Archiv der Kategorie: Kirche und Gesellschaft

Gemeinsames Friedensläuten am 8. Mai 2020 um 18 Uhr

„Eure Städte sind mit Feuer verbrannt“ – „Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben.“

Diese beiden Schriftworte – Jesaja 1,7 und 51,6 – stehen spannungsvoll auf der größten der sechs Glocken der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. 1961 erstmalig erklungen und unlängst wieder am Ostersonntag, als tiefer Grundton im ökumenischen Festtagsläuten zum Tag der Auferstehung, wird sie am 8. Mai 2020 ab 17.50 Uhr erneut geläutet zum 75. Jahrestag des Kriegsendes. Sie stimmt ein auf eine Friedensandacht mit Bischof Dr. Stäblein, im symbolträchtigen Ruinenturm der Gedächtniskirche, die um 18.00 Uhr über den Livestreamkanal der EKBO ausgestrahlt wird.

Versöhnungsgebet von Coventry

Gleichzeitig sollte dies  Friedensgeläut von vielen anderen Kirchenglocken überall in Berlin und darüber hinaus aufgenommen werden. Vielfach wird um 18.00 Uhr Zeit ohnehin geläutet. An diesem besonderen Tag des Gedenkens an die Befreiung vom Nationalsozialismus sollte der Glockenklang eine gemeinsame Botschaft über die Stadt tragen.

Weiterlesen

Weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter willkommen!

In Johannisthal sowie in allen anderen Ortsteilen von Berlin werden seit einiger Zeit immer mehr Baulücken, Brachen und weitere Grundstücke bebaut bzw. nachverdichtet. Sicherlich brauchen wir dringend mehr Wohnraum, aber wir sollten dabei die Lebensqualität aller Bürger berücksichtigen. Bei diesen Bauvorhaben geht leider unser schönes Stadtgrün oftmals verloren. Weiterhin hat Berlin auch Probleme, Bäume, die u.a. durch Stürme und Trockenheit verloren gegangen sind, nachzupflanzen. Laut BUND sind es allein von 2005 bis 2018 über 30.000 Straßenbäume (Quelle: Berliner Zeitung).

Mit meinem Engagement seit mehr als 20 Jahren für Klima -und Umweltschutz, möchte ich mich mehr für meinen Berliner Ortsteil Johannisthal einsetzen. Unsere Familie ist begeistert von der Bewegung „Plant for the Planet“, die sich global für Klimagerechtigkeit einsetzt. Ein Segment dieser Organisation ist das Pflanzen von Bäumen. Das Motto lautet: „Jetzt retten wir Kinder die Welt“.

Seit September 2019 bemühe ich mich, dabei Partner und verantwortliche Politiker, Mitarbeiter im Grünflächenamt und Sponsoren ins Boot zu bekommen, um mit Kindern und Jugendlichen hier in Johannisthal Bäume zu pflanzen. Nun war es eigentlich geplant, an der Schule am Ginkobaum drei Bäume zu pflanzen. Leider war das nicht mehr möglich, weil der Schulbetrieb geschlossen wurde. Deshalb sind die bereits gekauften Bäume kurzfristig auf dem Gelände der Kirche Johannisthal gepflanzt worden, wir waren bereits im Gespräch.

Haben Sie Interesse an der Initiative und wollen uns unterstützen? Sie können gerne über das Gemeindebüro mit mir Kontakt aufnehmen.

Wolfgang Rahn

Bericht von der Sprengelsitzung am 29. Januar 2020

– Pfarrstellenbesetzung in Treptow – Wahl Kreissynodale –

Bei der gemeinsamen Sitzung aller Gemeindekirchenräte des Pfarrsprengels in Treptow am 29. Januar 2020 standen die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die Besetzung der Pfarrstelle Treptow und die Wahl der Kreissynodalen auf der Tagesordnung.

Als Kandidatin bzw. Kandidat wurden Pfarrerin Kathrin Herrmann und Pfarrer Andreas Döhle ausgewählt. Geplant war, dass sie sich in Vorstellungsgottesdiensten mit anschließender Gemeindeveranstaltung am 5. und 19. April vorstellen und die Pfarrwahl am 28. April stattfindet. Wie und wann die Entscheidungsfindung nun sein wird, ist zu Redaktionsschluss noch nicht absehbar.

