Archiv der Kategorie: Berichte

Zum Anklopfenden Christus

Es ist Sonntag, der 09. September, der Tag des offenen Denkmals, und wir sind dabei!

Nicht als Denkmal, sondern als Akteure, die ein Denkmal mit Leben erfüllen wollen. Und wir, das sind Herr Wolfgang Prietsch aus der Baumschulenweger Gemeinde, der selbst verfasste Gedichte und Kurzgeschichten vortragen wird, und der Flötenkreis aus Johannisthal, der die musikalische Umrahmung dazu gibt.

Wir machen uns auf den Weg nach Hessenwinkel zur dortigen kleinen Waldkapelle. Im Programmheft für den Tag sind wir mit unserer Aktion auch vermerkt. Idyllisch im Berliner Stadtforst zwischen Rahnsdorf und Wilhelmshagen gelegen, erwartet sie uns. Nur das sicher sonst saftige Grün rundherum fehlt nach der sommerlichen Dürre. Es staubt heftig bei jedem Schritt zu ihr hin. Die Kapelle trägt den etwas gewöhnungs-bedürftigen Namen „Zum anklopfenden Christus“.

Nachdem wir aber das Altarbild im Innern gesehen haben, können wir das nachvollziehen. Es zeigt nämlich einen solchen Jesus. Es ist ein herr-licher Sonnentag, und so sind viele Menschen mit Fahrrädern und auch per pedes unterwegs und unterbrechen Fahrt und Wanderung, um einen Blick in die Kapelle zu werfen, während wir unser Programm proben. Die Kapelle wurde 1910 erbaut von den Architekten Jürgensen und Bachmann, die an vielen Stellen unsere Stadt ihre Handschrift hinterlassen haben. Z.B. haben wir das Schöneberger Rathaus ihnen zu verdanken. Beide Weltkriege konnten dem Kirchlein nichts anhaben, nur das fehlende Geld zu DDR-Zeiten führte zu einem allmählichen Verfall, der aber Mitte der 90er Jahre durch Spenden und Mitteln des Denkmalschutzes aufgehalten werden konnte.

Seit 20 Jahren kümmert sich ein Freundeskreis ehrenamtlich und liebe-voll um dieses Kleinod. Neben monatlichen Gottesdiensten werden Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen, Ausstellungen organisiert. Um 15 Uhr haben sich 23 Zuhörer eingefunden, als wir mit unserer Darbie-tung beginnen. Ab und an gehen welche, kommen neue hinzu; das müssen wir aushalten, zumal es eher lautlos geschieht. Herr Prietsch hat Gedichte passend zu ausklingendem Sommer und beginnendem Herbst ausgesucht. Auch Besinnliches ist dabei, wie eine Kurzgeschichte, in der vor einer Senioreneinrichtung ein alter Schrank zerlegt wird, der wohl einem verstorbenen Bewohner gehörte. Ein Schmuckstück fürwahr, aber für Niemanden mehr nütze. Wie viele Menschenleben mag er begleitet haben, was hat er alles gesehen? Und was bleibt einmal von uns, wenn wir uns aus dieser Welt verabschieden? Werden wir Spuren hinterlassen haben oder geht es uns wie besagtem Schrank? Freundlicher Applaus zum Abschluss, noch ein nettes Gespräch mit Besuchern und anwesen-den Ehrenamtlichen der Waldkapelle beendeten unseren Ausflug zu einem Denkmal, das, getreu dem Thema des Denkmaltages – „Entdecken, was uns verbindet“- auch Sie einlädt, einmal vorbei zu schauen.
Der Bus 161 (Waldstraße 50) hält fast vor der Tür.

Dazu ermuntert Sie
Bernd Wulff
.

Das Wandern ist des Chores Lust

„Was sind denn das für Schafe?“, fragten sich wohl die Schafe des Johannisthaler Landschaftsparks, als sich ihnen Mitglieder der Kantorei und des Gemeindechores Johannisthal am 20.10.2018 in einer größeren Gruppe lautstark näherten…

Noch wenige Wochen vor dieser Begegnung der anderen Art entschied man sich beim geselligen Beisammensein nach der Chorprobe spontan zu einem Chorwandertag mit vielleicht ungewöhnlichem Streckenverlauf – nämlich durch eigentlich bekannte Gegenden in direkter Umgebung der Kirchengemeinde.

