Archiv der Kategorie: Kirchgebäude

Unser Kirchsaalboden wird wieder schön!

Eine Gemeinschaftsaktion – wir freuen uns über jede helfende Hand

Liebe Gemeinde, unser Stäbchenparkett im Kirchsaal hat eine gründliche Pflege verdient. In der  Woche vom 19. bis 25. Juli wollen wir ihn gemeinsam reinigen, polieren und ölen. Das  schaffen wir nur mit vielen Händen – kommt vorbei, so wie ihr Zeit habt!

So läuft es ab:

Sonntag, 19. Juli, 10 Uhr – Kirche ausräumen
Wir räumen gemeinsam den Kirchsaal aus.
Im Anschluss gibt es Kaffee und Kekse zur Stärkung.

Ab Montag, 20. Juli – die Arbeitswoche
Wir arbeiten in zwei Schichten. Jörg Schuster und Juliane Bach haben den Hut auf, geben Arbeitseinweisungen und sagen euch, wo Hilfe gebraucht wird. Es sind mehrere Poliergeräte gleichzeitig im Einsatz.

  • vormittags: 8 – 12 Uhr
  • nachmittags: 14 – 18 Uhr

Samstag, 25. Juli, 10 Uhr – Kirche wieder einrichten
Voraussichtlicher Abschluss: Wir richten den Kirchsaal wieder ein – bei einem kühlen Getränk und hoffentlich viel Freude über das gute Ergebnis.

Wer helfen kann, kommt einfach vorbei – jede Stunde hilft!
Wer planen will, trägt sich in die Listen in der Kirche ein.

Bitte für die eigene Sicherheit mitbringen
• Robuste, alte Kleidung, die schmutzig werden darf
• Festes, geschlossenes Schuhwerk
• Wer hat: Arbeitshandschuhe und Knieschoner

Geräte, Material und zusätzliche Schutzausrüstung stellen wir bereit. Vor Ort gibt es eine kurze Einweisung – auch wer noch nie poliert hat, ist herzlich willkommen.

Wir freuen uns über jede helfende Hand!
Euer Planungsteam – Hanna, Lars, Jörg und Juliane

Zusammenrücken während der Kirchsaalsanierung

Als dieser Gemeindegruß entstand, waren die Arbeiten im Kirchsaal bereits weit fortgeschritten. Die notwendige Einbringung einer Feuchtigkeitssperre war abgeschlossen, die Verputzarbeiten an den betroffenen Wänden nahezu beendet. Die Maßnahme war erforderlich geworden, weil diese Abdichtung bei der zurückliegenden Sanierung vor rund 15 Jahren nicht ausgeführt worden war. Nach Abschluss der Arbeiten werden nun noch die malertechnische Aufarbeitung und die Anbringung der Fußleisten folgen.

Für unsere Gemeinde bedeuteten die Bauarbeiten vor allem eines: zusammenzurücken. Da der Kirchsaal zeitweise nicht genutzt werden konnte, fanden Gruppen und Veranstaltungen im Gemeindesaal statt. Nicht immer war das einfach. Termine mussten abgestimmt werden, manche Gewohnheiten geändert, und gelegentlich wurde es auch räumlich eng. Dennoch haben wir diese Zeit gemeinsam gut bewältigt.

Im Rückblick zeigt sich, dass dieses Zusammenrücken mehr war als eine organisatorische Notwendigkeit. Es hat uns daran erinnert, dass Gemeinde vor allem durch die Menschen lebt, die sich in ihr versammeln.

Gerade dort, wo der Platz begrenzt ist, werden Gemeinschaft, Rücksichtnahme sowie Hilfe und gegenseitige Unterstützung besonders sichtbar. Passend dazu fand am 7. Juni auch der Gottesdienst im Gemeindesaal statt. Die ungewohnte Atmosphäre, die Nähe zueinander und so manches Provisorium erinnerten an die Anfänge der christlichen Kirche. Lange Zeit verfügten die ersten Christen über keine eigenen Kirchengebäude. Sie trafen sich in Häusern, feierten Gottesdienst in kleinen Räumen und lebten ihren Glauben in enger Gemeinschaft miteinander.

