Hervorgehobener Beitrag

Herzliche Einladung zum Garteneinsatz in Johannisthal

Ich lade Sie herzlich zu den nächsten Garteneinsätzen auf
dem Gelände der Kirche Johannisthal ein:

Samstag, der 20. August 2022
Samstag, der 17. September 2022
Samstag, der 15. Oktober 2022
Samstag, der 12. November 2022

immer Samstags, immer von 9 – 13 Uhr

Ich freue mich auf viele helfende Hände!
Ein gemeinsames Frühstück wird uns an Leib und Seele stärken.

Maik Heinold

Angedacht

Jubeln sollen die Bäume des Waldes vor dem HERRN,
denn er kommt, um die Erde zu richten.

1. Chronik 16,33

Nach wie vor werden die Nachrichten in diesen Tagen und Wochen vom Krieg in der Ukraine und seinen Folgen beherrscht. Daneben gehen die Klimanachrichten fast unter: trockene Flüsse, Gletscherabbrüche, auf der anderen Seite der Erdkugel wieder Überschwemmungen, Stürme, Fluten – die Welt aus den Fugen. In unserer Nachbarschaft Waldbrände und vertrocknende Pflanzen. Bäume haben unter
den von uns verursachten Bedingungen nichts zu lachen.

Der Jubel der Bäume im Monatsspruch für August hört sich bedrohlich an: Die Bäume jubeln schadenfroh angesichts des Gerichtes Gottes über die Erde, über uns Menschen. Da könnten wir angesichts der Bilder aus Norditalien oder Ostaustralien tiefsinnig werden. Der Monatsvers aus dem 1. Chronikbuch begegnet uns in einem Gebet: Das Dank- und Jubelgebet anlässlich der Aufstellung der Bundeslade in Jerusalem, das gerade zur Hauptstadt gemacht worden war. In der Mitte der Gemeinde steht die Lade als Zeichen der Gegenwart Gottes. Wenn Gott in die Mitte kommt, in unserer Mitte seinen Platz einnimmt, sortiert sich alles neu, wird alles neu ausgerichtet.

Es geht beim Gericht Gottes nicht vorrangig um Beurteilung und damit um drohende Verurteilung. Der Sinn dieses Gerichtes ist ein Gerade-Richten, Zurechtbringen all dessen, was bisher schiefläuft. Es wird die Erde, die Lebenswelt von uns Menschen sozusagen neu verfugt, neu bewohnbar gemacht.

Keine Frage: Auch heute, 3000 Jahre nach David in Jerusalem und der Bundeslade als neuem Mittelpunkt ist solch eine Neuausrichtung nötiger als damals, so scheint es. Wir sind uns inzwischen weithin einig, dass viel, sehr viel getan werden muss, damit die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen wenigstens gestoppt wird, von Wiederherstellung noch gar nicht zu reden. Aber es muss um jeden einzelnen kleinen Schritt gerungen werden. Der Ukraine-Krieg macht es einerseits noch dringlicher, auf die sogenannten erneuerbaren Energien umzustellen, andererseits werden in der Not auch wieder Schritte zurück erwogen: doch wieder mehr Kohleverbrennung oder gar Atomkraftwerksverlängerungen als Notmaßnahmen. Für Bäume und ihre Belange ein Trauerspiel, und die können nicht einmal auswandern.

An Umweltschutz hat David in dem von ihm angeordneten Lobpreis sicher nicht gedacht. Das Bild ist erst einmal nur eine Übertreibung: der Jubel über Gottes Gegenwart unter Menschen schwappt über in eine Sphäre, aus der eigentlich keine sichtbare Reaktion zu erwarten ist. Dass selbst die unbeweglichen Bäume jubeln, zeigt nur, wie die Gottesfreude um sich greift. Wenn selbst die Bäume jubeln, muss die Begeisterung derer, denen Mund und Stimme gegeben sind, ja noch viel größer sein und überschwappen.

