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Rückblick: Salonorchester Berlin / Nosferatu (20.08.2021)

Das Programm am Freitagabend ermöglichte der Förderverein der Gemeinde Johannisthal: Ganz im Stile der 1920er Jahre ließ das Salonorchester Berlin den Pavillon und den Pfarrgarten im alten Glanze erstrahlen. Etwa 100 Gäste freuten sich bei einem Glas Wein oder Saft über ein abwechslungsreiches Programm.

Nach der Umbaupause genossen die verbliebenen und neu hinzugekommenen etwa 80 Gäste ein weiteres Highlight: „Nosferatu“, gedreht unter anderem in Johannisthal und live begleitet vom Kantor Martin Fehlandt – ein ganz besonderes Erlebnis!

Rückblick: „100 Jahre Kirche Johannisthal – ein provisorischer Glücksfall“ (Gemeindeabend 19.08.2021)

Das Jubiläumswochenende begann mit einem Gemeindeabend zur Geschichte der Gemeinde und des Kirchgebäudes. Pfarrer Scheel hatte sich mit Unterstützung von Herrn Huskobla in die zahlreichen Informationen zur Geschichte des Geländes, besonders vom Freundeskreis Heimatgeschichte Johannisthal eingearbeitet und in einem interessanten Vortrag den Besucher*innen vorgestellt.

Aus dem Kiezblick: „Als ein Ausflugslokal Gotteshaus wurde: 100 Jahre Kirche Johannisthal“

„Die evangelische Kirche in Johannisthal verbirgt sich hinter einem in unserer Region ungewöhnlichen Bau. Äußerlich ist sie gar nicht so einfach als Kirchenbau identifizierbar. Sie liegt hinter der Straßenbebauung etwas versteckt und besitzt keinen Kirchenturm. Geläutet wird trotzdem und man kann dabei den Glocken sogar beim Schwingen zuschauen, hängen sie doch im Garten in einer separat stehenden Stahlkonstruktion. Auch ist die Kirche vergleichsweise jung, das Gebäude aber vier Jahrzehnte älter. Es wurde nicht als Kirche erbaut, sondern hat eine bewegende Vorgeschichte. …“

Lesen Sie weiter im Kiezblick – Ausgabe 295

100 Jahre Kirche Johannisthal

Wir laden Sie Herzlich ein zur Festwoche vom 19. – 22. August 2021

Am 3. Juli 1921 hat die Evangelische Kirchengemeinde Johannisthal ihre Kirche eingeweiht, endlich: Zwar gab es knapp 25 Jahre schon die eigenständige Gemeinde, sogar schon ein paar Jahre länger regelmäßige Gottesdienste – regelmäßig hieß etwa monatlich – und auch schon über 5 Jahre einen eigenen Pfarrer, aber für die Gottesdienste war man zu Gast in der Aula der Schule. Die Pläne für eine Kirche scheiterten.

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Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN;
mein Leib und Seele freut sich in dem lebendigen Gott.

Psalm 84,2-3

Über dem Portal der Sophienkirche in Mitte – übrigens auch ursprünglich als ein einfacher Betsaal gebaut, ohne Turm und baulichen Schmuck – lädt die erste Zeile dieses Psalms ein. Gelegentlich haben sich Touristen bei uns danach erkundigt, wer denn der Herr Zebaoth gewesen ist, der erste Sponsor vielleicht?

Das in Kapitälchen geschriebene Herr ist ein Platzhalter für den heiligen Namen Gottes „Jahwe“. Und „Zebaoth“ ist ein die alles verändernde Macht Gottes unterstreichender Zusatz, zu übersetzen etwa mit „der Heerscharen“. Der Anspruch ist hoch: Unsere Kirchen stehen in der Tradition des Jerusalemer Tempels. Dieser Psalm ist der Bibelvers für das Kirchweihfest. Alle unsere Nachforschungen lassen vermuten, dass es auch die Überschrift für die Einweihung der Johannisthaler Kirche am 3. Juli 1921 – vor 100 Jahren jetzt – gewesen ist. Im Original des Psalms geht es natürlich um den Jerusalemer Tempel, die Vorhöfe waren der Bereich für die Normalsterblichen, in dem sie Anteil bekamen am Heiligen: ein Sehnsuchtsort, an dem die Welt in Ordnung ist und unbestreitbare Zugehörigkeit erlebbar wird. Hier wird die Seele aufgebaut und Lebensfreude vermittelt.

Das ist vielleicht überraschend, dass es in der Kirche um Freude geht. Die Vermutung ist ja eher, dass bei uns das schlechte Gewissen kultiviert wird. In der Weimarer Republik, als die Kirchen auf Distanz zum Staat gingen, mussten dann auch eigene Fahnen erfunden werden. Katholisch wurde es gelb, die Evangelischen entschieden sich für Violett: die Farbe der Buße. Vielleicht als ein Akt der Bescheidenheit gemeint, aber die landläufigen Verdächtigungen werden so bestätigt. Schon damals ist der Vorschlag eines fröhlichen Blaus dagegengesetzt worden. Die optische Nähe zu Finnland, wo die glücklichsten Menschen leben sollen, wäre ja nicht schädlich gewesen, zu Schottland auch nicht.

Natürlich ist so ein Jubiläum, wie wir es im August in Johannisthal feiern werden, ein erfreulicher Anlass. Wenn es gut geht, dann wollen wir aus diesem Fest diese Freude mitnehmen in die nächsten 100 Jahre.