Als Synodale und Stellvertreter der Region wurden gewählt:

Synodale 1. Stellvertreter*innen 2. Stellvertreter*innen
Wolfram Queisser Jochen Schmidt Sabine Nickel
Gisela Schuchert Karl-Heinz Wedler Christian Kardaetz
Uwe Bauer Vera Storch Smilla Braumann
Angelika Briese Maja Briese Heike Pudler
Richard Alexander Wahlen Almuth Heck Hartmut Fritsch
Alexander Freier-Winterwerb Dorothea Fredrich Friedhelm Groell

Zusätzlich hat der Kreiskirchenrat Sebastian Bergelt aus Johannisthal in die Synode berufen. Schließlich wurde Julika Wilcke als Vertreterin der Pfarrpersonen bestimmt, ihre Vertretung übernimmt Annette Schwer.

Michael-Erich Aust

Liebe tut der Seele gut

Liebe Schwestern und Brüder,

„Hören Sie mal, Frau Trautwein, Sie und überhaupt wir als Kirche auf einem goldglitzernden Wagen mitten auf dem Christopher Street Day (CSD)? Was machen Sie da eigentlich?“ Das werde ich seit einigen Jahren öfter gefragt. Und: Auch wenn es aussieht wie eine große Party von ein paar ausgelassenen Bunten und Verrückten und die Innenstadt den ganzen Tag gesperrt ist – beim CSD geht es um die Grundrechte aller Menschen. Wie zum Beispiel um die „Ehe für alle“, also die Möglichkeit, dass in unserer Kirche alle Menschen kirchlich getraut werden können.

Deswegen gehören wir als Kirche selbstverständlich mit auf den CSD. So setzen wir ein Zeichen gegen die Hasswellen der Rechtspopulisten. Und wir stehen auf, laufen und feiern gemeinsam auf der Straße für eine Vielfalt von Lebensentwürfen und Lebenswegen. Denn das ist mir wichtig: Dass in unserer Kirche wirklich alle Menschen einen Platz haben, weil alle Menschen von Gott herkommen.

Lassen Sie uns das offen zeigen, auch und gerade auf dem CSD. Lassen Sie uns also auch dieses Jahr wieder als Kirchenmenschen mit ausgelassener Fröhlichkeit und Offenheit mit auf die Straße gehen. Lassen Sie uns Menschen auf ihren eigenen Wegstrecken begeistern und neugierig machen auf eine Kirche, die gar nicht so rückwärtsgewandt und engherzig ist, wie viele glauben. Lassen Sie uns offen reden darüber, wie wir leben wollen, ohne Menschen dabei auszugrenzen.

So leben wir Kirche – auch auf dem CSD am 27. Juli 2019 und am liebsten zusammen mit Ihnen allen, dazu lade ich Sie herzlich ein!

Ihre
Ulrike Trautwein

Generalsuperintendentin für den Sprengel Berlin der EKBO

ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

Es gibt wieder ein neues #Erklärvideo!
Nach der EKBO und #Gott geht es diesmal um die ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.

Erklärvideo

Es gibt wieder ein neues #Erklärvideo!Nach der EKBO und #Gott geht es diesmal um die ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.Wir wünschen viel Spaß und den einen oder anderen Aha-Moment.#Erklärfilm Die Erklärerei

Gepostet von EKBO am Dienstag, 30. April 2019

Wir wünschen viel Spaß und den einen oder anderen Aha-Moment.

#Erklärfilm Die Erklärerei

Was ist eigentlich die EKBO?

Was ist eigentlich die EKBO?
Es gibt dazu einen kleinen #Erklärfilm, der das komplexe Konstrukt unserer Landeskirche vielleicht für euch etwas runterbrechen kann.

