Weihnachten in Johannisthal in Zeiten von Corona

Wie wird das diesjährige Weihnachtsfest? Können wir alle gemeinsam feiern?

Während dieser Gemeindegruß entsteht, explodieren wieder die Zahlen, niemand weiß, was wirklich kommt. Wenn es möglich ist, werden wir in Johannisthal unseren neuen Platz vor dem Pavillon nutzen, um dort gemeinsam Heiligabend zu feiern.

Unser Plan für die Christvespern am Heiligabend:

  • 15.00 Uhr (mit Krippenspiel)
  • 16.30 Uhr (mit Krippenspiel)
  • 18.00 Uhr (mit Posaunen)
  • draußen vor dem Pavillon
  • max. 150 Personen pro Gottesdienst
  • nur Stehplätze, wenige Sitzplätze im vorderen Bereich

Zum Schutz für sich selbst und andere besteht generelle Maskenpflicht und die Abstandsregeln sind einzuhalten. Wir appellieren an die Eigenverantwortung. Um die notwendige Registrierung schnell und unkompliziert durchführen zu können, bitte wir Sie, den Vordruck anzuklicken und auszudrucken und bereits ausgefüllt mitzubringen

oder sich vor Ort per Luca-App einzuchecken.

Wir wissen nicht, wie sich die Situation bis zum 24. Dezember entwickelt. Bitte informieren Sie sich vorab auf unserer Internetseite, über unseren Newsletter oder am Schaukasten am Sterndamm über eventuelle Änderungen.

Angedacht

Freu dich und sei fröhlich, du Tochter Zion!
Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen,
spricht der Herr.

Sacharja 2,14

Natürlich, das steht fast genau so im Gesangbuch und wird in der Vorweihnachtszeit gern geschmettert. Der Vers aus dem alten Propheten Sacharja diente 1826 dem jungen fränkischen Pfarrer Friedrich Ranke, einem Bruder des berühmten Historikers, als Vorlage für den Text des Liedes. Die Musik dazu borgte man sich beim großen Georg Friedrich Händel – fertig war unsere Vorweihnachtsfanfare.

Natürlich: Im Dezember ruft der Kalender alle Jahre wieder Weihnachten auf, das größte Fest der Menschheitsgeschichte, das überall gefeiert wird, oft nach unserer Vorlage: Ich habe in Südafrika gleichzeitig die Vorweihnachtszeit mit Schlitten- und Schneeflockensymbolen und den Beginn der Badesaison erlebt, in Daressalam bin ich eine ganze afrikanische Sommernacht hindurch mit vor allem deutschen Weihnachtsliedern bedudelt worden.

Der Monatsspruch für den Weihnachtsmonat will aber nicht nur einen kalendarischen Mechanismus in Gang setzen, sondern uns an das erinnern, worum es geht: Freude! In die dunkle Jahreszeit hinein, die sich auch auf so manche Seele legt, wird Licht angesagt und damit Freude, Lebensfreude herausgefordert.

Es gibt in der Adventszeit eine merkwürdige Widersprüchlichkeit: Es ist eigentlich eine Buß- und deshalb eine Fastenzeit, was dort, wo es das gibt, an der violetten liturgischen Farbe zu erkennen ist. Die Weihnachtsbäckerei mit ihren besonderen Produkten ist eigentlich der Versuch, mit nicht oder noch nicht verbotenen Backzutaten die Fastenregeln zu umgehen. Was eben auch heißt: Die Vorbereitungszeit ist schon in die Freude getaucht, die sich dann am Fest Bahn brechen will. Es ist im Gegensatz zu den geheim gehaltenen Geschenken nicht unter dem Deckel zu halten.

Weihnachten ist für das Gefühl vieler Menschen zu dem Hochfest im Jahreslauf geworden, weil die Freude so in den Mittelpunkt gerückt wird. Dort, in den Mittelpunkt des Lebens und des Glaubens, gehört sie hin. Und das gilt eigentlich nicht nur für das Fest und die Festzeit, sondern setzt ein Zeichen über das ganze Jahr. Der christliche Glaube verdankt sich nach Einsicht der Reformatoren einer freudebereitenden Botschaft: Eu-Angelion griechisch, lateinisch Evangelium. Das ist unser alles andere bedingende Grundton. Eigentlich wird bei uns also durch den ganzen Kalender Freude vermittelt – so sollte es sein. Es ist schon merkwürdig, dass die evangelische Christenheit sich eher den Ruf von Verbissenheit erworben hat. Immerhin: Weihnachten ist von außen wahrgenommen für ganz viele ein deutsches Fest, zumindest in vielen Bräuchen und Klängen von uns geprägt. In Rothenburg ob der Tauber gibt es ein ganzjährig geöffnetes Weihnachtskaufhaus für die asiatischen Touristen.