Wir sind „evangelische“ Kirche, die den Anlass zu großer Freude in ihrem Namen trägt: Es ist eine „gute Botschaft“, die uns einlädt und die uns ausmacht. Die Geste wäre nicht der erhobene Zeigefinger, sondern der Fingerzeig auf die erfreuende Mitte, die Leib und Seele, das heißt, den ganzen Menschen und den Menschen ganz betrifft und mitreißt. Wo es um Gott geht, geht es um Lebensfreude, um Aufbau für Leib und Seele, um Kraft und Ermutigung, ganz bestimmt nicht um Demütigung. Damit sich das herumspricht und vielleicht ein paar alte Verdächtigungen richtiggestellt werden, feiern wir unser Jubiläum. Und: Damit wir nicht vergessen, dass wir als Gemeinde der Freude für Johannisthal und für Baumschulenweg verpflichtet sind.

Ganz herzliche Einladung
und Grüße,
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Vorankündigung: Gedenkveranstaltung zum Mauerbau (13. August)

„13. August 1961 – Bau der Berliner Mauer. Die Mauer – verschwunden. Die Grenze – überwunden?“

Die Evangelischen Kirchenkreise Lichtenberg-Oberspree und Neukölln laden am Freitag, den 13. August 2021, um 17 Uhr in die Tabeakirche, Sonnenallee 311, zur gemeinsamen  Gedenkveranstaltung „13. August 1961 – Bau der Berliner Mauer. Die Mauer – verschwunden.  Die Grenze – überwunden?“ ein.

Nach der Begrüßung durch die Bezirksbürgermeister von Neukölln und Treptow-Köpenick,  Martin Hikel und Oliver Igel, ist ein gemeinsamer Spaziergang am Heidekampgraben, dem  ehemaligen Grenzstreifen und heutigen Mauerweg, geplant. Dort werden gegen 18 Uhr Zeitzeugen über ihre Erfahrungen mit Mauerbau und dem Leben im geteilten Berlin berichten.

Für Getränke am Mauerweg ist gesorgt. Begleitet von der „New Orleans Brass Band“ führt der Weg anschließend weiter zur Kirche „Zum Vaterhaus“, Baumschulenstraße 82. Nach einem kleinen Imbiss vor der Kirche ab 19 Uhr beschließt der Schriftsteller und Journalist Christoph  Dieckmann um 19.30 Uhr mit einer Lesung aus seinem neuen Buch „Woher sind wir geboren. Deutsche Welt- und Heimreisen“ den Abend. Die Veranstaltung endet gegen 21 Uhr.

Die Motivation für diese Veranstaltung und der geplante gemeinsame Spaziergang von West  nach Ost liegt für Hans-Georg Furian, Superintendent aus Lichtenberg-Oberspree, auf der Hand: „Die Menschen einer Stadt, eines Landes wurden vor 60 Jahren voneinander getrennt – absurd und grausam. Wir erinnern heute daran – traurig und gleichzeitig froh, dass es
diese Mauer schon lange nicht mehr gibt.“

Bitte beachten Sie: Insgesamt ist der Weg von der Tabea-Kirche über den Mauerweg bis zur Kirche „Zum Vaterhaus“ etwa 2,5 Kilometer lang.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Falls Sie Interesse haben zu kommen, würden sich die  Veranstalter über eine E-Mail an suptur@kklios.de freuen, um entsprechend planen zu können.

Kiki Start ins neue Schuljahr 2021/22

Liebe Kinder, liebe Eltern,

langsam nähern wir uns dem Ende der Sommerferien. Ich hoffe ihr konntet alle die schulfrei Zeit ein wenig genießen. Ich freue mich schon sehr euch wieder zu sehen und bin gespannt, was ihr mir erzählt.

Wie geht es nach den Ferien weiter:

immer Montags 15.30-17.00 Uhr Kiki in Johannisthal

Am Donnerstag kann ich eine weitere Gruppe anbieten: 15:30-17.00 Uhr.

Bitte meldet euch vorher bei mir per Mail an, wer wann kommt! 

Wir starten bereits in der ersten Woche nach den Ferien, am 9.8. und 12.8. (falls die Gruppen zu groß sind, kann es evtl. noch einmal zu Zeitverschiebungen kommen. Ihr werdet rechtzeitig informiert) 

Am 15.8. seid ihr herzlich zum Schulanfangsgottesdienst nach Niederschöneweide eingeladen.

Gleich zwei große Veranstaltungen in Johannisthal, auch für Kinder und Familien, erwarten euch übrigens im August und September. 

Unsere Kirche Johannisthal wird 100 Jahre alt und das feiern wir ein ganzes Wochenende vom 19.8.-22.8. Vor Allem der Samstag Nachmittag ab 15 Uhr ist für die Familien bedacht. Mit Musik, Spiel und Spaß rund um die Kirche. Das weitere Programm findet ihr im Anhang. 

Am Samstag, den 4.9. gibt es dann einen Kinderkirchentag zum Thema „ist das fair?“ für Kinder von 6-12 Jahren aus unseren gesamten Kirchenkreis. Anmeldung hier

Ich freue mich wenn ihr dabei seid! Und nun eine schöne letzte Ferienwoche, ein paar von euch seh ich ja zur Singschulfahrt!

Eure Mandy Endter, Gemeindepädagogin Oberspree- West