Archiv der Kategorie: Kirchenmusik

Konzertkalender des Fördervereins der ev. Kirche Berlin Johannisthal für das 1. Halbjahr 2018

48. Benefizkonzert am 17. März (Samstag) um 17.00 Uhr
mit Martin Fehlandt

49. Benefizkonzert am 30. März 2018 (Karfreitag) um 15.00 Uhr
mit Thomas Heyn: Pergolesi „Stabat mater“ in der Bearbeitung für das Saitenensemble Steglitz

50. Benefizkonzert am 8. April 2018 um 17.00 Uhr
Kammerkonzert mit AMEA; im Klaviertrio mit Musik von Arvo Pärt, Mendelsohn und Schumann

51. Benefizkonzert am 29. April 2018 um 17.00 Uhr
Operettengala mit Thomas Heyn

52. Benefizkonzert am 6. Mai 2018 um 17.00 Uhr
Konzert mit Musica laetificans

53. Benefizkonzert am 1. Juli 2018 um 17.00 Uhr
Konzert des Kammerchor des Collegium Musicum Berlin

Alle Termine stehen unter Vorbehalt – Achten Sie bitte auf die Aushänge
Eintritt frei – Spenden werden erbeten

Veranstalter: Förderverein zur Erhaltung des ev. Kirchengebäudes in
Johannisthal e.V.

Herzliche Einladung zum „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach Samstag, 16. Dezember, 17.00 Uhr Christuskirche

Am 16. Dezember beginnt die Weihnachtszeit! – so sagen viele, auch ich. Denn für viele Musikbegeisterte beginnt Weihnachten erst mit den berühmten Paukenschlägen und den darauffolgenden Trompeteneinsätzen dieses in der ganzen Welt berühmten Werkes. Ob Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“, die Bass-Arie „Großer Herr und starker König“, die Alt-Arie „Bereite dich, Zion“, oder „Schlafe, mein Liebster“, die Hirtensinfonia und und und… alles „Hits“ der klassischen Musik.

Das Weihnachtsoratorium von Bach ist ein Werk voll größter Freude und tiefster Innigkeit, ganz sinnfällig komponiert z.B. in dem Choral „Ach mein herzliebstes Jesulein“, in dem der Chor ganz leise, wie vor einem Babybettchen, diesen Choral singt, unterbrochen nach jeder Choralzeile mit jubelnden Pauken und Trompeten („Jesus ist Mensch und König der Welt zugleich“).

Zu diesem besonderen Konzert mit den Solisten D. M. Sandmann, I. Muschka, R. Eschrig, M. Schubach, der Johannisthaler Kantorei und dem Orchester „Camerata musica“ lade ich ganz besonders herzlich ein.

Martin Fehlandt

Eintrittskarten für 15 €, erm. 10 € sind im Kirchenbüro Oberschöneweide und Johannisthal und an der Abendkasse zu bekommen.

Zwei Chöre in Woltersdorf

Ende September war es endlich wieder so weit: der Gemeindechor und die Kantorei Johannisthal trafen sich im schönen Woltersdorf.

Das von Frau Düster wunderbar vorbereitete Wochenende verging wie im Fluge: Sängerinnen und Sänger aus beiden Chören, Partner und Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren probten gemeinsam am Programm für „Advent in der Kirche“.

Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz: Bei strahlender Herbstsonne lernten wir im Heimatmuseum viel über Woltersdorf, nutzten die Zeit für einen Kaffee an der Schleuse und hatten am Abend viel Spaß bei Liedern und Geschichten. Das Singen auf den Stationen im benachbarten Krankenhaus und das Mitgestalten des Erntedank-Gottesdienstes in Rüdersdorf ließ auch andere an unserem Wochenende teilhaben. Und das „Highlight“?

Für die meisten war das wohl die Modellbahn, die vor und nach dem Gottesdienst ihre Runden mit großen und kleinen Gästen um die Kirche Rüdersdorf zog.

Vielen Dank Frau Düster für die tolle Organisation, wir hoffen auf eine Wiederholung 2019!

