Archiv der Kategorie: Aktuelles

Herzliche Einladung zum „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach Samstag, 16. Dezember, 17.00 Uhr Christuskirche

Am 16. Dezember beginnt die Weihnachtszeit! – so sagen viele, auch ich. Denn für viele Musikbegeisterte beginnt Weihnachten erst mit den berühmten Paukenschlägen und den darauffolgenden Trompeteneinsätzen dieses in der ganzen Welt berühmten Werkes. Ob Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“, die Bass-Arie „Großer Herr und starker König“, die Alt-Arie „Bereite dich, Zion“, oder „Schlafe, mein Liebster“, die Hirtensinfonia und und und… alles „Hits“ der klassischen Musik.

Das Weihnachtsoratorium von Bach ist ein Werk voll größter Freude und tiefster Innigkeit, ganz sinnfällig komponiert z.B. in dem Choral „Ach mein herzliebstes Jesulein“, in dem der Chor ganz leise, wie vor einem Babybettchen, diesen Choral singt, unterbrochen nach jeder Choralzeile mit jubelnden Pauken und Trompeten („Jesus ist Mensch und König der Welt zugleich“).

Zu diesem besonderen Konzert mit den Solisten D. M. Sandmann, I. Muschka, R. Eschrig, M. Schubach, der Johannisthaler Kantorei und dem Orchester „Camerata musica“ lade ich ganz besonders herzlich ein.

Martin Fehlandt

Eintrittskarten für 15 €, erm. 10 € sind im Kirchenbüro Oberschöneweide und Johannisthal und an der Abendkasse zu bekommen.

Vorstellung Pfarrerin Julika Wilcke

Liebe Gemeinde Johannisthal,


ich freue mich sehr, ab Januar 2018 zu Ihnen entsandt zu werden, um Ihre gemeinsame Pfarrstelle Johannisthal und Baumschulenweg zu verwalten. Sie haben einige Monate Vakanz hinter sich, mit allem, was an zusätzlicher Last – vielleicht auch an zusätzlichen Chancen – verbunden ist. Diese Zeit hat bald ein Ende.

Mein Name ist Julika Wilcke.

Ursprünglich komme ich aus Schleswig-Holstein, habe in Leipzig und Berlin Theologie studiert und im Juni 2011 mein Erstes Theologisches Examen absolviert.

Anschließend habe ich an einem Dissertationsprojekt im Fach Neues Testament gearbeitet, dann aber entschieden, zunächst in den Vorbereitungsdienst für das Pfarramt zu gehen. Seit März 2016 und noch bis Ende dieses Jahres bin ich also Vikarin in der frisch fusionierten Gemeinde Tiergarten. Ich habe dort eine lebendige Kirchengemeinde erlebt, die aus ursprünglich vier einzelnen Gemeinden mit je eigener Geschichte, eigenen Vorstellungen und Schwerpunkten allmählich zusammenwächst. Ich habe auch gesehen, wie die vielen unterschiedlichen Menschen um eine neue gemeinsame Identität ringen. Das hat mich sehr beeindruckt.

Im September habe ich mein Zweites Theologisches Examen abgelegt und mich für den Dienst in unserer Landeskirche beworben. Mein Mann ist zurzeit Pfarrer im Kirchenkreis Stadtmitte. So leben wir auch in Mitte, wo unsere Kinder Schule und Kindergarten besuchen.
Ich bin gespannt darauf, Sie kennen zu lernen – wie es sich lebt in Johannisthal oder Baumschulenweg, wie Sie als Gemeinden zusammenhalten und wie wir gemeinsam Kirche in unserer Stadt sein können. Ich freue mich auf viele Begegnungen und neue Erfahrungen, auf das gemeinsame Feiern und Gestalten.

Nun wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Bis bald, Julika Wilcke.

Verabschiedung von Charlotte Haese, geb. Kühne

Viele Johannisthaler Gemeindeglieder kannten Sie gut!

Charlotte Haese, geb. Kühne.

Carla wurde sie von ihren Bekannten
genannt.

