Archiv der Kategorie: Kirchgebäude

Aus der Gemeindeleitung

Ein neuer Mitarbeiter

Seit 1. Juli ist Herr Thürmann für monatlich 25 Stunden in unserer Gemeinde angestellt.
Herr Thürmann hat gleich losgelegt. Er stellt die Tische, er stellt die Läuteanlage, er repariert Bänke auf dem Gelände, er säubert die Kerzenschale und anderes mehr. –
Wer kann und mag, bringe sich engagiert in unserer Gemeinde ein. Das soll weiter so sein. Gleichwohl ist es eine gute Unterstützung, dass nun Herr Thürmann Hand anlegt.

Reinhard Kähler

… und was gibt es noch aus den Beratungen der Gemeindeleitung zu sagen?

  1. Wenn wir den Gottesdienst gemeinsam mit der Gemeinde aus Baumschulenweg feiern, werden die Kollekten hälftig für die Gemeinden geteilt – sowohl wenn wir in Johannisthal als auch wenn wir in Baumschulenweg zusammen sind.
  2. Laufend hören wir noch von Menschen, die nach längerer Zeit wieder in unser Gemeindezentrum kommen, wie schön es geworden ist – freundlich, hell, transparent …
    Die im Kirchsaal vorne sprechen, könnten noch besser zu sehen sein, wenn das Gegenlicht, in dem sie für die Zuhörenden stehen, neutralisiert wird. Es soll nicht mehr lange dauern, dass es eine Lösung dafür gibt.
    Die Kabel für die Akustikanlage liegen noch am Rande des Kirchsaals, das ist ein Provisorium.
    Was normal nicht zu sehen ist: Die Dächer auf dem Gemeindezentrum und den Nebengebäuden müssen noch saniert werden. Bei der Gelegenheit werden die überflüssigen Schornsteine abgerissen werden; und auch der Schutt vor den Schuppen wird entsorgt. – Aus drei Angeboten für diese Maßnahme musste das Beste ausgewählt werden. Auch hierbei werden uns andere Gemeinden finanziell unterstützen.
  3. Wissen Sie, dass Sie Räume im Gemeindezentrum auch privat nutzen können? – Das geht natürlich nur nach bestimmten Regeln. (Dazu muss berücksichtigt werden, dass Gemeindeveranstaltungen Vorfahrt haben.) Es braucht Übergaben und Abnahmen. Und es geht nicht ohne Nutzungsentgelt. Und das unterschiedlich je nach Zahl der genutzten Räume und nach Dauer der Nutzung. Und noch einmal anders, wenn überwiegend das schöne Gelände genutzt wird. – Und wie ist es, wenn jemand Mobiliar von der Gemeinde ausleihen möchte? Auch dafür hat die Gemeindeleitung jetzt Regeln aufgestellt.(Wenn Sie Interesse an solchen Nutzungen haben, fragen Sie im Gemeindebüro oder Mitglieder der Gemeindeleitung.)

Reinhard Kähler

Die Vielen, die sich in unserer Gemeinde engagieren

Ich weiß nicht, wie Viele Sie kennen, die sich in unserer Johannisthaler Gemeinde engagieren. Da sind welche, die einmal abgewaschen haben nach dem Empfang zur Jubelkonfirmation; und da sind welche, die regelmäßig Andere besuchen oder immer wieder Hunderte Briefe unserer Gemeinde austragen. Und Viele andere mehr.

Durch all dieses Engagement bekommen Gemeindeglieder etwas von der Gemeinde mit, zu der sie gehören. Und darüber hinaus: durch manches Engagement von Gemeindegliedern können Menschen in Johannisthal etwas von der Evangelischen Kirchengemeinde in Johannisthal wahrnehmen.

Auch wenn manches Engagement manchmal anstrengend ist: Ich hoffe, es überwiegt immer wieder, dass alle, die sich so oder so in unserer Gemeinde engagieren, das Gefühl haben: es ist gut, was sie tun.