Anja Herwig

Nacht der Chöre

Am Sonnabend, dem 16.09.2017 war es wieder soweit, der kklio (Kirchenkreis Lichtenberg/Oberspree) lud in die, in der Nähe des S-Bahnhofs Rummelsburg gelegene, Erlöserkirche, zur „Nacht der Chöre“ ein. Es treffen sich dort Chöre, die zu evangelischen Kirchengemeinden des Berliner Südostens gehören, zu einem gemeinsamen Konzert. Es wird ausdrücklich betont, dass es sich um keinen Chorwettbewerb handelt.

Im vorigen Jahr hatten die Sängerinnen und Sänger der Kantorei Johannisthal höhere Aufgaben zu lösen (Deutsches Requiem von Brahms) und fehlten dementsprechend beim Chortreffen. In diesem Jahr wollten sie aber mal wieder zeigen, was die Johannisthaler so drauf haben.

Natürlich ging das nicht ohne Orgelbegleitung und somit nicht ohne eine Musik besessene ältere Dame namens Christine. Die wiederum wollte nicht ohne moralische Stütze auftreten, d.h. ich kutschierte sie und eine andere Chorsängerin namens Swantje gegen 19.00 Uhr zur besagten Kirche, ergatterte auf dem Kirchengelände noch einen Parkplatz und nahm dann für die nächsten vier Stunden auf einer harten Kirchenbank Platz.

Der Grund für unser frühes Eintreffen war nicht etwa, die Leistung der anderen Chöre zu würdigen, nein, Christine wollte sich mit der Orgel, bzw. einem ähnlichen zur Begleitung vorgesehen Instrument, vertraut machen. Meine Stimmung war dementsprechend. Unglücklicherweise hatten wir für mich auch noch einen Platz in Mitten eines Karlshorster Chores, bzw. dessen Fans, gewählt. Meine beiden Damen verließen mich bald und ich saß wie ein Fremdkörper zwischen aufgeregten Sängerinnen und Sängern.

Nachdem ich den Innenraum des eindrucksvollen Kirchengebäudes studierte hatte, blieb mir nichts Anderes übrig, als mich auf das Geschehen vor dem Altar zu konzentrieren.
Als Erstes fiel mir auf, dass Chorleiterinnen wesentlich mehr mit den Armen beim Dirigieren rudern, als Chorleiter. Nach solchen albernen Betrachtungen merkte ich mit Erstaunen, dass mich mehr und mehr die Musik gefangen nahm. Neben den üblichen Chören, die vorwiegend aus älteren Damen bestehen, die sich große Mühe geben die frommen Gesänge aus den Federn der Herren Bach oder Mendelssohn zu interpretieren, traten auch junge Sängerinnen und Sänger mit moderneren Stücken auf, die sie auch noch mitreißend vortrugen.

Endlich war eine Pause. Bei der Pausenversorgung zeigte sich, dass die Organisatoren einige Erfahrung mit solchen Events haben. Für den Magen gab es nur süße oder salzige Brezeln und nicht die sonst üblichen Brat- oder Bockwürste, die auch einen erheblichen Arbeitsaufwand verursachen. Gegen den Durst wurde Wasser in verschiedener Form, sowie Rot- und Weißwein gereicht. An den Versorgungspunkten, waren die hauptamtlichen Kirchenmusiker, also auch unser Kantor Martin, eingesetzt.

Von Swantje wurde ich mit Brezel und Weißwein versorgt.

Nach der Pause war endlich auch unser Chor dran.

Wie üblich war ich nicht darüber informiert, dass Christine ganze Sätze des Stückes als Solo auf dem Keyboard (Orgelersatz) zu spielen hatte. Es klappte alles bestens, die Konkurrenten spendeten höflichen Beifall und die Verantwortlichen des kklio fanden anerkennende Worte. Mit der wachsenden Zahl von aufgetretenen Chören leerte sich die Kirche, denn ähnlich dem Verhalten von Sportfans, interessierten sich die Musikfans auch nur für „ihren“ Chor. Auch wir suchten nach dem Auftritt das Weite.

