Archiv der Kategorie: Gottesdienst

Gottesdienst am Sonntag Rogate | 17. Mai 2020

Votum und Gruß

Jubilate! Kantate! Jubelt! Singt! – So hieß es an den letzten beiden Sonntagen. Das haben wir auf ungewohnte Weise getan – hinter Bildschirmen vielleicht oder durch den Mundschutz hindurch.

Heute heißt es: Rogate! Betet! Aber warum? Ist denn nicht mit Ostern schon der große Sieg errungen und alles Erhoffte geschehen? Wir sehen und hören jeden Tag, dass noch nicht alles gut ist.

Das Osterlicht scheint hell, aber noch haben wir Ängste, Hoffnungen und Zweifel. Darum beten wir auch heute noch.

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Jugendgottesdienst zum Sonntag Rogate in Johannisthal: Ansprache

Liebe Gemeinde,

Wie lange sollen wir noch warten
Bis wieder bess’re Zeiten starten?
Wie viel Zeit soll noch vergeh’n
Bis wir uns wieder seh’n?

Sportfreunde Stiller

Wir feiern heute gemeinsam Gottesdienst zum Thema Sehnsucht (dieses unbestimmte Gefühl). Ein Thema das in der aktuellen Situation eine große Relevanz hat. Pläne für Reisen werden gestrichen. Veranstaltungen werden abgesagt und Gottesdienste infrage gestellt. Unsere Gedanken schweifen dann oft in die Zeit vor Corona und sehnen sich zurück nach dieser Normalität, die für uns noch vor einem halben Jahr selbstverständlich war. Doch diese Normalität ist aufgrund von strengen Kontaktverboten zurzeit aufgehoben und viele sind in einer Situation, welche neu, ungewohnt und unangenehm ist. Natürlich ist es wichtig sich klar zu machen das diese Regeln von enormer Relevanz sind, um somit Menschen zu schützen, die sonst keine Chance gegen das Virus hätten. 

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VIDEO: Andacht zum Sonntag Misericordias Domini

Die Ansprache zum Nachlesen finden Sie hier

In dieser Andacht denken wir besonders an Daniel Eltinger. Daniel Eltinger hat als Künstler, Philosoph, begeisterter Sänger, aber auch einfach als willkommener Gesprächspartner unsere Region geprägt. Er verstarb im November 2019 mit 38 Jahren. Seine Bilder und auch seine Gedanken klingen weiter fort. Ihnen wollen wir in dieser Andacht noch einmal Raum geben.

Externe Links zu Daniel Eltinger:

https://www.daniel-eltinger.de/
http://www.tusculum-murnau.de/eltinger.html

Osterandacht | 12. April 2020

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1,18)

Votum und Gruß

Der Herr ist auferstanden. Halleluja. Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!

Halleluja.
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
Halleluja.

Es ist Ostern, das sollen alle hören, sehen, spüren, feiern!

Wir waren im Dunkeln. Aber jetzt ist es hell. Wir fühlten uns vergessen und isoliert. Aber jetzt kommt Christus selbst uns entgegen und schenkt uns Gemeinschaft. Uns stand der Tod vor Augen. Aber jetzt singt das Leben.

Lasst uns mit einstimmen und singen, beten, jubeln – wo auch immer wir uns aufhalten – denn Ostern ist überall!

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Andacht zum Sonntag Palmarum | 5. April 2020

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben,
das ewige Leben haben. (Johannes 3, 14b-15)

Votum und Gruß

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und nicht preisgibt das Werk seiner Hände.

Ich grüße Sie alle herzlich auf recht unvertrauten Wegen. Sie sind nicht hier, wo ich bin. Mauern, Straßen und Türen trennen uns. Auch Verordnungen, Sicherheitsmaßnahmen und Angst trennen uns heute.

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Pilotphase gemeinsame Gottesdienste

Gemeindeversammlung und gemeinsame Sitzung

Bei der Gemeindeversammlung am 16. Februar 2020 [in Baumschulenweg] haben wir uns über Erfahrungen in der Pilotphase der gemeinsamen Gottesdienste von Johannisthal und Baumschulenweg ausgetauscht.

Es gab zahlreiche Beiträge, die das Für und Wider gemeinsamer Gottesdienste aufzeigten.

Dafür sprechen solche Dinge wie das Treffen anderer Menschen und die größere Gemeinschaft, die unterschiedlichen Räume mit den verschiedenen Atmosphären sowie dass Gespräche mit der Pfarrerin und untereinander beim Kirchencafé in beiden Gemeinden möglich sind.

Dagegen sprechen längere und schwierigere Wege vor allem für ältere Gottesdienstbesucher, dass es längere Phasen ohne Gottesdienst vor Ort gibt, weniger Kollekten einkommen und durch zeitliche Überschneidungen in Baumschulenweg und Treptow die Kirchenmusikerin nicht immer präsent ist.

Übereinstimmend hieß es jedoch, dass gemeinsame Veranstaltungen und Gottesdienste das Gemeindeleben bereichern. Manches kann sicher durch gute Organisation gelingen.