Die Weihnachtszeit hier bei uns ist eine gute Gelegenheit, diese grundlegende Freude in den Blick zu nehmen und immer wieder neu einzuüben, vor allem zu singen:

„Tochter Zion, freue dich,
jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir,
ja er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich,
jauchze laut, Jerusalem!“

Teilen Sie in diesen Tagen Ihre Freude mit uns und nehmen Sie diese Freude mit in den Alltag des Lebens!

Ganz herzliche Einladung und Grüße
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

MUSIK, MUSIK, MUSIK… BLÄSERMUSIK!!

Vieles bemerken wir erst, wenn es plötzlich nicht mehr da ist. Vieles ist für uns selbstverständlich geworden. Dazu gehört auch und vor allem die Musik. Durch die Coronamaßnahmen mussten wir lange Zeit über „musikabstinent“ leben. Und wir merkten: Da fehlt uns was…

Besonders schmerzlich vermissten wir die Musik in der Weihnachtszeit. Kein Weihnachtsoratorium (für unsere Kantorei schon Tradition geworden), keine Adventsmusik der Chöre und Flöten …

Und keine Bläser, die jedes Jahr zum Advent „Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt“ oder „Tochter Zion“ spielen.

Und je grösser der Bläserchor, umso schöner und strahlender (nicht nur optisch!)! Je grösser der Bläserchor, desto grösser auch die Palette der Musikliteratur, die man dann spielen kann. Choräle zu spielen, Intraden alter Meister, Gospel und moderne Musik – es macht Spass und freut die Gemeinde im Gottesdienst oder bei anderen Auftritten.

Wer Lust und Interesse hat, sein Instrument strahlen und klingen zu lassen, ist in unserem kleinen Bläserchor herzlich willkommen. Nur Mut!

Wer Unterricht haben möchte – auch das ist kein Problem: einfach kommen oder im Gemeindebüro melden.

Wir freuen uns über Zuwachs!

Mit herzlichen Grüßen und dem Wunsch für eine ruhige und klangvolle Advents- und Weihnachtszeit

Martin Fehlandt

63. Aktion von Brot für die Welt

Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.

Die Schöpfung wird in der Bibel als ein Garten beschrieben. Der Mensch erhält den Auftrag, diesen Garten zu bebauen und zu bewahren. Menschen sollen die vorhandenen Gaben der Schöpfung teilen und nicht horten, im Vertrauen darauf, dass genug für alle da ist.

Der Schutz unserer Erde ist eine Aufgabe aller Menschen, besonders derer, die am meisten ihre Zerstörung zu verantworten haben. Denn unter den Folgen des Klimawandels leiden am meisten jene, die am wenigsten zur Zerstörung der Atmosphäre beitragen.

Brot für die Welt fördert Hilfe zur Selbsthilfe, damit Menschen stark werden im Wandel. Brot für die Welt fördert neues Wissen für die Zukunft. Zum Beispiel lernen Bäuerinnen und Bauern in Simbabwe, mit den Folgen des Klimawandels zu überleben, neue oder bessere Anbautechniken zu finden und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Menschen in der Küstenregion von Bangladesch lernen, ihre Lebensweise an die veränderten Klimabedingungen anzupassen, salzresistentes Saatgut zu säen oder Regenwasser zu filtern.

Bewahrt unsere Erde

Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut.

(1. Mose 1,31)

Es ist eine zutiefst christliche Aufgabe, sanft und schonend mit den Ressourcen der Erde umzugehen. Bewahren Sie die Schöpfung mit und unterstützen Sie die Arbeit von Brot für die Welt.

Helfen Sie helfen – jetzt mit Ihrer Spende!

