Unsere Junge Gemeinde

Im letzten Jahr hat die Junge Gemeinde sehr viele Veränderungen mitgemacht.

Anke Suckau, unsere JG Hauptamtliche ist in Mutterschutz gegangen, wir haben ihre Vertretung Eunhye Langbein kennengelernt und sehr ins Herz geschlossen.

Da diese nun auch in den Mutterschutz gegangen ist, sind wir, die JG nun das erste Mal auf uns allein gestellt. Das klappt erstaunlich gut und wir können trotzdem Projekte planen und unterstützen.

Am 13.11.2018 haben wir uns zusammengesetzt und zwei Pakete für das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ gepackt. Zwei hilfsbedürftige Kinder im Alter von 5-9 Jahren werden sich zu Weihnachten über ein Paket unserer JG, unter anderem bepackt mit Schreibwaren, Kleidung und Hygieneartikeln, freuen können.

Die Junge Gemeinde wird außerdem beim diesjährigen Advent in der Johannisthaler Kirche den traditionellen Waffelstand übernehmen.

Wir freuen uns auf das Jahr 2019 und natürlich auf die Rückkehr von Anke. Wir wünschen Ihnen allen noch ein schönes restliches Jahr und ein fröhliches Weihnachtsfest.

Das Wandern ist des Chores Lust

„Was sind denn das für Schafe?“, fragten sich wohl die Schafe des Johannisthaler Landschaftsparks, als sich ihnen Mitglieder der Kantorei und des Gemeindechores Johannisthal am 20.10.2018 in einer größeren Gruppe lautstark näherten…

Noch wenige Wochen vor dieser Begegnung der anderen Art entschied man sich beim geselligen Beisammensein nach der Chorprobe spontan zu einem Chorwandertag mit vielleicht ungewöhnlichem Streckenverlauf – nämlich durch eigentlich bekannte Gegenden in direkter Umgebung der Kirchengemeinde.

Die bunte Truppe startete an einem schönen Samstag um 11 Uhr an der Kirche, entdeckte die Nachbarschaft neu (Wer hätte gedacht, dass es in Johannisthal ein Komponistenviertel gibt!?) und enterte dann den Landschaftspark bei schönstem Sonnenschein. Die Mundharmonika dabei, wurden hier schon erste Lieder angestimmt. Die besagten Schafe hatten den Spuk schnell hinter sich: Sie konnten mit dem eigentümlichen Blöken der Sängerinnen und Sänger verständlicherweise nicht viel anfangen und waren daher nicht zu irgendeiner Kommunikation bereit. Man begab sich auf das Adlershofer Wissenschaftsgelände und den Campus der HU. Dort stolperte man fast staunend über eine Reihe Food-Trucks eines kleinen Festivals.

Spontan wurde die erste Pause eingelegt und zum heiteren Verzehr von Bieren aus kleinen privaten Brandenburger Brauereien sowie diverser teils ungewöhnlicher Köstlichkeiten genutzt. Schon hier hätte man in lustiger Runde versacken können, hätte man sich nicht tapfer die gesam-ten 12 km der geplanten Wegstrecke vorgenommen.

Weiter ging die Tour über den Teltowkanal, durch Wald und Flur bis zur Fährstation Grünau. Es wurden nachbarschaftliche Selbstbedienungstheken mit Äpfeln, Trauben und Allerlei leergefegt – nicht ohne Geld dafür im rostigen Briefkasten zu hinterlassen.

Die Fähre ließ nur kurz auf sich warten und bereicherte die Gruppe um einen weiteren Wandersmann. Auch der Fährmann hatte am Abendbrottisch jenes Tags sicher etwas zu erzählen – die laaaange Fahrt (Gott sei Dank nicht auf einer hölzern Wurzel) wurde nämlich lautstark musikalisch begleitet, was auch die restlichen Gäste des Schiffes zu erheitern schien.

Auf der anderen Seite angekommen, pausierte man in der winzigen Strandbar mit großspurigem Namen „Trattoria Di Mare“ und staunte dort über die technischen Finessen eines hochmodernen Handtuchspen-ders im Waschraum, der nicht nur mit den Händen zu bedienen war. Da die Strandordnung laute Musik verboten hat, verweilte die Gruppe lieber nur kurz bei Kaffee, Bierchen, Eis und Wärmeofen und machte sich alsbald auf den Weg gen Rübezahl.

