Archiv der Kategorie: Andacht

Macht hoch die Tür!

Der Advent beginnt und mit ihm stellt sich die gedämpft-besinnliche Zeit des Jahres ein. Bald folgt Weihnachten und das Jahr neigt sich dem Ende. Die Jahreslosung diesen Jahres begann ebenfalls mit dem symbolischen Türenöffnen:

“Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen”

heißt es. Somit schlagen wir nun zum Ende des Jahres einen Bogen, wenn wir einstimmen und singen:

“Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
es kommt der Herr der Herrlichkeit…”

Es ist das erste Lied im Evangelischen Gesangbuch, das Tor zu den Liedern des Gesangbuchs, der Türöffner zum Advent. Dieses Lied – es besingt eine Sehnsucht im Advent.

Es möge sich etwas öffnen! Türen, bisher verschlossen, öffnen sich und geben den Blick frei auf etwas Wunderschönes, auf Heil und Leben – mitten im Unheil dieser Welt. Türen öffnen sich. Die Kinder spielen das im Advent nach. Tag für Tag öffnen sie ein Türchen am Adventskalender. So üben sie das Warten ein. Advent ist eine Wartezeit.

„Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
Sein Königskron ist Heiligkeit,
Sein Zepter ist Barmherzigkeit.“

Der König, dem hier Tor und Tür geöffnet werden, ist ein Anti-König. Mit den Herrschern dieser Welt hat er wenig gemeinsam. Er ist ein gerechter Anti-König. Gerechtigkeit ist ein Name Gottes. Und eine biblische Kampfansage bis in die Gegenwart. Die Mächtigen auf Erden brauchen keine Gerechtigkeit. Gerechtigkeit brauchen die, die für einen Dollar am Tag arbeiten. Gerechtigkeit brauchen die Hungernden. Und die Flüchtenden.

Der Anti-König ist ein Helfer, ein Heiland. Er will, dass die Menschen Hilfe erfahren, die sie brauchen. Und dass der Mensch dem Menschen ein Helfer, eine Helferin ist, sodass kein Mensch sich allein und hilflos im Dunkel der Welt herumschlagen muss.

Normalerweise fahren Könige in prächtigen Kutschen. Dieser hier fährt auf Sanftmütigkeit. Auf Gewaltlosigkeit. Auf das Schweigen der Waffen. Gedichtet von Pfarrer Georg Weissel mitten im 30-jährigen Krieg spricht das Lied hinein in die Not der Welt, damals wie heute, und bittet voll Sehnsucht:

„All unsere Not zum End´ er bringt.“

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
Eu’r Herz zum Tempel zubereit‘.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
Steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
So kommt der König auch zu euch,
Ja, Heil und Leben mit zugleich.“

Die Zweiglein der Gottseligkeit aufstecken und sich anrühren lassen, das Herz (immer wieder) öffnen. Die Entstehung des Liedes führt zurück zu einem reichen Kaufmann. Dieser hat, um das Leid von sich fern zu halten, den angrenzenden Weg zum Armenhaus aufgekauft und abgesperrt. Der tägliche Anblick der Armen und Bedürftigen blieb ihm somit erspart. Das Klagen der Ausgegrenzten drang vor bis zu Pfarrer Georg Weissel. Er dichtete dieses Lied und sang mit dem Chor zu Weihnachten vor dem Haus des Kaufmanns gemeinsam “Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!”. Der Legende nach rührte es ihn so an, dass der Kaufmann die Pforten wieder öffnete.

Vielleicht brauchen wir die Lieder, die Zweiglein der Gottseligkeit in Form von Kerzen und Adventskranz und Menschen, die Türen öffnen – auch für uns – damit wir unser Herz auch immer wieder öffnen. Die letzte Strophe mündet im dankbaren Gebet und öffnet die Tür auch für das kommende Jahr:

„Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
Meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
Dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
Den Weg zur ew´gen Seligkeit.“

Ihre Pfarrerin Juliane Bach

Erntedank

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Höhepunkt, auch in diesem Herbst, wird das Erntedankfest in unseren beiden Gemeinden sein. Es ist der Tag, an dem wir Gott ganz bewusst danken wollen; dafür, dass wir genug zum Leben haben; dafür, dass es den meisten von uns gut geht – ja, im Vergleich zu vielen Menschen in anderen Teilen unserer Welt sogar sehr gut. Es gibt eine kleine biblische Geschichte, die von ihrer Botschaft her gut zum Erntedankfest passt. Sie handelt von einem reichen Kornbauern:

