Gedanken zum Weihnachtsfest

Es weihnachtet sehr um unsere Wohnungen herum,
bis in sonst dunkle Ecken von Baumschulenweg und Johannisthal hinein.
Ein frommer Wunsch?
Ich halt für möglich, dass wir doch durch Nacht-Zeit
geweiht da herauskommen,
möchte das Heiligende entdecken hinter den Geschäften mit Weihnachten,
hinter den Abschlüssen des Jahres, hinter den Plänen zu besuchen, zu erholen,
wo Nächte zu geweihten Nächten werden.
Wir machen es uns schön
und gemütlich und lassen es uns gut gehen – mehr noch – ahnen wir:
Was unsere Nächte endlich doch heilsam werden lässt,
das wird uns geschenkt, da steht EINER für uns ein,
der leuchtet wie ein Stern über unseren Häusern, über unseren Ländern,
dieser eine Stern fällt in unsere Seele,
das Gotteskind kommt zur Welt.
Diese Weihe müssen wir uns nicht selber geben.
Diese Pause gibt uns DIESER EINE über allem.
Lässt uns tief aufatmen, gibt die Ruhe zur Nacht.
Heilt uns für die neuen Tage und was auf uns wartet. –
Ach, dass wir ihn kommen lassen,
wie er uns vom Himmel fällt!
Dazu klinken wir uns aus aus unserer Arbeitszeit, lassen in unsere Familien- oder Freizeit herein kommen die besondere Zeit für Gottes Geburt
zur Weih-nacht.
… gehen an den anderen Ort in unserem Kiez, die Kirche.
Auf dass wir auch bei uns entdecken:
Allem Müll und allem Furchtbaren zum Trotz –
Gott zupft menschliche Saiten in uns an.
So gehen wir
von Gott gewürdigt
ins Neue Jahr.
Noch dann, wenn die Weihnachtsbäume schon am Straßenrand liegen,
leuchte Ihnen dieser heilsame Stern weiter –

das wünsche ich Ihnen

Ihr Reinhard Kähler