Nach wenigen Metern stießen wieder Radwanderer aus dem Chor zur Gruppe, die nun langsam eine beachtliche Größe erreichte. Scheinbar von Sinnen, aber eigentlich nur im Taumel der sonnigen Herbstgefühle warf man sich in bunte Laubhaufen, bevor man erneut in einen herrlichen Wald einbog, der die letzte besonders schöne Wegstrecke darstellte. Um ca. 15 Uhr kamen die Chorlinge in Rübezahl an und staunten, wie kurz ein Weg erscheint, wenn man ihn in bester Gesellschaft und eifrigem Gespräch zurücklegt. Auch am Zielort dort erwarteten noch Einzelne die Gruppe.

Zum Wärmen gab es eine Feuerschale, Glühwein und was Leckeres zu Essen. In gemütlicher Runde ließen alle den schönen Nachmittag ausklingen und stellten fest: Das Wandern ist des Chores Lust!

Vielleicht wurde an diesem zauberhaften Herbsttag eine neue Tradition geschaffen…

Ihre Marie Klug

Kindergottesdienst – Was ist das?

Ein- bis zweimal im Monat bieten wir neben den Familiengottesdiensten für Groß und Klein auch noch zusätzlich Kindergottesdienste parallel zum regulären Gottesdienst an. Aber was verbirgt sich dahinter?!

Manche fragen sich, was die Kinder wohl machen, wenn sie immer kurz vor der Predigt zusammen mit der Kindergottesdienstkerze und ein bis zwei Jugendlichen und Erwachsenen verschwinden.

Nun, soviel sei verraten:
Wir machen unseren eigenen kleinen Kindergottesdienst
(kurz KiGo)!!!

Es gibt jeden Sonntag ein Thema (aus dem KiGo-Plan der EKD) extra für die Kinder, zu dem unsere engagierten ehrenamtlichen KiGo- Mitarbeiter liebevoll etwas Großartiges vorbereiten. Es wird gesungen, eine biblische Geschichte erzählt und dazu noch gespielt und gebastelt. Gerade für die Kinder im Alter zwischen 3 und 10 Jahren ist das Angebot ideal. Aber auch die Kleinsten können mitkommen und sich in den Krabbelecken austoben. Dort finden sie Bauklötze und andere Spielmaterialien. Natürlich sind auch die großen Kinder bis 13 Jahre jederzeit noch willkommen. Auch wenn die schon manchmal lieber dem Predigttext der PfarrerInnen lauschen.

Warum machen wir Kindergottesdienst?

Damit sich auch die Jüngsten bei uns thematisch gut aufgehoben fühlen. Denn viele Texte aus der Bibel haben auch mit der Lebenswelt der Kinder zu tun, und sie finden sich darin wieder.

Die Predigttexte sind in den regulären Gottesdiensten ja nicht unbedingt auf diese Zielgruppe zugeschnitten, außer in unseren tollen Familiengottesdiensten. Damit die Kinder aber dennoch die Liturgie und den Sonntagsgottesdienst mit wahrnehmen können, beginnen wir gemeinsam und gehen meist vor der Predigt mit den Kindern in unseren KiKi- Raum. Manchmal schaffen wir es auch rechtzeitig zu den Abkündigungen und zum Segen wieder zurück zu sein, aber oft sind die KiGos so spannend, dass wir den Gottesdienst auch dort beenden.

Neugierig geworden? Na dann, schau doch mal in unseren Gottesdienstplan wann der nächste KiGo stattfindet! Oder wenn du selbst Lust hast bei unserem KiGo-Team mit zumachen dann melde dich bei uns oder komm zur Tagung! (siehe unten)

Sabrina Führer und Mandy Endter
Gemeindepädagoginnen Region Oberspree-West

Ein Jahr neigt sich dem Ende…

Liebe Gemeinden in Johannisthal und Baumschulenweg,

ein Jahr neigt sich dem Ende. Für mich war es zugleich das erste Jahr hier in Oberspree-West, das erste in diesen beiden Gemeinden. Es war ein schnelles Jahr.

Viele von Ihnen habe ich kennengelernt, so manches über Ihre Gewohnheiten und Traditionen erfahren, ich habe Lachen und Sorgen erlebt. Ich bin hin und her gefahren, habe Bekanntschaft gemacht mit Orten, Wegen, Aufgaben, Abläufen und Wünschen in Johannisthal und Baumschulenweg. Und zwischendurch habe ich immer wieder gestaunt, wie schnell doch die Zeit verfliegt und man vertraut wird.

