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Begegnungscafé am 1. März 2024

Begegnungs-Café. Nachbarschaftlicher Treffpunkt für Menschen verschiedener Kulturen. Ev. Kirche Johannisthal - Sterndamm 92, 12487 Berlin. Jeden 1. und 3. Freitag im Monat, 15-19 Uhr. Kultureller Austausch, Deutsch lernen, Miteinander spielen. Kostenfrei / Сусідське місце зустрічі людей різних культур. Кожної 1-ї та 3-ї п'ятниці місяця, 15:00-19:00. Культурний обмін, вивчення німецької мови, спільні ігри. Безкоштовно

Wir begrüßen unsere großen und kleinen Gäste wieder im Gemeinderaum zum gemütlichen Beisammensein, Spielen, Basteln und Plaudern. Wir decken die Tafel mit süßen und herzhaften Speisen und immer wieder gibt es auch kulinarische Überraschungen von unseren Gästen.

Ziemlich beliebt sind unsere Spielrunden mit „Hornochse“ oder „Heckmeck“. Es wird viel gefuttert und noch mehr gelacht. Und ich bin immer wieder erstaunt, welche neuen Kontakte geknüpft werden, aus denen ab und an sogar Freundschaften entstehen.

Je bunter und vielfältiger diese Nachmittage sind, desto besser!

In diesem Sinne freuen wir uns auf euren und Ihren Besuch und auf viele schöne neue und alte Begegnungen in 2024.

Herzliche Grüße
Johanna und Karola aus dem Café-Team.

Die nächsten Termine:

1. März 2024
15. März 2024

Setzen Sie mit uns ein Hoffnungszeichen gegen Gewalt und Hass

Und feiern Sie mit uns und unseren katholischen Schwestern den Gottesdienst zum Weltgebetstag, dessen Liturgie 2024 aus Palästina kommt

am Freitag,
den 1. März 2024 um 18 Uhr
in der Kirche Johannisthal

Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir zu einem Imbiss mit landestypischen Gerichten ein. Wir freuen uns, wenn Sie dazu einen Beitrag leisten. Zahlreiche Rezepte aus Palästina zum Nachkochen finden Sie unter

https://weltgebetstag.de/aktueller-wgt/palaestina/materialien-downloads/rezepte-24/

Sie können sich auch Rezeptvorschläge im Gemeindebüro Baumschulenweg abholen.

Die Gottesdienstordnung aus Palästina für den WGT 2024 ist vor dem 7. Oktober 2023, dem brutalen Angriff der Hamas und den sich daraus entwickelnden kriegerischen Auseinandersetzungen entstanden. Sie kann keine aktuellen Bezüge enthalten; auch wenn alle diejenigen, die mit den palästinensischen Schwestern die Friedenssehnsucht teilen, diese für ihr Mitgehen und Mitbeten benötigen.

Die biblischen Texte in der Gottesdienstordnung, besonders Psalm 85 und Eph 4,1–7 können in der aktuellen Situation tragen. Mit ihnen wollen wir für Gerechtigkeit, Frieden und die weltweite Einhaltung der Menschenrechte beten. Die Geschichten der drei Frauen in der Gottesdienstordnung geben einen Einblick in Leben, Leiden und Hoffnungen in den besetzten Gebieten. Sie sind Hoffnungskeime, die deutlich machen, wie Menschen aus ihrem Glauben heraus Kraft gewinnen, sich für Frieden zu engagieren.

Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels sind Gaza, Hamas, Israel und Palästina Themen der Nachrichten. Wie die Situation zum 1. März sein wird, ist leider nicht absehbar. Wird weiterhin Krieg herrschen, wird es zumindest eine Waffenruhe geben oder wird ein Weg gefunden für eine sichere und gerechte Lebensmöglichkeit der
Menschen in Israel und Palästina? Kann der Gewalt, die nie eine vertretbare und heilvolle Lösung ist, ein Ende gemacht werden?

Am 1. März 2024 wollen Christ*innen weltweit mit den Frauen des palästinensischen Komitees beten, dass von allen Seiten das Menschenmögliche für die Erreichung eines gerechten Friedens getan wird.

Schließen auch Sie sich am 1. März 2024 über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg mit anderen Christ*innen zusammen, um auf die Stimmen von Frauen aus Palästina und ihre Sehnsucht nach Frieden in der Region zu hören und sie zu teilen.

