Archiv der Kategorie: Kirchgebäude

Bericht des GKR Johannisthal

Liebe Leserinnen und Leser,

im Namen des gesamten Gemeindekirchenrates wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und vor allem gesundes Jahr 2022.

Immer noch müssen wir uns nach der Pandemie richten, sowohl bei gemeindlichen Veranstaltungen wie auch bei Gottesdiensten und Sitzungen. Wir können nur hoffen, dass das kommende Jahr uns Erleichterung bringt.

Der GKR hat zweimal getagt zum Ende des vergangenen Jahres. Eine Sitzung war mit allen anderen GKRen des Sprengels, um die neue Pfarrerin für Baumschulenweg zu wählen, und Frau Pfeiffer ist in geheimer Wahl gewählt worden.

Bei der letzten Sitzung des Jahres 2021 im Dezember standen Fragen der Haushaltsplanung und der Überlegungen zum Neubau eines Wohnhauses im Mittelpunkt. Wir haben intensiv den Workshop nachbesprochen und werden gemeinsam mit dem Beirat eine Planung entwickeln, die wir Ihnen als Gemeindeglieder im Frühjahr in einer Gemeindeversammlung vorstellen werden.

Die Vorsitzende des Beirates, Antje Gobel, hat zum ersten Mal in ihrer Funktion als ständiges Mitglied an unserer Sitzung teilgenommen. Die Meinung des Beirates bereichert die Diskussion und Entscheidungsfindung. Wir haben auch beschlossen, ab der nächsten Wahlperiode den GKR zu erweitern, um die ehrenamtliche Arbeit auf mehr Personen verteilen zu können. Wir hoffen auf gute Resonanz und Ihr Interesse, für die nächste Wahlperiode zu kandidieren. Die Wahl findet am 13. November 2022 statt.

Vor 125 Jahren zu Ostern wurde die Gemeinde Johannisthal gegründet, und dieses Jubiläum werden wir zum Anlass nehmen, einen Festgottesdienst in diesem Jahr zu Ostern zu feiern. Auch gibt es erste Überlegungen, ob das Jubiläumsjahr nicht ein guter Anlass wäre, der Gemeinde einen besonderen Namen zu geben, und es nicht nur bei der Ortsbezeichnung zu belassen. Was meinen Sie? Lassen Sie uns Ihre Meinung wissen, wir diskutieren gerne darüber.

Bleiben Sie behütet und bleiben Sie weiter so engagiert für die Gemeinde Johannisthal trotz mancher Widrigkeiten.

Ihr Dr. Thomas Menn
Vorsitzender der Gemeindekirchenrates Johannisthal im Januar 2022

Gespräche zum Neubau am Sterndamm

Zwei Tage im November haben wir mit vielen Gemeindegliedern die Idee eines Neubaus auf unserem Gelände Sterndamm 92 – 96 intensiv besprochen. Zu-nächst hat am Freitag unser Projektentwickler die im engeren Kreis schon bekannte Machbarkeitsstudie einer breiteren Gemeindeöffentlichkeit vorgestellt. Im Ergebnis verspricht diese Studie in mehrfacher – wirtschaftlicher, genehmigungsfähiger und nutzungsoffener – Hinsicht sinnvolle Bebauungsmöglichkeiten. Soweit waren wir hier aber schon.

Das Echo lässt insgesamt den Schluss zu, dass sich die Gemeinde eine Bebauung unseres Geländes gut vorstellen kann. Natürlich hängt diese Zustimmung auch davon ab, wie der Baukörper sich in unseren Park einfügt und was für einen Einfluss auf die Nutzung des Geländes das zur Folge hat.

Am Sonnabend haben wir dann die Gelegenheit gehabt, über das Gehörte und Gesehene miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Ergebnis kamen wir auf relativ einhellige Gesichtspunkte:

1. Die Sichtbarkeit der Kirche von der Straße her soll verbessert werden.

2. Das können wir dadurch erreichen, dass der Hochzeitsweg von der Straße gerade auf das Kirchenportal zuführt und so eine Sichtachse herstellt.

3. Das bedeutet gleichzeitig, was auch schon für die Einzelbetrachtung gilt, dass das alte Kurhaus abgerissen werden muss. Die verabredete Prüfung ergibt zweifelsfrei, dass auch unabhängig von den Neubauplänen das Gebäude von der Gemeinde wirtschaftlich nicht zu halten ist.