Die bunte Truppe startete an einem schönen Samstag um 11 Uhr an der Kirche, entdeckte die Nachbarschaft neu (Wer hätte gedacht, dass es in Johannisthal ein Komponistenviertel gibt!?) und enterte dann den Landschaftspark bei schönstem Sonnenschein. Die Mundharmonika dabei, wurden hier schon erste Lieder angestimmt. Die besagten Schafe hatten den Spuk schnell hinter sich: Sie konnten mit dem eigentümlichen Blöken der Sängerinnen und Sänger verständlicherweise nicht viel anfangen und waren daher nicht zu irgendeiner Kommunikation bereit. Man begab sich auf das Adlershofer Wissenschaftsgelände und den Campus der HU. Dort stolperte man fast staunend über eine Reihe Food-Trucks eines kleinen Festivals.

Spontan wurde die erste Pause eingelegt und zum heiteren Verzehr von Bieren aus kleinen privaten Brandenburger Brauereien sowie diverser teils ungewöhnlicher Köstlichkeiten genutzt. Schon hier hätte man in lustiger Runde versacken können, hätte man sich nicht tapfer die gesam-ten 12 km der geplanten Wegstrecke vorgenommen.

Weiter ging die Tour über den Teltowkanal, durch Wald und Flur bis zur Fährstation Grünau. Es wurden nachbarschaftliche Selbstbedienungstheken mit Äpfeln, Trauben und Allerlei leergefegt – nicht ohne Geld dafür im rostigen Briefkasten zu hinterlassen.

Die Fähre ließ nur kurz auf sich warten und bereicherte die Gruppe um einen weiteren Wandersmann. Auch der Fährmann hatte am Abendbrottisch jenes Tags sicher etwas zu erzählen – die laaaange Fahrt (Gott sei Dank nicht auf einer hölzern Wurzel) wurde nämlich lautstark musikalisch begleitet, was auch die restlichen Gäste des Schiffes zu erheitern schien.

Auf der anderen Seite angekommen, pausierte man in der winzigen Strandbar mit großspurigem Namen „Trattoria Di Mare“ und staunte dort über die technischen Finessen eines hochmodernen Handtuchspen-ders im Waschraum, der nicht nur mit den Händen zu bedienen war. Da die Strandordnung laute Musik verboten hat, verweilte die Gruppe lieber nur kurz bei Kaffee, Bierchen, Eis und Wärmeofen und machte sich alsbald auf den Weg gen Rübezahl.

Nach wenigen Metern stießen wieder Radwanderer aus dem Chor zur Gruppe, die nun langsam eine beachtliche Größe erreichte. Scheinbar von Sinnen, aber eigentlich nur im Taumel der sonnigen Herbstgefühle warf man sich in bunte Laubhaufen, bevor man erneut in einen herrlichen Wald einbog, der die letzte besonders schöne Wegstrecke darstellte. Um ca. 15 Uhr kamen die Chorlinge in Rübezahl an und staunten, wie kurz ein Weg erscheint, wenn man ihn in bester Gesellschaft und eifrigem Gespräch zurücklegt. Auch am Zielort dort erwarteten noch Einzelne die Gruppe.

Zum Wärmen gab es eine Feuerschale, Glühwein und was Leckeres zu Essen. In gemütlicher Runde ließen alle den schönen Nachmittag ausklingen und stellten fest: Das Wandern ist des Chores Lust!

Vielleicht wurde an diesem zauberhaften Herbsttag eine neue Tradition geschaffen…

Ihre Marie Klug

Erntedank im Zeichen der Biene

Dieses Jahr drehte sich zu Erntedank in unserer Region alles um die Biene.

Schon im vorletzten Gemeindebrief gab es einen schönen Artikel von Pfarrerin Julika Wilcke zu diesem fleißigen Tierchen.

Damit auch die Kinder und Familien mehr über dieses interessante Geschöpf erfahren, haben wir uns in diesem Jahr mit neun Familien aus der Region auf ins FEZ zum Bienenhof gemacht, und dort viel über die Biene erfahren.

Die Kinder und Erwachsenen durften in zwei Gruppen ihre Neugierde stillen. Alle Fragen, die ihnen schon immer unter den Nägeln brannten, durften gestellt werden. Wobei vieles sich schon durch unsere lieben und netten Führerinnen im Bienenhaus von allein erklärte.

