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Vorstellung Queerbeauftragte des Kirchenkreises

Liebe Gemeinde,

ich freue mich sehr, mich Ihnen kurz vorstellen zu können: Mein Name ist Béla Dörr, ich nutze er/ihn oder sie/ihr als Pronomen, war jahrelang im Vorstand der Evangelischen Jugend der Landeskirche aktiv, arbeite in der Immanuelgemeinde als Jugendmitarbeiter*in, studiere Evangelische Theologie an der Humboldt-Universität und bin seit dem 1. Mai 2024 als Queerreferent*in in unserem Kirchenkreis tätig. Ich bin für alle Anfragen da, die in den Bereich Queer fallen. Das können ganz unterschiedliche Anliegen sein, wie zum Beispiel: Vermittlung von Personen an queersensible Seelsorger*innen, Beantwortung von Fragen zu geschlechtlicher oder sexueller Vielfalt oder Fragen zum Gemeindeleben in Vielfalt.

Fühlen Sie sich also gerne eingeladen, sich mit Ihren Fragen oder Anliegen an mich zu wenden. Für den Kirchenkreis, die Kirchengemeinden und Gruppen wie GKRe, JGn oder ähnliches erstelle ich Workshops, Gesprächsrunden und Fortbildungen, ganz nach den individuellen Bedürfnissen oder Fragestellungen.

Ich freue mich sehr, die Gruppe “QueerMess” zusammen mit Pfarrerin Maike Schöfer aus Adlershof mitzuorganisieren. Die Gruppe veranstaltet Gottesdienste für queere Christ*innen und Verbündete.

Mit dieser besonderen Projektstelle setzt der Kirchenkreis ein wichtiges Zeichen für Vielfalt in unserer evangelischen Kirche. Die Projektstelle bietet auch durch eine große inhaltliche Flexibilität die Möglichkeit, immer wieder gemeinsam auf die einzelnen Gemeinden zu gucken und zu fragen, wie die Queerreferentenstelle helfen, unterstützen oder beratend tätig werden kann.

Sie erreichen mich per Mail unter: queer[@]ekbso.de

Ich freue mich sehr auf die Begegnungen mit Ihnen!

Béla Dörr

Bericht aus dem GKR Johannisthal

– Sanierung Villa – Stelle für die Arbeit mit Kindern und Familien –
– Rückblick Gemeindeleben – Sommerfest –

Liebe Gemeinde,

für uns alle nun sichtbar haben die Sanierungsarbeiten an der Villa Sterndamm 90 begonnen. Das Gelände ist eingezäunt und einige Container sind aufgestellt. Nach langer Planungszeit hoffen wir jetzt auf einen reibungslosen Ablauf der Baumaßnahmen und sind gespannt auf das Ergebnis.

Leider unverändert geblieben ist, dass wir bisher keine langfristige Besetzung unserer Stelle für die Arbeit mit Kindern finden konnten. Übergangsweise wird Juliane Bach nun bis zu den Sommerferien donnerstags einen gemeinsamen Termin für die beiden bisherigen Gruppen anbieten und dabei Unterstützung aus Gemeinde und Elternschaft bekommen. Diese Variante ist nur für eine Übergangszeit gedacht und für die Beteiligten eine Herausforderung. Seit April hat unsere Pfarrerin nun zwar 75% Stellenanteil, der jedoch nur das umfangreiche Arbeitspensum mit dem dafür zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen in Einklang bringen sollte. Die Vorbereitung und Gestaltung der Kindergruppe passt da im Grunde nicht hinein. Wir sind unserer Pfarrerin und allen Helfenden deshalb dafür sehr dankbar, dass sie sich auf diese Weise für unsere Kinder engagieren und ihnen so weiterhin ihren eigenen „Raum“ in unserem Gemeindeleben geben. Gleichzeitig hoffen wir sehr, Ihnen bald von einer langfristigen Stellenbesetzung berichten zu können.