Diesen Gedanken griff auch die Predigt des Sonntags auf. Die ersten Christen werden in der Apostelgeschichte als Menschen beschrieben, die „ein Herz und eine Seele“ waren. Dabei bedeutete das keineswegs, dass es keine Unterschiede oder Konflikte gegeben hätte. Vielmehr zeichneten sie sich dadurch aus, dass sie trotz aller Herausforderungen zusammenblieben und füreinander Verantwortung übernahmen.

Vielleicht liegt gerade darin eine wichtige Erfahrung unserer vergangenen Wochen. Die Bauarbeiten haben Einschränkungen mit sich gebracht und manches lief nicht immer so reibungslos wie erhofft. Gleichzeitig haben sie uns Gelegenheit gegeben, neu zu entdecken, was Gemeinschaft bedeutet.

Kirche lebt nicht allein von ihren Mauern, so wichtig und wertvoll diese auch sind. Sie lebt von den Menschen, die sich im Glauben miteinander verbinden, einander unterstützen und gemeinsam unterwegs sind.

So hoffen wir, dass die Sanierung nicht nur zum Erhalt unseres Kirchengebäudes beiträgt, sondern uns auch etwas von dem in Erinnerung ruft, was die ersten christlichen Gemeinden getragen hat: die Erfahrung, dass Gottes Gegenwart nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, sondern dort erfahrbar
wird, wo Menschen zusammenkommen, einander tragen und Gemeinschaft leben.

In diesem Sinne war die Zeit des Zusammenrückens vielleicht nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine wertvolle Erinnerung an die Anfänge unserer Kirche.

Patrick Otto

Bericht aus dem GKR

– Kirchsaalsanierung – Kirchenmusik – Sommergottesdienste –

Liebe Gemeinde,

die vergangenen Wochen waren erfüllt von Themen, die uns als Gemeindekirchenrat in Bewegung gehalten haben – und von ersten Schritten, mit denen wir beginnen, unsere Planung von unserer Rüstzeit im Februar umzusetzen.

Unser Kirchsaal erstrahlt in neuem Glanz

Wer diese Ausgabe in den Händen hält, kann es schon sehen: Seit dem 2. Juni wird unser Kirchsaal saniert. Der feuchte Putz am Sockel hinter dem Altar gehört dann der Vergangenheit an – eine Horizontalsperre und frische Verputzung sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit dauerhaft verschwindet.

Erfreulicherweise konnte die ausführende Firma nicht nur die Arbeiten zur Feuchtigkeitssperre übernehmen, sondern auch notwendige Instandhaltungsmaßnahmen an Dach und Fassade. Gerade im Vorfeld hatte sich die Suche nach einem geeigneten Auftragnehmer für diese vergleichsweise kleine Baumaßnahme als schwierig erwiesen. Umso dankbarer sind wir, dass die Arbeiten nun erfolgreich voranschreiten.

Damit ist es aber nicht getan. Auch die gründliche Reinigung des Kirchsaalbodens steht an, und die nehmen wir selbst in die Hand. Das ist unser erstes großes Projekt, das wir seit der Rüste aus eigenen Kräften stemmen wollen. So sieht der Plan aus: Am 7. Juli gibt es eine erste Probe: Jörg Schuster wird an dem Gerät zeigen, wie das Polieren funktioniert und das Gerät testen- hierzu sind alle eingeladen sich zur Funktion und Handhabung einweisen zu lassen. 17 Uhr im Kirchsaal!