Meiner Meinung nach war es doch ein Wettbewerb, wenn auch nicht zwischen den Chören direkt, so doch zwischen den Chorleiterinnen und -leitern um die Gunst der Verantwortlichen für Kirchenmusik im kklio.

September 2017
Dr. Dietrich Klaus

Das Treffen mit einer Schönen vom Lande

Wenn Sie, lieber Leser,

ein Instrument spielen können und überdies noch jemanden wissen, der dies auch kann, dann wenden Sie sich doch als Duo (es dürfen natürlich auch noch mehr Mitspieler dabei sein) an Herrn Prietsch, und Sie werden wunderschöne Kirchen in Berlin und Brandenburg kennen lernen.


Denn Herr Prietsch reist in jedem Jahr mit einem wohlvorbereiteten Programm mit eigenen Gedichten und eben musikalischem Rahmen durch beide Länder. Unser Johannisthaler Flötenkreis war am 23. Juli diesen Jahres bereits das fünfte Mal mit ihm unterwegs. Wir hatten einen Ort vorgesehen, der im S-Bahnbereich liegen sollte, damit wir mit den „Öffentlichen“ anreisen können. Herr Prietsch hatte sich daraufhin in Strausberg kundig gemacht und eine Zusage für unseren gemeinsamen Auftritt in der dortigen St. Marienkirche erhalten.

Dass es dann doch nicht mit den „Öffentlichen“ dorthin ging, sondern mit drei Autos, lag an den umfangreichen Bauarbeiten bei S- und Straßenbahn.

Bei schönstem Sonnenschein ging es, vorbei an Feldern und Wiesen und durch herrliche Alleen, unserem Ziel entgegen. Und da standen wir dann vor einer der vielen Schönen vom Lande. Erstaunt waren wir, eine große frühgotische Feldsteinkirche vorzufinden. Erbaut ab ca. 1240 ist sie heute das älteste Gebäude in Strausberg. Innen wie außen ein Schmuckstück, beeindrucken besonders die wunderschönen Deckenmalereien.

Anfangs hatten wir dafür allerdings keinen Blick, mussten wir uns doch erst einmal im Kirchenschiff positionieren (Altartisch und großer Leuchter wurden umgestellt) und, nachdem wir unsere Plätze schließlich gefunden hatten, einspielen. In der Gemeinde gibt es ein reges musikalisches Leben. Im Sommer werden zweiwöchentlich sonntags Musiken mit hochkarätigen Akteuren angeboten.

Es wird sogar ein Eintrittsgeld erhoben (10 €). Da hatten wir schon ein mulmiges Gefühl, als Laienensemble den vielleicht hohen Ansprüchen der Zuhörer gerecht zu werden. Aber da mussten wir nun durch. Herr Prietsch las also wieder eine Auswahl seiner Gedichte, passend natürlich zur Sommerzeit, dazu eine Episode zum Schmunzeln und eine anrührende Kurzgeschichte über einen Hund, der ihn und seine Frau bei einer Wanderung begleitete und ebenso schnell wieder verschwand, wie er aufgetaucht war. Und wir – als musikalische Beigabe – steuerten Flötenmusik aus Renaissance, Barock, Klassik wie auch ein modernes Stück bei. Ein herzlicher Applaus und sogar der Ruf nach einer Zugabe machten uns bewusst, dass wir uns umsonst gesorgt hatten. Nach dem Konzert wird traditionsgemäß stets neben der Kirche gegrillt. Nun, da das Lampenfieber verflogen war, schmeckten die Würste doppelt gut. Wenn Sie, lieber Leser, nun leider kein Instrument beherrschen, aber trotzdem die Schönen vom Lande entdecken möchten, dann schauen Sie doch im nächsten Jahr wieder in den Gemeindebrief und erhalten vielleicht eine Anregung.