Und Jesus erzählte ihnen ein Gleichnis: »Ein reicher Kornbauer hatte eine besonders gute Ernte gehabt. Was soll ich jetzt tun, überlegte er, Ich weiß gar nicht, wo ich das alles unterbringen soll! Ich hab’s, sagte er, ich reiße meine Scheunen ab und baue größere! Dann kann ich das ganze Getreide und alle meine Vorräte dort unterbringen und kann zu mir selbst sagen: Gut gemacht! Jetzt bist du auf viele Jahre versorgt. Gönne dir Ruhe, iss und trink nach Herzenslust und genieße das Leben! Aber Gott sagte zu ihm: Du Narr, noch in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern! Für wen wird dann das alles sein?«
Lukas 12, 16-20

Der Kornbauer war wirklich gut im Geschäft, seine Lagerhallen reichten nicht mehr aus. Darum bewegten ihn große Pläne – für ein gutes Leben und eine sichere Zukunft – richtiger: für sein gutes Leben, für seine sichere Zukunft. Doch Gott selbst sagt ihm mitten in seine Überlegungen hinein: „Noch in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Für wen wird dann dies alles sein?

Ich habe mich gefragt: Warum lässt Jesus den liebenden Gott hier so hart auf diesen Mann reagieren?! Was hatte der Kornbauer denn falsch gemacht? Seine Felder waren fruchtbar und die Ernte war entsprechend gut. Es gab jede Menge Getreide und andere Feldfrüchte, mehr als jemals zuvor. Kein Wunder, dass die alten Speicherplätze nicht mehr ausreichten. Es war die einzig richtige Lösung, größere Hallen zu bauen, um den Ertrag zu sichern. Jeder hätte doch so gehandelt, oder nicht? Und was spricht dagegen, dass man sich Vorräte anlegt und für schlechtere Zeiten vorsorgt? Das zeugt doch von Weitsicht. Und was ist dabei, dass dieser Mann sich zur Ruhe setzen will, wo er doch nun versorgt ist. Und dass er das Leben dann in vollen Zügen genießen will? Das wünschen wir uns doch alle für unsere Rentenzeit. Was hatte er in Gottes Augen also falsch gemacht?

Ich glaube nicht, dass es Jesus in dieser kleinen Geschichte um das ging, was der Mann getan hatte bzw. tun wollte. Ich denke, es ging Jesus eher darum, was der Kornbauer nicht tat. Was hätte er mit seinen riesigen Vorräten nicht alles Gutes bewirken können! Er hätte den Bedürftigen von seinem Reichtum abgeben können, er hätte anderen Bauern, deren Ernten schlechter waren, helfen können. Er hätte seine Preise beim Verkauf senken können – den Mitarbeitern mehr Lohn zahlen, und Vieles mehr. Aber an so etwas dachte der Kornbauer nicht. Ihm ging es ausschließlich um sich selbst. „Hauptsache, mir geht es gut„.

Doch: Wenn Gott uns mit Gütern und Gaben beschenkt, dann möchte er, dass wir dankbar und verantwortlich damit umgehen. Dann können wir natürlich unser eigenes Leben damit gestalten, daran ist nichts Verwerfliches. Doch gleichermaßen ist das „Du bist gesegnet, und sollst für andere ein Segen sein“ ein hohes göttliches Gebot.

Der reiche Kornbauer hatte dieses Gebot und auch die Dankbarkeit für sein eigenes Gesegnet-Sein vergessen. Dankbarkeit dafür, dass Gott ihm optimale Bedingungen geschenkt hatte – und seine Erträge deshalb so hoch waren. Dankbarkeit dafür, dass er Mitarbeiter hatte, die ihre ganze Kraft gaben, um die Ernte einzubringen. Er teilte nicht, auch nicht mit denen, die durch ihrer Hände Arbeit die Grundlage für sein Leben in Wohlstand erst geschaffen hatten; er sorgte sich nicht um sie – er sorgte sich ausschließlich um sich selbst. Das hatte er in Gottes Augen falsch gemacht – er hatte nicht nur den Geber aller Gaben, sondern auch seinen Nächsten völlig aus dem Blick verloren. Um ihm das zu verdeutlichen, zeigt Gott ihm ziemlich drastisch die Grenze seiner Möglichkeiten auf. „Noch in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Für wen wird dann das alles (in deinen Scheunen) sein?

Liebe LeserInnen, der Erntedanktag ist auch heute noch, oder gerade auch heute, ein Tag, an dem wir Gläubigen daran denken sollen, wie sehr Gott uns in unserem Leben bis hierher gesegnet und bewahrt hat, wie viel er uns geschenkt hat – uns persönlich und uns als Gemeinden. Lassen Sie uns gerade in diesem Jahr voller schlechter Nachrichten ganz bewusst gemeinsam unsere Gaben auf den Altar unseres Herrn legen – und nicht in der Scheune bunkern. Und lassen Sie uns das Mitgebrachte mit allen anderen teilen, so wie Gott es sich wünscht. Dann wird es ganz sicher ein großes, buntes – und vor allem ein gesegnetes Fest!