Als ich mit meiner Familie 1977 nach Johannisthal zog, war sie schon vier Jahre lang im Gemeindebüro tätig, also gut eingearbeitet, und das merkte man.

Im Gemeindebüro war mitunter reger Betrieb, weil damals nicht nur das Kirchgeld der Rentner, sondern auch die Kirchensteuer und Spenden ins Büro bar gebracht und quittiert wurden. Frau Haese führte die Gemeindekartei, trug dort die Daten der Gemeindeglieder ein, die sie in Gesprächen mit den Menschen erfuhr und natürlich auch die Amtshandlungen in die Kirchbücher. Sie kannte die Menschen und ihre Schicksale und hatte ein beneidenswertes Namensgedächtnis. Sie überprüfte die Finanzen einschließlich der Kollekten, verbuchte sie und leitete sie weiter.

Zu unserem damaligen Hausmeister Günther Lehmann hatte das Ehepaar Haese einen besonderen Kontakt.

In ihrem Geburtsort Magdeburg sang die junge Carla bald im Domchor mit, später in Berlin in der Heinersdorfer Kantorei und schließlich bei Frau Oettel in unserem Kirchenchor. Auch das Spielen ihrer (sehr kostbaren) Flöte bereitete ihr große Freude. Später sah ich dieses Instrument als Schmuckstück in ihrem Wohnzimmer hängen. Es dauerte seine Zeit, bis sie sich von ihm trennen konnte. Schließlich schenkte sie vor etlichen Jahren Herrn Fehlandt das gute Stück.

Die Büroarbeit machte ihr so viel Freude, dass sie diese Tätigkeit mit dem Eintritt in das Rentenalter nicht aufgab, sondern mehr als 20 Jahre lang noch ehrenamtlich weiterführte.

Zu ihrem 80. Geburtstag hatte ihr Herr Fehlandt einen Kanon komponiert mit den Noten, die ihren Namen ergaben: H A E eS E. Was hatte sie sich gefreut, als wir ihr den vorgesungen haben!

Nun ist sie im Alter von 85 Jahren verstorben und wurde am 8. November auf dem Domfriedhof in Berlin-Mitte beigesetzt. Herr Fehlandt spielte in der Friedhofshalle auf der Flöte die uns allen bekannte Melodie des Paul-Gerhard-Liedes (EG 361) – eine Erinnerung an das Psalmwort, das die Trauerfeier für ihren lieben Mann Eberhard Haese vor 27 Jahren bestimmte:

„Befiehl dem Herrn deine Wege und
hoffe auf ihn; er wird’s wohl machen.“

Eberhard Iskraut

Danke

Wir danken Frau Baukhage und ihrem Büchertisch für die Spende zur Anschaffung einer zweiten Feuerschale.

Ausflug zur IGA mit den Kindern der Kinderkirche

Schöpfung bewusst wahrzunehmen und zu erleben: dafür ist die Erntedankzeit perfekt. Vor drei Jahren waren wir in einer Biobäckerei, vorletztes Jahr mit mundraub-Tour unterwegs, letztes Jahr begaben wir uns auf Kräuterentdeckungstour und dieses Jahr ging es in die Abenteuerwelten der IGA.

Mit 21 Kindern aus den Gemeinden Baumschulenweg, Johannisthal, Treptow und Oberschöneweide haben wir uns trotz der schlechten Wetterprognosen aufgemacht und sind am 2. Oktober um 10 Uhr zum IGA-Gelände gestartet.

Zunächst ging es mit der Seilbahn zum Wolkenhain und zur Naturbobbahn, auf der die Kinder eine Runde drehen durften. Die Mutigsten hielten dann Ausschau über das IGA-Gelände auf dem wackeligen Wolkenturm. Dann ging es schon weiter mit der Seilbahn hinab ins Tal und zum Spielplatz. Dort gab es erstmal Zeit zum Stärken und Austoben. Der lebensgroße Kletterwall mit Baby im Bauch war eine willkommene Abwechslung.