Was ist die EKBO? – Ein Erklärfilm

Was ist eigentlich die EKBO?Es gibt dazu einen kleinen #Erklärfilm, der das komplexe Konstrukt unserer Landeskirche vielleicht für euch etwas runterbrechen kann.Wir wünschen viel Spass beim Anschauen und Weiterbilden!#EKBO https://www.ekbo.de/startseite.html

Gepostet von EKBO am Dienstag, 12. März 2019

Wir wünschen viel Spass beim Anschauen und Weiterbilden!
#EKBO https://www.ekbo.de/startseite.html

Brot für die Welt

Holen Sie sich die Welt nach Hause!
Gastfamilien/Gastgebende für internationale Freiwillige gesucht!

Seit 2014 ermöglicht Brot für die Welt im Rahmen der Süd-Nord-Komponente des weltwärts-Freiwilligenprogramms jungen Menschen aus Georgien, Kamerun und Costa Rica einen internationalen Lerndienst in Berlin und Brandenburg.

Zur Unterbringung der internationalen Freiwilligen sind wir stets auf der Suche nach interkulturell interessierten Menschen (Familien jeder Altersstruktur, Paare, Einzelpersonen, Wohngemeinschaften), die sich vorstellen können, eine/n Freiwillige/n für den Zeitraum von drei Monaten bis maximal einem Jahr bei sich aufzunehmen. Für die Gastgebenden gibt es einen monatlichen Unterkunftszuschuss und garantiert prägende Lebens- und Lernerfahrungen!

Weitere Informationen und einen Erfahrungsbericht finden Sie unter:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/freiwillige

Zum jetzigen Zeitpunkt suchen wir für den nächsten Freiwilligenjahrgang für den Zeitraum September 2019 bis August 2020 Gastfamilien oder Gastgebende in Berlin und Umgebung.

Für weitere Informationen melden Sie sich bei uns!

Brot für die Welt
Süd-Nord Freiwilligenprogramm
Caroline-Michaelis-Straße 1
10115 Berlin
Tel +49 30 65211 1332
Mail: incoming-freiwilligendienst@brot-fuer-die-welt.de

Angedacht

Liebe Gemeinde,

wer in dieser Jahreszeit mit dem Fahrrad durch die Königsheide fährt, kann den intensiven Geruch der Kiefern genießen, auf das Singen der Vögel lauschen oder die geblendeten Augen einen Moment im Schatten unter den dichten Baumwipfeln erholen.

Doch die Fahrt mag gerade zu dieser Jahreszeit allzu schnell halsbrecherisch enden. Dann sind die Wege derart ausgetrocknet und sandig, dass die Reifen bereits nach kurzer Zeit auf dem Hauptweg wegrutschten. Da hilft es kaum, sich am Lenker festzukrallen, früh oder später kommt, glaube ich, jeder noch so geübte Radfahrer ins Schleudern.

Wenn ich abgestiegen bin und missmutig mein Fahrrad an den Sandfeldern vorbei schiebe, sehe ich die Spuren all derer, die vor mir das gleiche Schicksal ereilt hat – die Tücken des Sommers.

Ich bevorzuge da den befestigten Umweg, der mich sicher ans Ziel führt.

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.

(Sprüche 16,24)

Der Spruch für den Monat Juni aus dem Buch der Sprüche kennt den wunderbaren Geschmack von Sommer – den zuckersüßen Geschmack der Bienenspeise noch auf der Zunge, gibt er freundliche Hinweise zum gelingenden Umgang miteinander.

Er weiß, dass Honig nicht nur gut mundet, sondern heilsam für den ganzen Körper sein kann. Darum verwendet er das Bild des dickflüssigen Honigseims, der aus der Wabe fließt, für den recht schlichten Hinweis darauf, wie wohltuend freundliche Worte sein können. Ganz gleich, ob ich sie selbst ausspreche oder ob ich sie zugesprochen bekomme: Freundliche Worte können auf den ganzen Körper wirken, den Nacken hinunterkriechen und im Magen kitzeln. Sie können viel später noch Glücksgefühle hervorrufen, sobald ich an die Situation zurückdenke, so wie der Gedanke an einen Löffel mit Honig einen Moment des Glücks bedeuten kann.