Ein kurzer Rückblick in das Gemeindeleben: Beim diesjährigen Frühjahrsputz Mitte März haben fleißige Hände diverse Räume, Ecken, Fenster, Schränke und vieles mehr in unserem Gemeindezentrum gründlich gereinigt und aufgeräumt. Unter anderem wurden die Räume für die Arbeit mit Kindern auf den Kopf gestellt: Es wurde kräftig
aus- und umsortiert, um- und aufgeräumt, gesäubert und der Arbeitsplatz
bzw. Lern- und Spielort einladend hergerichtet. Gleichzeitig wurde an diesem Tag auch
unser schönes Außengelände wie jeden Monat von den Helfenden des Garteneinsatzes gehegt und gepflegt. Sie sorgen mit ihrem regelmäßigen Engagement dafür, dass unser Kirchengelände zu jeder Jahreszeit ein einladender Ort zum Verweilen ist – für Menschen, Bienen, Eichhörnchen und eine Vielzahl anderer Lebewesen. Außerdem wurde an einem kalten Apriltag ein Rad-Repair-Tag veranstaltet und bei schon sommerlichen Temperaturen wild in den Mai getanzt. Vom Rad-Repair-Tag finden Sie weitere Eindrücke in diesem Heft.

Wenn Sie diesen Gemeindegruß lesen, wird auch das „Get-together“ stattgefunden haben, sodass wir auf einen gemeinsamen Austausch mit den verschiedenen Prozessbeteiligten des Bauprojektes der Sterndamm GmbH zurückblicken können.

Noch vor uns aber liegt das alljährliche Gemeinde-Sommerfest am 13. Juli, zu dem wir Sie hiermit alle herzlich einladen. Wir freuen uns auf einen fröhlichen Tag mit vielen schönen Begegnungen und geselligem Beisammensein in Kirche und Garten mit Andacht, Musik, Speisen, Getränken und vielem mehr.

Danach gehen, radeln, fahren oder fliegen wir alle in die Sommer- und Urlaubszeit und so wünschen wir Ihnen auf allen Ihren Wegen Gottes Segen und eine erholsame Zeit.

Herzlich grüßt Sie aus dem GKR
Johanna Werner

Ausstellung mit Mobiles in der Kirche Johannisthal

Derzeit befindet sich im Kirchsaal der ev. Kirche Johannisthal eine Installation mit Mobiles.

Die fünf großen Mobiles (ca. 3x2m) sind lose in Kreuzform im Raum angeordnet. Die irisierende Oberfläche der einzelnen Platten haben den tollen Effekt, das je nach Perspektive und Lichteinfall unterschiedliche Farben zum Vorschein kommen. Zwei zusätzliche Mobiles sind links und rechts vom Altar befestigt und reflektieren, durch die vertikale Anordnung, das bunte Licht der Sonnenstrahlen in den Raum.

Der Künstler Dieter Tuczer wurde 1956 in Berlin geboren, absolvierte zu DDR- Zeiten eine Lehre und arbeitete viele Jahre beim Werk für Fernsehelektronik in Schöneweide. Neben dem Beruf war er kreativ und kunstinteressiert. Er malte Bilder nach Werken expressionistischer Künstler wie Picasso, Grosz, De Jong.

Vor 20 Jahren kam er zur MobileKunst. Er sah bei einer Ausstellung Mobiles von Alexander Calder und ist seitdem fasziniert von den filigranen Gebilden. Tuczer baute daraufhin selbst erste Kunstwerke und hat sein Hobby stetig perfektioniert.

Nun, im Ruhestand, hat er Zeit, sich der Kunst intensiver zu widmen und freut sich, bei uns in der Kirche Johannisthal seine bisher größte Ausstellung zu gestalten. Für unseren Kirchraum hat er ein mehrteiliges Mobile entworfen.

Die Installation wird vom 20. Mai bis zum 20. Juli zu sehen sein. Ganztägig dienstags und freitags sowie sonntags kann die Ausstellung besichtigt werden. Bei weiteren Fragen oder Besuchswünschen zu gesonderten Zeiten wenden Sie sich gern an mich!

Juliane Bach

Faire Gemeinde Johannisthal?!