Passionskonzert – Buxtehude: Membra Jesu Nostri (3. März 2024 – Oberschöneweide)

Kantorei Johannisthal Membra Jesu Nostri D. Buxtehude Sonntag, 3. März 2024, 17 Uhr Einlass: 16:15 Uhr | Eintritt: 12€ - 3€ Kantorei Johannisthal Jaye Consort Berlin unter der Leitung von Martin Fehlandt Christuskirche Oberschöneweide Firlstr. 16, 12459 Berlin | Tram 27, 60, 67

Salve

Der wohl bedeutendste Komponist im deutschsprachigen Raum zwischen H. Schütz und J. S. Bach war ohne Zweifel Dietrich Buxtehude. Er war weithin berühmt für seine außergewöhnliche Musik. Nicht umsonst ist J. S. Bach zu Fuß nach Lübeck gereist, um den großen Meister und berühmten Marienorganisten vor Ort zu erleben. Er hatte großen Einfluss auf die frühen Kompositionen Bachs.

Der Kantatenzyklus „Membra Jesu nostri“ gilt als die größte geistliche Musik der Zeit zwischen Schütz und Bach – zu Recht!

Eine solche Tiefe des Ausdrucks und gleichzeitig eine solch hohe Meisterschaft der Kompositionskunst hat man lange nicht gehört. Sie steht als Solitär in der Musikgeschichte, da sie kein Libretto wie andere Passionsmusiken hat. Sie dient nicht dem Erleben des Schmerzes Jesu, sondern der Erbauung der Gläubigen und lässt schon die Osterfreude erklingen.

Die Grundlage der Kantaten bilden jeweils drei Strophen lateinischer Gedichte auf die Füße. Knie, Hände, Seite, Brust , Herz und Gesicht Christi. Die Dichtung stammt vermutlich aus der Feder des Zisterziensermönches Arnulf von Leeuwen. Die Bibelverse, die Buxtehude der jeweiligen Kantate voranstellt (jeweils für Chor und Instrumente), stammen mehrheitlich aus dem Alten Testament. Diese deuten auf die folgenden Texte.

Die erste Kantate beginnt nach einer thematischen Instrumentaleinleitung mit dem Ausruf „Ecce!“ – „Siehe“ und jeder Kirchgänger damals assoziierte sofort „Sehet, welch ein Mensch!“ Hier jedoch haben wir einen Text aus dem alttestamentlichen Propheten Nahum (2,1): „Sehet auf den Bergen die Füße eines guten Boten, der da Frieden verkündet.“ Bevor der Eingangschor (wie in jeder dieser Kantaten) am Schluss wiederholt wird, erleben wir mit dem Ruf „Salve mundi salutare“ eine große Verbeugung vor dem Gekreuzigten: „Sei gegrüsst, du Heil der Welt!“.

Jede dieser 7 Kantaten hat ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter, und doch bilden alle zusammen eine große Einheit. Die letzte dieser teilweise geradezu expressiven Kantaten schließt mit „Salve, caput cruentatum“ – „O Haupt voll Blut und Wunden“ und endet mit einem triumphalen „Amen!“

Lassen Sie sich bezaubern und mitnehmen in diese geradezu schmerzlich schöne musikalische Betrachtung der Wunden Christi: Eine besondere Passionsmusik, die sie am 3. März in Oberschöneweide erleben können!

Ich lade dazu herzlich ein!
Martin Fehlandt

Wachet mit mir

Die Passionszeit zwischen Fasching und Ostern ist ein tolles Angebot für uns Protestant*innen. Oft leben wir unseren Glauben sehr verkopft und fühlen uns von den Riten, die Religion letztlich ausmachen, befreit. Das kann einsam machen.

In der Passionszeit jedoch geht es genau darum. 40 Tage lang (die Sonntage sind von der Passionszeit ausgenommen) bleiben wir in unserem Menschsein, mit unserer Einsamkeit vor Gott. Ohne feiern zu müssen, ohne schon alles zu haben und ohne alles zu wissen. Im Gebet.

Ich lade darum herzlich ein, immer mittwochs von 18:30 – 19:00 Uhr im Gemeindesaal Baumschulenweg das

Herzensgebet aus den Orthodoxen Kirchen

gemeinsam zu üben.

Wir beginnen am 21. Februar.

So kann aus Einsamkeit Alleinsein werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Einstieg jederzeit möglich.

Ich freue mich auf Sie und euch!
Pfarrerin Carmen Khan

Soviel du brauchst …

ist der Titel der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit von Aschermittwoch bis Ostermontag. Die Fastenaktion ist eine kirchliche Initiative von 24 evangelischen und katholischen Partner*innen. Eine Fastenbroschüre begleitet mit praktischen Anregungen die Zeit, sie kann einfach online* heruntergeladen werden. Die Broschüre liefert Anregungen dazu, alltägliche Entscheidungen auf ihre Nachhaltigkeit hin zu überprüfen und lädt ein, neue Wege zu gehen.