Von Einigen der Engagierten spreche ich im Folgenden.

Sie werden genannt
„Ehrenamtliche“ –

Sie nehmen aus freiwilligem Engagement Aufgaben wahr, die zu den Kernaufgaben unserer Gemeinde gehören. Deswegen heißt das „-amt“. So ein Amt wird für einen verbindlichen Zeitraum übernommen, in der Regel für drei Jahre.

Ob in diesem Sinne von einem „Ehrenamt“ oder anders gesprochen wird, hängt also nicht daran, wie ernst die Betreffenden ihr Engagement nehmen oder wie viel Zeit sie dafür einsetzen.

Wer für eine bestimmte Zeit ein Ehrenamt in der Kirchengemeinde übernommen hat, ist darauf ansprechbar.

… die sich in unserer Gemeinde ehrenamtlich engagieren

Im Gottesdienst am 16. Februar wurden aus ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit in unserer Gemeinde verabschiedet

  • Herr Holzberger aus seinem Engagement im Diakonischen Arbeitskreis
  • Herr Tobias Wulff aus seinem Engagement für die Kirchenmusik in unserer Gemeinde.

In diesem Gottesdienst wurde Gottes Segen zugesprochen für Einzelne, deren Engagement in unserer Gemeinde in letzter Zeit noch einmal einen weiteren ehrenamtlichen Akzent bekam, nämlich für

  • Frau Doberenz für ihre Mitarbeit im Diakonischen Arbeitskreis
  • Frau Struckmeyer als Verantwortliche im Handarbeitskreis
  • Frau Wulff als Verantwortliche für die Vorbereitungsgruppe der Veranstaltung Advent in der Kirche Johannisthal

Unsere Fürbitte begleite alle, die sich weiterhin in unserer Gemeinde engagieren. Wir denken an Manche, die wir in der Gemeinde engagiert erlebt haben!

Wir nennen hier einige, von denen Sie wissen sollten: sie bringen sich dauerhaft – für die nächsten drei Jahre – verbindlich in unserer Gemeinde ein.

  • Im Gemeindebüro: Frau Baukhage und Frau Haese
  • als MitarbeiterInnen bei den Kindergottesdiensten: Frau Labuhn, Frau Storch, Frau Thierbach, Frau Werner
  • im Diakonischen Arbeitskreis: Frau Bansemer, Frau Baukhage, Frau Behnke, Frau Drachenberg, Herr Drosdatis, Frau Giese, Frau Hirthe, Frau Nebauer, Frau Reddel
  • im Musikausschuss: Frau Düster, Herr Andreas Iskraut, Herr Otto, Herr Schmidt (von der Gemeindeleitung) und jetzt als Vertreter des Flötenkreises: Herr Bernd Wulff
  • als Verantwortlicher für die Pflege des Kirchengeländes: Herr Skorloff
  • als Verantwortlicher für die Pflege der Informationen zu unserer Gemeinde im Internet: Herr Storch
  • als Verantwortliche für die beiden Schaukästen auf dem Kirchengelände: Frau Thierbach
  • als Verantwortliche für den Blumenschmuck auf dem Altar: Frau Gisela Iskraut
  • im Redaktionskreis des Gemeindebriefes: Frau Baukhage, Frau Burow, Frau Dietzsch, Herr Griese, Frau Schaarschmidt.

Wer in der Leitung der Gemeinde mitarbeitet, wissen Sie sicher:

Frau Dr. Hinz als Vorsitzende, Herr Dr. Scheidereiter, Herr Schmidt, Frau Storch, sowie Frau Dr. Oehme. Pfarrer Kähler von Amts wegen.

Dass Herr Wulff unsere Gemeinde im Kirchenkreis vertritt, wissen Sie aus dem Gemeindebrief Januar 2014.

Die Grundordnung unserer Kirche sieht vor: Die Leitung der Gemeinde kann zur Vorbereitung und Entscheidung ihrer Entscheidungen Ausschüsse und Arbeitsgruppen bilden. Ausschüsse in der Regel für die Zeit bis zur nächsten Wahl zur Gemeindeleitung.