4. Die im Neubau ermöglichten Nutzungen sollen zum Gemeindeleben passen: Mehrgenerationenhaus, Betreutes Wohnen, Kindergarten, Studierendenwohnheim, Café, Eine-Welt-Laden, Gemeindebüro und ergänzende Gemeinderäume …

5. Für den Glockenstuhl muss eine dauerhaft tragfähige Lösung gefunden werden: Die Glocken sollen über den Dächern läuten, um ihre Aufgabe zu erfüllen.

6. Die Brandwand zum Sterndamm 98 müssen wir in die Überlegungen zur Nutzung und Gestaltung des Geländes einbeziehen.

7. Natürlich müssen die technischen Randbedingungen bei allen Überlegungen bedacht werden: Fahrrad- und Autostellplätze,Müllentsorgung, Stauraum, möglicherweise ein Spielplatz …

Ausgangspunkt für die weiteren Überlegungen und Planungen ist die schon im letzten Gemeindegruß abgedruckte Variante mit zwei Gebäuden, die den verlegten Hochzeitsweg umschließen. Aus dem Vergleich mit der Nachbarbebauung ergibt sich, dass vier- bis fünfgeschossiges Bauen genehmigungsfähig sein sollte.

Wir haben verabredet, die Gemeinde und gegebenenfalls auch die Öffentlichkeit fortlaufend und zeitnah über den Stand der Dinge auf dem Laufenden zu halten. Dazu wollen wir die Möglichkeiten einer Informationstafel in der Kirche, die Internetseite der Gemeinde, den Newsletter und den Gemeindegruß nutzen. Behalten Sie also den jeweiligen Stand der Dinge im Auge!

Jetzt ist das Projekt aber auch entscheidungsreif: Noch im Januar wollen wir mit Beirat und Gemeindekirchenrat durch einen Startschuss-Beschluss den Neubau auf den Weg bringen. Nach bisherigem Stand können wir die Entwicklung, also Planung, Durchführung und „Verwertung“ von Teilen unseres Geländes auf geeignete Weise in der bewährten Zusammenarbeit mit unserer bisherigen Partnerin, der „Evangelische Bank – Sustainable Real Estate GmbH“ vorantreiben.

Also: Bleiben Sie neugierig und unter-stützen Sie uns, auch kritisch!

Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Neubau Sterndamm 92-96

1. Der Anlass und die Idee

In den Haushaltberatungen für das Jahr 2021 wurde deutlich, dass die finanziellen Mittel der Gemeinde sehr eng bemessen sind. Der Rat des Verwaltungsamtes: Entweder die Ausgabenseite kürzen, was hauptsächlich das Personal betreffen würde, oder die Einnahmeseite verbessern.

Dazu kam dann sehr energisch der Hinweis, dass wir in absehbarer Zeit uns mit der Sanierung des Wohnhauses Sterndamm 92 befassen müssen. Das hätte einen weiteren wirtschaftlichen Kraftakt zur Folge.

Eine Lösung, die wir sehen konnten, um die Gemeinde langfristig auf sichere Füße zu stellen: Auf unserem großen Grundstück bauen und mit möglichen Überschüssen aus Mieteinnahmen unsere Personalkosten, zum Beispiel für eine eigene Pfarrstelle, zu stützen.

Auf unserem Grundstück gibt es an der Straße und an der Brandwand des Nachblockes entlang mehr oder weniger ungenutzte, brachliegende Flächen, die sich für eine Bebauung anbieten. Wenn wir unser Grundstück als Stiftung der Generation von vor hundert Jahren für die Zukunft der Gemeinde in Johannisthal betrachten, ergibt sich daraus eigentlich eine Verpflichtung, dieses Stiftungsgut auch für den ursprünglichen Zweck zu nutzen. Andererseits ist ein Neubau auch eine Chance für die Gemeinde, bei der Behebung der Wohnungsnot in Berlin zu helfen. Diesen Beitrag zum öffentlichen Leben der Stadt können wir aber auch in unserem Sinne gestalten: Was bauen wir für wen? Auch mit den Entscheidungen, wen wir als Nutzer einladen, können wir Gemeinde bauen.