Am 19. Juli legen wir los – um 10 Uhr räumen wir gemeinsam aus, mit einem kleinen Plausch hinterher bei Kaffee und Kuchen. Gottesdienst mal anders und ganz praktisch. Ab Montag geht es dann richtig zur Sache, in zwei Schichten: von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Jörg und Juliane haben den Hut auf, unterstützt von Lars und Hanna – und vor allem hoffen wir auf viele helfende Hände, die in diesen Tagen dazukommen. Die Pläne, in die man sich eintragen kann, hängen bereits in der Kirche aus.

Im Wandel: unsere Kirchenmusik

Das Bewerbungsverfahren für unsere Kirchenmusikstelle hat uns im Mai in Atem gehalten. Zwei Bewerbende – Thomas Richter und Martha Kubina – haben das gesamte Verfahren, das aus Orgelvorspiel, Kantoreiprobe und Vorstellungsgespräch bestand, durchlaufen. Am 13. Mai hat der GKR Johannisthal beschlossen, Martha Kubina die Stelle anzubieten; der GKR Oberschöneweide hat sich in derselben Woche angeschlossen. Wir freuen uns auf eine schöne und vielversprechende Zusammenarbeit. Den genauen Starttermin geben wir noch bekannt.

Zugleich wissen wir um die Herausforderung dieser Zeit. Martin Fehlandt hat unsere Kirchenmusik über drei Jahrzehnte geprägt und viele Mitglieder unserer Kantorei seit Kindertagen begleitet. Nun steht sein wohlverdienter Ruhestand an und der Abschied fällt schwer. Aber ich glaube fest daran, dass es gelingen kann: Etwas Neues darf wachsen, ein neuer Mensch darf dieses Herzstück unserer Gemeinde prägen und sich einbringen. Dabei wollen wir als GKR unterstützend zur Seite stehen. In der nächsten Ausgabe wissen wir mehr und können Ihnen Martha Kubina näher vorstellen.

Bevor es so weit ist, wollen wir gebührend Danke sagen:

Am 30. August um 14 Uhr verabschieden wir Martin Fehlandt mit einem Festgottesdienst. Es wird viel Musikalisches geben und vor allem Zeit, um beim anschließenden Beisammensein miteinander ins Gespräch zu kommen, zu danken und Abschied zu nehmen. Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein und freuen uns, wenn der eine oder die andere sogar noch einen Beitrag zum Kuchenbuffet beisteuert.

Ein Sommer unter Sternen

Nach unserem Gemeindesommerfest am 4. Juli kehrt in manchen Gruppen für eine kleine Sommerpause Ruhe ein. Zugleich laden die regionalen Sommergottesdienste unter dem Motto „Unter den Sternen“ ein:

„Er zählt die Zahl der Sterne und nennt sie alle mit Namen.“
(Psalm 147,4)

In Johannisthal feiern wir am 26. Juli unseren Sommergottesdienst – und dieser hat etwas Besonderes: Er beginnt mit einem Gottesdienst und mündet in einem Vortrag in unserem Gemeindesaal – direkt im Anschluss an dem Gottesdienst. Der Vorsitzende der Wilhelm-Förster Sternwarte Berlin – Dr. Friedhelm Pedde – wird einen Vortrag halten zum Thema: Sternenhimmel im Sommer, Himmelsbeobachtungen und Ausblicke im August.

Besuchen Sie auch die anderen Sommergottesdienste in der Region, am 9. August geht es dann direkt in die Archenhold-Sternwarte, gemeinsam mit der Kirchengemeinde Treptow!

Ich freue mich auf einen Sommer voller Begegnungen – beim Ausräumen ebenso wie unter dem Sternenhimmel.

Herzliche Grüße
Juliane Bach

Bericht des Baubeauftragten der Gemeinde

Die letzten 6 Jahre waren durch eine intensive Betreuung der Sanierung der Villa gekennzeichnet. Das Projekt ist nun abgeschlossen und die Villa ist vermietet. Die Mietenden sind am 1.3.2026 eingezogen.