Ein Besuch im begehbaren Labyrinth durfte dann im Anschluss natürlich nicht fehlen. Es haben zwar nicht alle bis zur Mitte gefunden, wir waren dennoch froh, dass alle wieder den Weg nach draußen schafften. Und auch wenn dann der Himmel uns reichlich mit Regen beschenkte, wanderten wir noch durch den chinesischen und japanischen Garten. Auch den schönen christlichen Garten durchstreiften wir. Im botanischen Haus wärmten und trockneten wir uns dann wieder bei einer kleinen Keksrunde, bevor wir mit der Seilbahn zurück nach Hause schwebten.

Es war für alle ein schönes Erlebnis und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Mandy Endter Gemeindepädagogin

Zwei Chöre in Woltersdorf

Ende September war es endlich wieder so weit: der Gemeindechor und die Kantorei Johannisthal trafen sich im schönen Woltersdorf.

Das von Frau Düster wunderbar vorbereitete Wochenende verging wie im Fluge: Sängerinnen und Sänger aus beiden Chören, Partner und Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren probten gemeinsam am Programm für „Advent in der Kirche“.

Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz: Bei strahlender Herbstsonne lernten wir im Heimatmuseum viel über Woltersdorf, nutzten die Zeit für einen Kaffee an der Schleuse und hatten am Abend viel Spaß bei Liedern und Geschichten. Das Singen auf den Stationen im benachbarten Krankenhaus und das Mitgestalten des Erntedank-Gottesdienstes in Rüdersdorf ließ auch andere an unserem Wochenende teilhaben. Und das „Highlight“?

Für die meisten war das wohl die Modellbahn, die vor und nach dem Gottesdienst ihre Runden mit großen und kleinen Gästen um die Kirche Rüdersdorf zog.

Vielen Dank Frau Düster für die tolle Organisation, wir hoffen auf eine Wiederholung 2019!

Anja Herwig

Menschen brauchen Menschen – Ehrenamt beim CJD

Seit Oktober 2015 betreut das CJD (Christliches Jugenddorfwerk) die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete am Groß-Berliner-Damm 59 in Berlin Johannisthal.

Ehrenamtliche Mitarbeiter sind in vielen Bereichen unserer Unterkunft herzlich eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Ehrenamt kann sporadisch und regelmäßig stattfinden. Ein monatlicher Ehrenamtsstammtisch dient unseren Helfern dazu, sich gegenseitig kennenzulernen und ihre Ideen zu besprechen. Wir brauchen dringend Helfer im Kinder- und Jugendbereich, sehr gern auch auf Praktikumsbasis, wenn eine entsprechende Qualifikation bzw. der Rahmen einer pädagogischen Ausbildung vorhanden ist. Für das Ehrenamt mit Kindern wird standardmäßig ein polizeiliches Führungszeugnis erwartet. Wir betreuen vormittags vorwiegend die Kinder der Frauen, die am täglichen Deutschkurs im Haus teilnehmen und sichern den Müttern somit ihr Recht auf Bildung. Zudem brauchen die Kinder, die noch keinen Kita- oder Schulplatz haben, mehr Zuwendung. Hier brauchen wir unbedingt Verstärkung, damit wir noch besser auf die Bedürfnisse der Kleinen eingehen können.

Um die Mittagszeit kommen die ersten Schulkinder nach Hause und wollen nachmittags sinnvoll beschäftigt sein. Im Hausaufgabenraum geben sich Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Sozialteams große Mühe, bei den kniffligen Hausaufgaben der großen und kleinen Gäste zu helfen. Hier wünschen wir uns dringend Ehrenamtliche für patente Hilfe in sämtlichen Fächern oder gern auch Lernpatenschaften. Unsere Kinder sind sehr bemüht und fleißig, aber die schulischen Ansprüche sind einfach sehr hoch.

Im Freizeitbereich sind allerlei Angebote willkommen. Ehrenamt heißt hier zum Beispiel Kindergruppen zu begleiten (ins FEZ, auf den Spielplatz, ins Schwimmbad, ins Kino, zu organisierten Veranstaltungen, zu regelmäßigen AGs etc.). Wir freuen uns auf Ideen und Freizeitangebote für Kindergruppen im Haus oder außer Haus. Raum und Zeit sind genug vorhanden und wollen gefüllt werden.