Nebenbei traten natürlich auch grundlegende Fragen auf. Wo sind die jungen Leute und wie können wir diese erreichen?

Als Fazit lässt sich sagen: Regelmäßige Gottesdienste vor Ort sind wichtig, wobei auch gemeinsame Gottesdienste, die nicht nach einem starren Schema geplant werden, gut und wichtig sind. Vielleicht ergeben sich daraus ja auch Chancen und Ideen für neue Gottesdienstformen.

Auf der gemeinsamen GKR-Sitzung Johannisthal und Baumschulenweg am 20. Februar 2020 haben sich die Gemeindekirchenräte über die Meinungen, Empfehlungen und Wünsche aus der Gemeindeversammlung ausgetauscht. Beschlossen wurde dann, dass die Probephase gemeinsamer Gottesdienste bis zur Besetzung der Pfarrstellen von Johannisthal und Baumschulenweg fortgesetzt wird. Danach werden mit den neuen Pfarrstelleninhabern und in Abstimmung mit dem Pfarrsprengel, die weiteren Schritte besprochen und geplant.

Michael-Erich Aust

Gemeinsame Gottesdienste in Baumschulenweg und Johannisthal – Beginn einer Probephase

Liebe Gemeinden in Johannisthal und Baumschulenweg,

In der Gemeindeversammlung am 18. November hatten wir gemeinsam darüber nachgedacht, wie man unsere Gottesdienste ruhiger, festlicher und geselliger gestalten kann. Das Ergebnis langer Überlegungsprozesse soll ein Pilotprojekt sein: Ab Mai wollen wir unsere Gottesdienste gemeinsam an einem Ort feiern.

Wenn wir gemeinsam feiern, erleben wir mehr Gemeinschaft – nicht nur, weil real mehr Menschen mit dabei sind, sondern auch, weil wir von unterschiedlichen Orten her zusammenkommen. So kann mehr Begegnung untereinander entstehen.

Solchen Begegnungen möchten wir besonders dadurch mehr Raum geben, dass wir nach jedem Gottesdienst ein Kirchencafé anbieten wollen. In Johannisthal hat sich diese Art der Zusammenkunft im Anschluss an die Gottesdienstfeiern in den vergangenen Monaten bereits bewährt. Nun möchten wir diese schöne Tradition auch in Baumschulenweg aufgreifen. Da gibt es Gelegenheit, bei Tee, Kaffee, Saft und Keksen den Gottesdienst zu reflektieren, Kinder können noch ein Weilchen zusammenspielen, wir können uns über gemeindliche und übergemeindliche Themen austauschen oder Verabredungen auf kurzem Wege treffen. Helfende Hände sind dabei sehr willkommen!

Mit der mittleren Anfangszeit 10 Uhr hoffen wir, denjenigen entgegenzukommen, die um halb zehn noch nicht so weit sind, ebenso wie denjenigen, die es nach dem Gottesdienst bald nach Hause zieht.

Wie soll nun aber das gemeinsame Feiern praktisch aussehen?

Wir haben uns versuchsweise ein Schema ausgedacht, dass die schnelle Orientierung so einfach wie möglich machen soll. Über Rückmeldungen hierzu würden wir uns freuen:

Ab Mai soll in den geraden Kalenderwochen Gottesdienst in Johannisthal gefeiert werden, in ungeraden Kalenderwochen in Baumschulenweg. Die regionalen Veranstaltungen fügen sich wie gewohnt dazwischen. Selbstverständlich werden wir Heiligabend wie traditionell an beiden Orten drei Christvespern feiern. Auch die Wahl der Gemeindekirchenräte am 3. November soll an beiden Orten jeweils mit Gottesdiensten eingeläutet werden.

Die Buslinien zwischen beiden Orten machen eine Fahrt von einem Ortsteil zum anderen gut möglich – das haben die Erfahrungen aus dem letzten Jahr gezeigt. Sollte es dennoch für Einzelne schwierig sein, zum Gottesdienst zu kommen, so kann das Gespräch im Anschluss an die Gottesdienste ein guter Ort sein, um sich über die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften auszutauschen.

Testphase: Das bedeutet, dass wir Ihre Meinung zu diesem neuen Modell gottesdienstlichen Lebens erfahren möchten. Dafür ist es aber, davon sind wir überzeugt, notwendig, dasselbe über einen längeren Zeitraum auszuprobieren. Wir müssen zunächst in unterschiedlichen (Kirchen-)Jahreszeiten, zu verschiedenen Anlässen und in einer gewissen Routine dieses Modell getestet haben, ehe wir es sachgerecht auswerten können. Wir geben uns also die Zeit bis zum kommenden Osterfest. Am Ende dieser Phase ist Ihre Meinung gefragt. Erst danach wird entschieden, ob wir bei diesem Modell bleiben oder nicht.

Ich hoffe, unser Versuch, die Sonntage zu entschleunigen und mehr Gemeinschaft zu erfahren, findet bei Ihnen Sympathie. Ich freue mich auf zahlreiche gesegnete Begegnungen und auf die Zeit mit Ihnen!

Im Namen der beiden Gemeindekirchenräte,

Julika Wilcke