In diesem Sinne hat die Leitung der Gemeinde wieder den Musikausschuss gebildet. In ihm arbeiten all die oben Genannten mit sowie von seinem Dienstbereich her Herr Fehlandt.

Die Leitung der Gemeinde kann bestimmte Aufgaben bzw. Verantwortlichkeiten übertragen.

In diesem Sinne achtet Frau Storch auf die finanzielle Situation der Gemeinde; Herr Scheidereiter kümmert sich um die baulichen Angelegenheiten der Gemeinde und Frau Storch ist Ansprechpartnerin für die Arbeit mit Kindern in unserer Gemeinde.

Wer an der Redaktion der Gemeindebriefe mitarbeitet, können Sie in deren Impressum lesen. Wussten Sie, wer sich darum kümmert, dass die Plakate in den beiden Schaukästen auf dem Kirchengelände gewechselt werden und wer sich darum kümmert, dass die Internetseite unserer Gemeinde so gut gestaltet ist und neue Informationen ständig aktuell eingepflegt werden?

In den letzten Jahren wurde die Veranstaltung Advent in der Kirche Johannisthal zu einer jährlichen Tradition. Manches hat sich da bewährt und muss nicht jedes Jahr neu erfunden werden, manches wird von Jahr zu Jahr neu überlegt. Für alle Vorbereitungen und für die Durchführung braucht es eine Gruppe, die sich dafür engagiert. Wer sich da in einem Jahr engagiert, ist nicht zwangsläufig für mehrere Jahre dabei. Aber dass rechtzeitig Engagierte dafür gefunden werden und dass alles Nötige getan wird, das nimmt für die nächsten drei Jahre Frau Wulff in die Hand. Die Gruppe soll das Programm überlegen und abstimmen, gegebenenfalls Leute engagieren, die praktische Durchführung organisieren, bis hin zur Nachbereitung.

Auch das Gemeindefest wird von Jahr zu Jahr von einer Gruppe geplant und vorbereitet, gemeinsam mit Engagierten aus Baumschulenweg.

Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten, wo Sie sich auf dem Feld der Kirchengemeinde engagieren können.

Sonst noch aus der Leitung der Gemeinde:

  1. Wir freuen uns, dass Frau Endter mit den Kindern in unserer Gemeinde arbeitet.  Ebenso freuen wir uns, dass Frau Rieper mit Jugendlichen in unserer Kirchenregion arbeitet. Beide nun schon ein halbes Jahr – und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit.
  2. Herr Fehlandt ist zu 75% in unserer Gemeinde und zu 25% in der Gemeinde in             Oberschöneweide angestellt. Seine Stelle wird von beiden Gemeinden entsprechend diesen Anteilen finanziert. Seine Orgeldienste müssen mit der Gemeinde in Oberschöneweide abgestimmt werden. Ebenso, wenn die Kantorei unserer Gemeinde in der Christuskirche ein Konzert gibt.
  3. Kirchsaal: Sie haben sich vielleicht inzwischen schon mal an den neu angeschafften Klappstühlen gefreut. Nachdem aus den Wänden im vorderen Bereich hoffentlich die letzte Feuchtigkeit ausgezogen ist, muss nun an den nachgeputzten Stellen gemalert werden. Wir suchen noch nach einer geeigneten Lösung für die Ausleuchtung des Altarraums. Bemerkenswert viele Stimmen äußern sich sehr angetan von der Wirkung der Akustikdecke, die im letzten Sommer eingebaut wurde. Seither ist Herr Scheidereiter da dran, dass die provisorische Verkabelung der Akustikanlage in einen dauerhaften Zustand gebracht wird.

Einmal im Jahr nehmen sich die beiden Gemeindeleitungen der Gemeinden in Johannisthal und Baumschulenweg zusammen mehr Zeit als nur für die unterschiedlichen Tagesordnungspunkte. Dafür fahren sie ein Wochenende zur Klausur. Dieses Jahr wurde von den Mitgliedern der Gemeindeleitungen das Thema gewählt: Sakramente nach evangelischem und katholischem Verständnis.