Spenden Sie online über
www.brot-fuer-die-welt.de/ekbo-kollekte

Vielen Dank!

Unsere Konfi-Fahrt vom 5. bis 7. November 2021 zum Groß Väter See

Nachdem die erste Konfi-Fahrt coronabedingt abgesagt wurde, freuten wir uns besonders auf dieses erste gemeinsame Wochenende. 14 Konfirmand*innen, drei Teamerinnen und zwei Erwachsene fuhren am Freitagnachmittag von Baumschulenweg los zum Groß Väter See bei Templin.

Dort angekommen sind wir zum Abendessen gegangen. Danach wurden die Zimmer eingeteilt und wir sind gegen 22 Uhr ins Bett gegangen. Am Samstagmorgen wurden wir um 7:30 Uhr geweckt, damit wir um 8 Uhr frühstücken gehen konnten. Das Buffet war toll.

Ein bisschen später haben wir uns im Gruppenraum getroffen, Spiele gespielt und besprochen, was wir machen. Dort haben wir Gruppen eingeteilt und die „Jenseits Kisten“ gestaltet. Das Thema lautete:

„Wie sieht es hinter der Tür aus? –
Gibt es ein Leben nach dem Tod?“

In einer Pause haben wir dann Fotos gemacht, die für die Hoffnung stehen sollten. Danach stellten wir unsere Kisten vor. Jede Gruppe setzte sich anschließend mit einer anderen Kiste auseinander. Wir schrieben Hoffnungswörter außen auf die Kiste drauf und haben sie anschließend verglichen.

Nach einer kleinen Pause gab es um 12 Uhr Mittag. Wir hatten dann Freizeit, manche haben am Handy gesessen und manche waren draußen bei den Ziegen oder schaukelten. Tischtennis wurde auch gespielt. So circa um 17:45 Uhr trafen sich ein paar Konfis mit Herrn Döhle und haben ein Lagerfeuer vorbereitet.

Es kamen immer mehr dazu und schlussendlich saßen wir alle im Kreis am Lagerfeuer und haben eine Runde „Werwolf“ gespielt. Das hat Spaß gemacht! Nach dem Spiel haben wir uns auf eine „Nachtwanderung“ gemacht, die Renée und Jona vorbereitet hatten. Gegen 21:30 Uhr waren wir wieder in unseren Häusern, wo wir dann noch kurz quatschten.

Am Sonntag sind wir wieder um 7:30 Uhr von Renée geweckt worden und haben uns fertig gemacht, um dann wieder um 8:00 Uhr frühstücken zu gehen. Nach dem leckeren Frühstück haben alle ihre Taschen gepackt und die Häuser gefegt und ausgeräumt. Als wir alle dann damit fertig waren, trafen wir uns draußen, um noch einmal „Werwolf“ zu spielen. Mitten im Spiel hat es angefangen zu regnen. Danach haben wir uns in der Kapelle getroffen und eine kleine Andacht gehabt.

Dann wurden uns Aufgaben erklärt, die wir machen sollten, zum Beispiel sollten wir über uns einen Brief an Gott schreiben. Nach den Aufgaben hatten wir wieder Freizeit bis zum Mittag und haben zwei Runden „Werwolf“ gespielt. Der Bus kam währenddessen. Wir haben unser Gepäck reingepackt und standen kurze Zeit vor dem Bus, bis es angefangen hat zu hageln und wir in den Bus schnell eingestiegen sind. Wir setzten uns alle auf unsere Plätze, und sind dann nach Hause gefahren.

Die Konfi-Fahrt war richtig schön und es hat einfach unglaublich Spaß gemacht! Danke an Mandy, Herrn Döhle, Renée, Jona und Frederike für die Vorbereitung dieser Fahrt und die Mühe, die ihr euch gemacht habt! Die Fahrt ist super gelungen.

Amelie Wrede
(Konfirmandin Jg. 2022)

Die konstituierende Sitzung des Gemeindebeirates Johannisthal

Antje Gobel

Am 8. November kam der Gemeindebeirat Johannisthal zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Wie es sich für so eine erste Sitzung gehört, wurde der Vorsitz des Beirates gewählt: Wir gratulieren Antje Gobel herzlich zur Wahl, zum Stellvertreter wurde Andreas Iskraut gewählt. Sie erreichen beide über das Gemeindebüro.