Für uns aber heißt das alte Gebet: Das Leben der Bäume ist Maßstab für unsere Haushaltung. Es geht nicht um ein paar Reparaturen an unserem Ökosystem, sondern um ein dauerhaft tragfähiges Gleichgewicht von Verbrauch und Wiedergewinnung. Man sollte es nicht denken, aber auch dafür sind wir als Gottesgemeinde da: einen Beitrag dazu zu leisten, dazu zu ermuntern, hier zu warnen. Damit wir unserem ursprünglichen Auftrage gerecht werden: nicht die Erde zu beherrschen und auszubeuten, sondern die gesunderhaltenden Mechanismen der Natur zu beherrschen und als Gärtnerinnen den „Garten Eden“, das Paradies, die Erde, wie sie ursprünglich von Gott gemeint war, zu bewahren. Gärten sind ja nicht für Wildwuchs da und den Kampf jeder Pflanze gegen jede andere um Lebensraum, sondern Gärten sind Gärten erst durch die Gärtner, durch uns, die ordnend eingreifen.

Der Jubel der Bäume des Waldes ist übrigens sattes Grün, nicht ohrenbetäubend, sondern rauschend oder nur sanft säuselnd. Wir wünschen Ihnen in diesem Sommer viel Grün und Sonnenstrahlen an fröhlichen Tagen,

Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Danke, dass ihr Gemeinde seid!

Das Sommer- und Ehrenamtsfest der Gemeinde Johannisthal

Am 2. Juli war es endlich soweit: Nach langer Pause fand wieder ein Gemeindefest in Johannisthal statt. Ein großes Gefühl der Dankbarkeit begleitete uns in den letzten Monaten: für die Hilfe in der Notunterkunft, für das Aufleben der Gemeindeaktivitäten, für das ungeminderte Engagement der Ehrenamtlichen in den vielen Bereichen dieser Gemeinde. Und so lag es nahe, Gemeinde- und Ehrenamtsfest miteinander zu verknüpfen – kaum jemand, der oder die nicht auch ehrenamtlich engagiert ist.

Das Fest startete bei schönstem Sonnenschein mit einer kurzen Andacht und ermöglichte dann viele Gespräche bei Kaffee und (selbstgebackenem) Kuchen, begleitet von vielen Engagierten, die immer für frischen Kaffee (und Wasser) auf den Tischen sorgten und sich in der Küche um immer sauberes Geschirr bemühten. Im Schatten unter den Bäumen trafen sich die Familien, um mit den Kindern an den verschiedenen Spiel- und Bastelstationen, die Gemeindepädagogin Mandy Endter vorbereitet hatte, Spaß zu haben.

Auch das Volksliedersingen durfte nicht fehlen – Kantor Martin Fehlandt führte gewohnt humorvoll durch die verschiedenen Lieder und Liedwünsche. Der Abend schließlich bot frisch Gegrilltes, vorbereitet und zubereitet von unserem neuen Hausmeister, Jörg Schuster, der sich den Titel „Grillmeister“ wahrlich verdient hat. Bei kühlen Getränken und angenehmen Temperaturen nutzten viele die Möglichkeit, den Abend gemeinsam zu genießen.

Das gesamte Fest stand unter dem Motto „Danke!“ und so überreichten wir schon am Nachmittag der Vertreterin des Pflegeheims Domicil in Baumschulenweg einen großen Präsentkorb und eine Fotocollage als Dank an die Belegschaft, die über fast drei Monate hinweg ehrenamtlich die gesamte Wäsche für die Notunterkunft übernommen hatte und so eine riesige Unterstützung für das Betreiben dieser Notunterkunft war.

Der gemütliche Teil des Abends begann mit Dankesworten von Pfarrer Hartmut Scheel, der die beeindruckend lange Liste aller (?) ehrenamtlichen Tätigkeiten in dieser Gemeinde aufzählte, bevor Bezirksbürgermeister Oliver Igel die Ansprachen mit seinem Dank für das breite gesellschaftliche Engagement, insbesondere im Rahmen der Ukraine-Hilfe abschloss.

Und so bildete das Fest einen schönen Schlusspunkt nach einem aufregenden ersten Halbjahr 2022, bevor alle in die wohlverdiente Sommerpause gingen.

Anja Herwig

Rückblick und Danke: Konfi-Jahrgang 2022

Wir, als Konfirmandinnen und Konfirmanden wollen euch DANKE sagen.