Sportliche Ehrenämtler können sich bei uns austoben oder ihre Kontakte zu Vereinen aktivieren. Alle Kinder dieser Welt sind sehr bewegungsfreudig. Für handwerkliche, künstlerisch-musische und darstellende Angebote wird es immer glückliche kleine und erwachsene Teilnehmer in unserem Haus geben. Des Weiteren gibt es einen großen Garten, der geradezu dazu aufruft, genutzt und bepflanzt zu werden. Eine Fahrradwerkstatt und eine Nähwerkstatt existieren bereits und freuen sich auf ehrenamtlichen Zuwachs.

Mit Hilfe der Christuskirche in Oberschöneweide und der Berliner Sparkasse sind wir glücklich, unseren Bewohnern mehrere Computer zur Verfügung stellen zu können. Und um diese auch effektiv nutzen zu können, benötigen wir Leute, die sich im Feld der Informationstechnik (IT) auskennen und die Rechner technisch betreuen und mit den Bewohnern zusammen nutzen. Beratung, Familienpatenschaften oder Mentoring für junge Erwachsene sind für Ehrenamtliche oft ein dankbares Feld. Die Leute brauchen Unterstützung bei Arztbesuchen, bei der Jobsuche, bei der Wohnungssuche, bei Ämtergängen, bei rechtlichen und alltäglichen Fragen. Oft ist es einfach auch schön, Gemeinschaft zu haben, raus zu gehen und etwas zu erleben. Die Menschen möchten ihre Umgebung kennenlernen und verstehen wie unsere Gesellschaft funktioniert. Eine Patenschaft kann eine großartige Bereicherung des eigenen Lebens werden. Vielleicht ergibt sich gemeinsames Musizieren, Sport treiben, Nähen, im Tandem Sprachen lernen oder einfach nur reden über unser Leben, über Gott und die Welt.

CJD Christliches Jugenddorfwerk
Notunterkunft am Groß-Berliner-Damm 59, 12487 Berlin
Kontakt: ulrike.raddatz@cjd-berlin.de
Telefon: 030 – 63 10 41 56

Wechsel des GKR-Vorsitzes

Anfang Oktober hat Dr. Thomas Menn aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion als Vorsitzender der Gemeindeleitung niedergelegt. Am 6.11. wurde deshalb Anja Herwig als neue Vorsitzende gewählt. Der GKR dankt Dr. Menn ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit und freut sich, dass er der Gemeindeleitung erhalten bleibt.

Adventszeit

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor uns liegt die Adventszeit! Haben Sie Ihren Wunschzettel schon geschrieben? Spüren Sie noch etwas von dem aufregenden Kribbeln, das für viele Kinder mit der Advents- und Weihnachtszeit verbunden ist? Ich glaube, keine Kirchenjahreszeit ist mit so hohen Erwartungen verknüpft, mit so großer Sehnsucht gefüllt wie die Adventszeit! Die einen freuen sich auf diese vier Wochen im Dezember; die anderen stöhnen, wenn sie an all die Vorbereitungen denken, an den Konsumterror oder die Inflation der sogenannten Weihnachtsfeiern. Viele nehmen sich vor, einen „Anderen Advent“ zu feiern: mit besinnlichen Zeiten und religiösen Impulsen; andere haben schon aufgegeben, noch irgendetwas Außergewöhnliches zu erwarten.

Der Monatsspruch für Dezember nimmt uns in das adventliche Geschehen hinein. Dabei wird der alte Priester Zacharias ins Blickfeld gerückt. Ihm und seiner Frau Elisabeth wird die Geburt eines Sohnes angekündigt, nachdem das alte Ehepaar diese Hoffnung schon lange begraben hatte. Zacharias ist erschrocken und verunsichert und bittet um ein Zeichen, damit er erkennen kann, dass diese Versprechungen wahr sind. Daraufhin wird er stumm – es verschlägt ihm sozusagen die Sprache! Neun Monate hat Zacharias geschwiegen. Neun Monate Stille und Zeit zum Nachdenken, zum Hören und Lauschen – Zeit, um die Sinne zu schärfen.