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Neubau am Sterndamm??

Wir haben es ja schon bei mehreren Gelegenheiten angedeutet: Wir planen sehr ernsthaft, auf unserem Gelände zu bauen. Die ursprüngliche Idee dabei war, durch Verbesserung der Einnahmeseite – dann durch Mieten – die Gemeinde wirtschaftlich längerfristig zu stabilisieren. Daneben können wir z.B. durch einen Kindergarten der Gemeinde auch neue Impulse geben und es uns mit einem Café gemütlich machen. Wir können ja entscheiden, was wir bauen und wofür und damit Leben auf unserem Gelände gestalten. Dass unsere grüne Oase im Kern als solche erhalten und vielleicht sogar aufgewertet werden kann, ist die Voraussetzung aller Überlegungen.

Mit Unterstützung des Kirchenkreises, der in unserem Vorhaben auch ein beispielhaftes Pilotprojekt sieht, liegt jetzt eine Machbarkeitsstudie vor, deren Ergebnisse der Gemeinde am 19. und 20. November vorgestellt werden und die Gemeinde zum Mitdenken eingeladen ist. Das Ergebnis der Studie besagt zunächst nicht viel mehr als: Es ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und im Blick auf die Möglichkeiten des Grundstückes Sterndamm 92-96 ein aussichtsreiches Projekt. Der Bau würde durch einen Kredit finanziert werden und dieser durch die zu erwartenden Einnahmen – hauptsächlich Mieten – von uns bedient werden können und sogar etwas für die Gemeinde übriglassen. Erschrecken Sie nicht: Es geht inzwischen um eine Investitionssumme von über 14 Millionen Euro. Spannend ist natürlich, wie das aussehen könnte. Eine bittere Pille könnte der Abriss des alten Kurhauses sein, das wir in absehbarer Zeit sowieso energetisch sanieren müssten, was uns an den Rand des finanziell Leistbaren oder sogar darüber hinaus bringen würde. Es war nicht unsere Idee, aber ein offenbar begründeter Rat, auch darüber nachzudenken, an diese Stelle einen Neubau zu setzen. Das vorausgesetzt könnte, so der Vorschlag des Projektmanagers, einen „Baukörper“ an der Straßenfront bis hin zu einem direkt in Richtung Kircheneingang verlegten Zugang ins Gelände ergeben und einen zweiten auf der anderen Seite dieses neuen Zuweges ein Stück ins Gelände hinein parallel zur Feuerwehrzufahrt. Die Lücke zwischen den beiden Häusern würde direkt in unsere Kirche einladen. Es könnten in den Häusern ungefähr 40 Wohnungen entstehen oder, wenn wir von Mikro-Apartments zum Beispiel für Auszubildende in Pflegeberufen ausgehen, mehr als die doppelte Anzahl.

Vermutlich werden die Pläne im Laufe unseres innergemeindlichen Gespräches und in Auseinandersetzung mit Architekten, die dann konkrete Pläne für uns erarbeiten sollen, noch in vieler Hinsicht bewegt werden. In Aussicht genommen ist, bis zum Oktober 2022 die Pläne soweit fertig zu haben, dass sie dann in die Mühlen der Genehmigungsverfahren geschoben werden können. Auch dafür ist grob ein Jahr vorgesehen, sodass in den Jahren 2024 und 2025 gebaut werden könnte.

Noch haben wir über diesen groben Zeitrahmen hinaus keine genauen Verabredungen, wie dieser Planungsprozess gestaltet werden kann. Wir möchten aber gern Sie alle einbeziehen und mitnehmen auf diesem Weg. Vermutlich werden wir nicht immer alle einig sein. Ich freue mich trotzdem darauf, mit Ihnen Ideen zu entwickeln und ihnen Gestalt zu geben. Solch ein Prozess kann großen Spaß machen. Und wenn am Ende das Ergebnis auch überzeugt, wovon ich überzeugt bin, können wir als Kirchengemeinde sehr stolz sein.

