Gedanken zum Monatsspruch – April 2014

Jesus sagt: Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.
Johannes 16. 20

Es kommt eine Zeit, da werdet ihr trauern.

Sie kennen solche Zeiten.

… als die Nachbarin von gegenüber an einer bösen Krankheit starb, noch jung und ihre beiden Töchter gingen doch noch zur Schule; da sprang die Trauer rüber.

… als der Freundeskreis auseinander gerissen wurde.

… als es mit den Augen so schlecht wurde, dass es mit Lesen vorbei war.

Nicht, dass Sie immer traurig sind.

Doch kommt wieder eine Zeit der Trauer.

Und wenn es das ist: dass wir mit-trauern.

Wenn wir sehen, wie sich ein Mensch engagiert, und doch so leiden muss. Empörend. Und traurig, wenn er fehlt.

Das zeigt die Geschichte von Jesus Christus.

Trauer wird nicht ausbleiben.

Wenn wir uns nicht verschließen, wie wir mitfühlen. Wenn wir uns nicht völlig zurückziehen.

Dann kommt wieder etwas, was uns ins Herz sticht. Und die Tränen kommen. Und wir klagen. Oder leiden still.

Jesus sagt nicht: „Sei nicht traurig.“ Jesus sagt nicht: „Weine nicht.“

Er sagt: „Was weinst du. … Du, Maria“

Ach Gott, Jesus Christus?

Ist er doch wieder da?

Sieht er mich an? Weiß er um mich?

Und ich: Hat mich seine Geschichte berührt?

Habe ich etwas von seinen Schmerzen nachempfunden? –

Dann wird es mich freuen, dass er mich versteht.

Und die Trauer um Jesus Christus wird zur Freude an ihm werden. –

Trauern hat seine Zeit. Aber

dass ich mich dennoch freuen kann,

das komme wieder, ja, bei Gott!

Das wünsche ich Ihnen zur Osterzeit                                                    Ihr Reinhard Kähler