Terminhinweis: Gesprächsabend mit Amill Gorgis über die Situation der Christen in Syrien und im Irak (Treptow, Plesserstraße 3, 6. November 2014)

141106_Syrien„Das Vertrauen zu den Nachbarn ist zerstört.“ – Ein Gesprächsabend mit Amill Gorgis über die Situation der Christen in Syrien und im Irak

Die Kirche von Antiochien ist nach der Urgemeinde in Jerusalem die älteste christliche Kirche überhaupt. Die Apostelgeschichte berichtet, dass in der Stadt Antiochia die Jesusanhänger zum ersten Mal als „Christen“ bezeichnet wurden (Apostelgeschichte 11,26). Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien führt ihre Geschichte 141106_Syrien2auf diese Wurzeln zurück. Die Entwicklungen in den Bürgerkriegen im Irak und in Syrien haben dazu geführt, dass die Christinnen und Christen dort massiver Verfolgung ausgesetzt sind. Subdiakon Amill Gorgis, Ökumenebeauftragter der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde in Berlin, sagt: „Die Christen in Syrien, die noch nicht fliehen mussten, sitzen auf gepackten Koffern.“ Das liege nicht nur daran, dass ihre Häuser und Kirchen im Krieg zerstört wurden und viele Menschen in den Kämpfen umkamen. „Das Vertrauen zu den Nachbarn ist zerstört“, sagt er. Nach dem, was im Bürgerkrieg passiert sei, könne sich kaum jemand vorstellen, wieder Salz und Brot mit den muslimischen Nachbarn zu teilen.

Amill Gorgis wird am 6. November beim Gesprächsabend
ab 19:30 Uhr über die Situation der Christinnen und Christen in Syrien und im Irak berichten (Ort: Gemeinderaum 3, Plesser Str. 3 – 1. Etage).