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HilfsWaise: Waisenkinder in Äthiopien e.V.

HilfsWaise Waisenkinder in Äthiopien e.V.
c/o Erdmute Krafft
Walther-Rathenau-Str. 91
15834 Rangsdorf
Tel. : 033708/30194
eMail : HilfsWaise@t-online.de
www.HilfsWaise.de

Liebe Spender und liebe Paten,

schon mehrmals wurden wir von besorgten Paten nach dem Befinden unserer Kinder gefragt – und wie es hinsichtlich Corona in Äthiopien aussieht. Zunächst : Allen Kindern geht es gesundheitlich gut – und wohl auch den Betreuern. Diese Nachricht haben wir nach langem Warten aus den Waisenhäusern bekommen. Ein großes Problem ist natürlich, dass die Kinder nicht in die Schule gehen können und die Studenten sind schnell aus den weit entfernten Universitäten nach Hause gekommen, damit sie die letzten Transportmöglichkeiten nicht verpassen. Das selbständige Lernen ist nicht vergleichbar mit den Möglichkeiten der Schüler in Deutschland. Es fehlen einfach die technischen Voraussetzungen.

Äthiopien gilt als Hochrisikoland. Bei einem ungebremsten Covid-19-Ausbruch wären soziale, politische und ökonomische Folgen größten Ausmaßes zu erwarten. Und das Gesundheitssystem wäre dem gar nicht gewachsen. Die niedrigen Infektionszahlen scheinen unglaubwürdig, denn umfangreiche Tests sind gar nicht möglich. Das öffentliche Leben ist weitgehend lahmgelegt. Der neue Premierminister Abiy Ahmed musste innerhalb der letzten vier Monate das dritte Mal den nationalen Notstand ausrufen. Nun vorerst für fünf Monate. Nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen immer neuer ethnischer Auseinandersetzungen, die das Land in den Ausnahmezustand versetzen. Fast alle Geschäfte sind geschlossen, Verkehrsmittel fallen aus oder dürfen nur halb besetzt werden. Das verdoppelt die Ticketpreise. Die wenigen Händler, die noch ihre Ware anbieten können, lassen sich das gut bezahlen. Mit 22,6 % erreichte die Inflationsrate im März den höchsten Stand seit sechs Jahren. Das Leben in Äthiopien ist nun noch schwerer geworden. Das hat uns auch veranlasst, bisher 10.000,- € als Corona-Hilfe an die Waisenhäuser zu schicken. Vielen Dank allen, die uns das mit ihren Spenden ermöglicht haben !

Anschließend schicken wir Ihnen die letzte Nachricht vom 25. Juli aus den Heimen in Harar und den beiden Klöstern Melka Jebedu und Sebeta.

Eine Bitte haben wir noch in eigener Sache. Auch an HilfsWaise e.V. geht Corona nicht spurlos vorbei. Der Spendeneingang ist dünner geworden, und seit acht Monaten haben wir mehrere nicht vermittelte Kinder, für die wir noch keine Paten finden konnten. Deren Lebensunterhalt müssen wir zwangsläufig aus Spendenmitteln finanzieren.

Das geht zulasten unserer Projektarbeit. Bitte sagen Sie das weiter, wo Sie können. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Spender und Paten am allerbesten für unsere Sache werben können. Denn sie wissen, wovon sie reden.

Bleiben Sie alle wohlbehalten – und uns weiterhin wohlgesonnen!

Ihre Erdmute Krafft für das HilfsWaise-Team

Spenden:
IBAN: DE35160500003641023644
BIC: WELADED1PMB
Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam

E-Mail vom 25. Juli aus Harar:

… Gott sei Dank, wir sind in Sicherheit. Ich entschuldige mich für die Verzögerung, da es schwierig war, die Nachricht zu erhalten, da es aufgrund der Unruhen in unserem Land vier Wochen lang kein Internet gab. Wir beten immer um die Gnade unseres Gottes, damit wir vor dem Coronavirus verschont bleiben, der unsere Welt plagt. Denn neben der lebensbedrohlichen Situation verursacht die sozioökonomische Krise viele Probleme. Basierend auf Prävention hat unser Zentrum begonnen, neuen Praktiken zu folgen, die in den letzten Monaten angewendet wurden. Nur die Angestellten, die in direktem Zusammenhang mit den Kindern arbeiten, sind im Heim. Das restliche Personal muss zu Hause bleiben. Zum Beispiel kochen die großen Mädchen jetzt selbst das Essen. Und das Verwaltungspersonal arbeitet nur morgens 3 Tage in der Woche. Die Schule ist vollständig geschlossen, und es wurde bisher keine Alternative von der Regierung angeboten. Aber die College-Studenten versuchen, der Website Seite für Seite zu folgen. Unsere Mühle arbeitet sehr sorgfältig und unter Berücksichtigung der Hygieneregeln. …