Aufgrund der hohen vergangenen Arbeitsbelastung wurde das Gemeindehaus aus baulicher Sicht etwas vernachlässigt, was man sich aufgrund der letzten Sanierung im Jahr 2012 auch erlauben konnte. In der Rüstzeit des GKR in Februar 2026 wurden 14 notwendige Bautätigkeiten für die Zukunft identifiziert. Diese reichen von aktueller bis langfristiger Notwendigkeit.

Als aktuell gelten momentan:

  • Zaunbau an der Villa (umgesetzt)
  • Horizontalsperre mit Verputzung im Kirchsaal (beauftragt)
  • gründliche Bodenreinigung des Kirchsaales (ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb der Gemeinde vom 13.–25. Juli 2026)
  • Reparatur der Fassade oberhalb der büroseitigen Veranda.

Aktuell wurde auch die Erstellung eines Gutachtens vergeben, das uns helfen soll, einen geeigneten Standort für einen zusätzlichen zweiten Raum für die Arbeit mit Kindern und weitere Aktivitäten der Gemeinde zu finden. Die Kosten für dieses Gutachten trägt der Förderverein. Hintergrund ist der grundsätzliche Raumbedarf und die erwartete Zunahme an Gemeindegliedern aufgrund des Zuzuges in Johannisthal.

Sinnvoll ist mittelfristig auch der Einbau einer Wärmepumpe zur Beheizung des Gemeindehauses. Diese würde die Betriebskosten der Gemeinde senken. Grundsätzlich werden wir versuchen, für jedes Projekt Fördermittel einzuwerben.

Lars Mönch
(Baubeauftragter)

Aus der Arbeit des GKR – ein Jahresrückblick 2025

Liebe Gemeindemitglieder,

wenn ich auf das Jahr 2025 zurückblicke, erfüllt mich große Dankbarkeit. Es war ein Jahr, das in vielerlei Hinsicht von Abschlüssen und Neubeginnen geprägt war – ein Jahr, in dem sich lange Wege endlich zum Ziel führten und Neues Gestalt annahm.

Wichtige Bauprojekte und Entwicklungen

Nach über vier Jahren intensiver Vorbereitung konnten wir im September 2025 das Miethaus am Sterndamm 94 und das dazugehörige Flurstück an den Erbbaupächter übergeben. Dem vorausgegangen war im Frühjahr ein erfolgreicher gerichtlicher Vergleich, der eine gute Lösung für die Mieterinnen und Mieter des Hauses brachte. Seit Juli steht das Gebäude leer – und in den kommenden zwei Jahren werden auf dem Grundstück zwei neue Wohnblöcke mit zahlreichen Wohneinheiten entstehen, darunter auch eine Pfarrwohnung. In einem der Häuser ist der Einzug einer kirchennahen Stiftung geplant. Über den Fortgang der Bauarbeiten und die weitere Entwicklung des Areals werden wir regelmäßig in Informationsveranstaltungen berichten.

Auch an der Villa konnten die umfangreichen Sanierungsarbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden. Nach intensiver, fachkundiger Arbeit erstrahlt das Haus nun wieder im denkmalgerechten Glanz und ist zum Jahresende bezugsfertig. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses große Projekt über Jahre begleitet haben – den beteiligten Gewerken und dem Denkmalschutz, besonders aber unserem Architekturbüro unter der Leitung von Herrn Perfler. Ein besonderer Dank geht an unsere engagierten Ehrenamtlichen: an Lars Mönch, der als Ansprechpartner stets den Überblick behielt, an Dr. Matthias Krüger, der uns umsichtig durch die finanziell anspruchsvolle Phase führte, und an Maik Heinold, der den Garten liebevoll gepflegt hat. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank!