Wir haben uns alle anfangs nur über Videoanrufe kennenlernen können, doch auch schon dort habt ihr euch tolle und interessante Projekte überlegt. Wir haben gerätselt und unser Wissen über den Glauben erweitert. Außerdem haben wir Spiele gespielt und uns wie beisammen gefühlt.

Nach vielen Monaten Online-Treffen sahen wir uns schließlich jeden Mittwoch. Wir haben lustige und spannende Aufgaben gemeistert, wobei wir, als Konfis, sehr zusammengewachsen sind. Schließlich stand unsere erste Konfirmationsfahrt zu dem Großvätersee an. Über Andachten, Projektarbeiten und einer spannenden Nachtwanderung, haben wir zusammen gebetet, gespielt und uns ausgetauscht. Als wir wieder zurück waren, fuhren wir mit dem Fahrrad unsere Kirchen in der Region ab.

In der Johannisthaler Kirche durften wir dann erstmals die Junge Gemeinde kennenlernen. Alle waren genauso nett wie unsere Teamerinnen, welche natürlich auch zur JG gehören.

In den nächsten Monaten trafen wir uns weiterhin zum Konfirmationsunterricht. Wir bearbeiteten Aufgaben über die frühere Zeit und die verschiedenen Religionen. Wir Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sehr viele interessante Sachen dazugelernt.

Seit einer gewissen Zeit können wir uns mittwochs im Konficlub treffen. Wir haben zusammen gekocht, gespielt, Gottesdienste vorbereitet und einen Gottesdienst der Jungen Gemeinde gehört. Um diese wunderbare und gesegnete Zeit zu krönen, fuhren
wir auf unsere zweite Konfirmationsfahrt. Es wurden Projekte geschaffen, wobei man immer wieder den Zusammenhalt der KonfirmandInnen spüren konnte.

Wir haben euch (Mandy, Herrn Döhle, Jonna, René, Friederike) das alles zu verdanken. Ohne euch hätte diese aufregende und intensive Zeit ganz anders ausgesehen. Wir bringen euch Respekt entgegen und hoffen, dass wir ertragbar waren und euch diese Zeit genauso gut gefallen hat wie uns. Letzte Woche mussten wir uns, so schwer es auch war, verabschieden.

Den Mittwochabend haben wir auf der Spree ausklingen lassen. Wir waren Tretboot fahren und haben gemeinsam mit der Jungen Gemeinde den Abend sehr genossen. Es wurden nachdenkliche, aber auch sehr lustige Geschichten und Erfahrungen geteilt.

Nun stehen wir nach dieser gesegneten Zeit hier, als konfirmierte Christinnen und Christen. Danke, dass ihr uns durch all dies begleitet habt und uns immer wieder aufs Neue ein Lächeln auf unsere Gesichter gezaubert habt.

DANKE!

Frida Kath,
im Namen der Konfirmierten

Das Glaubensbekenntnis des Konfirmationsjahrgangs 2022

Kaffee, Kuchen, Nachbarschaft

Unter diesem Motto öffnete das Willkommens-Café am 22.07.2022 auf dem Gelände der Kirchengemeinde zum ersten Mal seine Pforten. Bei bestem Wetter und mit leckerem selbstgebackenem Kuchen und frischem Obst freuten sich die Gastgeberinnen Hanna, Linda, Tania und Karola auf die ersten Gäste.

Wir waren gespannt, ob unsere Idee, geflüchtete Menschen und Menschen aus der Nachbarschaft zusammen zu bringen, zu reden und zu spielen, Sorgen und Freude miteinander zu teilen und ein paar schöne Stunden zu haben, aufgehen würde. Und ja, sie ist aufgegangen. Vier Frauen aus der Ukraine sowie Gäste aus der Nachbarschaft kamen und wir verbrachten einen bunten Nachmittag mit vielen Gesprächen, sportlichen Spielen und interessanten Begegnungen. Danke an alle, die da waren und danke an Artur für die Übersetzung.

Wir freuen uns auf das nächste Café, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen. Es öffnet am 05.08.2022 um 15 Uhr.