Ein Wegweiser aus dem Klimateam

Unsere christlichen Werte sind:
Bewahrung der Schöpfung und ihrer Vielfalt, Sorge um uns selbst und unsere Nächsten sowie die zukünftigen Generationen. Verantwortung übernehmen für unser Handeln in seiner ganzen Konsequenz.

Angesichts der menschengemachten Klimakrise und vieler weiterer Konflikte in Politik und Gesellschaft, die unser aller Lebensgrundlagen auf der Erde massiv bedrohen und die gewohnten Lebensbedingungen aus dem Gleichgewicht bringen, suchen Menschen
weltweit nach möglichen Lösungen und neuen Ideen.

Schauen wir doch einmal auf unseren Einflussbereich als Gemeinde und prüfen unser Handeln auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. Als wir uns im Klimateam damit konkret beschäftigt haben, sind wir auf das Siegel “Faire Gemeinde” gestoßen. Entwickelt von der EKBO, dem Erzbistum Berlin und dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg zeichnet es Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen aus, die sich durch ihr Handeln und eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit für Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit einsetzen.

In vier Bereichen sollen konkrete Maßnahmen umgesetzt werden:

  1. Bewusst konsumieren
  2. Nachhaltig wirtschaften;
  3. Global denken und handeln;
  4. Sozial handeln.

Nach Erstellung einer Übersicht fiel schnell auf, dass wir in drei Kategorien bereits die notwendige Anzahl an Maßnahmen erfüllen und darüber hinaus sogar noch weitere Ideen haben, die uns umsetzbar erscheinen.

Das hat uns selbst überrascht – wir sind also schon auf einem guten Weg! Vor allem im Einkaufsverhalten der Gemeinde können und wollen wir nachhaltiger werden, sowohl in Bezug auf Lebensmittel als auch bei anderen Gebrauchsgegenständen und Verbrauchsmaterialien. Nachhaltiger werden bedeutet: Wir wollen darauf achten, dass Herstellung, Transport, Verwendung und Entsorgung so wenig wie möglich neue Ressourcen verbrauchen und umweltschonend hergestellt werden. Für die Gemeinde angeschaffte Ausstattung soll langlebig und reparierbar sein, oder gänzlich wieder verwendet werden können. Und das alles auch sozial gerecht: Wenn wir Dinge verwenden, wollen wir sicher sein können, dass an keiner Stelle Menschen ausgebeutet oder unzureichend für ihre Arbeit bezahlt werden.

Beispiel Lebensmittel:

Hier gibt es bereits verlässliche Orientierungsmöglichkeiten: Das Fairtrade Siegel kennzeichnet Waren, bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. (www.fairetradedeutschland.de)

▷ Produkte wie Kaffee, Tee, Säfte und Schokolade (Kekse) wollen wir aus fairem Handel beziehen und dafür insbesondere auch die Nähe zum Weltladen in Baumschulenweg nutzen.

Vorzugsweise Bio: Intensive Bodennutzung und Pestizideinsatz in der konventionellen Landwirtschaft belasten die Umwelt und das Klima. Für die allermeisten Lebensmittel gibt es inzwischen ökologisch erzeugte Alternativen gut verfügbar im Supermarkt oder beim regionalen Erzeuger. Zum Beispiel Traubensaft aus biologischer Herstellung fürs Abendmahl: Das schont die Böden und die Umwelt und ist letztlich gesünder für die Menschen bei der Herstellung und die Verbraucher:innen.

▷ Wir wollen regionale Produkte, möglichst in Bioqualität, auf jeden Fall ohne Genmanipulation und kein Fleisch aus industrieller Massentierhaltung verwenden.

Beispiel Herstellung:

Im Gegensatz zu Frischfaserpapier benötigt recyceltes Altpapier kein neues Holz, hat einen geringeren Wasser- und Energiebedarf bei der Herstellung und verzichtet auf den Einsatz chemischer Stoffe wie Chlor. Es ist also nachhaltiger und genauso gut im Einsatz wie das „neue“ Papier. Es kann in verschiedenen Helligkeitsgraden bestellt werden und wenn es doppelseitig bedruckt wird, reduziert sich der Verbrauch automatisch.