Veränderungen im Gottesdienstteam

Zum Jahresende mussten wir uns von Pfarrerin Stefanie Hoffmann verabschieden, die über mehrere Jahre mit einem Predigtauftrag in unserer Gemeinde tätig war. Für ihren Dienst danken wir ihr von Herzen. Zugleich durften wir mit Mario Storch ein neues Gesicht in unserem Lektor:innen- und Predigtteam begrüßen. Gemeinsam mit Dr. Thomas Menn und Maik Heinold wird er künftig das Gottesdienstleben bereichern. Zudem wird Michael Land im kommenden Jahr seine Ausbildung zum Lektor abschließen – wir freuen uns schon jetzt auf seine ersten Gottesdienste und Andachten. So wächst und entfaltet sich das geistliche Leben unserer Gemeinde weiter, vielfältig und lebendig.

Ein neuer Anfang

Ein besonderer Moment des Jahres war für mich persönlich die Einsegnung im September. Ich wurde offiziell als Pfarrerin in der Kirchengemeinde Johannisthal für bis zu zehn Jahre übernommen – ein Anlass großer Freude und Dankbarkeit. Das herzliche Willkommen, das ich aus der Gemeinde erfahren durfte, hat mich sehr bewegt.

Nachhaltigkeit und Zukunftsblick

Seit Ende Oktober dürfen wir uns offiziell „Faire Gemeinde“ nennen – ein Titel, der mit Verantwortung einhergeht. Wir verpflichten uns damit, nachhaltiger zu wirtschaften und auf faire, umweltfreundliche Produkte zu achten. Außerdem wollen wir weiterhin Veranstaltungen mit ökologischem Fokus anbieten – etwa den beliebten Rad-Repair-Tag, der im kommenden Frühjahr erneut stattfinden wird. Mein Dank gilt hier besonders dem engagierten Klima-Team mit Jim Heymel, Anne Mattern und Johanna Werner, die mit viel Herz und Verlässlichkeit an diesen Themen arbeiten.

Dank und Gemeinschaft

Nicht unerwähnt bleiben soll die Arbeit des Gemeindekirchenrats in den vergangenen drei Jahren. Sie war herausfordernd – finanziell, baulich und personell – und zugleich fruchtbar. Gemeinsam haben wir viel bewegt, neue Veranstaltungsformate wie die Kiez-Feste oder die „Feierabende“ etabliert und gepflegt, und sind dabei als Team eng zusammengewachsen.

Musikalische Akzente

Auch musikalisch war 2025 ein Jahr voller Höhepunkte. Kantor Martin Fehlandt hat mit großem Engagement wieder zahlreiche musikalische Schätze zum Klingen gebracht: von der Musik zum Wochenausklang über das Frühlingskonzert bis hin zur feierlichen Einweihung des neuen Flügels im Oktober und dem festlichen Weihnachtsoratorium im Dezember. Mit seinem Ruhestand im kommenden Sommer endet eine prägende Ära unserer Kirchenmusik. Wir sind dankbar für alles, was er unserer Gemeinde geschenkt hat – und freuen uns auf die gemeinsame Zeit, die noch vor uns liegt.

Ausblick

Mit all diesen Entwicklungen geht unsere Gemeinde gestärkt ins neue Jahr. Wir dürfen dankbar zurückblicken und zugleich mit Zuversicht nach vorn schauen.

„Alles hat seine Zeit“ – dieser Satz könnte über dem Jahr 2025 stehen. Zeit für Abschluss und Neubeginn, Zeit für Veränderung und Vertrauen. Ich danke allen, die unsere Gemeinde mit ihrem Engagement, ihren Ideen, ihrer Zeit und ihren Gebeten tragen. Ich freue mich darauf, auch im kommenden Jahr gemeinsam mit Ihnen Kirche zu gestalten – lebendig, offen und voller Hoffnung.