Ihre Pfarrerin Ute Pfeiffer

Angedacht

Jubeln sollen die Bäume des Waldes vor dem HERRN,
denn er kommt, um die Erde zu richten.

1. Chronik 16,33

Nach wie vor werden die Nachrichten in diesen Tagen und Wochen vom Krieg in der Ukraine und seinen Folgen beherrscht. Daneben gehen die Klimanachrichten fast unter: trockene Flüsse, Gletscherabbrüche, auf der anderen Seite der Erdkugel wieder Überschwemmungen, Stürme, Fluten – die Welt aus den Fugen. In unserer Nachbarschaft Waldbrände und vertrocknende Pflanzen. Bäume haben unter
den von uns verursachten Bedingungen nichts zu lachen.

Der Jubel der Bäume im Monatsspruch für August hört sich bedrohlich an: Die Bäume jubeln schadenfroh angesichts des Gerichtes Gottes über die Erde, über uns Menschen. Da könnten wir angesichts der Bilder aus Norditalien oder Ostaustralien tiefsinnig werden. Der Monatsvers aus dem 1. Chronikbuch begegnet uns in einem Gebet: Das Dank- und Jubelgebet anlässlich der Aufstellung der Bundeslade in Jerusalem, das gerade zur Hauptstadt gemacht worden war. In der Mitte der Gemeinde steht die Lade als Zeichen der Gegenwart Gottes. Wenn Gott in die Mitte kommt, in unserer Mitte seinen Platz einnimmt, sortiert sich alles neu, wird alles neu ausgerichtet.

Es geht beim Gericht Gottes nicht vorrangig um Beurteilung und damit um drohende Verurteilung. Der Sinn dieses Gerichtes ist ein Gerade-Richten, Zurechtbringen all dessen, was bisher schiefläuft. Es wird die Erde, die Lebenswelt von uns Menschen sozusagen neu verfugt, neu bewohnbar gemacht.

Keine Frage: Auch heute, 3000 Jahre nach David in Jerusalem und der Bundeslade als neuem Mittelpunkt ist solch eine Neuausrichtung nötiger als damals, so scheint es. Wir sind uns inzwischen weithin einig, dass viel, sehr viel getan werden muss, damit die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen wenigstens gestoppt wird, von Wiederherstellung noch gar nicht zu reden. Aber es muss um jeden einzelnen kleinen Schritt gerungen werden. Der Ukraine-Krieg macht es einerseits noch dringlicher, auf die sogenannten erneuerbaren Energien umzustellen, andererseits werden in der Not auch wieder Schritte zurück erwogen: doch wieder mehr Kohleverbrennung oder gar Atomkraftwerksverlängerungen als Notmaßnahmen. Für Bäume und ihre Belange ein Trauerspiel, und die können nicht einmal auswandern.

An Umweltschutz hat David in dem von ihm angeordneten Lobpreis sicher nicht gedacht. Das Bild ist erst einmal nur eine Übertreibung: der Jubel über Gottes Gegenwart unter Menschen schwappt über in eine Sphäre, aus der eigentlich keine sichtbare Reaktion zu erwarten ist. Dass selbst die unbeweglichen Bäume jubeln, zeigt nur, wie die Gottesfreude um sich greift. Wenn selbst die Bäume jubeln, muss die Begeisterung derer, denen Mund und Stimme gegeben sind, ja noch viel größer sein und überschwappen.

Für uns aber heißt das alte Gebet: Das Leben der Bäume ist Maßstab für unsere Haushaltung. Es geht nicht um ein paar Reparaturen an unserem Ökosystem, sondern um ein dauerhaft tragfähiges Gleichgewicht von Verbrauch und Wiedergewinnung. Man sollte es nicht denken, aber auch dafür sind wir als Gottesgemeinde da: einen Beitrag dazu zu leisten, dazu zu ermuntern, hier zu warnen. Damit wir unserem ursprünglichen Auftrage gerecht werden: nicht die Erde zu beherrschen und auszubeuten, sondern die gesunderhaltenden Mechanismen der Natur zu beherrschen und als Gärtnerinnen den „Garten Eden“, das Paradies, die Erde, wie sie ursprünglich von Gott gemeint war, zu bewahren. Gärten sind ja nicht für Wildwuchs da und den Kampf jeder Pflanze gegen jede andere um Lebensraum, sondern Gärten sind Gärten erst durch die Gärtner, durch uns, die ordnend eingreifen.