▷ Wir wollen zukünftig recyceltes Druckerpapier, Toilettenpapier, recycelte Umschläge und Abtrockentücher u. ä. einkaufen und sparsamer verwenden.

Beispiel Verpackung:

Das Denken in Kreisläufen, wie die Natur es uns vormacht, sollte unser Ziel sein. Was wir herstellen, muss irgendwann auch wieder vergehen können oder eine neue Verwendung bekommen. Einweg-Getränkeverpackungen sind mit klimabewusstem Handeln eigentlich nicht zu vereinbaren. Ist das Getränk alle, wandert die Verpackung meist direkt in den Müll – und mit ihr wertvolle Rohstoffe. Recycelt wird leider nur ein Teil davon, im Falle von Getränkekartons sogar nur knapp über 30 Prozent.

Gut, dass es Alternativen gibt! Mehrwegflaschen aus Glas werden bis zu 50 Mal wieder befüllt und sparen bis zu 50 Prozent CO2 im Vergleich zu Einwegverpackungen. Sie werden überwiegend regional über kurze Transportstrecken vertrieben, da viele Hersteller und Abfüller gemeinsam einheitliche Flaschen und Kästen nutzen. Im Vergleich zur ständigen Neuherstellung von Einwegverpackungen spart das eine erhebliche Menge an Ressourcen, Energie und Treibhausgasemissionen ein.

▷ Wir wollen zukünftig unseren Traubensaft für das Abendmahl und auch Wasser und Säfte in Mehrwegflaschen beziehen.

Beispiel Reinigungsmittel:

Die Verwendung von nachhaltigeren Reinigungsmitteln, die beispielsweise mit dem Blauen Engel zertifiziert sind, vermeidet weitgehend umwelt- und gesundheitsbelastende Stoffe, fördert den nachhaltigen Anbau nachwachsender Rohstoffe und reduziert den Verpackungsabfall. Weitere Siegel für umweltfreundlichere Produkte sind das EU Ecolabel und das Ecocert-Siegel. Für die Benutzung gilt auch hier: sparsam dosieren und zusätzlich auf mechanische Reinigung durch Schrubben und Einweichen setzen.

▷ Wir wollen möglichst umweltfreundliche Reinigungs- und Waschmittel verwenden.

Die Gesamt-Übersicht aller Maßnahmen, die wir uns vorstellen können, nach und nach in der Gemeinde zu etablieren, finden Sie auf der Klimatafel in der Kirche. Wir freuen uns auf Ihre Meinungen, Anregungen und Nachfragen. Auch wir entdecken immer wieder Punkte, an denen wir diskutieren, welche Variante nun wirklich nachhaltiger ist. Nicht immer ist das so einfach zu entscheiden. Aber genau dieses Dranbleiben und Prüfen, darauf kommt es an: miteinander austauschen, Informationen sammeln und auch das Hinterfragen sind unsere Anliegen.

Was ist realisierbar und was erweist sich in der Praxis als schwierig? Auf Ihr Mitwirken und Ihre Erfahrungen kommt es an. Sprechen Sie uns gerne an oder kommen Sie zu einem unserer Treffen.

Die Termine hängen an der Tafel aus und sind auch im Churchdesk-Kalender zu finden. Wir überlegen derzeit, was auf dem Weg zur Fairen Gemeinde hilfreich wäre.

Vielleicht kleine Merkzettel oder Übersichtslisten? Haben Sie Vorschläge oder Ideen? Außerdem wollen wir versuchen, alle betreffenden Kreise und Menschen in der Gemeinde direkt anzusprechen. Da liegt noch etwas Arbeit vor uns. Ganz formal braucht es einen Beschluss des GKR und eine*n Fairnessbeauftragte*n, die*der alle zwei Jahre einen Bericht schreibt.