Gott segne Euch alle !
Yehunsew, Heimleiter

„Hilf mit, die zivile Seenotrettung abzuschaffen!“

So wirbt die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch um Spenden und Unterstützung. Ist das nicht merkwürdig? Wie soll man das verstehen – hat doch die Kirche zusammen mit Sea-Watch und anderen Organisationen Anfang diesen Jahres ein Schiff gekauft und inzwischen für die Seenotrettung tauglich machen lassen…?

Schauen wir zurück. Die Empörung über die unerträglichen Zustände auf dem Mittelmeer infolge einer nicht akzeptablen Flüchtlingspolitik der EU führte im vorigen Jahr auf dem Kirchentag in Dortmund zu einer Resolution, die die EKD und ihre Gliedkirchen aufforderte, selbst ein Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer zu schicken. Dieses Anliegen fiel auf fruchtbaren Boden und so kam es zur Gründung des Bündnisses „United4Rescue“ (gemeinsam für Rettung), dem inzwischen mehr als 500 Institutionen und Gruppen angehören. Sein Ziel ist die Unterstützung ziviler Seenotrettungsorganisationen – aus der Überzeugung heraus, dass man Menschen nicht ertrinken lassen darf. Der nächste Schritt war der Kauf des früheren Forschungsschiffs „Poseidon“, das nun nach Überholung und Umbau seit Mitte August als „Sea-Watch 4“ im Mittelmeer unterwegs ist. Innerhalb der ersten 48 Stunden hat die Besatzung über 200 Menschen aus Seenot gerettet. Wenige Tage später berichteten Medien von der Manövrierunfähigkeit eines anderen Rettungsschiffes, dessen Passagiere von der Sea-Watch 4 übernommen werden konnten.

Der Einsatzleiter auf der Sea-Watch 4, Philipp Hahn, sieht die Notwendigkeit ziviler Seenotrettung bestätigt. „Unser Einsatz ist und bleibt ein Symbol für das Scheitern der Europäischen Union, die ihrer Pflicht nicht nachkommt und Menschen vor ihren Toren ertrinken lässt.“ (Die Welt vom 29.08.2020). Der Theologe Thies Gundlach, Vizepräsident im EKD-Kirchenamt in Hannover, bezeichnet die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot als eine Aufgabe der Kirche, als „Teil unseres diakonischen Auftrages“.

Aber: „Wir sind eine Notlösung. Als Christ kann man nicht billigend in Kauf nehmen, dass Menschen ertrinken“. (ND vom 04./05.07.2020). Auch der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Heinrich Bedford-Strohm bekennt sich klar zur Zuständigkeit der Kirche: „Gottesliebe und Menschenliebe können nicht voneinander getrennt werden. Die Kirche muss gesellschaftliche Zeichen setzen, zur Stelle sein, wenn Menschen in Not sind. Wenn es politische Ursachen sind, die die Not bedingen, muss die Kirche auch an diesen rütteln.“ Und: „Europa soll sehen, dass die Politik des Wegsehens nicht mehr tatenlos hingenommen wird.“ (Die Welt vom 29.08.2020).

So ist also zivile Seenotrettung dringend notwendig – solange der Wert von Menschen ungleich bemessen wird und es politischem Kalkül unterliegt, welches Leben gerettet wird und welches nicht. Europa ist gern im Namen der Menschenrechte unterwegs und muss sich an seinen eigenen Maßstäben messen lassen. Es liegt an uns allen, dieser unerträglichen Politik ein Ende zu setzen. Wenn wir dieses Ziel erreicht haben werden, ist es auch an der Zeit, die zivile Seenotrettung abzuschaffen.

Christiane Bergelt

Spendenkonto:
IBAN: DE77 1002 0500 0002 0222 88
BIC: BFSWDE33BER
Kreditinstitut: Bank für Sozialwirtschaft Berlin
Kontoinhaber: Sea-Watch e. V.