Also: Werden Sie neugierig und mischen Sie mit!
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Workshop am 19./20. November 2021 – Bau eines Wohnhauses auf dem Kirchengrundstück

Wie wir bei der Gemeindeversammlung dargestellt haben, denken wir darüber nach, den  Grundstücksteil zum Sterndamm hin zu bebauen, um so langfristig durch Mieteinnahmen die finanzielle Absicherung der Gemeinde zu gewährleisten. In der Zwischenzeit wurde durch einen Projektentwickler der Evangelischen Bank ein Gutachten erstellt, das die grundsätzliche Machbarkeit dieses Projektes bestätigt. Bevor der GKR einen konkreten Beschluss fasst, ob diese Idee weiter verfolgt wird, soll in einem ersten Schritt Richtung konkreter Planung ein Workshop mit dem Projektentwickler und Interessierten aus der Gemeinde stattfinden, in dem Ideen und Visionen für dieses Haus gesammelt und ausgelotet werden. Dieser Workshop geht über zwei Tage: am Freitag, den 19. November wird in einer Abendveranstaltung die Studie mit ersten Ideen vorgestellt, am Samstag, den 20. November findet dann der eigentliche Workshop zur Entwicklung von Ideen statt.

Mitglieder von Gemeindekirchenrat und Gemeindebeirat werden zu diesem Workshop persönlich eingeladen, er steht aber allen Interessierten offen.

Die beiden Termine (beide in der Kirche Johannisthal):

Freitag, 19. November 2021 von 20-22 Uhr
Samstag, 20. November 2021 von 10-13 Uhr

Es gilt die 3G-Regel, d.h. Impf- oder Genesenenstatus bzw. negativer Test müssen nachgewiesen werden. Wir bitten Sie darum, das Hygienekonzept der EKBO für Gemeinde-Veranstaltungen zu beachten.

Aus dem Kiezblick: „Als ein Ausflugslokal Gotteshaus wurde: 100 Jahre Kirche Johannisthal“

„Die evangelische Kirche in Johannisthal verbirgt sich hinter einem in unserer Region ungewöhnlichen Bau. Äußerlich ist sie gar nicht so einfach als Kirchenbau identifizierbar. Sie liegt hinter der Straßenbebauung etwas versteckt und besitzt keinen Kirchenturm. Geläutet wird trotzdem und man kann dabei den Glocken sogar beim Schwingen zuschauen, hängen sie doch im Garten in einer separat stehenden Stahlkonstruktion. Auch ist die Kirche vergleichsweise jung, das Gebäude aber vier Jahrzehnte älter. Es wurde nicht als Kirche erbaut, sondern hat eine bewegende Vorgeschichte. …“

Lesen Sie weiter im Kiezblick – Ausgabe 295

Bericht des GKR Johannisthal

– Pfarrhaus – Hochzeitsweg – Pfarrstelle – Gemeindebeirat –

Liebe Leserinnen und Leser,

in den Monaten März und April 2021 hat der Gemeindekirchenrat Johannisthal viermal getagt und – Corona geschuldet – leider nur als Videokonferenz. Wie Ihnen fehlt auch uns der persönliche Kontakt, um uns auszutauschen. Aber die Sicherheit, sich nicht anzustecken oder die Viren weiterzuverbreiten, geht vor.

Das war ein Grund, weshalb wir uns gegen die Präsenzgottesdienste zur Osterzeit und danach entschieden hatten. Die Mehrheit im GKR war im April auch der Ansicht, dass Präsenzgottesdienste in der gesamtgesellschaftlichen Betrachtung nicht angemessen sind, wenn die Zahlen der Angesteckten steigen und viele Plätze, die zu unserem Leben gehören, nicht mehr betreten werden dürfen. Nun, Anfang Mai, nehmen die Impfungen an Fahrt auf, die dritte Welle scheint abzuflauen und das Wetter wird besser. Deshalb freuen wir uns darauf, Sie – natürlich immer noch mit allen Vorsichtsmaßnahmen wie medizinischer Maske und Abstand – zu den Gottesdiensten im Pfarrgarten begrüßen zu können.