Wer in der Fastenzeit weitere Impulse sucht, findet diese vielleicht im Fastenwegweiser „Wandeln“ oder möchte die wöchentlichen Fastenbriefe von Andere Zeiten e.V. abonnieren.

So viel Sie brauchen…

Eine für mich wesentliche Frage unserer Zeit:

Was und wieviel davon brauche ich wirklich zum Leben?

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass es mich erleichtert, Dinge loszuwerden. Mein an Gegenständen übervolles Dasein bedrückt mich oft mehr, als es mich beglückt. Geschenke, die nett gemeint, aber irgendwie nicht wirklich zu gebrauchen sind, sind mir eher Last als Lust.

Und, oh je, mittlerweile bekomme ich allzu oft Süßigkeiten geschenkt. So viel, dass sie mich zum Überkonsum verlocken und eher die Regel als eine Ausnahme sind. Dabei ist doch meine Entscheidung:

Genuss statt Überfluss.

Vor kurzem hörte ich von dieser Idee: Schenken wir uns doch gegenseitig gemeinsame Koch- und Backtage und dazu den Einkauf ökofairer Produkte aus der Region. So verbringen wir Zeit mit lieben Menschen, verarbeiten mit Muße die Früchte der Erde und essen dann in Gesellschaft eine wunderbare Mahlzeit. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht immer.

Aber: Woher kommen die Lebensmittel, die wir genussvoll verzehren und damit Körper und Seele gesund halten wollen? Wer hat sie unter welchen Bedingungen hergestellt? Wurde den Erzeuger*innen ein fairer Preis gezahlt? Stecken Sorgfalt, ein ökologischer Anspruch und faire Marktstrukturen in Produktion und Vertrieb? Oder ist uns angesichts des kleinsten Preises alles egal? Die Auswahl unserer Lebensmittel hat eine Wirkung.

Inzwischen gibt es in unserer Umgebung verschiedene Möglichkeiten, mit dem Einkauf den Wandel hin zu Nachhaltigkeit und fairen Marktstrukturen zu unterstützen: Bioprodukte im Supermarkt zu kaufen sind eine Sache. Noch besser gefallen mir die diversen Bio-Abokisten (abokiste-apfeltraum.de, brodowin.de, maerkischekiste.de), über welche Erzeugnisse von Biobauernhöfen aus der Umgebung ohne Zwischenhandel direkt zu uns geliefert werden. Ich schätze dabei besonders, dass sie saisonal befüllt sind und ich darüber gar nicht mehr nachdenken muss.

Kennen Sie den kleinen Laden FeinKostSüdOst mit Müslicafé in der Südostallee 169? Von Freitag bis Sonntag gibt es hier Sophies Müslikreationen, frisches Gemüse, Grund-nahrungsmittel, Spezialitäten und vieles mehr. Sie können hier auch Frühstücken, Kaffeetrinken, Brötchen holen und immer auch mit den Mitarbeitenden plaudern – hier kennt man sich und findet schöne Weile statt Eile. Falls Ihnen Sonntags noch etwas zum Backen oder Kochen fehlt, finden Sie es womöglich hier.

Seit etwas mehr als einem Jahr bringen die Gastgeber*innen der Marktschwärmer in Johannisthal ebenfalls regionale Produktvielfalt in unsere Nachbarschaft: Lebens- und Genussmittel aus ökofairer Produktion können direkt bei den herstellenden Betrieben bestellt und immer Donnerstagabends direkt auf dem Hof des Rathauses abgeholt werden. Transparent sind dabei Entfernungen von durchschnittlich 40 km vom herstellenden Betrieb und dessen Verdienst am Produkt. Wobei die Preise vom Betrieb selbst festgelegt werden. Auf dieser Internetseite lässt sich auch so einiges mehr zum Beispiel über die Tierhaltung, die Geschichte der zugehörigen Höfe oder die Produktherstellung nachlesen. Wie schön, dass Berlin von Land(-wirt)schaft umgeben ist.

Fest steht, ökofaires Einkaufen hat seinen Preis. Es ist mir bewusst, dass manchen Haushalten der finanzielle Spielraum fehlt. Aber auch wer ab und an ein paar Besonderheiten aus regionaler Produktion kauft, unterstützt die Betriebe ganz direkt:

Bunte Hühnereier aus Werneuchen, Räucherfisch von den Fisch-Fritzen aus dem West-Havelland, traditionell aus Natursauerteig hergestellte Backwaren aus der Endorphina Bäckerei in Neukölln und vieles mehr kann online erstöbert und bestellt werden.

„Soviel du brauchst…“

Eine gute Zeit voller Inspiration wünscht
Johanna Werner aus dem Klimateam

Internetseiten:

Bei der Recherche auch noch online entdeckt: www.klimafit-kurs.de/challenge