SMS-Spende an 81190 spenden Sie 5,- € und senden Sie „seawatch5“ oder
spenden Sie 10,- € und senden Sie „seawatch10“. Andere Beträge sind nicht
möglich bzw. werden nicht technisch unterstützt.

Zum Gedenken

In den letzten Wochen sind vier langjährige und tatkräftige Mitglieder der Gemeinde
Johannisthal verstorben, die wesentlichen Einfluss auf das Gemeindeleben
hatten.

Reinhard Winkelmann

Musik und Gottesdienst – beides gehörte für Reinhard Winkelmann immer fest zusammen. Besonders den Sängerinnen und Sängern der Johannisthaler Chöre wird er in Erinnerung bleiben: als Mitsänger, Vertretungskantor und ausgewiesener Experte für Aussprache und Betonung, insbesondere der lateinischen Sprache in der Kirchenmusik. Er erwarb und pflegte diese Kenntnisse in den Gregorianischen Wochen der Kirchlichen Arbeit Alpirsbach, die er in den späten 1970iger und den 1980iger Jahren in der DDR maßgeblich prägte. Auch jüngere Chormitglieder werden ihn lebhaft in Erinnerung behalten: als witzigen und hintergründigen Geschichtenerzähler. Sein Beitrag gehörte neben dem Männerchor zu den heiß ersehnten Höhepunkten der Sommerfeste der Musikgruppen der Gemeinde Johannisthal. Reinhard Winkelmann starb am 12. Juli 2020 im Alter von 93 Jahren.

Jürgen Struckmeyer

Wo immer es etwas zu bauen oder reparieren gab, war er einsatzbereit. Als langjähriges Mitglied im GKR war er u.a. zuständig für das Baugeschehen. Auch gestaltete er mit seiner Spielgruppe viele Weihnachtsgottesdienste aktiv mit. Die Älteren von uns erinnern sich sicher noch an seine Aufführungen der Weihnachtsgeschichte, die er mit vielen jungen und alten Spielfreudigen engagiert einstudiert hat. Gartengestaltung – das war eine weitere Leidenschaft, und bei der Arbeit auf dem Johannisthaler Kirchengelände war er dabei, so lange es seine Krankheit zuließ. Er starb am 4. August 2020 im Alter von 76 Jahren.

Dr. Ulrich Scheidereiter

Er war von 2010 bis 2016 Mitglied im GKR und hat in dieser Funktion wesentlich den Umbau unseres Kirchsaales und der Nebenräume mit verantwortet. Manche Entscheidung hat er hinterfragt und gründlich durchdacht, um zur bestmöglichen Lösung zu kommen. Ganz besonders aber hatte es ihm die Musik angetan. Wer erinnert sich nicht an die großen Konzerte in unserem Kirchsaal mit seinem Orchester, der Cappella academica, dem Studentenorchester der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort hat er mit Leidenschaft Kontrabass gespielt. Auch viele Konzerte der Kantorei Johannisthal hat er am Kontrabass begleitet. Diese Liebe zur Musik brachte er auch bei der Organisation und Durchführung der Konzerte des Fördervereins der Gemeinde Johannisthal ein, dessen Mitglied er war. Dr. Scheidereiter verstarb am 1. September 2020 im Alter von 73 Jahren.

Christa Baukhage

Die Kirchengemeinde war ihre Familie. Das zeigte sich in den vielen Aktivitäten, die sie nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1984 in der Gemeinde übernommen hat. Jedem bekannt ist sie durch den Büchertisch. Frau Baukhage hatte die Gabe, Bücher „diagonal“ lesen zu können. So konnte sie für jeden Anlass die perfekte Buchempfehlung geben. Viele Jahre führte sie gewissenhaft das Gemeindebüro. Auch das Archiv legte Frau Baukhage an. Im Arbeitskreis Swasiland arbeitete sie einige Jahre intensiv mit. Eine Reise in das kleine Land im Süden Afrikas war ihre größte. Sie hielt im Anschluss beeindruckende Vorträge darüber. Ganz wichtig waren ihr auch die Jahre im Posaunenchor. Diese Stunden brachten viel Freude in ihr Leben und haben ihr durch manche Krise hindurch geholfen. Sie verstarb am 13. September 2020 im Alter von 79 Jahren.