So haben wir erfahren, warum die Waben der Bienen sechseckig sind oder wie lange so eine Biene lebt. Und was mit Königinnen passiert, mit denen die Arbeiterinnen nicht ganz so zufrieden sind. Wir durften leckeren frischen Honig probieren und aus dem Bienen-wachs der alten Waben kleine Wachsanhänger gießen. Die Kinder durf-ten sich sogar als Bienchen ausprobieren und mit kleinen Einweg-spritzen Pollen sammeln. Selbst nach einer Stunde war Groß und Klein noch angeregt bei der Sache. Es war also für alle ein gelungener und sehr lehrreicher Sonntagsausflug, bei dem sich auch die eine oder andere Familie hier aus der Region mal kennenlernen konnte.

Und weil ohne die Biene viele Erntegaben auf unserem wunderschön geschmückten Altar fehlen würden, haben wir auch mit den Kindern im Gottesdienst die Geschichte vom Mann mit den Bienen erzählt: Der wollte zuerst nämlich all die Früchte seines Apfelbaumes für sich alleine haben und nicht mit den Bienen vom Nachbarn teilen. Im Herbst dann stand er ganz traurig vor einem leeren Apfelbaum. Die Einsicht: „Für mich allein kann ich nicht sein!“ ,kam spät aber dafür fiel ihm das Teilen am Ende doch leicht…

Wir freuen uns schon auf den nächsten Erntedankausflug mit Euch.

Eure Gemeindepädagoginnen
Sabrina Führer und Mandy Endter

Förderverein zur Erhaltung des Evangelischen Kirchengebäudes e.V.

Der Förderverein berichtet:

Der Förderverein zur Erhaltung des Evangelischen Kirchengebäudes e.V. möchte mit diesen Zeilen auf sich aufmerksam machen und von seiner Tätigkeit für die Gemeinde berichten. Aus formalen Gründen kann der Förderverein keine eigenen Bauprojekte tätigen. Somit fließen die Spenden aus seiner Arbeit in die allgemeine Bautätigkeit der Gemeinde ein. Seit der Gründung am 18.12.2008 unterstützen die Mitglieder mit ihrem Engagement, den Spenden und  Mitgliedsbeiträgen den Erhalt des Gebäudes der evangelischen  Gemeinde in Johannisthal. Auch nach dem Umbau bis 2013 gibt es  genug bauliche Herausforderungen, die aus der Gemeindekasse allein kaum zu bestreiten sind. Die sehr engagierten ehrenamtlichen Mitglieder des Fördervereins  organisieren zur Unterstützung der notwendigen Baumaßnahmen am Kirchengebäude regelmäßig Benefizkonzerte und Benefizveranstaltungen. In diesem Jahr konnten bereits 8.000€ an die Kirchengemeinde übergeben werden.
Wir möchten diese Zeilen nutzen, uns bei allen Unterstützern zu bedanken, besonders bei  denen, die nicht auf dem Podest stehen, allen die mitdenken, Plakate verteilen, die Pausenversorgung sichern, Blumen besorgen, den Kirchsaal herrichten, um nur einige der  Tätigkeiten aufzuzählen, ohne die Konzerte und Veranstaltungen nicht durchführbar wären. Nicht zuletzt danken wir den künstlerisch  aktiven Gästen, die einen hohen Einsatz zeigen, um diese Konzerte und Veranstaltungen in  hoher Qualität durchzuführen. Wir als Förderverein sind immer wieder von der hohen Resonanz  beeindruckt und danken allen Gästen, die mit ihrem Kommen den künstlerischen Einsatz würdigen, mit ihren Spenden das Gemeindeleben unterstützen und den Fortbestand des Fördervereins sichern. Eine besondere Motivation unserer Arbeit ziehen wir aus der Wirkung, dass viele Besucher von außerhalb kommen und damit die Kirche in  Johannisthal kennenlernen. Wir wollen das kulturelle Leben in Johannisthal bereichern und durch den Verzicht auf Eintrittsgelder und Ermöglichung des barrierefreien  Zuganges allen eine Teilhabe ermöglichen. Das ist gleichzeitig Ziel und Selbstverständnis unserer Arbeit. Lebendiges Gemeindeleben ist ohne ein ausgewogenes Geben und Nehmen aller mit ihrer Vielfalt an Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht möglich. Wir freuen uns über alle, die die Konzerte und Veranstaltungen genießen und als Möglichkeit der Begegnung beim Pausengespräch nutzen! Gleichermaßen freuen wir uns über Interessenten für die Fördervereinstätigkeit!
www.foerderverein-ev-kirche-johannisthal.de kontakt@foerderverein-ev-kirche-johannisthal.de Telefon: 030/ 63 645 82 Fax: 030/ 63 104 457
Haben Sie Fragen,  Anregungen?  Sprechen Sie uns an!  Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Lars Mönch

