versetzen Sie sich in das Jahr 1880. Die Zeit war im weit von Johannisthal entfernten Berlin die einer Expansion, einer regen Bautätigkeit und zunehmender Wohnungsnot. Der kleine Ort Johannisthal lag damals weit vor den Toren von Berlin und entwickelte sich zu einem Vorort von Berlin. Bedeutsam wurde er Jahre später durch den Flughafen und auch die Verkehrsanbindung mit der Bahn ging voran. Von solchen Orten gab es viele rund um Berlin und der Berliner sagte: „Jwd“ – was so viel heißt wie „Jans weit draußen“. In dieser Zeit wurde um Berlin herum eine große Anzahl von Ausflugslokalen gebaut. Allein in Johannisthal gab es letztlich vier.

Doch wie entsteht hier eine Verbindung zu einem Kirchgebäude? Im Jahr 1880 kaufte der Freiherr Carl Eduard Trützschler ein Gelände in Johannisthal. Auf diesem Gelände wurde eines der erwähnten Ausflugslokale mit dem Namen „Kaiser-Wilhelm-Garten“ erbaut. Zu dieser Zeit hatte die Ortsgemeinde Johannisthal ca. 400 Einwohner, keine Schule und keine Kirche. Sowohl der Schulbetrieb als auch das Kirchenleben fanden in Rudow statt, und das bei Wind und Wetter.

In den Jahren bis zum 1. Weltkrieg wurde Johannisthal, bedingt durch den Flughafen, immer bekannter und es fanden auch große Flugschauen mit bis zu 250.000 Besuchern statt. Wahrscheinlich auch aufgrund der Zunahme der Bekanntheit bekam Johannisthal 1915 eine erste Pfarrstelle. Der erste Pfarrer Carl Meyer unternahm große Anstrengungen ein Gelände für einen Kirchbau zu erhalten. Zu erwähnen ist, dass schon 1897 vor dem Rathaus Johannisthal ein solcher Kirchbauplatz im Bebauungsplan vorgesehen war. Aus diesem Plan wurde leider nichts. Auf Grund der Kriegszeiten wurden die Pläne nicht verwirklicht und auch der allgemeine Geldmangel trug dazu bei.

1919 wurde dann das Ausflugslokal „Kaiser-Wilhelm-Garten“ geschlossen und es wurde für ein Jahr ein Kino. Als auch dieses wieder geschlossen wurde, stand das Grundstück 1920 zum Verkauf.
Diese Gelegenheit wurde durch die Ev. Kirchengemeinde genutzt und sie wurde damit Eigentümerin des Grundstückes. Dabei handelte es sich bei der Bebauung um den eigentlichen Gaststättenbereich mit Saal, Küche, Toiletten und Veranden, ein Pavillon um das ehemalige Badehaus, das aus der Zeit stammt, in der Johannisthal zu einem Bad entwickelt werden sollte. Es war also ein für Kirchen sehr ungewöhnliches Gelände.
Das gesamte Gelände hat parkähnlichen Charakter und wurde 1930 um eine aus einem Stahlgestell bestehenden Glockenturm ergänzt.
Bis 2012 gab es dann keine weiteren baulichen Veränderungen auf dem Gelände und somit blieb der Parkcharakter bis heute erhalten. Nach Bombenschäden während des 2. Weltkrieges wurde es wieder zügig aufgebaut um am 9. April 1951 wurde wieder Gottesdienst gefeiert.

Eine Kirche braucht natürlich einen Glockenturm. Da ergab es sich, dass für die große, wohlklingende Glocke, die extra für die Weltausstellung in Wien 1873 nach dem neuen Verfahren von Jacob Mayer aus Stahl gegossen worden war, noch immer ein ehren voller Platz gesucht wurde, denn es ist eine besonders eindrucksvolle Glocke. Ihr Durchmesser beträgt 1,89m und ihren Mantel zieren die 26 Wappen der damaligen deutschen Länder, die 1871 vereinigt worden waren, sowie eine Inschrift „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“.

Kostenlos erhielt die Johannisthaler Gemeinde dieses Prachtstück. Im Garten vor dem Kirchsaal konnte die Glocke schon bald in ein kleines Stahlgerüst gehängt werden. Nachdem in Lauchammer noch zwei kleinere Glocken gegossen werden konnten, die am 15. Oktober 1930 unter großer Beteiligung der Bevölkerung vom Bahnhof Schöneweide eingeholt wurden, entstand ein Stahlgerüst-Turm, in dem noch heute die Glocken klingen. Am 1. Advent 1930 fand die Weihung der Glocken statt und seitdem läutet der harmonische Klang jeden Sonnabend um 18 Uhr den Sonntag ein und ruft die Gemeinde zu Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen.

In den Jahren nach der Wiederinbetriebnahme wurde das Gebäude mit viel Eigenleistung instand gehalten, bis im Jahr 2008 einen Generalsanierung vorgesehen wurde. Bei der Sanierung wurden der Bühnenanbau abgerissen, die Heizung vollständig erneuert, eine wärmedämmende Fassade angebracht und der Saal durch zusätzliche Fenster und neuen Fußboden deutlich aufgewertet.

Das gesamte Gebäude ist nun auch für Menschen mit Behinderung problemlos nutzbar. Parallel zur Planung und Sanierung wurde auch ein Förderverein gegründet, der durch Mitgliedsbeiträge und Benefizkonzerte 50.000 EUR zur Sanierung beitragen konnte. Dieser Förder-verein existiert noch heute und veranstaltet jährlich 6 bis 7 Benefizkonzerte. Der Kirchsaal ist bei den musizierenden Gästen sehr beliebt, weil er durch den Einbau einer Akustikdecke einen sehr guten Klang erzeugt.

Allen Künstlerinnen und Künstlern sei an dieser Stelle für ihre Beiträge ohne Honorar gedankt. Wir hoffen weiterhin auf zahlreiche Gäste zu den Gottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen.

Ihr Lars Mönch

Herzliche Einladung zum Glaubenskurs Was wir glauben – wie wir leben

Informationsabend Dienstag, 18. Juni um 19.00 Uhr (Bekenntniskirche, Plesser Str. 3, 12435 Berlin, 1. Etage) Gemeinderäume 3

Um welche zentralen Themen dreht sich der christliche Glaube?
Wie ist die Sache mit Gott?
Was ist die Bibel?
Wer ist Jesus?
Und was ist die Kirche?

Auf diese und viele andere Fragen suchen wir im Rahmen des Glaubensgrundkurses Antworten.

Eingeladen sind alle, die neugierig sind, sich mit dem Glauben zu beschäftigen, jung oder alt, getauft oder nicht, auf der Suche oder mit dem Gefühl, schon angekommen zu sein.

Beim ersten Treffen am 18. Juni werden erste Fragen geklärt und weitere Termine abgesprochen.

Ich freue mich auf alle Interessierte
Ihr Paulus Hecker.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte gern auch vor dem Informationsabend an mich:

Mobil: 0172 – 315 47 10
oder Email: hecker@bekenntniskirche.de