Vom Suchen nach dem Besten

Durch die Hintertür hat der Herbst Einzug in unsere Stadt gehalten. Unmerklich wird es jeden Morgen ein wenig dunkler, tagsüber ein wenig stiller, abends gehen früher die Straßenlaternen an. Die Menschen haben sich an die vielen veränderten Bedingungen weitestgehend gewöhnt: Abstand halten, kein Händeschütteln, Rücksicht, Hygienemaßnahmen. Manches davon wirkt steriler und unpersönlicher, aber viele bemühen sich um alternative Formen, um die schwerwiegenden Verordnungen lebbar zu machen. Und der Alltag geht weiter – trotz Corona und mit Corona. Bald feiern wir Erntedank, die nächsten Schulferien stehen schon vor der Tür, dann gleiten wir bereits in die Novemberzeit mit ihren vielen Zeichen von Abschied und Neubeginn.

Auch in unseren beiden Kirchengemeinden läuft die Uhr weiter. Ich werde mich bald verabschieden – zumindest für eine Weile, denn ich erwarte ein Kind und werde mit den Herbstferien in den Mutterschutz gehen. Die Pfarrstelle in Baumschulenweg ist längst ausgeschrieben – wir warten ab, wer dort als nächstes kommt und wann. In Johannisthal haben die Planungen für das kommende Jahr begonnen. Dann darf die Gemeinde ihr 100jähriges Bestehen feiern.

Aber jetzt soll es ruhiger werden, denn der Herbst hat ja durch die Hintertür Einzug gehalten und fordert zu einem langsameren Tempo auf. Es ist die Zeit, in der man Luft holen, Abstand nehmen und hinhören darf auf das, was um uns herum geschieht. Woran haben wir Anteil? Was können, was würden wir gerne tun für die Menschen um uns und für diese Stadt?

Suchet der Stadt Bestes!

Mitten in Zeiten einer tiefen Krise wendet sich der Prophet Jeremia tröstend an die Seinen. Er spricht Worte, die ihm Gott in den Mund gegeben hat. Dabei richtet er sich nicht an diejenigen, die in der Heimat zurückgeblieben sind. Sondern er schreibt an die in der Fremde. Sie sind fortgeführt worden, leben im Exil in einer ihnen gänzlich unvertrauten Stadt, in der sie nichts zu sagen und nicht viel auszurichten haben.

Jeremia weiß, dass sich daran so schnell nichts ändern wird. Aber mitten hinein in diese triste Situation eröffnet der Prophet den Menschen neue Perspektiven. Er zeigt, dass für sie selbst in dieser Lage noch Handlungsspielraum besteht. Zwar werden sie sobald nicht das Exil verlassen, aber sie können sich darin einrichten: Häuser bauen, Gärten anpflanzen, Früchte daraus essen, Kinder kriegen, all ihre Fähigkeiten in und für diese Stadt einbringen. Es ist ein lauter Ruf gegen die Resignation:

Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl.

(Jeremia 29,7)

Jeremia singt ein Hoffnungslied: Die Zeit in dieser Stadt ist nicht vergebens. Sie soll gestaltet werden, betend und handelnd, mit guten Ideen und einem freundlichen Miteinander. Denn Gott ist und bleibt bei allen, die jetzt noch betrübt und verloren scheinen – trotz allem. Er hat freundliche Absichten für sie:

Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.

(Jeremia 29,11)

Jeremias Hoffnungslied eröffnet neue Ausblicke. Solch ein Blickwechsel kann äußerst erfrischend und ermutigend wirken, denn er schenkt neue Kraft für‘s Handeln im Hier und Jetzt. Auch wir sind eingeladen, das Leben in der Krise aktiv mitzugestalten. Und hoffnungsfroh machen wir uns auf in Richtung Advent!

Bleiben Sie behütet!
Ihre Julika Wilcke

Bericht aus dem Gemeindekirchenrat

Pfarrstelle – Sanierung Pfarrhaus – Abschied Ersatzältester –
Gemeindeversammlung – Garten und Küche

Liebe Gemeindemitglieder,

am 19. August 2020 hat der Gemeindekirchenrat sich zu seiner neunten Sitzung der Wahlperiode 2019–2022 getroffen. Wichtige Themen unter anderem waren die Beschlüsse zu den Gottesdiensten bis Ende des Jahres, die Sanierung des zukünftigen Pfarrhauses, der Umbau des Bürotraktes, und Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Gemeindekirchenrat hat in diesem Zusammenhang beschlossen, den Gemeinderaum ab sofort wieder auch an Privatpersonen zu vermieten unter Beachtung der jeweiligen vorgeschriebenen Hygieneregeln. Aber wichtiger noch für uns alle ist, dass die gemeindliche Arbeit in vielen Bereichen wieder aufgenommen werden kann, wie zum Beispiel der Seniorentreff, Kindergruppen und Kantorei. So versuchen wir alle so weit wie möglich wieder ein normales und gemeinsames Gemeindeleben in Gang zu bringen.