Der Jubel der Bäume des Waldes ist übrigens sattes Grün, nicht ohrenbetäubend, sondern rauschend oder nur sanft säuselnd. Wir wünschen Ihnen in diesem Sommer viel Grün und Sonnenstrahlen an fröhlichen Tagen,

Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Angedacht

Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen,
der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein…

Liebe Leserin, lieber Leser,

in einigen Tagen feiern wir Pfingsten, das dritte große Fest im Kirchenjahr. Wie schon Weihnachten und Ostern zuvor, liegt auch dem Pfingsttag eine spektakuläre Geschichte der Bibel zugrunde. Sie erinnern sich?! Die Jünger und Jüngerinnen waren alle in Jerusalem versammelt, so wie Jesus es ihnen vor seiner Himmelfahrt aufgetragen hatte. Plötzlich kam ein gewaltiger Wind auf und erfüllte das Haus, in dem sie sich aufhielten. Zungen, die wie Feuer aussahen, kamen vom Himmel herab und setzten sich auf jeden von ihnen. Und auf einmal waren sie in der Lage, das Evangelium in den verschiedensten Sprachen zu predigen, so dass alle, die sich in der Stadt aufhielten, sie
ohne Mühe verstehen konnten. Gott hatte seinen Heiligen Geist vom Himmel gesandt – und das erste – was er auf dieser Erde bewirkte, war Verständigung. Die Menschen hörten auf einmal ihre Muttersprache; und sie blieben stehen; wurden aufmerksam; fühlten sich angesprochen. Doch wie war das möglich, dass diese einfachen Männer aus Galiläa so reden konnten? Jedem war klar, dass hier etwas Besonderes, etwas Höheres geschah, dass Gott selbst hier ein Wunder gewirkt haben muss. Schon allein deswegen hörten sie der Predigt der Jünger noch aufmerksamer zu – und erfuhren von einem Gott der Liebe, der seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns Menschen ganz nahe zu kommen. Der uns durch Christus zeigen wollte, wie eine Welt Wirklichkeit werden kann, die dem Willen Gottes entspricht; eine Welt, in der mehr und mehr Verständigung unter den Völkern möglich ist; eine Welt des Friedens und der Barmherzigkeit.

Bei vielen, die den Jüngern an jenem Pfingsttag zuhörten, fiel diese Botschaft auf fruchtbaren Boden – und sie begannen, an diesen Gott der Christen zu glauben. Sie schlossen sich den Jüngern an und bildeten mit ihnen zusammen
die allererste christliche Gemeinde. Deshalb sehen viele Gläubige im Pfingsttag auch die Geburtsstunde der Kirche. Mag sein, oder auch nicht. Vor allem aber ist Pfingsten der Tag, an dem wir das Kommen des Heiligen Geistes feiern und durch sein Da-Sein das Bleiben
Gottes in der Welt. Der Geist Gottes gibt uns die Kraft, auch heute noch dem Vorbild Jesu zu folgen. Aufeinander zuzugehen, einander zu vergeben. Er hilft uns, neue Wege zur Einheit zu finden – und umzusetzen. Und er gibt uns den Mut, auf Gottes Zusagen zu vertrauen und im Glauben weiterzugehen, auch wenn so vieles in dieser Welt noch im Argen liegt.

Am Pfingsttag in Jerusalem berührte der Himmel einmal mehr die Erde. Und wieder veränderte diese Berührung die Welt. Zuerst nur die begrenzte Welt der Gläubigen in Judäa, ihr Handeln und ihr Reden. Doch dann, nach und nach, auch die Welt anderer Völker. Denn das Evangelium verbreitet sich bis heute immer weiter. Begonnen hatte alles mit einer kleinen Gruppe JüngerInnen, die bereit waren, Zeugen Jesu zu sein; die den Mut hatten, das, was sie mit ihm erlebt und erfahren hatten, anderen zu erzählen, selbst auf die Gefahr hin, wegen ihrer Worte verlacht, verprügelt – oder sogar getötet zu werden. Ihren Glauben schöpften sie dabei aus ihrer Erfahrung – ihren Mut aber schöpften sie aus der Kraft Gottes, die in ihnen war. Begonnen hatte alles aber auch mit einer Gruppe Menschen, die aus aller Herren Länder kamen, die dann am Pfingsttag eine Predigt in ihrer eigenen Sprache hörten – und sich daraufhin aufmachten, ihren Völkern von diesem Gott zu erzählen. Begonnen hatte alles vor allem mit unserem treuen Gott, der uns Menschen nach der Himmelfahrt Jesu nicht allein ließ. Er schenkte uns seinen Geist – und erfüllte damit seine Zusage, dass er uns nicht verlassen wird, sondern immer bei uns bleibt, bis ans Ende aller Zeiten. Darauf können wir fest vertrauen!

