J.S. Bach „Johannespassion“ am Sonntag, 09. April, um 17.00 Uhr, Christuskirche Oberschöneweide

Das Werk, welches uns die Passion Jesu am drastischsten und anschaulichsten darstellt, ist mit Sicherheit die „Johannespassion“ von Johann Sebastian Bach.

Mit einer Eindringlichkeit und Charakterschärfe der Handelnden ist diese Passionsvertonung absolut einmalig. Ob es Jesus ist, Petrus oder Pontius Pilatus…

Am bewegendsten für mich sind die Chöre, die einerseits durch die wunderschönen Choräle eine große Ruhe in das Werk bringen, andererseits aber durch die dramatischen aufgehetzten Volkschöre eine Stringenz in diese Passion bringen, die kaum Zeit zum Atmen lässt.

J.S. Bach ist damals vorgeworfen worden, mit dieser Passion die „Oper in die Kirche zu holen“, was nicht abwegig ist. Die Johannespassion ist zum Einen ein tiefes Glaubenszeugnis und zum Anderen hören wir hier Brandaktuelles: Wie geht ein Teil der Menschheit mit Fremden und Andersartigen um?! Der Hass der aufgepeitschten Masse wird so groß, dass Jesus gekreuzigt wird. Kommen da nicht sofort auch Assoziationen an unsere Zeit hoch?

Das Geschehen wird immer wieder durch einen Choral unterbrochen, der uns aufzeigt, was das soeben Gehörte für uns bedeutet.

Nach einer umfangreichen Chorfantasie „Ruhet wohl, ihr heiligen Gebeine“ schließt dieses großartige Werk wiederum mit einem Choral:“ Ach Herr, lass dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen…“, eine Vertonung, die so tief berührt, dass einem die Tränen kommen können!

Die Vortragenden sind:

  • D. M. Sandmann (Sopran)
  • Muschka (Alt)
  • R. Eschrig (Tenor – Evangelist)
  • M. Schubach (Baß – Pontius Pilatus)
  • M. Jahrmärker (Bass – Christus)
  • die Kantorei Johannisthal und
  • das Orchester „Camerata instrumentale Berlin“

Eintritt 15,- €, erm. 10,- €, Abendkasse ab 15:30 Uhr

Vorverkauf in den Gemeindebüros Johannisthal und Oberschöneweide.

Ich lade ganz herzlich zu diesem einmaligen Konzert ein.

Ihr Martin Fehlandt