Unsere Pfarrerin, Frau Julika Wilcke, wird von Mitte Oktober 2020 bis Februar 2021 im Mutterschutz sein. Ob sie nach Beendigung des Mutterschutzes gleich wiederkommt oder ob sie noch eine gewisse Zeit in Elternzeit sein wird, hat sie noch nicht entschieden. Der Superintendent wird sich um eine Vakanzvertretung kümmern, so dass in der Gemeinde die seelsorgerische und theologische Arbeit nicht brachliegen wird.

Wegen der geringer werdenden finanziellen Mittel musste der Gemeindekirchenrat Prioritäten setzen und so wird die Sanierung des zukünftigen Pfarrhauses Vorrang haben vor der Umgestaltung des Außengeländes. Dies wird nicht, so wie ursprünglich geplant, im kommenden Jahr in größerem Umfang begonnen werden.

Unser gewählter Ersatzältester, Andreas Griese, ist aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Er wird mit seiner Frau nach Rostock in die Nähe zu seinen Kindern und Enkeln ziehen. Wir danken Andreas für die Mitarbeit im vergangenen Dreivierteljahr und verabschieden ihn im Gottesdienst am 4. Oktober.

Die Gemeindeversammlung am 23. August hat wahrscheinlich zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde unter freiem Himmel stattgefunden. Auch unter dem blauen Sommerhimmel wurde viel besprochen und einiges angesprochen, was aus Sicht der Gemeindemitglieder noch verbessert werden könnte. Es wurde zum Beispiel vorgeschlagen, dass das Gelände vor dem Pavillon für die Gottesdienste mit einem festeren Untergrund versehen wird. Es wurde gemeinsam überlegt, wie die Weihnachtsgottesdienste unter den aktuellen Bedingungen durchgeführt werden können. Es wurde auch angemerkt, dass die Küche mehr Pflege braucht und dass viele Gesangsbücher in einem schlechten Zustand sind. Die Bitte ist, man möge doch hier pfleglicher mit den Gesangsbüchern umgehen. Die ehrenamtliche Gartenarbeit wird gut akzeptiert und die Entwicklung der Außenanlagen von mehreren Seiten gelobt, aber leider sind es doch zu wenige, die Zeit und Gelegenheit haben, sich alle vier Wochen sonnabends zum Einsatz zu treffen.

Mandy Endter berichtete über den Umzug des Jugendzentrums nach Baumschulenweg. Sie berichtete von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Coronazeiten, wie viele Dinge online gemacht wurden, und dass die Angebote vor Ort mit Besuch der fünf Pfarrkirchen im Sprengel ein guter Erfolg waren. Martin Fehlandt berichtete, dass Proben inzwischen wieder möglich sind und die Kantorei mit der Probenarbeit in kleiner Besetzung begonnen hat. Flöten- und Bläserkreise sollen im September wieder beginnen, Gemeindechor und Seniorensingkreis werden vielleicht mit einem kleinen Singkreis draußen starten.

Weil die Umgestaltung des Außengeländes nicht zur 100-Jahr-Feier im nächsten Jahr in Angriff genommen werden kann, wurde gemeinsam überlegt, ob zumindest ein kleines Projekt in den Außenanlagen bis dahin realisierbar ist.

Die nächste Gemeindeversammlung wird im nächsten Jahr einberufen, spätestens, wenn es an die konkrete Planung des Außengeländes geht oder die endgültige Besetzung der Pfarrstelle in Johannisthal absehbar ist, denn Frau Wilcke ist immer noch mit nur 50 % Stellenanteil als Pfarrerin im Entsendungsdienst bei uns in Johannisthal.