Für dieses Jahr empfiehlt Ihnen jedenfalls einen Besuch von St. Marien wie auch der hübschen Altstadt von Strausberg

Ihr Bernd Wulff

Konzerte in der Bekenntniskirche, Alt-Treptow im September

Am Tag des offenen Denkmals, 10. September um 19:30 gibt es ein ganz besonderes Erlebnis: Der junge Organist, Christian Gössel, der bereits in 2014 mit seinem improvisatorischen Können die Treptower Gemeinde begeisterte, kehrt zurück. Dieses Mal schauen wir den Stummfilm „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (Deutschland 1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau), während Christian Gössel die Musik dazu improvisiert.

Am 24. September um 17 Uhr ist der amerikanischer Pianist, Organist und Dirigent, Alexander Frey zu Gast. Er spielt Orgelwerke von Bach, Franck, Vierne, Korngold und Albright. Ein Vorgeschmack seines virtuosen Könnens finden Sie auf YouTube

Rezension: Die Johannes-Passion mit der Johannisthaler Kantorei

Was ist das, wenn sich heute eine Kantorei so mit einer über zweitausend Jahre alten Leidensgeschichte verbindet, dass wir sie als aktuelle Wahrheit erleben? Einfühlungsvermögen, eine in und aus sich selbst wirkende zeitlose Kraft, der Genius Joh. Sebastian Bachs, der besondere Geist der Chorgemeinschaft oder alles zugleich? Jedenfalls wurde die überfüllte Christuskirche Berlin-Oberschöneweide am 9. April 2017 einmal mehr von einem Ereignis berührt, das seinesgleichen sucht. Dabei war es – wie gewohnt – der einzigartige Musiziergeist des Chores „unter“ Martin Fehlandt, der das gesamte Ensemble zu inspirieren vermochte: Zunächst Ralph Eschrig von der Deutschen Oper Berlin (Tenor), der den anspruchsvollen Part des Evangelisten ausdrucksreich und mit großer Intensität zu meistern wusste. Dann den vielseitig erfahrenen Matthias Jahrmärker vom Landestheater Eisenach, dessen beseelter entspannter Bariton für die Rolle des Jesus wie geschaffen ist. Hernach den bewährten Martin Schubach, der mit seinem gesunden kraftvollen Bass eindrucksvoll die Pilatus-Rolle „spielte“, aber auch die namhafte Ines Muschka (Alt) mit ihren gesangstechnisch ausgereiften wohltuenden Ruhepunkten. Doerthe Maria Sandmann musste sich leider im letzten Moment von Johanna Krumin vertreten lassen, so dass keine ausreichende Probenarbeit der Sopranpartien mehr möglich war – was den zutiefst bewegenden Gesamteindruck jedoch nicht trüben konnte, der immer wieder vom Chor ausging.

Schon die ersten Töne („Herr, unser Herrscher“) offenbarten, dass es sich hier nicht um Konditionierung, sondern um ein gemeinsames Herzensanliegen handelt. Der Chorklang ist so frei, geschlossen und tiefenwirksam zugleich, dass er sofort in die Gänsehaut holt. Keinerlei erzwingende Dominanz des Dirigenten, sondern ein Liebesverhältnis: gemeinsames Schwingen in einem gemeinsamen Geist, farbreich verwoben mit der Camerata Instrumentale Berlin, um damit souverän alle Gipfel affektiver Dramatik zu erreichen, wie sie Bach in keinem anderen Chorwerk so zahl- und formenreich errichtet hat, immer wieder von Chorälen durchsetzt, die in ihrer warm leuchtenden Innigkeit wie höhere Heimkehr erscheinen.