 

Die WG-Woche 2018 war für uns …

Mit großer Neugier und Aufregung sind wir ins neue Schuljahr gerutscht – mit  gegenseitiger Unterstützung und Aufmerksamkeit:  Zusammen spielen, Kinoabend, zeichnen, malen, einkaufen, kochen, backen, essen, aufräumen, reden, lachen, austauschen, singen, beten… – Die erste Woche des Schuljahres haben wir, die Junge Gemeinde (JG), uns in der Kirche und im Jugendzentrum Johannisthal einquartiert und zusammen gelebt.  Jeden Abend gab es unterschiedliche Programme. Die andere JG, die nicht übernachtet hat, war auch dabei. Der Abendtisch war immer voll mit leckerem Essen durch leidenschaftliche Köche und die Freude der Gemeinschaft.  

Unsere Teilnehmenden schrieben:  die WG-Woche war für mich….. schön und ereignisreich (Lukas), ein sehr angenehmer Start ins neue Schuljahr mit viel Gemeinschaftsgefühl (Alex), schön, aufregend  (Casper), eine schöne Gelegenheit die JG näher kennenzulernen  (Cajus), obwohl ich nicht dabei war sehr schön und wieder eine schöne Zeit an den Abenden an denen ich dabei war  (Saskia), eine Möglichkeit die neue und alte JG kennenzulernen und näher zusammen zu wachsen (Pia), eine schöne Tradition seit 2013 (Robin), die WG-Woche war für mich wie zu Hause, nur lustiger (Smilla), fantastisch (Anselm), es war sehr abwechslungsreich und sehr spannend. Mich hat es jeden Tag  gefreut, dabei gewesen zu sein und ich freue mich schon auf das nächste Mal (Nikolas). 

Am 26. August am Ende dieser traditionellen Woche haben wir einen Gottesdienst, den die JG selber während der Woche zusammen  erarbeitet hat, mit Predigt, Liedern, Gebeten und Abendmahl mit selbst gebackenem Brot gefeiert. 

Es war super, dass wir so die Woche mit der Gemeinde zusammen  abschließen konnten. Vielen Dank für die großartige Unterstützung von der Gemeinde und vom Kirchenkreis, dass wir diese reiche, unvergessliche tolle Woche wieder im Jahr 2018 als gemeinsame Geschichte  miteinander erleben durften. 

Wir, die JG, wünschen der Gemeinde eine besondere Ernte-Herbstzeit in Gottes Barmherzigkeit. 
 

KiKi- Fahrt 2018

Wie Jedes Jahr fuhren wir zu Beginn der Sommerferien mit den Kindern aus unserer Region eine Woche auf Freizeit.

Dieses Jahr drehte sich alles um Detektiv Pfeife. Mit ihm gemeinsam begaben sich 33 Kinder,  9 jugendliche Teamer und 4 Erwachsene auf die Suche nach der Glücksspur. Zu Gast waren diesmal auch Kinder aus der Nachbargemeinde Köpenick im Ferienland Grünheide-Erkner.  6 Tage lang wurde gesungen, gespielt, gebastelt und gebadet. 

Wir haben alle eine Detektivausbildung mit spannenden Rätseln und Aufgaben gemacht und jeden Tag erlebten wir eine neue Geschichte aus der Bibel mit Detektiv Pfeife. So z.B. waren wir am Tatort beim Hauptmann von Kapernaum, im Gericht bei der ausdauernden Witwe und wir erfuhren, was es heißt Frieden zu stiften, so wie Abigale es zwischen Nabal und David tat.

Das Highlight war sicherlich unsere 2 stündige Schnitzeljagd durch den Wald zur Eisdiele. Aber auch eine Nachtwanderung, Disco und Lagerfeuer durften nicht fehlen. Die spannenden Halbfinale (auch ohne Deutschland) konnten wir abends mitverfolgen. Dank unser tollen Teamer war alles ein großer Spaß und Erfolg.