Und vor allem brauchen wir Ihre Mitarbeit. Wir können nur Vorschläge erarbeiten. Umsetzen müssen wir diese Maßnahmen als Gemeinde zusammen. Das kann etwas dauern und wird Routinen aufbrechen und vielleicht an der einen oder anderen Stelle Überwindung oder Umwege bedeuten.

Aber wie heißt es so schön: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Die Erfahrung zeigt, dass irgendwann neue Routinen entstehen und dann läuft es wie von selbst. Und am Ende ist es ein großer Gewinn, nicht nur für unsere Gemeinde, sondern weit darüber hinaus.

Auch wenn es sich oft nicht so anfühlt, ist es doch so, dass einzelne persönliche Entscheidungen eine globale Wirkung entfalten können. Es macht in der Summe einen Unterschied, ob Sie Ihr Geld in den fairen Handel geben oder nicht. Und einen noch größeren Unterschied macht es, wenn eine große christliche Gemeinschaft ihr Geld bewusst auf diesen nachhaltigen, ökofairen Weg schickt.

Wenn wir das Siegel „Faire Gemeinde“ erhalten, kann das eine Auszeichnung sein für die neu etablierten Maßnahmen, Ansporn für uns, noch besser zu werden und uns auch immer wieder zu überprüfen, um nicht in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Und es hilft uns bei der Sichtbarkeit für unser Ansinnen nach außen.

Wir sind überzeugt davon, dass es sich auf vielen Ebenen lohnt, „Faire Gemeinde“ zu werden.

Herzliche Grüße vom Klimateam
Anne Kilgus, Jeannette Hoffmann und Johanna Werner

Literaturempfehlungen:

Unsere Welt neu denken.
Maja Göpel

All you need is less.
Manfred Folker, Niko Paech

Das ökohumanistische Manifest.
Pierre L. Ibisch, Jörg Sommer

Leihen Sie die Bücher bei Interesse doch gerne in der Bibliothek aus.

Bericht aus dem GKR Johannisthal

Liebe Gemeinde,

viele von Ihnen haben wir im Februar bei unserer diesjährigen Gemeindeversammlung begrüßen und über aktuelle Themen informieren dürfen. Wir sind für Ihr Interesse, die rege Teilnahme und allen Mitwirkenden für ihre Vorund Nachbereitungen sehr dankbar. Wir konnten einen Einblick in den Haushalt und die Finanzen der Gemeinde sowie die anstehenden baulichen Projekte ermöglichen, viele Fragen beantworten und Ihren Anregungen und Ansichten zu gemeindlichen Themen Raum geben. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Themen noch einmal für Sie zusammen:

Der Erbbaurechtsvertrag, dessen Erstellung in den vergangenen Monaten insbesondere von unserem GKR-Vorsitzenden und unserem Anwalt in unzähligen Verhandlungsrunden unfassbar viel Zeit und Mühe abverlangt hat, ist am 26. Januar 2024 notariell beurkundet worden und befindet sich nun im Vollzug. Im Ergebnis geben wir einen Teil unseres Grundstückes zur baulichen Nutzung an unsere Vertragspartnerin – die Sterndamm GmbH – frei, die auf der Teilfläche ein Wohngebäude für Auszubildende und ein Wohnhaus für Familien bauen möchte. Die Teilfläche verbleibt hierbei weiterhin im Eigentum der Kirchengemeinde. Im Gegenzug erhalten wir einen inflationsgesicherten jährlichen Erbbauzins, der die finanzielle Situation unserer Gemeinde nachhaltig stabilisieren wird.

Als unmittelbare Folge konnten wir bereits erreichen, dass unsere Pfarrstelle ab 01.04.2024 langfristig mit einem Stellenumfang von 75% besetzt werden kann. Damit können wir Juliane Bach schon kurzfristig eine dem Arbeitsaufwand angemessene Stellenerhöhung ermöglichen. Wir hoffen, mit ihr auch zukünftig – über die Entsendungszeit hinaus – gemeinsam unsere Gemeinde leiten und gestalten zu können.