Eine grundsätzliche Entscheidung haben wir inzwischen leider treffen müssen: Die Gemeinde kann es sich finanziell nicht erlauben, das Haus im Sterndamm 90 zu einem Pfarrhaus umzubauen. Hätten wir dies weiter ausgeführt, so müssten wir etliche hunderttausende Euros mehr ausgeben, weil das Klimaschutzgesetz der Landeskirche eine klimaschutzgerechte Sanierung bei kirchlich genutzten Liegenschaften, z. B. bei einem Pfarrhaus, zwingend seit Oktober 2020 vorschreibt. Das Geld dazu hätten wir nicht, mit der Folge, dass wir anderenfalls in den nächsten Jahren bei den Stellen der Hauptamtlichen einschließlich der Pfarrstelle würden sparen müssen. Wir werden deshalb das Haus zu einem Wohnhaus für den freien Markt sanieren, und hoffen, in Zukunft finanziell sicherer dazustehen und damit Pfarrstelle und Kantorenstelle in den nächsten Jahren ausreichend finanzieren zu können. Eine Zwangsverwaltung durch die Landeskirche mit Suspendierung des gewählten GKR wollten wir nicht befürchten müssen, wenn wir defizitär wirtschaften. Unserem Wirtschafter kraft Amtes, Herrn Dr. Krüger, gilt unser besonderer Dank, dass er alle Zahlen im Blick behält und zusammen mit dem Kirchenverwaltungsamt den Haushalt plant.

Zum Jubiläum von Gemeinde und Kirchengebäude im August dieses Jahres wird der sogenannte Hochzeitsweg wieder hergestellt sein, sicherlich eine Freude für alle, dass die Kirche zentral vom Sterndamm gesehen und betreten werden kann.

Eine große Bitte haben wir als GKR an Sie: In der zweiten Jahreshälfte werden wir einen Gemeindebeirat ernennen, der uns bei unserer Arbeit unterstützen soll und Ideen aus der Gemeinde zu uns bringt. Bitte überlegen Sie, wer Mitglied sein könnte mit Nähe zu unserer Gemeinde. Der Beirat sollte zweimal im Jahr tagen und ein Mitglied ist ständiger Gast bei den GKR-Sitzungen. Helfen Sie uns bitte mit Vorschlägen, auch Sie selbst können uns Ihr Interesse am Beirat mitteilen.

Bleiben Sie alle gesund, in der Erwartung und Freude, dass wir uns bald wieder in und an der Kirche treffen können.

Ihr Dr. Thomas Menn

Bericht aus dem Gemeindekirchenrat

Pfarrstelle – Sanierung Pfarrhaus – Abschied Ersatzältester –
Gemeindeversammlung – Garten und Küche

Liebe Gemeindemitglieder,

am 19. August 2020 hat der Gemeindekirchenrat sich zu seiner neunten Sitzung der Wahlperiode 2019–2022 getroffen. Wichtige Themen unter anderem waren die Beschlüsse zu den Gottesdiensten bis Ende des Jahres, die Sanierung des zukünftigen Pfarrhauses, der Umbau des Bürotraktes, und Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Gemeindekirchenrat hat in diesem Zusammenhang beschlossen, den Gemeinderaum ab sofort wieder auch an Privatpersonen zu vermieten unter Beachtung der jeweiligen vorgeschriebenen Hygieneregeln. Aber wichtiger noch für uns alle ist, dass die gemeindliche Arbeit in vielen Bereichen wieder aufgenommen werden kann, wie zum Beispiel der Seniorentreff, Kindergruppen und Kantorei. So versuchen wir alle so weit wie möglich wieder ein normales und gemeinsames Gemeindeleben in Gang zu bringen.

Unsere Pfarrerin, Frau Julika Wilcke, wird von Mitte Oktober 2020 bis Februar 2021 im Mutterschutz sein. Ob sie nach Beendigung des Mutterschutzes gleich wiederkommt oder ob sie noch eine gewisse Zeit in Elternzeit sein wird, hat sie noch nicht entschieden. Der Superintendent wird sich um eine Vakanzvertretung kümmern, so dass in der Gemeinde die seelsorgerische und theologische Arbeit nicht brachliegen wird.

Wegen der geringer werdenden finanziellen Mittel musste der Gemeindekirchenrat Prioritäten setzen und so wird die Sanierung des zukünftigen Pfarrhauses Vorrang haben vor der Umgestaltung des Außengeländes. Dies wird nicht, so wie ursprünglich geplant, im kommenden Jahr in größerem Umfang begonnen werden.

