Begegnungscafé am 19. April 2024

Begegnungs-Café. Nachbarschaftlicher Treffpunkt für Menschen verschiedener Kulturen. Ev. Kirche Johannisthal - Sterndamm 92, 12487 Berlin. Jeden 1. und 3. Freitag im Monat, 15-19 Uhr. Kultureller Austausch, Deutsch lernen, Miteinander spielen. Kostenfrei / Сусідське місце зустрічі людей різних культур. Кожної 1-ї та 3-ї п'ятниці місяця, 15:00-19:00. Культурний обмін, вивчення німецької мови, спільні ігри. Безкоштовно

Wir begrüßen unsere großen und kleinen Gäste wieder im Gemeinderaum zum gemütlichen Beisammensein, Spielen, Basteln und Plaudern. Wir decken die Tafel mit süßen und herzhaften Speisen und immer wieder gibt es auch kulinarische Überraschungen von unseren Gästen.

Herzliche Grüße
Johanna und Karola aus dem Café-Team.

Die nächsten Termine:

19. April 2024
3. Mai 2024
24. Mai 2024

Ich lade Sie herzlich zu den nächsten Garteneinsätzen auf
dem Gelände der Kirche Johannisthal ein:

Samstag, der 20. April
Samstag, der 11. Mai
Samstag, der 15. Juni

immer Samstags, immer von 9 – 13 Uhr

Ich freue mich auf viele helfende Hände!
Ein gemeinsames Frühstück wird uns an Leib und Seele stärken.

Maik Heinold

Faire Gemeinde Johannisthal?!

Ein Wegweiser aus dem Klimateam

Unsere christlichen Werte sind:
Bewahrung der Schöpfung und ihrer Vielfalt, Sorge um uns selbst und unsere Nächsten sowie die zukünftigen Generationen. Verantwortung übernehmen für unser Handeln in seiner ganzen Konsequenz.

Angesichts der menschengemachten Klimakrise und vieler weiterer Konflikte in Politik und Gesellschaft, die unser aller Lebensgrundlagen auf der Erde massiv bedrohen und die gewohnten Lebensbedingungen aus dem Gleichgewicht bringen, suchen Menschen
weltweit nach möglichen Lösungen und neuen Ideen.

Schauen wir doch einmal auf unseren Einflussbereich als Gemeinde und prüfen unser Handeln auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. Als wir uns im Klimateam damit konkret beschäftigt haben, sind wir auf das Siegel “Faire Gemeinde” gestoßen. Entwickelt von der EKBO, dem Erzbistum Berlin und dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg zeichnet es Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen aus, die sich durch ihr Handeln und eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit einsetzen.

In vier Bereichen sollen konkrete Maßnahmen umgesetzt werden:

  1. Bewusst konsumieren
  2. Nachhaltig wirtschaften;
  3. Global denken und handeln;
  4. Sozial handeln.

Nach Erstellung einer Übersicht fiel schnell auf, dass wir in drei Kategorien bereits die notwendige Anzahl an Maßnahmen erfüllen und darüber hinaus sogar noch weitere Ideen haben, die uns umsetzbar erscheinen.

Das hat uns selbst überrascht – wir sind also schon auf einem guten Weg! Vor allem im Einkaufsverhalten der Gemeinde können und wollen wir nachhaltiger werden, sowohl in Bezug auf Lebensmittel als auch bei anderen Gebrauchsgegenständen und Verbrauchsmaterialien. Nachhaltiger werden bedeutet: Wir wollen darauf achten, dass Herstellung, Transport, Verwendung und Entsorgung so wenig wie möglich neue Ressourcen verbrauchen und umweltschonend hergestellt werden. Für die Gemeinde angeschaffte Ausstattung soll langlebig und reparierbar sein, oder gänzlich wieder verwendet werden können. Und das alles auch sozial gerecht: Wenn wir Dinge verwenden, wollen wir sicher sein können, dass an keiner Stelle Menschen ausgebeutet oder unzureichend für ihre Arbeit bezahlt werden.

Beispiel Lebensmittel:

Hier gibt es bereits verlässliche Orientierungsmöglichkeiten: Das Fairtrade Siegel kennzeichnet Waren, bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. (www.fairetradedeutschland.de)

▷ Produkte wie Kaffee, Tee, Säfte und Schokolade (Kekse) wollen wir aus fairem Handel beziehen und dafür insbesondere auch die Nähe zum Weltladen in Baumschulenweg nutzen.