Alle Infos gibt es auch auf unserem Flyer, der wieder gern verteilt werden kann: 

Eine Notunterkunft – viele Herzen und Hände

Der russische Angriff auf die Ukraine hat mich vom ersten Tag an unglaublich wütend gemacht. Erschütterung, Sorge und Hilfslosigkeit trafen auf ein vergleichsweise unbeschwertes Leben. Und plötzlich war da diese unfassbare Wut und die durch sie freigesetzte Energie, etwas Hilfreiches tun zu wollen und zu müssen. Ganz praktisch. Irgendwie helfen. Nicht einfach nur zuschauen müssen.

So oder ähnlich empfinden wohl viele von uns in dieser Zeit. Überrascht war ich dennoch über die große Anzahl Freiwilliger, die sich plötzlich überall und auch in unserer Gemeinde gemeldet haben. Als Anfang März das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten bei den Kirchen anfragt, beschloss der Gemeindekirchenrat Johannisthal in einer Sondersitzung, Räumlichkeiten als Notunterkunft für Geflüchtete auf der Durchreise zur Verfügung zu stellen.

In kürzester Zeit meldeten sich bis zu 200 Menschen aus Johannisthal und Umgebung, um das spontane Großprojekt der Gemeinde zu unterstützen. Die Hilfe nimmt dabei vielfältige Formen an: Es gehen große Mengen an Sachspenden ein, die sortiert und platziert werden. Umfangreiche Geldspenden von Privatpersonen, aus Kollekten der umliegenden Gemeinden und einer Versicherungsgesellschaft sichern das ganze Vorhaben ab. Und dazu kommt eine große Welle pragmatischer Hilfsbereitschaft. Sogar eine Hebamme bietet ihre Hilfe im Bedarfsfall an und bringt eine Grundausstattung für Säuglinge vorbei. Einige Menschen kommen einfach vorbei und fragen, wie sie helfen können.

Nachdem sich am 8. März nachmittags ca. 50 Freiwillige zur Unterstützung vor der Kirche treffen, die Sachspenden entgegennehmen und sortieren und die Räume in Kirche, Kiki-Bereich und im „Hexenhaus“ nutzbar machen, treffen am 10. März die ersten Geflüchteten ein – allerdings vor den 40 Feldbetten, die in einer gemeinschaftlichen Aktion abgeholt und spät abends aufgebaut werden. Die Gäste fühlen sich sofort willkommen, denn die Betten können mit gespendetem Bettzeug gemütlich gemacht werden, das Restaurant „Fosca“ sorgt umgehend für die ersten Töpfe Suppe und die Kinder strahlen, als sie zur Begrüßung Spielzeug und Schokokekse vorfinden.

In der nun folgenden Zeit sind insbesondere Pfarrer Hartmut Scheel und Anja Herwig im Dauereinsatz am Mobilgerät. Sie koordinieren und kommunizieren Anfragen, Ankünfte, Abreisen mit den Helfenden. Hauptkommunikationsweg für die vielen Freiwilligen wird der Signal-Chatkanal und ein selbst kreierter Online-Dienstplan. Eine Kochgruppe bereitet Mahlzeiten für die Gäste zu. Es entsteht ein Team aus freiwilligen Übersetzer*innen, das im Wechsel vor Ort tätig ist. Schlüsselverantwortliche werden gefunden und reagieren flexibel auf die nun entstehenden Bewegungen auf dem Kirchengelände.

Die sich im Verlauf ergebenden Aufgaben sind so vielfältig und daher kaum annähernd vollständig aufzuzählen. Es findet sich immer mindestens ein Mensch, der weiterhelfen kann oder eine gute Idee einbringt. Meistens sind es aber sehr viel mehr – gut genutzte Schwarmintelligenz. In den Diensten vor Ort nehmen Freiwillige nun Geflüchtete in Empfang, bereiten Frühstück vor, planen und organisieren die Weiterreise. Betten werden immer wieder neu bezogen, später dann die Kühlschränke der provisorischen Selbstversorgerküchen bestückt, Einkäufe erledigt, Fahrdienste übernommen, und so vieles mehr…

Ein Glücksfall: Die entstehenden Wäscheberge können plötzlich wunderbar unkompliziert bewältigt werden, als eine Helferin die Wäscherei des Pflegeheims Domicil in Baumschulenweg zur Verbündeten macht. Und solche glücklichen Fälle ereignen sich in dieser Zeit immer wieder.