Ich wünsche Ihnen einen segensreichen Frühsommer!

Pfarrerin Ute Pfeiffer

Frieden stiften

In New York am Sitz der Vereinten Nationen steht seit über 60 Jahren ein Muskelprotz, der mit einem erhobenen Hammer auf etwas einschlagen will, das – es ist dem oberen Teil dieses Etwas anzusehen – wohl mal ein Schwert gewesen ist, unten deutet sich schon die Wandlung zu einem Pflug an. Als Erklärung dient ein Bibelverweis: Micha 4.

Das New Yorker Denk- oder Mahnmal ist in den achtziger Jahren zum Symbol der Friedensbewegung geworden. Auf Vlies gedruckt, weil das als Textilveredelung galt und deshalb nicht genehmigungspflichtig war, diente der Muskelprotz als Lesezeichen und Aufnäher auf Oberbekleidungsstücken.

In der Bibel gibt es in anderem Zusammenhang, bezogen auf eine andere Lage, auch das Gegenteil: Die Aufforderung, aus Pflugscharen nun doch Schwerter zu machen.

In Micha 4 aber handelt es sich eben nicht um eine Aufforderung, sondern um ein Versprechen: Die von Gott ausgehenden Wegweisungen werden so überzeugend, klar und auch verlässlich sein, dass sich die Völker auf sie einlassen und daraufhin die Schwerter und Spieße überflüssig werden und einem sinnvolleren Zweck zugeführt werden können. Dafür ist dann der Schmied zuständig.

Der Schmied in New York war ein Geschenk der „Völker der Sowjetunion“, zu denen natürlich Russen und Russinnen, aber auch Ukrainer und Ukrainerinnen gehörten, an die Vereinten Nationen zu deren 10jährigem Jubiläum. Was ich sagen will: Wir erwarten diese überzeugende und Frieden ermöglichende Weisung von hier, von den Vereinten Nationen, die mit dem von allen akzeptierten Völkerrecht eine wichtige Grundlage für den Frieden setzen. Streitfragen und Keime des Unfriedens werden hier geklärt. Die zentrale und von allen akzeptierte „Weisung“ ist die Bedingung des Friedens.

Sicher ist in Micha 4 mehr gemeint als solch ein Völkerrecht und eine darüber wachende Institution. Die Vereinten Nationen sind auch bloß eine Verabredung, nicht göttliches Recht. Aber diese Verabredung ist ein irdischer Anfang, der nicht hoch genug
zu schätzen ist.

Neben dem hilflosen Entsetzen über all das menschliche Leid, das der Überfall auf die Ukraine ausgelöst hat, ist das das Erschreckendste: Es wird die gemeinsame Basis des Zusammenlebens auf unserem Planeten verlassen. Und nicht nur verlassen: Sie wird
zynisch verhöhnt und mit Füßen getreten.

Das ist eine jämmerliche Bankrotterklärung aller Menschlichkeit dort, wo man zu solchen Mitteln greift und sich über alles einfach hinwegsetzt.

Dass der Schmied sich an die Arbeit machen kann, ist wenn, dann die Folge einer Verständigung. Solch eine Verständigung zu befördern, wo es nur irgendwie geht, oder zumindest anzumahnen, ist in der Folge von Micha 4 unsere Aufgabe als Christen und als Kirche. Pazifismus ist eine Erfindung Jesu, der damit aber nicht einer Passivität das Wort redet, sondern Aktivität adelt:

Die, die „Frieden machen“ sind als Gottes Kinder glücklich zu preisen.

Es ist ein Treppenwitz der Kulturgeschichte, dass Luthers dafür erfundene Formulierung „friedfertig“ – da steckt eben „fertigen, machen“ im Wort – im heutigen Sprachgebrauch genau das meint, was er damals als Missverständnis auszuschließen versucht hat. Darum aber wird es gehen in den nächsten Wochen und Monaten und mit Ostern
sowieso: Wege zu suchen, hoffentlich zu finden, in jedem Fall anzumahnen, die zum Frieden führen.

Wahrscheinlich werden es erst einmal eher Trampelpfade sein, aber in kleinen Schritten wenigstens wollen wir zu einem so verlässlichen Frieden kommen, der es erlauben würde, aus Schwertern wieder Pflugscharen, aus Panzern Rasenmäher und aus Gewehren andere Haushalts- oder Gartengeräte zu machen, gern auch im Umfang von 100 Milliarden Euro.