Vorzugsweise Bio: Intensive Bodennutzung und Pestizideinsatz in der konventionellen Landwirtschaft belasten die Umwelt und das Klima. Für die allermeisten Lebensmittel gibt es inzwischen ökologisch erzeugte Alternativen gut verfügbar im Supermarkt oder beim regionalen Erzeuger. Zum Beispiel Traubensaft aus biologischer Herstellung fürs Abendmahl: Das schont die Böden und die Umwelt und ist letztlich gesünder für die Menschen bei der Herstellung und die Verbraucher:innen.

▷ Wir wollen regionale Produkte, möglichst in Bioqualität, auf jeden Fall ohne Genmanipulation und kein Fleisch aus industrieller Massentierhaltung verwenden.

Beispiel Herstellung:

Im Gegensatz zu Frischfaserpapier benötigt recyceltes Altpapier kein neues Holz, hat einen geringeren Wasser- und Energiebedarf bei der Herstellung und verzichtet auf den Einsatz chemischer Stoffe wie Chlor. Es ist also nachhaltiger und genauso gut im Einsatz wie das „neue“ Papier. Es kann in verschiedenen Helligkeitsgraden bestellt werden und wenn es doppelseitig bedruckt wird, reduziert sich der Verbrauch automatisch.

▷ Wir wollen zukünftig recyceltes Druckerpapier, Toilettenpapier, recycelte Umschläge und Abtrockentücher u. ä. einkaufen und sparsamer verwenden.

Beispiel Verpackung:

Das Denken in Kreisläufen, wie die Natur es uns vormacht, sollte unser Ziel sein. Was wir herstellen, muss irgendwann auch wieder vergehen können oder eine neue Verwendung bekommen. Einweg-Getränkeverpackungen sind mit klimabewusstem Handeln eigentlich nicht zu vereinbaren. Ist das Getränk alle, wandert die Verpackung meist direkt in den Müll – und mit ihr wertvolle Rohstoffe. Recycelt wird leider nur ein Teil davon, im Falle von Getränkekartons sogar nur knapp über 30 Prozent.

Gut, dass es Alternativen gibt! Mehrwegflaschen aus Glas werden bis zu 50 Mal wieder befüllt und sparen bis zu 50 Prozent CO2 im Vergleich zu Einwegverpackungen. Sie werden überwiegend regional über kurze Transportstrecken vertrieben, da viele Hersteller und Abfüller gemeinsam einheitliche Flaschen und Kästen nutzen. Im Vergleich zur ständigen Neuherstellung von Einwegverpackungen spart das eine erhebliche Menge an Ressourcen, Energie und Treibhausgasemissionen ein.

▷ Wir wollen zukünftig unseren Traubensaft für das Abendmahl und auch Wasser und Säfte in Mehrwegflaschen beziehen.

Beispiel Reinigungsmittel:

Die Verwendung von nachhaltigeren Reinigungsmitteln, die beispielsweise mit dem Blauen Engel zertifiziert sind, vermeidet weitgehend umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe, fördert den nachhaltigen Anbau nachwachsender Rohstoffe und reduziert den Verpackungsabfall. Weitere Siegel für umweltfreundlichere Produkte sind das EU Ecolabel und das Ecocert-Siegel. Für die Benutzung gilt auch hier: sparsam dosieren und zusätzlich auf mechanische Reinigung durch Schrubben und Einweichen setzen.

▷ Wir wollen möglichst umweltfreundliche Reinigungs- und Waschmittel verwenden.

Die Gesamt-Übersicht aller Maßnahmen, die wir uns vorstellen können, nach und nach in der Gemeinde zu etablieren, finden Sie auf der Klimatafel in der Kirche. Wir freuen uns auf Ihre Meinungen, Anregungen und Nachfragen. Auch wir entdecken immer wieder Punkte, an denen wir diskutieren, welche Variante nun wirklich nachhaltiger ist. Nicht immer ist das so einfach zu entscheiden. Aber genau dieses Dranbleiben und Prüfen, darauf kommt es an: miteinander austauschen, Informationen sammeln und auch das Hinterfragen sind unsere Anliegen.

Was ist realisierbar und was erweist sich in der Praxis als schwierig? Auf Ihr Mitwirken und Ihre Erfahrungen kommt es an. Sprechen Sie uns gerne an oder kommen Sie zu einem unserer Treffen.