Unser gewählter Ersatzältester, Andreas Griese, ist aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Er wird mit seiner Frau nach Rostock in die Nähe zu seinen Kindern und Enkeln ziehen. Wir danken Andreas für die Mitarbeit im vergangenen Dreivierteljahr und verabschieden ihn im Gottesdienst am 4. Oktober.

Die Gemeindeversammlung am 23. August hat wahrscheinlich zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde unter freiem Himmel stattgefunden. Auch unter dem blauen Sommerhimmel wurde viel besprochen und einiges angesprochen, was aus Sicht der Gemeindemitglieder noch verbessert werden könnte. Es wurde zum Beispiel vorgeschlagen, dass das Gelände vor dem Pavillon für die Gottesdienste mit einem festeren Untergrund versehen wird. Es wurde gemeinsam überlegt, wie die Weihnachtsgottesdienste unter den aktuellen Bedingungen durchgeführt werden können. Es wurde auch angemerkt, dass die Küche mehr Pflege braucht und dass viele Gesangsbücher in einem schlechten Zustand sind. Die Bitte ist, man möge doch hier pfleglicher mit den Gesangsbüchern umgehen. Die ehrenamtliche Gartenarbeit wird gut akzeptiert und die Entwicklung der Außenanlagen von mehreren Seiten gelobt, aber leider sind es doch zu wenige, die Zeit und Gelegenheit haben, sich alle vier Wochen sonnabends zum Einsatz zu treffen.

Mandy Endter berichtete über den Umzug des Jugendzentrums nach Baumschulenweg. Sie berichtete von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Coronazeiten, wie viele Dinge online gemacht wurden, und dass die Angebote vor Ort mit Besuch der fünf Pfarrkirchen im Sprengel ein guter Erfolg waren. Martin Fehlandt berichtete, dass Proben inzwischen wieder möglich sind und die Kantorei mit der Probenarbeit in kleiner Besetzung begonnen hat. Flöten- und Bläserkreise sollen im September wieder beginnen, Gemeindechor und Seniorensingkreis werden vielleicht mit einem kleinen Singkreis draußen starten.

Weil die Umgestaltung des Außengeländes nicht zur 100-Jahr-Feier im nächsten Jahr in Angriff genommen werden kann, wurde gemeinsam überlegt, ob zumindest ein kleines Projekt in den Außenanlagen bis dahin realisierbar ist.

Die nächste Gemeindeversammlung wird im nächsten Jahr einberufen, spätestens, wenn es an die konkrete Planung des Außengeländes geht oder die endgültige Besetzung der Pfarrstelle in Johannisthal absehbar ist, denn Frau Wilcke ist immer noch mit nur 50 % Stellenanteil als Pfarrerin im Entsendungsdienst bei uns in Johannisthal.

Herzliche Grüße
Dr. Thomas Menn

Aus dem Gemeindekirchenrat

Liebe Gemeindemitglieder,

in der zweiten Juniwoche hat der Gemeindekirchenrat zum letzten Mal vor der „Sommerpause“ im Gemeindesaal getagt. Mit Freude konnten wir gemeinsam feststellen, dass die Gottesdienste im Kirchgarten draußen intensiv angenommen werden. Das Wetter war meistens gut und die Stimmung unter den Bäumen mit Glockengeläut und Vogelgesängen, und etwas entfernter, dem Straßenlärm, ist jedes Mal eine besondere. Und wichtig für alle ist, dass wir draußen singen dürfen. Unser elektrisches Piano kam mit der neuen Musikverstärkeranlage gut zum Einsatz, aber auch die Instrumentenspieler*innen und die Sänger*innen bringen uns die Freude im Gottesdienst.

Wir haben als Gemeindekirchenrat gemeinsam entschieden, dass wir die Gemeindeversammlung am Sonntag dem 23. August 2020 nach dem Gottesdienst auf jeden Fall durchführen werden, obwohl der Architekt für die Landschaftsplanung leider nicht an diesem Termin teilnehmen kann.  Unabhängig davon sind Beginn und die Umsetzung der Neugestaltung des Außengeländes neuerdings fraglich. Bedingt durch die Coronakrise wird weniger Geld in die Kasse der Gemeinde Johannisthal fließen. Wir haben als Gemeindekirchenrat entschieden, dass der Umbau und die Herrichtung des Pfarrhauses Priorität hat. Einiges ist deshalb von den Finanzen und damit verbunden, dem zeitlichen Ablauf beider Baumaßnahmen noch unklar, wir hoffen aber, dass wir bei der Gemeindeversammlung Ende August Näheres berichten können.

