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Vorankündigung: Jubelkonfirmation am Sonntag Trinitatis (27. Mai 2018)

Die beiden Kirchengemeinden Baumschulenweg und Johannisthal
laden herzlich ein zu einem gemeinsamen

am Sonntag, dem 27. Mai 2018, um 10 Uhr

im Kirchsaal der Evangelischen Kirchengemeinde Johannisthal.

Zu dem Gottesdienst sind besonders all jene Menschen eingeladen, die in diesem Jahr eine Jubelkonfirmation begehen können – egal, an welchem Ort sie einmal eingesegnet wurden. Im Rahmen dieses Festgottesdienstes dürfen sie noch einmal den Segen Gottes empfangen.
Im Anschluss wird es einen Empfang mit kleinem Imbiss geben. Dort gibt es die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.

Wir bitten um Anmeldungen bis zum 1. Mai im Gemeindebüro der Kirchengemeinde Johannisthal.

ACHTUNG – Der Gottesdienst am 8. April beginnt schon um 10 Uhr!

Ab April 2018 beginnen gemeinsame Gottesdienste mit der Gemeinde Baumschulenweg um 10 Uhr (statt wie bisher 9.30 bzw. 11 Uhr).

Das betrifft die Gottesdienste

  • am 8. April (Quasimodogeniti) in Johannisthal
  • am 10. Mai (Christi Himmelfahrt) in Johannisthal
  • am 21. Mai (Pfingstmontag) in Baumschulenweg
  • am 27. Mai (Trinitatis – Jubelkonfirmation) in Johannisthal

Wenn wir gemeinsam Abendmahl feiern …

Für mich ist die Abendmahlsfeier ein besonderer Moment, auf den ich mich freue. Das war nicht immer so.

Als Kind saß ich mit meinen nicht konfirmierten Geschwistern in der Kirchenbank und sah auf die Rücken der Erwachsenen vor uns – eine undurchdringliche Mauer von Menschen, die etwas taten, was nicht für uns bestimmt war. Erst am Vorabend der Konfirmation war man offen-bar hinreichend „würdig“ oder „befähigt“, zum ersten Mal an diesem Ritual zu partizipieren. Dann war es mir fremd. Ich kannte weder die Liturgie noch die dazugehörigen Handlungen. Ich wusste mich nicht so recht zu bewegen, linste verstohlen nach den Anderen und wusste doch, dass sich das nicht gehört.

Ich wünsche mir ein fröhliches Abendmahl in einer aufgeschlossenen Gemeinschaft von Christinnen und Christen. Ich wünsche mir ein tröstendes Abendmahl, bei dem die heil-same Gegenwart Christi spürbar werden kann. Ich wünsche mir ein stärkendes Abendmahl, das neue Kraft gibt für den nächsten Weg.

In unserer Taufe haben wir ein einmaliges Zeichen empfangen dafür, dass wir zu Christus gehören. Mit ihr sind wir symbolisch durch seinen Tod gegangen und auferstanden. In diesem Sinne sind wir in der Taufe neu geworden. Das Abendmahl ist das immer wiederkehrende Zeichen dafür, dass diese Zugehörigkeit zu Christus weiter gilt. Im Abendmahl erfahren wir mit allen Sinnen, Teil am „Leib Christi“ zu sein und also zu seiner großen Gemeinschaft zu gehören. Wir nennen sie die Gemeinschaft der Heiligen. Hinter jener letzten Mahlfeier Jesu mit den Seinen stehen zugleich alle Mahlzeiten, die er mit Sünderinnen und Sündern, mit Verstoßenen und Verachteten gefeiert hat. Ihnen allen hat er sich hingegeben. Jetzt gibt er sich uns hin, durch seine verheißenden Worte, durch Brot und Saft. In ihnen, also in Wort und Brot und Saft, ist Christus in der Abendmahlsfeier mitten unter uns. In ihnen wird seine Gegenwart für uns wirklich.

Wie die Taufe also jeder und jedem sichtbar und spürbar ein Zeichen ihrer und seiner Zugehörigkeit zu Christus vor Augen führt, so sollte das auch im Abendmahl sein: Wir haben alle Anteil an dieser Gemeinschaft, egal ob befreit oder schuldig, alt oder Kind, traurig oder glückselig. Und wir alle brauchen Zeichen der Liebe und Gemeinschaft, die uns immer wieder dessen versichern. Darum halte ich es für so wichtig, dass wir zu unseren Abendmahlsfeiern alle Menschen einladen und in unsere Gemeinschaft einschließen, die sich dies wünschen.
Christus kommt uns gerade in der sonntäglichen Mahlgemeinschaft, für alle Sinne wahrnehmbar, nahe. Er stiftet Gemeinschaft mit sich und untereinander. Deshalb ist die Abendmahlsfeier für mich ein besonderer Moment.

Wenn wir nun zukünftig das Abendmahl in unserer Gemeinde häufiger feiern – in der Regel an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat – so bekommt es einen anderen Stellenwert in unseren Gottesdiensten. Wir werden vertrauter mit seiner besonderen Form, und wir können fröhlich, getröstet und gestärkt auseinandergehen.

„Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut.“

Ihre Julika Wilcke