Die Termine hängen an der Tafel aus und sind auch im Churchdesk-Kalender zu finden. Wir überlegen derzeit, was auf dem Weg zur Fairen Gemeinde hilfreich wäre.

Vielleicht kleine Merkzettel oder Übersichtslisten? Haben Sie Vorschläge oder Ideen? Außerdem wollen wir versuchen, alle betreffenden Kreise und Menschen in der Gemeinde direkt anzusprechen. Da liegt noch etwas Arbeit vor uns. Ganz formal braucht es einen Beschluss des GKR und eine*n Fairnessbeauftragte*n, die*der alle zwei Jahre einen Bericht schreibt.

Und vor allem brauchen wir Ihre Mitarbeit. Wir können nur Vorschläge erarbeiten. Umsetzen müssen wir diese Maßnahmen als Gemeinde zusammen. Das kann etwas dauern und wird Routinen aufbrechen und vielleicht an der einen oder anderen Stelle Überwindung oder Umwege bedeuten.

Aber wie heißt es so schön: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Die Erfahrung zeigt, dass irgendwann neue Routinen entstehen und dann läuft es wie von selbst. Und am Ende ist es ein großer Gewinn, nicht nur für unsere Gemeinde, sondern weit darüber hinaus.

Auch wenn es sich oft nicht so anfühlt, ist es doch so, dass einzelne persönliche Entscheidungen eine globale Wirkung entfalten können. Es macht in der Summe einen Unterschied, ob Sie Ihr Geld in den fairen Handel geben oder nicht. Und einen noch größeren Unterschied macht es, wenn eine große christliche Gemeinschaft ihr Geld bewusst auf diesen nachhaltigen, ökofairen Weg schickt.

Wenn wir das Siegel „Faire Gemeinde“ erhalten, kann das eine Auszeichnung sein für die neu etablierten Maßnahmen, Ansporn für uns, noch besser zu werden und uns auch immer wieder zu überprüfen, um nicht in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Und es hilft uns bei der Sichtbarkeit für unser Ansinnen nach außen.

Wir sind überzeugt davon, dass es sich auf vielen Ebenen lohnt, „Faire Gemeinde“ zu werden.

Herzliche Grüße vom Klimateam
Anne Kilgus, Jeannette Hoffmann und Johanna Werner

Literaturempfehlungen:

Unsere Welt neu denken.
Maja Göpel

All you need is less.
Manfred Folker, Niko Paech

Das ökohumanistische Manifest.
Pierre L. Ibisch, Jörg Sommer

Leihen Sie die Bücher bei Interesse doch gerne in der Bibliothek aus.

Bericht aus dem GKR Johannisthal

Liebe Gemeinde,

viele von Ihnen haben wir im Februar bei unserer diesjährigen Gemeindeversammlung begrüßen und über aktuelle Themen informieren dürfen. Wir sind für Ihr Interesse, die rege Teilnahme und allen Mitwirkenden für ihre Vorund Nachbereitungen sehr dankbar. Wir konnten einen Einblick in den Haushalt und die Finanzen der Gemeinde sowie die anstehenden baulichen Projekte ermöglichen, viele Fragen beantworten und Ihren Anregungen und Ansichten zu gemeindlichen Themen Raum geben. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Themen noch einmal für Sie zusammen:

Der Erbbaurechtsvertrag, dessen Erstellung in den vergangenen Monaten insbesondere von unserem GKR-Vorsitzenden und unserem Anwalt in unzähligen Verhandlungsrunden unfassbar viel Zeit und Mühe abverlangt hat, ist am 26. Januar 2024 notariell beurkundet worden und befindet sich nun im Vollzug. Im Ergebnis geben wir einen Teil unseres Grundstückes zur baulichen Nutzung an unsere Vertragspartnerin – die Sterndamm GmbH – frei, die auf der Teilfläche ein Wohngebäude für Auszubildende und ein Wohnhaus für Familien bauen möchte. Die Teilfläche verbleibt hierbei weiterhin im Eigentum der Kirchengemeinde. Im Gegenzug erhalten wir einen inflationsgesicherten jährlichen Erbbauzins, der die finanzielle Situation unserer Gemeinde nachhaltig stabilisieren wird.