Nun blicke ich zurück, so, wie es am Ende eines Jahres unwillkürlich passiert – erst recht, wenn es das erste nach einem Neuanfang ist. Staunend stelle ich fest, wie vieles mir hier ans Herz gewachsen ist: Meine Fahrradfahrten zwischen den beiden Friedhofsteilen hindurch. Menschen, die vorbeikommen, kommen für Gespräche oder zum Anpacken. Der charakteristische Geruch im Baumschulenweger Gemeindehaus oder die kleine Gemeindeküche dort. Sie lockt zu allen Tageszeiten mit Tee und bietet einen schönen Blick hinein in den Welt-laden, jenseits des  Lichthofes. Durchs Fenster sehe ich die Filzblumensträuße auf der anderen Seite leuchten und plane einen kleinen Besuch dort drüben ein, ehe er schließt.

In Johannisthal ist es besonders der Spaziergang ums Gebäude herum. Hier habe ich im Frühling die Krokusse bewundert und im Herbst die Äpfel aus dem Gras gesammelt. Auf dem Weg vorbei an den läutenden Glocken fallen mir die Ohren ab, und ich freue mich, dass auf diese Weise die Kirche am Ort vor allem hörbar, wenn schon nicht sofort einsehbar ist. Und dann das gemeinsame Feiern von Gottesdiensten, zusammen mit vielen (oder manchmal auch weniger) Menschen.

Viele späte Abende, an denen wir uns gemeinsam Gedanken über das vielgestaltige Gemeindeleben gemacht und Ideen auf den Weg gebracht haben. Schließlich sitze ich in Momenten der Ruhe gerne im Johannisthaler Kirchsaal, mit Blick zum Altar und den Garten hinaus. Oder in einer Baumschulenweger Kirchenbank, beobachte, wie das einfallende Licht den Raum zu jeder Tageszeit anders wirken lässt, und atme tief ein.

Ein Innehalten: Wieder bleibt das vergangene Jahr ein unfertiges. Vieles von dem, was ich mir vorgenommen habe, steht noch aus. Da gibt es Besuche, für die ich mir nicht die Zeit genommen habe. Einige Gespräche möchten gerne fortgesetzt werden. Und so manche Entscheidung wurde bisher aufge-schoben. Es sind die Dinge, die einen zum Weitergehen einladen, ja auffordern.

Nun wird es wieder kühler und dunkler und auch ein wenig ruhiger um uns herum. Denn die Nacht kommt früher, und mit ihr die Sehnsucht nach dem Licht.

Die Adventszeit fordert zum Warten auf, bei aller Hektik, die sie mit sich bringt. Es bleibt eine Zeit des Wartens und der Sehnsucht nach Heil – für uns persönlich, in unseren Familien, Freundeskreisen oder in den Gemeinschaften, die uns zusammenbinden. Aber auch nach dem Heil einer seufzenden Welt. So vieles ist auch in diesem Jahr unerledigt geblieben. Noch immer sind Menschen auf der Flucht, noch immer warten viele auf Frieden und Befreiung. Der heiße Sommer, die Überflutungen und unkontrollierten Brände zeigen uns, dass wir uns viel mehr anstrengen müssen, um nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.

All das Unfertige und Unbefriedigende unserer Welt steht uns in diesen Dezembertagen vor Augen. Es mag einen Schatten auf die Lichter des Advents werfen. Es mag den Blick nach oben verstellen, den hoffnungsvollen und erwartungsfrohen.

Dann sehen wir auf die Weisen, von denen uns die Bibel erzählt. Wir folgen ihrem Blick, suchen wie sie den Himmel ab nach Zeichen, die auf Besseres hindeuten. Auch sie haben sich auf den Advent vorbereitet. Sie haben immer wieder Ausschau gehalten. Ihr Sehen ebenso wie ihre Freude soll uns zum Vorbild werden. Der Spruch für den Monat Dezember erzählt davon: „Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut.“ (Matthäus 2,10)

Innehalten und hinschauen – dazu will uns die Zeit des Advents einla-den. Sie führt unseren Blick einmal über den Himmel geradewegs hin zur Krippe. In ihr mündet unsere Vorfreude, in ihr werden wir gewahr, dass es nicht darauf ankommt, am Ende eines Jahres alles erledigt zu
haben, alle Vorsätze erfüllt und alle offenen Rechnungen beglichen zu haben. Diese Freude mündet in dem Licht, das unsere Sorgen und alle Unruhe besänftigt.