Uns hat es in Grünheide Erkner so gut gefallen, dass wir gern auch im nächsten Jahr die Kiki Fahrt dorthin machen wollen. 

Schon mal zum Vormerken:  23.6.-28.6.2019

Sabrina Führer und  Mandy Endter  (Gemeindepädagoginnen)

Tage des offenen Denkmals in Johannisthal

Erstmals beteiligte sich unsere Kirchengemeinde am Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018. Die Initiative wurde von Dr. Thomas Menn eingeleitet, und der Förderverein unserer Gemeinde unterstützte diese. Die Initiatoren wandten sich an den Heimatkreis Johannisthal und an den Organisator des Flugkistenrennens in Johannisthal. Beide unterstützten diese Initiative und somit war eine organisatorische Grundlage gelegt. Der Freundeskreis Heimatgeschichte Treptow wurde von Herrn Kauther und Herrn Rahn mit ihrem sehr informativen Stand repräsentiert und Herr Hildebrandt stellte eine Flugkiste der Grundschule Melli Beese zur Verfügung. Die Gemeinde selbst beteiligte sich mit einem  Büchertisch, der von Frau Baukhage betreut wurde und mit  einem Stand des Fördervereins.

Ein Höhepunkt des Tages war die Einweihung einer Tafel, auf der  historische Informationen zu dem Kirchengelände und seinen Gebäuden zu finden sind. Diese steht für jeden sichtbar direkt in der Nähe der  Bushaltestelle vor unserer  Kirche.  

Größe und Position der Tafel wurden vom Denkmalschutz  vorgegeben. Unsere Gemeinde hatte hierbei leider keinen Einfluss.

Die Gemeinde  bedankt sich hiermit für die Initiative des „Freundeskreis  Heimatgeschichte Treptow“ und  unterstützte  diese auch aktiv.

Der Tag selbst war sehr abwechslungsreich. Kontinuierlich waren Gäste auf dem Gelände und die Resonanz war gut. Für viele Gäste wurde das denkmalgeschützte Ensemble erstmalig erlebbar und viele Gäste hatten bisher gar nicht gewusst, wo die Kirche in Johannisthal ist. 

Durch die direkten Gespräche mit den Gästen konnten viele Fragen  beantwortet werden, und erfreulich war auch, dass viele Johannisthaler auch am Gemeindeleben interessiert waren. Somit konnte einerseits das Gelände mit den Gebäuden und andererseits auch die Kirchengemeinde an sich vorgestellt werden. Auffällig war, dass viele Gäste erst seit  kurzer Zeit in Johannisthal leben und auch am Leben vor Ort sehr  interessiert waren.  Für viele war völlig neu, dass das Gebäude eine so wechselvolle Geschichte hat und es im Kontext mit dem Kuren in  Johannisthal und dem Flughafen Johannisthal steht.

Nun stellt sich die Frage, ob diese Initiative verstetigt wird und man  weiterhin daran teilnimmt.  Darüber ist noch nicht entschieden und es sind weitere Unterstützer und auch Ideen willkommen.

Ihr Lars Mönch.
 

Stippvisite im Paradies

Busfahrten für Senioren haben in den Gemeinden Baumschulenweg und Johannisthal schon eine gewisse Tradition. Und doch hatte die Fahrt am 29.5.2018 eine Besonderheit: Es war der erste Ausflug mit Pfarrerin Wilcke, die ja erst seit Anfang des Jahres im Amt ist.

Gegen halb zehn waren alle Baumschulenweger samt Gehhilfen im Bus verstaut, und wenig später stiegen die Johannisthaler ebenfalls vollzählig zu. Die Reise ins Dippmannsdorfer Paradies im Hohen Fläming konnte also wie geplant gegen 10 Uhr starten.

Die endlos erscheinende Fahrt auf der mit Lastern verstopften Autobahn war schweißtreibend, denn auf der Sonnenseite herrschten im Bus eher höllische als paradiesische Temperaturen. Zum Glück vertrieb uns die kompetente Reiseleiterin die Zeit mit interessanten Informationen zum Reiseziel, und – noch wichtiger – sie versorgte uns mit Getränken (fast) aller Art. Meine Sitznachbarin im Bus und ich hatten übrigens schon auf der Wartebank vor der Kirche festgestellt, dass wir eine Art Außenseiterrolle hatten, denn wir sind beide noch nicht voll in die Gemeinde integriert. Meine Nachbarin hatte viele Jahre mit ihrem Partner in einem Dorf an der holländischen Grenze verbracht, ich war nach dem Tod meines Partners auch erst vor ein paar Jahren aus Prag zurückgekehrt. Nun saßen wir also nebeneinander im Bus ins Paradies.