Als unmittelbare Folge konnten wir bereits erreichen, dass unsere Pfarrstelle ab 01.04.2024 langfristig mit einem Stellenumfang von 75% besetzt werden kann. Damit können wir Juliane Bach schon kurzfristig eine dem Arbeitsaufwand angemessene Stellenerhöhung ermöglichen. Wir hoffen, mit ihr auch zukünftig – über die Entsendungszeit hinaus – gemeinsam unsere Gemeinde leiten und gestalten zu können.

Nach etwa zwei Jahren Verhandlung ist nun der Vertrag beurkundet und wurde inzwischen auch vom Konsistorium der EKBO kirchenaufsichtsrechtlich genehmigt. Zudem liegt bereits ein positiver Bauvorbescheid vor und es gibt hinsichtlich stadtplanerischer und denkmalschutzrechtlicher Kriterien keine Bedenken. Dies ist ein wahrer Meilenstein im gesamten Prozess und für uns mit einiger Freude und Erleichterung verbunden. Deshalb möchten wir Sie als Gemeinde, die Sterndamm GmbH als Vertragspartnerin sowie Vertreter:innen aus dem Kirchenkreis als am Prozess maßgeblich Beteiligte zu einem gemeinsamen GetTogether einladen und damit einmal zusammenbringen. Merken Sie sich dafür gerne den 17. Mai ab 16 Uhr vor. Wir möchten in diesem Rahmen ein Zusammentreffen aller Beteiligten ermöglichen, Raum für Fragen und Anregungen zum weiteren Projektverlauf bieten und diesen Zwischenschritt sowie das damit verbundene Engagement vieler Mitwirkender angemessen würdigen.

Richtig los geht es im April mit der Sanierung unserer Villa. Nachdem noch im Winter ein Wasserschaden der Elektrik des Gebäudes „den Rest“ gegeben hatte, werden nun bald die konkreten Arbeiten beginnen. Wir sind sehr froh, die Kosten für dieses Projekt aus unseren eigenen Mitteln decken zu können. Die Gemeinde greift hierfür auf ihre Rücklagen und einen kleinen Teil des allgemeinen Kirchenvermögens zu. Ein Teil der Finanzierung erfolgt durch interne Beleihung. Das Finanzierungskonzept ist vom Kirchlichen Verwaltungsamt genehmigt und als tragfähig akzeptiert worden. Mit der Fertigstellung ist gegen Ende 2024 zu rechnen. Die Vermietung der denkmalgerechten Gesamtwohneinheit soll dann ab 2025 erfolgen.

Für die Arbeit mit Kindern und Familien gibt es Stand Mitte März leider noch keine Bewerbung, was uns wirklich Kopfzerbrechen bereitet. Nachdem Mandy Endter zum Anfang des Jahres ihre neue Aufgabe in der Arbeit mit Jugendlichen im Kirchenkreis angetreten hat, fehlt uns hier eine verlässliche Perspektive. Die offene Stelle – 50 % für die Arbeit mit Kindern und Familien in Johannisthal und Niederschöneweide (unbefristet) – wurde Anfang Dezember 2023 vom Kirchenkreis ausgeschrieben. Leider hat sich bis heute noch niemand darauf beworben. Glücklicherweise konnte Jessica Lüdecke, Studentin der Sozialen Arbeit, vorerst als Vertretung gewonnen werden und führt die Kindergruppen seitdem weiter. Dafür an dieser Stelle unser herzlichster Dank im Namen der kleinen Gemeindemitglieder! Aber auch diese Übergangsvariante endet schon bald. Wenn Sie also Menschen kennen, die diese schöne Aufgabe übernehmen möchten oder Sie unsere Stellenausschreibung verbreiten können, tun Sie das gerne!

An anderer „Stelle“ hat uns Karin Hartmann nun schon seit über einem halben Jahr aus der Not geholfen und die Arbeit im Gemeindebüro in Vertretung für Patrick Otto übernommen. Unser ganz besonderer Dank gilt Frau Hartmann für ihr andauerndes, zuverlässiges – und zu unserer Erleichterung wiederholt verlängertes – Engagement im Gemeindebüro!

Schließlich möchten wir Ihnen den gesonderten Beitrag des Klimateams zum Projekt „Faire Gemeinde“ ans Herz legen. Wir wollen als Gemeinde nachhaltiger werden und uns daher auch mit diesem Vorhaben in nächster Zeit eingehender befassen.

Genießen Sie die helle und blühende Frühlingszeit und die ersten warmen Tage draußen in Gottes Garten und bleiben Sie behütet!

Herzlich grüßt Sie aus dem GKR
Johanna Werner