Viele habe ich vielleicht auch gar nicht mitbekommen, denn ich muss feststellen, wie anstrengend es sein kann, Tag und Nacht dem Chatkanal zu folgen, mitzudenken und Lösungen zu suchen. Also schalte ich im Sinne der Selbstfürsorge irgendwann regelmäßig den Kanal auf stumm und mache Pause.

Über all diese Begegnungen und Erlebnisse, die es in dieser Zeit in unserer Gemeinde gab, ließe sich sicher ein ganzes Buch schreiben. Von fast 200 Autor*innen.

Nach über 3 Monaten wurde die Notunterkunft nun vom Hilfesystem abgemeldet.

Die Räume des „Hexenhauses“ können bei Bedarf weiterhin im Rahmen eines „erweiterten Wohnzimmers“ privat organisiert für Geflüchtete als Unterkunft genutzt werden. Anfragen dazu nimmt Pfarrer Hartmut Scheel entgegen. Auch die Kommunikationsinfrastruktur bleibt bestehen, denn der Austausch zu verschiedenen Fragen der Ukraine-Hilfe soll über dieses Netzwerk weiter möglich sein und auch die Organisation des Nachfolgeprojektes, ein regelmäßiger Treff für Geflüchtete, Gastgeber und Interessierte wird dieses Netzwerk nutzen.

Ich bin noch immer wütend und denke, dieses Gefühl ist nun fest bei mir eingezogen. Ich bin voller Wut über die Gräueltaten, die Menschen in dieser Welt der Wunder, dem Ort Gottes großartiger Schöpfung, anrichten. Gab es je Zeiten ohne? Ich hatte mich gut darin eingerichtet, solche Themen zu verdrängen. Das hat sich geändert. Mittlerweile lasse ich die aufkommenden Tränen laufen, weil es sich danach für den Moment etwas leichter anfühlt.

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken für Ihre Zeit!

Gleichzeitig erlebe ich hier in unserer Gemeinde diese große Solidarität, das Zusammenrücken von Menschen, die sich gar nicht kennen und dennoch einfach vertrauensvoll gemeinsam tun, was notwendig ist. Das berührt mich sehr und macht Hoffnung. Sichtbar wird dabei auch, welchen großen Wert und Anteil jeder einzelne
Beitrag an der gemeinsamen Aufgabe hat. Die Begleitung zum Bahnhof, der Einkauf, die spontan verschenkte Jacke, die warme Suppe, jedes freundliche Lächeln hat seine eigene wertvolle Wirkung. Und so kann wirklich jede*r etwas tun. Einfach so. Es braucht nicht nur Materielles, sondern auch viel Herz und Haltung.

Vielen Dank für Unterkunft, Gastfreundschaft und ruhigen Schlaf. Olga Kasian

Wir Helfenden konnten uns in dieser Zeit mehr denn je als Teil einer aktiven christlichen Gemeinschaft erleben, in der Menschen mit ihrem Einsatz und Mitgefühl füreinander sorgen und einstehen. So gestalten wir hier bei uns die friedliche, freundliche Welt, die wir uns so sehr auch ganz global wünschen. Solche Hilfe zu leisten ist durchaus herausfordernd und erfüllend zugleich. Ich bin sehr dankbar dafür, dass unser GKR dieses Projekt nur mit der Frage des „wie“ und ohne Gedanken an das „ob“ einfach begonnen hat.

Ich wünsche mir, dass wir in allen unseren Lebensbereichen so zugewandt und hilfsbereit miteinander leben und wirken können. Diese Welt braucht Mut und Herz an so vielen Stellen: in der Nachbarschaft, der Familie, dem Freundeskreis, auf Arbeit, unterwegs, auf der Straße, in Politik und Ehrenamt. Es gibt dabei kein zu klein oder zu wenig.

Geben wir einfach immer aufeinander und auf unseren Lebensraum acht, der – so unschätzbar wundervoll geschaffen – das Zuhause dieser Menschenfamilie ist.

Kennen Sie das afrikanische Sprichwort: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern“?

DANKE, an all die „viele(n) kleine(n) Leute“, deren Flügelschläge gemeinsam eine Notunterkunft aufgebaut haben.

Johanna Werner