Dippmannsdorf liegt an der Deutschen Alleenstraße, und so wurde der letzte Streckenabschnitt malerisch und gewährte Ausblicke auf die Landschaft des Baruther Urstromtals und den Fläming. Das von flämischen Einwanderern gegründete Dorf hat eine breite Hauptstraße, und – untypisch für brandenburgische Straßendörfer – mindestens eine Parallelstraße. Kurz vor der Gaststätte passierte der Bus noch eine Alpakafarm.

Das Tor zum Paradies stand sperrangelweit offen. Trotzdem musste der Busfahrer zirkeln, um den Bus hindurch zu bugsieren. Nach zweistündiger Fahrt waren wir endlich im Paradies angekommen. Auf der überdachten Terrasse des Restaurants „Paradies“ waren die Tische schon gedeckt und jeder suchte sich ein Plätzchen in möglichst vertrauter Runde. Meine Nachbarin hatte für uns einen Tisch organisiert, der Ausblick auf den prächtigen Steingarten bot.

Das Mittagessen kam zügig und war reichlich. Offen gesagt, habe ich so schmackhaften und vor allem so viel Spargel auf einmal noch nie gegessen. Nach dem Essen erbot sich der Altwirt des Restaurants mit uns einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet „Paradies“ zu machen. Der Pfad führte durch dunklen Hochwald an einem morastigen Tümpel und vielen Quellen mit glasklarem Wasser vorbei. Der Wald erinnerte mich an die Sagen meiner Kindheit, in denen die Bäume sprechen konnten und die Moorlöcher von klagenden Weibern bewohnt wurden. Beim Anblick des durchsichtigen Quellwassers fragte ich mich, wie lange ein Wassertropfen wohl für den Weg nach Hamburg braucht, um dort für eine Handbreit Wasser unter dem Kiel der Schiffe zu sorgen.

Nach etwa 200 m mündete der wurzeldurchzogene Pfad in einen markierten Wanderweg. Der führte zu der kleinen Ziegelfachwerkkirche, in der unsere Pfarrerin eine Andacht halten wollte. Zunächst aber stellte der Altwirt die Kirche vor, denn die dafür zuständige Mitarbeiterin war krank.

Die Andacht musste ohne musikalische Begleitung auskommen, also stimmte unsere Pfarrerin die Lieder selbst mit ihrer schönen Stimme an.

Für den kurzen Rückweg zum Kaffeetrinken stand wieder unser Bus bereit. Das riesige Stück Torte, das nun serviert wurde, wollte in meinem Magen nach dem üppigen Mittagessen nicht so recht Platz finden.

Nach dem Kaffeetrinken traten wir die Heimreise an. Das umfangreiche Waldgebiet Zauche spendete auch den auf der Sonnenseite Sitzenden Schatten.

Der Zwischenstopp auf dem Spargelhof Klaistow war wohl für die meisten enttäuschend. Nur unsere Pfarrerin erschien mit einem Päckchen Spargel in der Hand am Bus und erklärte, dass ihre drei kleinen Kinder wild auf Spargel wären, was sie selbst ungewöhnlich fände.

Die Rückfahrt verlief wesentlich angenehmer als die Hinfahrt, und pünktlich um halb sechs entließ uns der Bus an der Haltestelle der Buslinie 265 in der Baumschulenstraße.

Dank an alle, die diese Fahrt organisiert haben, die bis auf das Wetter perfekt war.

38 °C im Schatten sind selbst für wärmebedürftige Senioren ein bisschen viel des Guten.

Ursula Braditz

Sommerfest 2018

Sonne – Regen, Kuchen – Stockbrot, Kaffee – Cocktails, Volkslieder – Fußball. Das diesjährige Sommerfest der Gemeinden Baumschulenweg und Johannisthal verband Bewährtes mit neuen Impulsen.

Vielen Dank allen Beteiligten vor, während und nach dem Fest, die mit viel Engagement dazu beigetragen haben, dass dieses Sommerfest „mit Verlängerung“ ein großer Erfolg war!

Anja Herwig