„Stille Zeit im Advent“ oder “Offene Kirche im Advent“ – unter solch einem Titel gibt es mittlerweile in vielen Gemeinden besinnliche Angebote in der Adventszeit. Menschen entdecken mitten in der geschäftigen Advents- und Vorweihnachtszeit, wie wohltuend Zeiten der Stille sein können. Sich ab und zu bei gedämpften Licht oder Kerzenschein eine halbe Stunde in die Kirche setzen, die Stille genießen und die wohltuende Atmosphäre in der Kirche.

Ablegen und loslassen, was das Herz beschwert und frei werden für Neues, für Wesentliches, für eine Botschaft von Gottes heiliger Geistkraft…

Zacharias jedenfalls preist nach seiner „stillen Zeit“ die großen Taten Gottes und erinnert an die Versprechen, die Gott seinem Volk gegeben hat. Es ist ein mächtiger Strom von Erinnerungen an Gottes Nähe, an Gottes Rettungen in der langen Geschichte Israels, ein Strom des Lebens, der wieder lebendig machen will, der herausholen will aus dem Elend der Resignation.
Zacharias brauchte so eine stille Zeit, um dem Wunder Raum zu geben, um die unglaubliche Botschaft des Engels zu verstehen. In der Stille wächst ihm die Kraft zu, den Auftrag des Engels anzunehmen und in die Tat umzusetzen. Zacharias findet seine Aufgabe, am Reich Gottes mitzuwirken: als Vater, der zu seinem Sohn und seiner Frau steht; als Mensch, der dem Wort Gottes vertrauen lernt und es lebt. Wir lesen diesen Text mit einer anderen Perspektive: Im Gegensatz zu Zacharias müssen wir nicht mehr auf das Kommen von Jesus warten. Wir feiern Weihnachten, weil Jesus bereits gekommen und mit ihm die Herrschaft Gottes sichtbar in dieser Welt angebrochen ist. Der Monatsspruch lädt uns ein, dass wir uns wie Zacharias von dieser guten Botschaft anstecken lassen.

Zacharias bekennt: Das Handeln Gottes ist von seiner „herzlichen Barmherzigkeit“ geprägt. Auch wenn vieles in dieser Welt belastend ist, wenn Lebenssituationen unfassbar sind, wenn Gott weit weg scheint – er meint es gut mit uns.
Zacharias bekennt: Gott kommt in besonderer Weise zu „denen, die in Finsternis und Schatten des Todes sitzen“. Das ist der Zuspruch an alle diejenigen, die sich nach Veränderung ihrer Situation sehnen.

Zacharias bekennt: Wo Menschen „ihre Füße auf den Weg des Friedens richten“, da beginnt Schalom – Frieden. Da geschieht Versöhnung und Veränderung. Und zugleich werden wir zu Friedensboten, die diesen Frieden durch Wort und Tat anderen Menschen zeigen.
Advent heißt, Gottes Hoffnung für uns wird wahr, auch wenn wir an Jahren oder Enttäuschungen und Resignation so alt sind wie Elisabeth oder Zacharias. Die Zukunft steht vor der Tür und sie speist sich wie bei Zacharias und Elisabeth aus uralten Träumen von Frieden, Segen und gelingendem Leben. Advent und Weihnachten heißt, den Bann brechen, die Resignation besiegen. Advent, das ist die Zeit, in der Gott uns einlädt, die Hoffnung wieder neu in unser Herz einwurzeln zu lassen, sie wieder neu erblühen zu lassen, damit in unserem Herzen Weihnachten werden kann.

Deswegen liegen Advent und Weihnachten immer schon hinter uns und breiten sich doch immer genauso jedes Jahr wieder neu vor uns aus.

Für die Advents- und Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen, eine gute Balance zwischen Stille und Jubel, zwischen Einkehr und Engagement, zwischen Planung und Überraschung!

Herzlichst Pfarrerin Martina Steffen-Eliş