Die
Mittelalterrüste (50 plus) in Dahme – 20. bis 22.
Februar 2009
Nach
mehrjähriger Pause kam aus der Gemeinde der Vorschlag, die
Rüstzeiten für Ältere wieder aufzunehmen.
Hans-Georg Müller und Wilfried Bauer übernahmen die
Organisation, verteilten die Verantwortlichkeiten, entwarfen das
Tagungsprogramm und sprachen alles mit Pfarrer Kähler ab, der
die Rüstzeit leitete. 23 Personen aus Baumschulenweg und
Johannisthal fanden eine Fahr- oder Mitfahrgelegenheit in das nicht
weit entfernt gelegene, etwas verschlafene, aber schön
rekonstruierte Landstädtchen Dahme. In den kirchlichen
Seminargebäuden werden besonders die musikalischen
Aktivitäten der Brandenburger Kirche gefördert, und
wir hatten auch etwas davon: ein jugendlicher Gospelchor, ebenfalls zu
Gast, begleitete den sonntäglichen Abendmahlsgottesdienst
in der Marienkirche.
Am Freitag schon
startete die erste Gesprächsrunde. Alle Teilnehmer stellten
sich in ihrem Werdegang vor und berichteten, wie sie seinerseits die
„Wende“ erlebt hatten. Am nächsten Tag
hieß das Thema: Jochen Kleppers Choral „Ja, ich
will euch tragen bis zum Alter hin“.
Pfarrer
Kähler interpretierte den ganzen Text besonders nach
psychologischen Gesichtspunkten und die Teilnehmer fühlten
sich zum Mitdenken und Reden angeregt, besonders als in kleinen Gruppen
Gelegenheit zum Gespräch bestand.
Schließlich
erhielt jeder eine großformatige Kopie des Textes sowie
Schere, Farb- und Klebstifte, und nun konnte er ganz für sich
das, was ihm an dem Choral am Wichtigsten schien, zu einem neuen Text
bildhaft zusammenstellen. Das ergab schließlich –
an die Wand gehängt – eine Menge unterschiedlicher
bunter Collagen.
In der noch
verbleibenden Zeit stellte uns – auf Anfrage –
Pfarrer Kähler die Hintergründe, Probleme und Ziele
des Volksentscheids zum Ethikunterricht in den Klassenstufen 7-10 in
Berlin vor. Es wurde klar, dass wir Wähler darüber
bisher nur mangelhaft unterrichtet waren.
Den geselligen Abend
haben Frau Schulze und das Ehepaar Pakulat zur Freude aller
Gäste gestaltet. Auch Kuchen und Torten für die
Nachmittagstafeln brachten die Gemeindeglieder mit. So hatten wir in
den angenehmen Räumen und bei kurzen Spaziergängen
ein schönes Wochenende.
P. G. Wenzlaff