Ihre Juliane Bach

Unsere kleine Villa ist saniert

Aus dem Jahr 2020 stammt der erste konkrete Mailaustausch zu diesem Sanierungsprojekt unserer Gemeinde und im 4. Quartal 2025 wird es abgeschlossen sein. Die Villa hatte in ihren ca. 145 Jahren viele Nutzungsarten und nach dem unerwarteten Leerzug wurde die Chance für eine Generalsanierung 2020 ergriffen. In den 5 Jahren seither galt es, viele Herausforderungen zu überwinden. Das Klimagesetz der EKBO wurde verabschiedet und Corona kam und ging. Die geplante Nutzung wurde geändert, Planungen waren mehrfach zu ändern, weil Förderungen wegbrachen, die Wärmeversorgung musste umgestellt werden und die Substanz des Hauses war letztlich deutlich schlechter, als ursprünglich angenommen. Hinzu kamen Auflagen seitens der Unteren Denkmalschutzbehörde und Herausforderungen, wie z.B. den Wärmebedarf des Hauses möglichst gering zu halten. Diese Aufzählung könnte man noch verlängern. Einher mit allen Hindernissen und Problemen kamen Kostensteigerungen durch zusätzliche bauliche Maßnahmen und allgemeine Preissteigerungen. Zwischenzeitlich stand sogar eine Pausierung der Arbeiten im Raum.

Letztlich kann sich das Ergebnis sehen lassen. Beispielhaft wurde eine Sanierung eines derart alten Hauses durchgeführt, die modernste Heizungstechnik mit alter Bausubstanz, Energieeffizienz mit einem ursprünglichen Sommerhaus kombiniert und die ökologische Baustoffe wie Holz und Lehmputz nutzt. Unsere Gemeinde kann auf ein solches Projekt stolz sein und zeigt damit beispielhaft auch für andere Gemeinden, was möglich ist.

Die gesamte Sanierung war nur möglich, weil eine sehr enge und schnelle Kooperation aller Beteiligten erreicht wurde. Es wäre unredlich, einzelne Namen zu nennen. Beteiligt waren das Architekturbüro Bernrieder, Sieweke-Lagemann, das Kirchliche Verwaltungsamt, die untere Denkmalbehörde, das Landesdenkmalamt und eine Reihe von verschiedenen Gewerken, Gutachtern und Planungsbüros. Allen gilt ein besonderer Dank, weil sie trotz aller Schwierigkeiten immer das zügige Erreichen des Zieles im Auge hatten. Das gilt besonders für die bauliche Umsetzung und die ständig schwierige Finanzierung.

Zu danken ist auch den Ehrenamtlichen aus der Gemeinde und den verschiedenen Mitgliedern der Gemeindekirchenräte in der gesamten Zeit. Durch deren zügige Entscheidungen konnte maßgeblich der Fortgang der Sanierung sichergestellt werden.

Es konnten Fördermittel des Landesdenkmalamtes, der KfW und kirchenintern eingeworben werden. Dafür möchten wir uns bedanken. Während der Sanierung gab es auch eine Reihe von Führungen für Interessierte intern und extern. Diese Termine wurden rege angenommen, was für Interesse und Akzeptanz spricht.

Lars Mönch
(Bauausschuss)

Aus dem Kiezblick: „Als ein Ausflugslokal Gotteshaus wurde: 100 Jahre Kirche Johannisthal“

„Die evangelische Kirche in Johannisthal verbirgt sich hinter einem in unserer Region ungewöhnlichen Bau. Äußerlich ist sie gar nicht so einfach als Kirchenbau identifizierbar. Sie liegt hinter der Straßenbebauung etwas versteckt und besitzt keinen Kirchenturm. Geläutet wird trotzdem und man kann dabei den Glocken sogar beim Schwingen zuschauen, hängen sie doch im Garten in einer separat stehenden Stahlkonstruktion. Auch ist die Kirche vergleichsweise jung, das Gebäude aber vier Jahrzehnte älter. Es wurde nicht als Kirche erbaut, sondern hat eine bewegende Vorgeschichte. …“

Lesen Sie weiter im Kiezblick – Ausgabe 295