Ihre Julika Wilcke

Erntedank im Zeichen der Biene

Dieses Jahr drehte sich zu Erntedank in unserer Region alles um die Biene.

Schon im vorletzten Gemeindebrief gab es einen schönen Artikel von Pfarrerin Julika Wilcke zu diesem fleißigen Tierchen.

Damit auch die Kinder und Familien mehr über dieses interessante Geschöpf erfahren, haben wir uns in diesem Jahr mit neun Familien aus der Region auf ins FEZ zum Bienenhof gemacht, und dort viel über die Biene erfahren.

Die Kinder und Erwachsenen durften in zwei Gruppen ihre Neugierde stillen. Alle Fragen, die ihnen schon immer unter den Nägeln brannten, durften gestellt werden. Wobei vieles sich schon durch unsere lieben und netten Führerinnen im Bienenhaus von allein erklärte.

So haben wir erfahren, warum die Waben der Bienen sechseckig sind oder wie lange so eine Biene lebt. Und was mit Königinnen passiert, mit denen die Arbeiterinnen nicht ganz so zufrieden sind. Wir durften leckeren frischen Honig probieren und aus dem Bienen-wachs der alten Waben kleine Wachsanhänger gießen. Die Kinder durf-ten sich sogar als Bienchen ausprobieren und mit kleinen Einweg-spritzen Pollen sammeln. Selbst nach einer Stunde war Groß und Klein noch angeregt bei der Sache. Es war also für alle ein gelungener und sehr lehrreicher Sonntagsausflug, bei dem sich auch die eine oder andere Familie hier aus der Region mal kennenlernen konnte.

Und weil ohne die Biene viele Erntegaben auf unserem wunderschön geschmückten Altar fehlen würden, haben wir auch mit den Kindern im Gottesdienst die Geschichte vom Mann mit den Bienen erzählt: Der wollte zuerst nämlich all die Früchte seines Apfelbaumes für sich alleine haben und nicht mit den Bienen vom Nachbarn teilen. Im Herbst dann stand er ganz traurig vor einem leeren Apfelbaum. Die Einsicht: „Für mich allein kann ich nicht sein!“ ,kam spät aber dafür fiel ihm das Teilen am Ende doch leicht…

Wir freuen uns schon auf den nächsten Erntedankausflug mit Euch.

Eure Gemeindepädagoginnen
Sabrina Führer und Mandy Endter

Konzert zum Ewigkeitssonntag

25. November 2018 um 17:00 Uhr in der Kirche Johannisthal Am 25. November diesen Jahres begehen wir den Totensonntag.  Im Gedenken an unsere Verstorbenen und der Hoffnung auf das ewige Leben, heißt er für uns Christen: Ewigkeitssonntag.  Immer wieder machen sich Künstler daran, Unsagbares in Worte, Bilder oder Musik zu formen. Ganz alte Texte sind  biblische Psalmen, die sich mit diesem Thema befassen. Es sind wunderbare Texte, die wir zumeist in der Übersetzung Martin Luthers kennen.  Der Psalm 84 ist besonders schön:  „Wie lieb sind mir Deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn…“ Die Johannisthaler Kantorei wird, gemeinsam mit Solisten und  Instrumenten, v.a. diesen Psalm in verschiedensten Vertonungen von  H. Schütz, J, Brahms, J. Rheinberger und anderen zu Gehör bringen. Dazu wird besonders herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Durchführung von  Kirchenmusiken in unserer Gemeinde wird gebeten.

Herzliche Einladung zur Gemeindeversammlung 2018

Informationen und Gespräch zur Entwicklung der Kirchengemeinden Baumschulenweg und Johannisthal am 18. November 2018 im Anschluss an den Familiengottesdienst in Johannisthal

Der Familiengottesdienst am 18.11.2018 findet um 10:00 Uhr in Johannisthal statt, sodass die Gemeindeversammlung im Anschluss daran beginnen wird.

Für alle, die nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder selbstständig nach Johannisthal kommen können, wird es in Baumschulenweg ab 9:30 Uhr einen Shuttleservice nach Johannisthal geben. Bitte melden Sie sich rechtzeitig im Gemeindebüro, damit wir die Anzahl der Fahrten planen können. Für kurzfristig Entschlossene wird es aber auch eine Mitfahrgelegenheit geben.