Auch das Gegenteil ist uns nicht unbekannt: der Schlag in die Magengrube, wenn scharfe Worte getroffen haben. Dann kann das manchmal ebensolche körperlichen Auswirkungen bedeuten, stechend und schmerzhaft sein. Es ist also wichtig zu bedenken, wie Worte ankommen. Ob Lob oder Kritik, ob Kompliment oder Missfallen:

Wenn wir einem anderen Menschen etwas sagen, ihm etwas zumuten, sollte es heilsam sein für die Beziehung zwischen uns, für Leib und Seele. Selbst wenn es einmal schmerzt, kommt es vor allem darauf an: Einen süßen Nachgeschmack zu hinterlassen.

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

(Jakobus 1,19)

Auch der Monatsspruch für Juli beschäftigt sich mit guten Wegen der Kommunikation. Wie können wir einander an unseren Gedanken und Entscheidungen teilhaben lassen und zufriedenstellende Ergebnisse erzielen?

Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Größen in einem solchen Kommunikationsprozess?
Die Sendenden, die Empfangenden, die Botschaft selbst? Eine ganze Wissenschaft erforscht solche Prozesse.

Die schon im Frühling sandigen Wege in der Königsheide sind für mich jedenfalls eine dringende Botschaft: Die Natur hat sich immer noch nicht von der Hitze des letzten Jahres erholt. Ein weiterer solcher Sommer wäre katastrophal.

Es muss sich etwas ändern in unserer Welt, im Kleinen wie im ganz Großen. Wir dürfen den klimatischen Veränderungen nicht einfach freien Lauf lassen. Da braucht es auch mal eine klare Ansage an die Welt, an unsere Stadt, an jede und jeden Einzelnen!

Mich beeindruckt, wie klar die Proteste zahlloser Schülerinnen und Schüler mit ihrer Bewegung Friday’s for future ihre Botschaft kommunizieren und damit gesellschaftlich Akzente setzen. Sie sind nicht zornge-laden, aber direkt. Sie haben den wissenschaftlichen Klimaprognosen gründlich zugehört und reden nun in aller Klarheit. Sie lassen sich nicht einfach durch die Interessen von Erwachsenen vereinnahmen, sondern sprechen in Verantwortung für alle Generationen, die jetzt noch nicht die Entscheidungshoheit haben. Klarheit tut not.

Die Monatssprüche für Juni und Juli spornen uns zur Klarheit im Denken, Reden und Tun an. Die Schülerinnen und Schüler machen es vor: Ihnen geht es konkret um das Klima, sie bündeln ihre Kraft auf einen Wochentag. Dass nun gerade dieser Wochentag für die Kirche ein Zukunftstag ist, bewegt mich. In unserer Tradition feiern wir am Freitag, dass Gott durch seinen Sohn ein unmissverständliches und klares Zeichen der Liebe in die Welt trägt:

Das Kreuz am Karfreitag, Gott für uns, Gott für das Leben, klarer geht es nicht.

Ihre Julika Wilcke

„So viel du brauchst“ – Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

„Sieben Wochen vor dem Osterfest inne halten, sich auf das Wesentliche konzentrieren und Gottes Schöpfung mit Herz und Verstand in den Blick nehmen – so lässt sich neu erfahren, was wir brauchen.“ Jede und jeder von uns hat die Möglichkeit, im Kleinen wie im Großen, alleine o-der in Gemeinschaft das eigene Leben klimafreundlicher zu gestalten. Denn der Klimawandel gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen und verstärkt weltweit Ungerechtigkeiten.

Mit dem biblischen Leitsatz „So viel du brauchst“ regt die Fastenaktion dazu an, sich Zeit zu nehmen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren, etwas zu verändern. Zum Beispiel achtsamer zu kochen und zu essen oder anders unterwegs zu sein. Orte der Einkehr und der Ruhe aufsuchen und sich auf das Wesentliche konzent-rieren – auch das sind Impulse der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Es geht darum zu erfahren: „Klimafasten tut Leib und Seele gut, lässt uns achtsamer werden, weitet den Blick, bereitet auf Ostern vor und verändert mich und die Welt.“

In diesem Jahr laden elf evangelische Landeskirchen und drei katholische Bistümer dazu ein, sich von der Aktion inspirieren zu lassen und Fastenideen auszuprobieren. Die Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit beginnt am Aschermittwoch (6. März 2019) und endet am Ostersonntag (21. April 2019).