Herzliche Grüße
Dr. Thomas Menn

Jugend Oberspree-West zu Wasser und hoch hinaus

Wie viele andere auch mussten wir dieses Jahr unsere Ferien nochmal umplanen. Eigentlich wollten wir in diesem Sommer gemeinsam nach Taizé fahren. Da das aktuell als Gruppe nicht geht, überlegten wir uns ein Alternativprogramm hier vor Ort. Gleich mehrere Ausflüge in den Sommerferien und zum Schulstart durften wir miterleben:

Stand-up Paddling in Beeskow: Zu siebt machten wir uns an einem heißen Augusttag auf den Weg nach Beeskow, um den Trendsport Stand-up-Paddling auszuprobieren. Für einige war es das erste Mal auf einen Sup (so nennt man die Surfbordartigen Bretter, auf denen man auf dem Wasser steht). Über drei Stunden ging es im Stehen und Sitzen die alte Spree hinauf, vorbei an Seerosenfeldern und von Wald und Wiesen gesäumten Ufern. Das Stehen auf dem Wasser erlaubte einen völlig neuen Blickwinkel auf die Natur. Und so paddelten wir bis zur Burg Beeskow, wo wir noch Zeit für ein paar Spiele auf dem Wasser hatten. Denn natürlich durfte der Spaß auch nicht fehlen. So mancher fiel bei dem Versuch, das Gleichgewicht zu halten, wie Jesus über das Wasser zu gehen oder bei eher weniger erfolgreicher Akrobatik auf dem Sup auch unfreiwillig ins kühle Nass. Ein schöner Ausflug und auch mit Abstand wiederholenswert.

Hoch hinaus ging es für neun Jugendliche im Kletterwald Grünheide. Auf fünf unterschiedlichen Parcours kann man hier seine Höhentauglichkeit und seine Kondition testen. Für den einen oder anderen unter uns schon eine Grenzerfahrung. Aber mit gutem Zureden und Mut machen haben es alle wieder heile zurück auf den Boden der Tatsachen geschafft. Zur Abkühlung ging es dann noch in den See bei Sonnenuntergang, bevor wir wieder zurück in die Stadt mussten.

Zum Schuljahresstart ging die JG Oberspree-West auf eine Floßfahrt. Zwölf Jugendliche, die sich zum ersten Mal nach den Sommerferien trafen und ein bisschen wie Huckleberry Finn fühlen konnten. Dabei konnten wir Berlin von einer besonderen Seite genießen. Ganz neue Perspektiven eröffnen sich, wenn man auf dem Wasser durch unseren Kiez unterwegs ist. Und dann schmeckt der Grillkäse nach einem Sprung ins Wasser gleich nochmal so gut. Das neue Schuljahr kann also kommen.

Weitere Ausflüge und Aktionen der Jungen Gemeinde sind bereits in Planung! Und auch mit Abstand und Hygieneregeln haben wir gemeinsam Spaß!

Die Junge Gemeinde & Mandy

Gottes bunte Schöpfung entdecken

Unter diesem Motto gab es im September gleich zwei Familienausflüge in der Region. Zunächst ging es an einem scheinbar verregneten Samstagvormittag in den Britzer Garten. Mit Matschhose und Regenjacke ausgerüstet trauten sich ein paar große und kleine Forscher hinaus vor die Tür. Eine spannende und abwechslungsreiche Rallye führte uns kreuz und quer durch den Britzer Garten und ließ uns einiges entdecken. Auf uns warteten eine Menge Tiere, Blumen, Früchte und Kletterbäume, die es zu erkunden galt. Da kam man schon ein bisschen ins Staunen, wie bunt und vielfältig unsere Natur doch ist. Und der Regen machte auch extra für unseren Besuch eine schöne Pause.

Unser zweiter Familien-Ausflug ging hinaus vor die Tore Berlins nach Gussow auf den Kinderbauernhof. Diesmal waren wir auch ein paar Familien mehr aus der gesamten Region und das Wetter war uns auch wohlgesonnen. Der Kinderbauernhof hat extra für uns seine Tore geöffnet. Ein ganz besonderes Erlebnis war für uns Stadtkinder mal Schafe, Ponys, Hasen und Ziegen zu füttern, im Heu zu toben und Brötchen zu backen. Am besten fanden alle die Traktorfahrt, bei der man ordentlich durchgeschaukelt wurde. Da wurde uns erst bewusst, wofür es sich lohnt zu sagen: Danke Gott für Deine Schöpfung!

Bald ist Erntedank. Dann können wir das auch im Gottesdienst noch einmal feiern!!!

Eure Gemeindepädagogin Mandy Endter