Reinhard Kähler

Schreibende Hand

Bericht von der Gemeindeversammlung am 08.09.2013

Nach dem Gottesdienst, in dem sich übrigens sechs der zehn Jugendlichen des neuen Konfirmandenjahrganges vorgestellt hatten, versammelten sich 33 Gemeindeglieder, um den Bericht über die Arbeit der Gemeindeleitung in den zurückliegenden zwölf Monaten zu hören. Herr Dr. Scheidereiter sprach über den Abschluss der Arbeiten zum Einbau der Akustikdecke im Kirchsaal, von deren positivem Ergebnis sich inzwischen jeder überzeugen konnte. Die Kosten sollen da auch nicht verschwiegen werden, die sich auf rund 30.000,-€ belaufen zuzüglich der Aufwendungen für das Ab-und Anbauen der Kirchsaallampen und das Ein-und Aushausen der Orgel.

Die Gemeindeleitung hatte – gemeinsam mit den vier anderen Gemeinden der Region – entschieden, nach dem Ausscheiden von Frau Eberhardt und Frau Seeger aus der Arbeit mit Kindern die kirchliche Arbeit mit Kindern und die Arbeit mit Jugendlichen in unserer Region zusammenzuführen und dafür Stellen für Gemeindepädagoginnen auszuschreiben. Pfarrer Kähler gab dazu die entsprechenden Hintergrundinformationen, und die versammelte Gemeinde konnte die beiden für unsere Gemeinde tätigen Mitarbeiterinnen persönlich kennenlernen. Frau Mandy Endter hat viele Ideen, z.B. Theaterprojekte, die sie mit den Kindern, die jetzt zum KinderKirchen-Treff kommen, verwirklichen möchte- auch gemeinsam mit den Kindern unserer Nachbargemeinden. Frau Anke Rieper wird sich um die Konfirmanden und die Junge Gemeinde bemühen und hat dafür einen reichen Erfahrungsschatz an durchgeführten Konfirmandenprojekten aus ihrer bisherigen Arbeit. Beide Mitarbeiterinnen strahlten so viel Enthusiasmus aus, dass man gespannt auf die Ergebnisse sein darf.

Pfarrer Kähler nahm die Gelegenheit wahr, Danke zu sagen:

  • den Mitarbeiterinnen im Gemeindebüro, Frau Baukhage und Frau Haese, die seit vielen Jahren ehrenamtlich für eine organisatorisch und terminlich reibungslose Gemeindearbeit Sorge tragen,
  • Herrn Grau, der treu unsere Gemeindebriefe und andere Post an Gemeindeglieder austrägt,
  • dem diakonischen Arbeitskreis für seine Geburtstags- und Krankenbesuche,
  • dem Handarbeitskreis unter der Leitung von Frau Struckmeyer, der u.a. für die Seniorengeburtstagsfeiern tolle Basteleien passend zum Thema der Andacht fertigt,
  • Herrn Skorloff, der sich ständig um die Pflege der Außenanlagen kümmert und den alle 4 Wochen stattfindenden Garteneinsatz leitet,
  • Herrn Dr. Scheidereiter, der sich intensiv um die Bauangelegenheiten in unserer Gemeinde bemüht.

Er wird zukünftig ruhiger schlafen können, weil die Gemeindeleitung beschlossen hat, die Verwaltung der Häuser Sterndamm 90 und 92 und ihrer Mietwohnungen dem Kirchlichen Verwaltungsamt zu übertragen. Frau Dr. Hinz und Herr Kähler legten dar, dass wir es nicht mehr als Aufgabe einer Kirchengemeinde ansehen, sich zum Nulltarif in der Bewirtschaftung von Wohnraum zu engagieren. Nach einer Testphase bis Ende 2014 soll entschieden werden, ob die Gemeinde über einen Verkauf der Immobilien nachdenken möchte.