Unter anderem gehörten auch Informationen zur Gemeindesituation zu dieser ersten Sitzung und auf einen Punkt möchte ich hier ausführlicher eingehen, da er von allgemeinem Interesse ist: Neubau am Sterndamm??

Neubau am Sterndamm??

Wir haben es ja schon bei mehreren Gelegenheiten angedeutet: Wir planen sehr ernsthaft, auf unserem Gelände zu bauen. Die ursprüngliche Idee dabei war, durch Verbesserung der Einnahmeseite – dann durch Mieten – die Gemeinde wirtschaftlich längerfristig zu stabilisieren. Daneben können wir z.B. durch einen Kindergarten der Gemeinde auch neue Impulse geben und es uns mit einem Café gemütlich machen. Wir können ja entscheiden, was wir bauen und wofür und damit Leben auf unserem Gelände gestalten. Dass unsere grüne Oase im Kern als solche erhalten und vielleicht sogar aufgewertet werden kann, ist die Voraussetzung aller Überlegungen.

Mit Unterstützung des Kirchenkreises, der in unserem Vorhaben auch ein beispielhaftes Pilotprojekt sieht, liegt jetzt eine Machbarkeitsstudie vor, deren Ergebnisse der Gemeinde am 19. und 20. November vorgestellt werden und die Gemeinde zum Mitdenken eingeladen ist. Das Ergebnis der Studie besagt zunächst nicht viel mehr als: Es ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und im Blick auf die Möglichkeiten des Grundstückes Sterndamm 92-96 ein aussichtsreiches Projekt. Der Bau würde durch einen Kredit finanziert werden und dieser durch die zu erwartenden Einnahmen – hauptsächlich Mieten – von uns bedient werden können und sogar etwas für die Gemeinde übriglassen. Erschrecken Sie nicht: Es geht inzwischen um eine Investitionssumme von über 14 Millionen Euro. Spannend ist natürlich, wie das aussehen könnte. Eine bittere Pille könnte der Abriss des alten Kurhauses sein, das wir in absehbarer Zeit sowieso energetisch sanieren müssten, was uns an den Rand des finanziell Leistbaren oder sogar darüber hinaus bringen würde. Es war nicht unsere Idee, aber ein offenbar begründeter Rat, auch darüber nachzudenken, an diese Stelle einen Neubau zu setzen. Das vorausgesetzt könnte, so der Vorschlag des Projektmanagers, einen „Baukörper“ an der Straßenfront bis hin zu einem direkt in Richtung Kircheneingang verlegten Zugang ins Gelände ergeben und einen zweiten auf der anderen Seite dieses neuen Zuweges ein Stück ins Gelände hinein parallel zur Feuerwehrzufahrt. Die Lücke zwischen den beiden Häusern würde direkt in unsere Kirche einladen. Es könnten in den Häusern ungefähr 40 Wohnungen entstehen oder, wenn wir von Mikro-Apartments zum Beispiel für Auszubildende in Pflegeberufen ausgehen, mehr als die doppelte Anzahl.

Vermutlich werden die Pläne im Laufe unseres innergemeindlichen Gespräches und in Auseinandersetzung mit Architekten, die dann konkrete Pläne für uns erarbeiten sollen, noch in vieler Hinsicht bewegt werden. In Aussicht genommen ist, bis zum Oktober 2022 die Pläne soweit fertig zu haben, dass sie dann in die Mühlen der Genehmigungsverfahren geschoben werden können. Auch dafür ist grob ein Jahr vorgesehen, sodass in den Jahren 2024 und 2025 gebaut werden könnte.

Noch haben wir über diesen groben Zeitrahmen hinaus keine genauen Verabredungen, wie dieser Planungsprozess gestaltet werden kann. Wir möchten aber gern Sie alle einbeziehen und mitnehmen auf diesem Weg. Vermutlich werden wir nicht immer alle einig sein. Ich freue mich trotzdem darauf, mit Ihnen Ideen zu entwickeln und ihnen Gestalt zu geben. Solch ein Prozess kann großen Spaß machen. Und wenn am Ende das Ergebnis auch überzeugt, wovon ich überzeugt bin, können wir als Kirchengemeinde sehr stolz sein.