Nach etwa zwei Jahren Verhandlung ist nun der Vertrag beurkundet und wurde inzwischen auch vom Konsistorium der EKBO kirchenaufsichtsrechtlich genehmigt. Zudem liegt bereits ein positiver Bauvorbescheid vor und es gibt hinsichtlich stadtplanerischer und denkmalschutzrechtlicher Kriterien keine Bedenken. Dies ist ein wahrer Meilenstein im gesamten Prozess und für uns mit einiger Freude und Erleichterung verbunden. Deshalb möchten wir Sie als Gemeinde, die Sterndamm GmbH als Vertragspartnerin sowie Vertreter:innen aus dem Kirchenkreis als am Prozess maßgeblich Beteiligte zu einem gemeinsamen GetTogether einladen und damit einmal zusammenbringen. Merken Sie sich dafür gerne den 17. Mai ab 16 Uhr vor. Wir möchten in diesem Rahmen ein Zusammentreffen aller Beteiligten ermöglichen, Raum für Fragen und Anregungen zum weiteren Projektverlauf bieten und diesen Zwischenschritt sowie das damit verbundene Engagement vieler Mitwirkender angemessen würdigen.

Richtig los geht es im April mit der Sanierung unserer Villa. Nachdem noch im Winter ein Wasserschaden der Elektrik des Gebäudes „den Rest“ gegeben hatte, werden nun bald die konkreten Arbeiten beginnen. Wir sind sehr froh, die Kosten für dieses Projekt aus unseren eigenen Mitteln decken zu können. Die Gemeinde greift hierfür auf ihre Rücklagen und einen kleinen Teil des allgemeinen Kirchenvermögens zu. Ein Teil der Finanzierung erfolgt durch interne Beleihung. Das Finanzierungskonzept ist vom Kirchlichen Verwaltungsamt genehmigt und als tragfähig akzeptiert worden. Mit der Fertigstellung ist gegen Ende 2024 zu rechnen. Die Vermietung der denkmalgerechten Gesamtwohneinheit soll dann ab 2025 erfolgen.

Für die Arbeit mit Kindern und Familien gibt es Stand Mitte März leider noch keine Bewerbung, was uns wirklich Kopfzerbrechen bereitet. Nachdem Mandy Endter zum Anfang des Jahres ihre neue Aufgabe in der Arbeit mit Jugendlichen im Kirchenkreis angetreten hat, fehlt uns hier eine verlässliche Perspektive. Die offene Stelle – 50 % für die Arbeit mit Kindern und Familien in Johannisthal und Niederschöneweide (unbefristet) – wurde Anfang Dezember 2023 vom Kirchenkreis ausgeschrieben. Leider hat sich bis heute noch niemand darauf beworben. Glücklicherweise konnte Jessica Lüdecke, Studentin der Sozialen Arbeit, vorerst als Vertretung gewonnen werden und führt die Kindergruppen seitdem weiter. Dafür an dieser Stelle unser herzlichster Dank im Namen der kleinen Gemeindemitglieder! Aber auch diese Übergangsvariante endet schon bald. Wenn Sie also Menschen kennen, die diese schöne Aufgabe übernehmen möchten oder Sie unsere Stellenausschreibung verbreiten können, tun Sie das gerne!

An anderer „Stelle“ hat uns Karin Hartmann nun schon seit über einem halben Jahr aus der Not geholfen und die Arbeit im Gemeindebüro in Vertretung für Patrick Otto übernommen. Unser ganz besonderer Dank gilt Frau Hartmann für ihr andauerndes, zuverlässiges – und zu unserer Erleichterung wiederholt verlängertes – Engagement im Gemeindebüro!

Schließlich möchten wir Ihnen den gesonderten Beitrag des Klimateams zum Projekt „Faire Gemeinde“ ans Herz legen. Wir wollen als Gemeinde nachhaltiger werden und uns daher auch mit diesem Vorhaben in nächster Zeit eingehender befassen.

Genießen Sie die helle und blühende Frühlingszeit und die ersten warmen Tage draußen in Gottes Garten und bleiben Sie behütet!

Herzlich grüßt Sie aus dem GKR
Johanna Werner