Die bevorstehenden Wahlen zur Gemeindeleitung waren ein weiteres Thema der Gemeindeversammlung. Herr Wulff informierte über die Entscheidung der Gemeindeleitung, die Zahl der Mitglieder auf vier zu reduzieren, da sich von angefragten zehn Gemeindegliedern nur zwei zur Kandidatur bereit erklärt hatten. Beide stellten sich der Gemeinde persönlich vor: Frau Astrid Oehme ist als Psychologin im Spezialgebiet Schnittstelle Mensch-Maschine tätig und hat sich schon in die Ausgestaltung des Foyers und des Gemeindesaales mit Bildern eingebracht, Herr Daniel Schmidt ist Physiker und in der Kantorei aktiv. Beide sind motiviert, Verantwortung für die bzw. in der Gemeinde zu übernehmen.

Herr Wulff sprach die Frage der gemeinsamen Gottesdienste mit den Nachbargemeinden an. Es sind ja die gemeinsam in der Region gestalteten Gottesdienste zu Feiertagen oder die gerade auch von Angehörigen unserer Gemeinde gewünschten gemeinsamen ökumenischen Gottesdienste. Darüber hinaus betrifft es die Gottesdienste, an denen Pfarrer Kähler nicht da ist (während er, wenn er da ist, gern in Baumschulenweg und Johannisthal Gottesdienst hält). – Es wurde angesprochen, dass der weite Weg in eine Nachbargemeinde aufwändiger ist. Herr Wulff verwies demgegenüber auf den Aufwand für jede Gemeinde, einen Gottesdienst durchzuführen. Und er erinnerte daran, wie bereichernd es ist, zusammen mit anderen Gottesdienst zu feiern – sowohl in anderen Kirchen als auch, wenn andere Gemeinden nach Johannis­thal kommen.

Eine Umfrage innerhalb der Gemeinde, wer WAS gern in unserer Gemeinde in Zukunft täte, fand bis auf zwei Meldungen keinen Widerhall.

Herr Struckmeyer interessierte sich für den Verbleib der Figur des segnenden Christus. Dieser ist im Pavillon zwischengelagert, bis die noch ausstehenden Regressarbeiten an den feuchten Mauerstellen in den vorderen Ecken des Kirchsaales durch einen Maurer beseitigt sind.

Zu danken ist an dieser Stelle den fleißigen Helfern, die für Kaffee, Tee und leckere Brötchenhälften gesorgt hatten und im Nachgang den Abwasch und das Aufräumen erledigten.

 Reinhard Kähler/Bernd Wulff

Wie Sie hören – in unserem Kirchsaal

Viele aus unserer Gemeinde und Viele, die zu Besuch in unsere Gemeinde kamen, haben mich in den letzten Monaten darauf angesprochen, wie schön der Kirchsaal geworden ist, hell und freundlich. Nur mit dem Hören der gesprochenen Worte – das kam unterschiedlich an. „Ich habe alles gut verstanden“ „Ich habe nur sehr schlecht verstanden“. Unterm Strich: Sprechakustik unbefriedigend.

Was kann man machen?

Wenn der Saal voll besetzt ist, ist gut zu hören. Spricht man in einem kleinen Kreis miteinander, geht es gut. Schwierig, wenn laut im mäßig besetztem Saal gesprochen wird; da trifft der Schall auf viele harte Flächen; dann bricht der Schall für viele Positionen im Saal weg.

Was erwarte ich?

Als Musiksaal ist der Kirchsaal gut geeignet. Aber in protestantischen Gottesdiensten wird gesprochen. Der Saal ist nicht als Kirchsaal gebaut worden. Kann er dauerhaft für Gottesdienste genutzt werden? Ist er dafür geeignet?

Dann müssen auch die gesprochenen Worte ankommen. Denn Gottes Wort wird auch über das gesprochene Wort vermittelt. Das ist eine Herausforderung für die Sprechenden, für die Hörenden und für den Raum.