Also: Werden Sie neugierig und mischen Sie mit!
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Workshop am 19./20. November 2021 – Bau eines Wohnhauses auf dem Kirchengrundstück

Wie wir bei der Gemeindeversammlung dargestellt haben, denken wir darüber nach, den  Grundstücksteil zum Sterndamm hin zu bebauen, um so langfristig durch Mieteinnahmen die finanzielle Absicherung der Gemeinde zu gewährleisten. In der Zwischenzeit wurde durch einen Projektentwickler der Evangelischen Bank ein Gutachten erstellt, das die grundsätzliche Machbarkeit dieses Projektes bestätigt. Bevor der GKR einen konkreten Beschluss fasst, ob diese Idee weiter verfolgt wird, soll in einem ersten Schritt Richtung konkreter Planung ein Workshop mit dem Projektentwickler und Interessierten aus der Gemeinde stattfinden, in dem Ideen und Visionen für dieses Haus gesammelt und ausgelotet werden. Dieser Workshop geht über zwei Tage: am Freitag, den 19. November wird in einer Abendveranstaltung die Studie mit ersten Ideen vorgestellt, am Samstag, den 20. November findet dann der eigentliche Workshop zur Entwicklung von Ideen statt.

Mitglieder von Gemeindekirchenrat und Gemeindebeirat werden zu diesem Workshop persönlich eingeladen, er steht aber allen Interessierten offen.

Die beiden Termine (beide in der Kirche Johannisthal):

Freitag, 19. November 2021 von 20-22 Uhr
Samstag, 20. November 2021 von 10-13 Uhr

Es gilt die 3G-Regel, d.h. Impf- oder Genesenenstatus bzw. negativer Test müssen nachgewiesen werden. Wir bitten Sie darum, das Hygienekonzept der EKBO für Gemeinde-Veranstaltungen zu beachten.

Abschied aus Johannisthal

Liebe Menschen in Johannisthal und auch in Baumschulenweg,

mitunter planen wir die Dinge bis in kleinste, wir sorgen vor, legen zurecht, schmieden Pläne – und dann kommt es doch ganz anders als gedacht.

So ist es mir ergangen, als ich mich im vergangenen Herbst in meinen Mutterschutz verabschiedet habe. Da hätte ich es nicht für möglich gehalten, nach meiner Elternzeit nicht an die vertraut gewordenen Plätze in Johannisthal zurückzukehren.

Umso wehmütiger war mein letzter Besuch in der Kirche und auf dem Gelände. Gemeinsam haben wir hier eine Weile Ideen entwickelt und so manches bewegt. Während nun das Herbstlaub alles herrlich gelb leuchten lässt, musste ich an Gottesdienste denken, an Besuche, Gespräche und Projekte. Die Zeit ist weitergegangen. Inzwischen ist die Pforte zum Sterndamm geöffnet, der Hochzeitsweg endlich wieder begehbar. Im Kirchsaal brennen noch immer Kerzen und laden zum Bleiben ein.

Aber ich ziehe nun weiter. Meine Elternzeit ist beendet, die letzten drei Monate wird sich mein Mann um unsere jüngste Tochter kümmern. Im kommenden Jahr werden wir dann gemeinsam eine Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Rixdorf übernehmen. Schon jetzt arbeite ich im Kirchenkreis Neukölln und mache mich mit dem neuen Umfeld vertraut. Zu aller Wehmut gesellen sich nun also Neugier und Tatendrang. Bald werden wir als Familie die unmittelbare Nachbarschaft westlich des Baumschulenweger Gemeindegebiets erkunden. Und ich weiß, dass es auch verschiedene Verbindungslinien zwischen der Johannisthaler und der Rixdorfer Gemeinde gibt. Die Fäden reißen also nicht ganz ab.

Ich wünsche den Menschen im Pfarrsprengel Oberspree-West alles Gute für die Zukunft, viele erfrischende Aufbrüche, Offenheit gegenüber dem Neuen, Geduld und Nachsicht in Konflikten und in allem den barmherzigen Segen Gottes.

Julika Wilcke

Pfarrerin Wilcke wird im Gottesdienst am 12. Dezember 2021 in Johannisthal verabschiedet