Ich wünsche Ihnen allen viel Zuversicht, Mut und noch mehr Phantasie zum „Friedenstiften“, wo immer es geht. Und in jedem Fall – aber das ist eigentlich dasselbe: Fröhliche und gesegnete Ostern.

Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Angedacht

„Gott spricht: „Siehe, ich will Neues schaffen.
Jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht?“
Jesaja 43,19

Dieses Bibelwort aus dem Alten Testament formuliert eine wunderbare Zusage Gottes an die Menschen. Es sind kraftvolle und lebendige Worte, die uns hier überliefert sind, gesprochen von einem großen Propheten Gottes, vor über 2500 Jahren – und ursprünglich gerichtet an das Volk Israel. Sie sollten wissen, dass ihr Gott Neues schaffen will; ja, mehr noch, dass dieses Neue bereits „im Werden“ ist und aufwächst.

Als die Israeliten diese Worte seinerzeit hörten, müssen sie doch ihren Ohren kaum getraut haben. Denn was sie gerade erlebten, war alles andere als eine gedeihende und auf Zukunft ausgerichtete Zeit. Sie befanden sich weit weg von ihrer Heimat; lebten im Exil. Ca. 70 Jahre zuvor hatten die Babylonier ihr Land und ihre heilige Stadt Jerusalem zerstört. Die Israeliten selbst, vor allem die Ober- und Mittelschicht, hatte der feindliche König Nebukadnezar nach Babylon deportiert. Seitdem lebten sie entwurzelt in Babylon – und auch ohne Hoffnung, je wieder nach Hause zu können. Und jetzt spricht der Prophet nun im Namen Gottes solche Worte:

„Gott spricht:
Siehe ich will Neues schaffen!
Jetzt wächst es auf.
Erkennt ihr es denn nicht?“

Mancher Zuhörer wird sehr skeptisch gewesen sein, andere haben es sicher für Ironie gehalten. Die Freude jedenfalls, die eine solche Prophetie in den Herzen der Menschen auslösen sollte, ließ bei den Meisten erst einmal auf sich warten.

Sie wurde aber bald darauf umso lebendiger. Denn, so berichten die Geschichtsschreiber, die Babylonier verloren ihre Vorherrschaft in der Region. Die Perser waren nun die Mächtigen. Und der König der Perser war bereit, die Israeliten wieder heimkehren zu lassen. Es war geradezu ein Wunder. Manche Israeliten waren noch jung, sie waren erst im Exil zur Welt gekommen, daher kannten sie die alte Heimat nicht. Aber die Alten, die konnten es kaum fassen, denn sie hatten den Jüngeren all die Jahre von der Schönheit Jerusalems und dem herrlichen Land Israel erzählt. Und nun konnten sie heim. Viele Israeliten kehrten zurück. Sie krempelten die Ärmel hoch und bauten Jerusalem und ihr Land wieder auf. Sie setzten ihre ganze Kraft dafür ein, damit das verheißene „Neue Gottes“ immer mehr Gestalt annimmt. Und Gott selbst half ihnen dabei, vor allem durch viele liebende und stärkende Worte durch seine Propheten. Gott wollte Neues schaffen, damals, vor 2500 Jahren in Israel.

Aber Gott will auch heute Neues schaffen, denn er ändert sich nicht. Er lst derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Und sein Wort vergeht nicht, es ist heute genauso präsent und wirksam wie zur Zeit der Propheten. Auch heute noch gelten seine Zusagen an seine Geschöpfe, auch an uns. Denn noch heute liebt er die Menschen bedingungslos, ohne Ausnahme.

Und auch heute noch steht Gott zu seinem Maßstab: Freiheit statt Gefangenschaft, Aufbau statt Zerstörung, Leben-Schaffendes statt Leben-Vernichtendes – überall auf der Welt.

Doch schauen wir heute, am Anfang dieses Jahres 2022, auf die Realitäten, fällt auch nicht wenigen von uns sicher die Freude über diese Zusage Gottes

„Siehe, ich will Neues schaffen.“

schwer, wenn auch aus anderen Gründen als bei den Israeliten seinerzeit. Zahlreiche Krisenherde, Klimawandel, Covid, Inflation, das sind nur einige Beispiele. Und vor allem die Bedrohung der Existenz so vieler Menschen auf der Welt, die ihr Leben für ein besseres Morgen aufs Spiel setzen. Unzählige Kinder, die versuchen, sich allein durchzuschlagen, oder aber als Soldaten oder Gespielinnen missbraucht werden.
Es ist erdrückend. Und wir sitzen in Sicherheit und können für die Dramen der Welt eigentlich nur beten und / oder spenden.