Der Gemeindekirchenrat hat beschlossen, in den nächsten Monaten einen Opferstock für den Kirchsaal anzuschaffen. Während der Zeiten der Offenen Kirche zeigte sich, dass gerne gespendet wird, und aus diesem Grund wollen wir durch den Opferstock eine Sicherheit gegeben. Die Umbauarbeiten im Bürotrakt sind fast abgeschlossen, so dass die hauptamtlichen Mitarbeiter gut arbeiten können und gute Räume vorhanden sind, um sich in Ruhe mit Ratsuchenden und Gemeindemitgliedern austauschen zu können.

Die Gemeindekirchenräte der fünf Gemeinden des Kirchensprengels Oberspree-West haben am 17. Juni 2020 für die Gemeinde Treptow einen neuen Pfarrer, Herrn Pfarrer Döhle gewählt. Über Person und Dienstbeginn von Herrn Döhle wird später zu berichten sein.

Genießen Sie den Sommer in der Stadt oder dort, wohin sie während der Urlaubszeit fahren, bleiben Sie gesund und behütet, und wir alle freuen uns, Sie bei den sonntäglichen Gottesdiensten oder auch bei der Gemeindeversammlung zu sehen.

Herzliche Grüße

Dr. Thomas Menn
Vorsitzender Gemeindekirchenrat Ev. Gemeinde Johannisthal

26. Juni 2020

Aus dem Gemeindekirchenrat

Zum jetzigen Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, Anfang Juni 2020, bestimmt die Corona-Epidemie immer noch unser gemeindliches Leben. Außer den Gottesdiensten und den Routinesitzungen des Gemeindekirchenrates, und teilweise mit den Ausschüssen, findet gemeindliches Leben vor Ort in den meisten Bereichen nicht statt. Auch vermieten wir aus Gründen des Infektionsschutzes mit den hohen Auflagen unseren Gemeindesaal nicht privat.

Erlaubt sind vom Senat im Wesentlichen die Gottesdienste mit immer noch starken Einschränkungen.

Doch die Gartenarbeit wird einmal im Monat ehrenamtlich unter der Regie von Mike Heinold durchgeführt.

Die Gottesdienste haben wir bereits mehrfach im Freien feiern können. Hier ist unser Gartengelände ideal. Wir können singen, und auch unser elektrisches Piano kommt nun zum Einsatz. In kleinem Umfang war auch Musik möglich. Solange es das Wetter zulässt, werden wir die Gottesdienste weiter draußen feiern, weil im Kirchsaal aus Gründen des Infektionsschutzes nur sehr eingeschränkt, d.h. ohne Singen und ohne Instrumente ein Gottesdienst möglich ist.

Der Gemeindekirchenrat hat sich bei seiner Sitzung Mitte Mai 2020 natürlich mit der aktuellen Situation beschäftigt. Wichtige Themen waren aber auch die Umgestaltung des zukünftigen Pfarrhauses, sowie die ersten Planungsentwürfe für die Neugestaltung des Außengeländes. Bei der Planung des Außengeländes ist noch nichts Endgültiges festgelegt. Hier freuen wir uns auf die Gemeindeversammlung am 23. August 2020, bei der wir gemeinsam überlegen und planen, wie das Außengelände in den nächsten Jahren aussehen soll. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr mit ersten Arbeiten beginnen können.

Der Bürobereich ist nun fast komplett umgebaut. Auch die elektrische Anlage mit der Steuerung des Glockengeläuts wird dabei erneuert, so dass die Glocken unter anderem auch beim Vaterunser im Gottesdienst werden klingen können.

Wir alle freuen uns sehr, dass wir jetzt wieder gemeinsam Gottesdienste feiern können, und unser Garten und die Musikmuschel bieten eine so schöne natürliche Umgebung dazu.

Bleiben Sie weiterhin gesund und behütet
mit herzlichen Grüßen

Dr. Thomas Menn