Die Sprechenden

Die Sprechenden sollen deutlich sprechen. Sie sollen lebendig sprechen. Der Unterschied zum gelesenen Wort ist: es wird lebendig, wirksam gesprochen, gerade nicht monoton; das Leben in Gottes Wort soll nicht platt gemacht werden, indem unnatürlich langsam und gleichförmig gesprochen wird; es tönt durch den Körper durch. Die Stimme stimmt zu unterschiedlichen Lebensäußerungen. Ohne Gefühle in der Stimme wäre es weniger als das Rauschen des Windes, falsches Pathos. „Das Wort ward Fleisch“: es erklingt durch den Körper, durch den der Atem unterschiedlich strömt, mit Gesten und Mimen; erst dann ist Musik drin. Das macht den Geist des mündlich vorgetragenen Wortes aus.

Die Hörenden

Zuhören ist ungewohnt. Länger zuhören erst recht. Zuzuhören ohne Bilder zu sehen, ist für fernsehgewohnte Menschen etwas ganz Ungeübtes. Das ist auch schwierig für Menschen, die Informationen eher schriftlich aufnehmen. Ja, zuzuhören verlangt Übung. Wie gelingt es, sich beim Zuhören zu konzentrieren? Das Ohr wählt immer aus. Es behält wenig, sucht sich, was es weiter aufnimmt. Selbst die, die – jedenfalls für einen Moment – ganz Ohr sind, hören Unterschiedliches. Wer nicht gut hören kann, verliert die Lust.

Der Raum

Ein Konferenzsaal oder ein Kinosaal ist akustisch ganz trocken gebaut. Da kommt aller Schall durch die Lautsprecher.

Ganz anders sind Kirchen gebaut: Sie ahmen himmlische Hallen nach. Sie wollten, dass der Schall (den Säulen entlang) nach oben wandert. Sie wollten Töne zu Gottes Ehre, nicht zur Verständigung der Menschen. Die Predigten seit der Zeit der Aufklärung wollten Menschen belehren: sie bauten Kanzeln mit Schalldeckeln.

Jemand, der davon etwas versteht, hat mir gesagt: „Wenn jemand in die Kirche geht, weiß er: da ist ein großer Hall drin und es ist kalt darin. Das ist anders, wenn du einen Saal hast: da erwarten die Leute eine andere Sprechverständlichkeit und dass es warm ist.“ Wer geht heute noch gern in eine Kirche, um etwas Gesprochenes zu verstehen? – Die Aufnahmegewohnheiten haben sich zum Sehen hin verlagert; aber selbst die Hörgewohnheiten haben sich verändert: die Hörqualität, die wir mit Radio oder Fernseher ins Wohnzimmer bekommen, die bekommen wir niemals, wenn wir einen Gottesdienst live in einer Kirche erleben. Und alle, die ein Hörgerät brauchen, haben es noch schwerer.

Kirchsaal in Johannisthal

Es gab viele Beratungen, was im Kirchsaal für die Sprechakustik verbessert werden könnte. Um die besonderen Möglichkeiten dieses Raums auszuloten, hat die Gemeindeleitung ein Fachgutachten erstellen lassen. Ergebnis: Durch den Einbau einer Akustikdecke kann etwas für die Sprechakustik verbessert werden. Das würde auch nicht die Akustik für die Musik wesentlich verschlechtern.

Soll also eine Akustikdecke eingebaut werden? Werden die Gottesdienstteilnehmer­Innen dann zufriedener sein mit dem Hören? – Kosten und Nutzen wurden abgewogen; dabei wurden viele Gesichtspunkte bedacht.

Nun soll es so sein. Während dieser Bauphase von 6 Wochen kann der Kirchsaal nicht genutzt werden.

Die Gottesdienste unserer Gemeinde werden wir vom 23. Juni bis 28. Juli gemeinsam mit der Baumschulenweger Gemeinde in Baumschulenweg feiern und ab 4. August dann wieder in Johannisthal

Reinhard Kähler