In der Gemeindeversammlung können Sie alle Themen ansprechen, die Sie im Blick auf unsere beiden Gemeinden interessieren. Aus Sicht der Gemeindeleitungen sind im Augenblick folgende Themen interessant und vorbereitet:

  • Bericht von Pfarrerin Wilcke nach einem knappen Jahr Dienst
  • Vorstellung des neuen gemeinsamen Gottesdienstkonzeptes
  • gemeinsamer Gemeindebrief Baumschulenweg und Johannisthal
  • Welche Organisationsformen können die Zusammenarbeit beider Gemeinden erleichtern und befördern?
  • Ehrenamtsfest und Sommerfest 2019
  • Stand der Kitagründung in Baumschulenweg
  • Stand der denkmalgerechten und energetischen Sanierung von Kirche und Gemeindehaus in Baumschulenweg

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sein können und sich mit Ihren Ideen und Vorstellungen einbringen! Kaffee, Tee und Gebäck werden bereitstehen, und damit es für die Kinder nicht langweilig wird, wird Mandy Endter für sie da sein.

Bitte planen Sie mindestens eine Stunde für die Gespräche ein. Der Shuttleservice wird auch für die Rückfahrt nach Baumschulenweg bereitstehen.

Die Zeit der brennenden Lichter

Auf unserem Küchentisch steht eine kleine Öllampe, die ich geschenkt bekommen habe. Es ist kein besonderes Stück, ein paar Erinnerungen hängen daran. Außerdem ist sie ganz hübsch. Seit ein paar Tagen haben wir sie nun wieder in Betrieb genommen. Die Zeit der brennenden  Lichter kommt wieder. Mit dem Herbst wird Beleuchtung zum  wichtigen Thema. Ein wenig sehne ich mich nach dem heimeligen  Gefühl, durch herbstlich dunkle Straßen zu gehen und von außen die Lichter in den Fenstern der Stadt zu sehen. Wo Licht ist, da ist auch  Leben – so funktioniert jedenfalls meine romantische Assoziation. Der Herbst wird voll sein von Lichtern: Gedenklichter zum 9. November, Laternen zum Martinstag, Gebetslichter in der Kirche, Kerzen zum Ewigkeitssonntag und unsere Öllampe auf dem Küchentisch.  Die Lichter im Herbst stehen für Erinnern, Teilen, Gemeinschaft und Sehnsucht. Sie deuten auf Orte, die uns wichtig sind und uns berühren. Wir tun gut daran, in den nächsten Wochen solche Lichter anzuzünden, und damit unserer Sehnsucht nach gutem Leben einen Platz zu geben.

„Herr, all mein Sehnen liegt  offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ So sagt es der Spruch für den Monat  Oktober (Sprüche 38,10).  Unser Sehnen und Seufzen leuchten vor Gott auf wie die Lichter in unserer herbstlichen Stadt. Und so wie sie müssen auch unsere Sorgen nicht  verborgen bleiben. Vor Gott  haben sie ihren Ort. Im Herbst rücken uns die Sorgen näher, packen uns Wehmut und  Sehnsucht.

Wir denken an die Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres, um uns herum sehen wir die Vergänglichkeit in der Natur. Und auch wir selbst bleiben nicht die Alten.

Ich zünde ein Licht an. Es flackert in der Dunkelheit auf und erhellt seine Umgebung. Da leuchtet es: in der sandgefüllten Kerzenschale unseres Kirchenraums, auf dem Friedhof oder in der kleinen Öllampe auf unserem Küchentisch. Da leuchtet es als Zeichen, dass ich meine Sorgen vor Gott bringen kann und sie dort zu einem unverborgenen Hoffnungsschein werden können.

Ihre Julika Wilcke.
 
 

MARTINSFEST AM 8. November 2018, ab 16.30 Uhr

Das Martinsfest ist in unserer Gemeinde seit vielen Jahren zu einer schönen Tradition geworden. Nach dem Gottesdienst, in der Kirche „Zum Vaterhaus“, ziehen wir gemeinsam mit Kind und Kegel, Alt und Jung und natürlich mit Martin und seinem Pferd durch die Straßen in Baumschulenweg. Dabei tragen die Kinder ihre meist selbstgebastelten Laternen stolz herum

Anschließend stärken wir uns im auf dem Hof vom Domicil in der Mörikestraße bei heißem Tee oder Glühwein und selbstgeschmierten Schmalzstullen. Jeder ist herzlich eingeladen,

Also nicht vergessen!!!

“ Ein bisschen so wie Martin möchte ich manchmal sein und ich will an andre denken, ihnen auch mal etwas schenken. Nur ein bisschen, klitzeklein, möchte ich wie Sankt Martin sein.“