Jeder chorische Aufstieg gelang mit einer eindringlichen Sinnfälligkeit, die restlos überzeugte: sei es die fanatische Suche nach „Jesus von Nazareth …“, das sich bösartig zuspitzende „Bist Du nicht seiner Jünger einer?“, die trotzig-falsche Gewissheit „Wäre dieser nicht ein Übeltäter …“, die eifernde Gesetzestreue „Wir dürfen niemand töten“, die drängende Entscheidung zugunsten eines Mörders „Nicht diesen (Jesus), sondern Barrabam“, das lustvoll spottende „Sei gegrüßet, lieber Judenkönig!“, das sich erbarmungslos (und hochgenial) steigernde „Kreuzige! Kreuzige!“, die Unerbittlichkeit der bei den folgenden Fugen „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben …“und „Lässest Du diesen los, so bist Du des Kaisers Freund nicht …“, die abwärts durchkreuzigten Bisse „Weg, weg mit dem …“, das erschrockene „Wohin“ in der Arie „Eilt, ihr angefochtnen Seelen“, die fordernde Beharrlichkeit „Schreibe nicht: der Juden König …“, die als dichtes Lauffeuer dahin eilende Fuge „Lasset uns denn nicht zerteilen …“, der ergreifende Hoffnungsdialog „Mein treuer Heiland, lass dich fragen“ und das tiefe Loslassen im „Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine …“, bevor sich im Schlusschoral endlich Sehnsucht nach Ankunft in einer höheren Wahrheit aussprach, die eine lange anhaltende magische Stille hinterließ, bevor sich innere Freiheit zu gegenseitigem Beifall aller Beteiligten regte, bis der Schlusschoral noch einmal erklang …

Wer die Johannisthaler Kantorei erleben darf, fühlt, dass sich hier etwas vollzieht, was nicht mehr mit den üblichen Maßstäben des Kunstbetriebes messbar ist. Und wenn wir zugleich bedenken, dass es nicht einen einzigen historisch belastbaren Christus-Beweis gibt, nähern wir uns vielleicht der Ahnung, dass sich das „Mysterium von Golgatha“ (Rudolf Steiner) nur in und zwischen uns und möglicherweise auch in solchen Sternstunden ereignen kann.

Was ist das Schönste an einer Rose? – Dass es sie gibt. Und was ist das Schönste an der Johannisthaler Kantorei? Dass sie fühlbares Licht zu sein vermag …

Wolf Bergelt

J.S. Bach „Johannespassion“ am Sonntag, 09. April, um 17.00 Uhr, Christuskirche Oberschöneweide

Das Werk, welches uns die Passion Jesu am drastischsten und anschaulichsten darstellt, ist mit Sicherheit die „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach.

Mit einer Eindringlichkeit und Charakterschärfe der Handelnden ist diese Passionsvertonung absolut einmalig. Ob es Jesus ist, Petrus oder Pontius Pilatus…

Am bewegendsten für mich sind die Chöre, die einerseits durch die wunderschönen Choräle eine große Ruhe in das Werk bringen, andererseits aber durch die dramatischen aufgehetzten Volkschöre eine Stringenz in diese Passion bringen, die kaum Zeit zum Atmen lässt.

J.S. Bach ist damals vorgeworfen worden, mit dieser Passion die „Oper in die Kirche zu holen“, was nicht abwegig ist. Die Johannespassion ist zum Einen ein tiefes Glaubenszeugnis und zum Anderen hören wir hier Brandaktuelles: Wie geht ein Teil der Menschheit mit Fremden und Andersartigen um?! Der Hass der aufgepeitschten Masse wird so groß, dass Jesus gekreuzigt wird. Kommen da nicht sofort auch Assoziationen an unsere Zeit hoch?

Das Geschehen wird immer wieder durch einen Choral unterbrochen, der uns aufzeigt, was das soeben Gehörte für uns bedeutet.

Nach einer umfangreichen Chorfantasie „Ruhet wohl, ihr heiligen Gebeine“ schließt dieses großartige Werk wiederum mit einem Choral:“ Ach Herr, lass dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen…“, eine Vertonung, die so tief berührt, dass einem die Tränen kommen können!

Die Vortragenden sind:

  • D. M. Sandmann (Sopran)
  • Muschka (Alt)
  • R. Eschrig (Tenor – Evangelist)
  • M. Schubach (Baß – Pontius Pilatus)
  • M. Jahrmärker (Bass – Christus)
  • die Kantorei Johannisthal und
  • das Orchester „Camerata instrumentale Berlin“

Eintritt 15,- €, erm. 10,- €, Abendkasse ab 15:30 Uhr

Vorverkauf in den Gemeindebüros Johannisthal und Oberschöneweide.

Ich lade ganz herzlich zu diesem einmaligen Konzert ein.

Ihr Martin Fehlandt