Doch Gott spricht in diese, aus menschlicher Sicht unlösbaren Situationen, genauso hinein:

„Siehe, ich will Neues schaffen.
Jetzt wächst es auf,
erkennt ihr es denn nicht?“

An diesen Worten möchte ich trotz allem festhalten, darauf vertrauen, dass Gott zu seinem Wort steht, und dass er immer wieder Neues schafft, was wir oft nur nicht erkennen. Nehmen wir aber den Fall der Mauer. Ich hätte das nie für möglich gehalten. Doch es geschah. Durch das Handeln unzähliger Menschen, die die Ärmel hochgekrempelt haben, im wörtlichen und auch im übertragenen Sinn. Und mit der Hilfe Gottes Neues Wirklichkeit werden ließen, neue Wege der Freiheit.

„Siehe, ich will Neues schaffen.“ – Das sagt Gott auch uns als Gemeinden zu. Denn gerade wir Gläubigen sind doch gerufen, dieses „Neue Gottes“, das er schon in uns – und um uns herum – angelegt hat, mit unseren Händen und Füßen weiter aufzubauen – und ihm mehr Gestalt zu geben. Doch was ist dieses „Neue Gottes“ denn konkret für unsere beiden Gemeinden? Das weiß nur Gott selbst. Aber ich bin überzeugt, dass er es uns erkennen lässt, wenn wir ihn gemeinsam darum bitten. Ich bin schon deshalb sehr gespannt auf dieses Jahr 2022 mit Ihnen allen! Gott segne Sie!

Ihre Pfarrerin Ute Pfeiffer

Angedacht

Freu dich und sei fröhlich, du Tochter Zion!
Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen,
spricht der Herr.

Sacharja 2,14

Natürlich, das steht fast genau so im Gesangbuch und wird in der Vorweihnachtszeit gern geschmettert. Der Vers aus dem alten Propheten Sacharja diente 1826 dem jungen fränkischen Pfarrer Friedrich Ranke, einem Bruder des berühmten Historikers, als Vorlage für den Text des Liedes. Die Musik dazu borgte man sich beim großen Georg Friedrich Händel – fertig war unsere Vorweihnachtsfanfare.

Natürlich: Im Dezember ruft der Kalender alle Jahre wieder Weihnachten auf, das größte Fest der Menschheitsgeschichte, das überall gefeiert wird, oft nach unserer Vorlage: Ich habe in Südafrika gleichzeitig die Vorweihnachtszeit mit Schlitten- und Schneeflockensymbolen und den Beginn der Badesaison erlebt, in Daressalam bin ich eine ganze afrikanische Sommernacht hindurch mit vor allem deutschen Weihnachtsliedern bedudelt worden.

Der Monatsspruch für den Weihnachtsmonat will aber nicht nur einen kalendarischen Mechanismus in Gang setzen, sondern uns an das erinnern, worum es geht: Freude! In die dunkle Jahreszeit hinein, die sich auch auf so manche Seele legt, wird Licht angesagt und damit Freude, Lebensfreude herausgefordert.

Es gibt in der Adventszeit eine merkwürdige Widersprüchlichkeit: Es ist eigentlich eine Buß- und deshalb eine Fastenzeit, was dort, wo es das gibt, an der violetten liturgischen Farbe zu erkennen ist. Die Weihnachtsbäckerei mit ihren besonderen Produkten ist eigentlich der Versuch, mit nicht oder noch nicht verbotenen Backzutaten die Fastenregeln zu umgehen. Was eben auch heißt: Die Vorbereitungszeit ist schon in die Freude getaucht, die sich dann am Fest Bahn brechen will. Es ist im Gegensatz zu den geheim gehaltenen Geschenken nicht unter dem Deckel zu halten.

Weihnachten ist für das Gefühl vieler Menschen zu dem Hochfest im Jahreslauf geworden, weil die Freude so in den Mittelpunkt gerückt wird. Dort, in den Mittelpunkt des Lebens und des Glaubens, gehört sie hin. Und das gilt eigentlich nicht nur für das Fest und die Festzeit, sondern setzt ein Zeichen über das ganze Jahr. Der christliche Glaube verdankt sich nach Einsicht der Reformatoren einer freudebereitenden Botschaft: Eu-Angelion griechisch, lateinisch Evangelium. Das ist unser alles andere bedingende Grundton. Eigentlich wird bei uns also durch den ganzen Kalender Freude vermittelt – so sollte es sein. Es ist schon merkwürdig, dass die evangelische Christenheit sich eher den Ruf von Verbissenheit erworben hat. Immerhin: Weihnachten ist von außen wahrgenommen für ganz viele ein deutsches Fest, zumindest in vielen Bräuchen und Klängen von uns geprägt. In Rothenburg ob der Tauber gibt es ein ganzjährig geöffnetes Weihnachtskaufhaus für die asiatischen Touristen.

Die Weihnachtszeit hier bei uns ist eine gute Gelegenheit, diese grundlegende Freude in den Blick zu nehmen und immer wieder neu einzuüben, vor allem zu singen:

„Tochter Zion, freue dich,
jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir,
ja er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich,
jauchze laut, Jerusalem!“

Teilen Sie in diesen Tagen Ihre Freude mit uns und nehmen Sie diese Freude mit in den Alltag des Lebens!

Ganz herzliche Einladung und Grüße
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Angedacht

„Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt – und hofft auf ihn.“

EG Nr. 508

Liebe Leserin, lieber Leser,

die obige Zeile ist der Refrain des Liedes „Wir pflügen und wir streuen“. Ich mag dieses Lied besonders gern, weil es das Miteinander von Gott und Mensch, von Schöpfer und Schöpfung, von Himmel und Erde, in wunderbaren Worten beschreibt. Da heißt
es:

„Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand.“

Weiterlesen

Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN;
mein Leib und Seele freut sich in dem lebendigen Gott.

Psalm 84,2-3

Über dem Portal der Sophienkirche in Mitte – übrigens auch ursprünglich als ein einfacher Betsaal gebaut, ohne Turm und baulichen Schmuck – lädt die erste Zeile dieses Psalms ein. Gelegentlich haben sich Touristen bei uns danach erkundigt, wer denn der Herr Zebaoth gewesen ist, der erste Sponsor vielleicht?

Das in Kapitälchen geschriebene Herr ist ein Platzhalter für den heiligen Namen Gottes „Jahwe“. Und „Zebaoth“ ist ein die alles verändernde Macht Gottes unterstreichender Zusatz, zu übersetzen etwa mit „der Heerscharen“. Der Anspruch ist hoch: Unsere Kirchen stehen in der Tradition des Jerusalemer Tempels. Dieser Psalm ist der Bibelvers für das Kirchweihfest. Alle unsere Nachforschungen lassen vermuten, dass es auch die Überschrift für die Einweihung der Johannisthaler Kirche am 3. Juli 1921 – vor 100 Jahren jetzt – gewesen ist. Im Original des Psalms geht es natürlich um den Jerusalemer Tempel, die Vorhöfe waren der Bereich für die Normalsterblichen, in dem sie Anteil bekamen am Heiligen: ein Sehnsuchtsort, an dem die Welt in Ordnung ist und unbestreitbare Zugehörigkeit erlebbar wird. Hier wird die Seele aufgebaut und Lebensfreude vermittelt.

Das ist vielleicht überraschend, dass es in der Kirche um Freude geht. Die Vermutung ist ja eher, dass bei uns das schlechte Gewissen kultiviert wird. In der Weimarer Republik, als die Kirchen auf Distanz zum Staat gingen, mussten dann auch eigene Fahnen erfunden werden. Katholisch wurde es gelb, die Evangelischen entschieden sich für Violett: die Farbe der Buße. Vielleicht als ein Akt der Bescheidenheit gemeint, aber die landläufigen Verdächtigungen werden so bestätigt. Schon damals ist der Vorschlag eines fröhlichen Blaus dagegengesetzt worden. Die optische Nähe zu Finnland, wo die glücklichsten Menschen leben sollen, wäre ja nicht schädlich gewesen, zu Schottland auch nicht.

Natürlich ist so ein Jubiläum, wie wir es im August in Johannisthal feiern werden, ein erfreulicher Anlass. Wenn es gut geht, dann wollen wir aus diesem Fest diese Freude mitnehmen in die nächsten 100 Jahre.

Wir sind „evangelische“ Kirche, die den Anlass zu großer Freude in ihrem Namen trägt: Es ist eine „gute Botschaft“, die uns einlädt und die uns ausmacht. Die Geste wäre nicht der erhobene Zeigefinger, sondern der Fingerzeig auf die erfreuende Mitte, die Leib und Seele, das heißt, den ganzen Menschen und den Menschen ganz betrifft und mitreißt. Wo es um Gott geht, geht es um Lebensfreude, um Aufbau für Leib und Seele, um Kraft und Ermutigung, ganz bestimmt nicht um Demütigung. Damit sich das herumspricht und vielleicht ein paar alte Verdächtigungen richtiggestellt werden, feiern wir unser Jubiläum. Und: Damit wir nicht vergessen, dass wir als Gemeinde der Freude für Johannisthal und für Baumschulenweg verpflichtet sind.

Ganz herzliche Einladung
und Grüße,
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel