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Auf Wiedersehen, Pfarrer Hartmut Scheel! – Herzlich willkommen, Pfarrerin Juliane Bach!

Die Gemeinde Johannisthal hat am 28. August 2022 gemeinsam mit Superintendent
Hans-Georg Furian Pfarrer Hartmut Scheel in den Ruhestand verabschiedet
und Pfarrerin Juliane Bach willkommen geheißen.

Zu Beginn der Verabschiedung machte Hans-Georg Furian keinen Hehl daraus, ein Déjà-vu zu haben: „Lieber Hartmut, ich führe meine Amtskalender sehr sorgfältig und bewahre sie gut auf. Daher weiß ich, dass ich dich bereits am 16. Juni 2019 entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet habe!“ Und er fügte gleich hinzu: „Ich bin dir sehr dankbar, dass ich dich damals ein halbes Jahr nach deiner Verabschiedung anrufen konnte und du meiner Bitte nachgekommen bist, uns im Kirchenkreis für vier Monate auszuhelfen – daraus sind nun zwei Jahre geworden!“

Thomas Menn, Vorsitzender des Gemeindekirchenrats in Johannisthal, bedankte sich ebenfalls sehr für die Vakanzvertretung: Hartmut Scheel habe mit seinem großen Erfahrungswissen in den zurückliegenden zwei Jahren vieles geprägt, vieles davon bleibe auch in der Zukunft gerade mit Blick auf die Bauprojekte der Gemeinde sichtbar und von Dauer.

Der passionierte Bläser Hartmut Scheel freute sich sichtlich über das musikalische Programm des Gottesdienstes: Neben dem Posaunenchor wirkte auch die Kantorei u.a. mit zwei Kompositionen von Kantor Martin Fehlandt mit. Der Superintendent nahm dies reiche Angebot zum Anlass, das kirchenmusikalische Engagement der Gemeinde zu würdigen: „Sie haben hier einen Schatz!“

Der Gottesdienst in Johannisthal vereinte Verabschiedung und herzliches Willkommen. Denn Thomas Menn freute sich sehr darüber, Pfarrerin Juliane Bach begrüßen zu können, die Hartmut Scheel nachfolgt und in der Gemeinde mit einer halben Stelle im Entsendungsdienst arbeitet.

Der anschließende Empfang lud bei schönem Wetter dazu ein, gemeinsam uurückzuschauen, erste Kontakte zu knüpfen, zu feiern und einfach zu genießen, was innerhalb von kürzester Zeit möglich gemacht wurde: Als der Caterer Freitag absagte, war noch am selben Abend klar, dass der Empfang nicht abgesagt werden muss. Viele selbstgebackene Kuchen, herzhafte Teilchen und viele andere Leckereien, die nach einem kurzfristigen Aufruf mitgebracht wurden, machten den Ausfall des Caterings mehr als wett. Vielen Dank auch auf diesem Wege allen, die so spontan durch ihre Beiträge zum Buffet, Hilfe beim Aufbau und Aufräumen und an vielen anderen Stellen zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben!

Foto 1&2: J. Bosenius; Foto 3&4: A. Herwig

Jürgen Bosenius und Anja Herwig

Hilfsgüter-Sammelstelle der ukrainischen Gemeinde an der katholischen Kirche Waldstraße 11

Täglich können von 13 – 19 Uhr folgende Sachspenden abgegeben werden (Stand 8.3.22):  

  • Schlafsäcke, Decken, Zelte, Isomatten
  • Batterien, Powerbank, Radioempfänger (analog & klein)
  • Handschuhe
  • Haltbare Nahrungsmittel, Fleisch- und Fischbüchsen…
  • Trockennahrung, Milchpulver, Campingkocher Ebit-Kocher,
  • Verbandsmaterial  

Geldspenden: Kontoinhaber: Ukrainische Pfarrei St. Nikolaus                         Verwendungszweck: Hilfe für die UKRAINE (Sammelstelle Bln. Johannisthal) IBAN: DE93 3706 0193 6003 1710 17 BIC: GENODEDXXXX

Neubau Sterndamm 92-96

1. Der Anlass und die Idee

In den Haushaltberatungen für das Jahr 2021 wurde deutlich, dass die finanziellen Mittel der Gemeinde sehr eng bemessen sind. Der Rat des Verwaltungsamtes: Entweder die Ausgabenseite kürzen, was hauptsächlich das Personal betreffen würde, oder die Einnahmeseite verbessern.

Dazu kam dann sehr energisch der Hinweis, dass wir in absehbarer Zeit uns mit der Sanierung des Wohnhauses Sterndamm 92 befassen müssen. Das hätte einen weiteren wirtschaftlichen Kraftakt zur Folge.

Eine Lösung, die wir sehen konnten, um die Gemeinde langfristig auf sichere Füße zu stellen: Auf unserem großen Grundstück bauen und mit möglichen Überschüssen aus Mieteinnahmen unsere Personalkosten, zum Beispiel für eine eigene Pfarrstelle, zu stützen.

Auf unserem Grundstück gibt es an der Straße und an der Brandwand des Nachblockes entlang mehr oder weniger ungenutzte, brachliegende Flächen, die sich für eine Bebauung anbieten. Wenn wir unser Grundstück als Stiftung der Generation von vor hundert Jahren für die Zukunft der Gemeinde in Johannisthal betrachten, ergibt sich daraus eigentlich eine Verpflichtung, dieses Stiftungsgut auch für den ursprünglichen Zweck zu nutzen. Andererseits ist ein Neubau auch eine Chance für die Gemeinde, bei der Behebung der Wohnungsnot in Berlin zu helfen. Diesen Beitrag zum öffentlichen Leben der Stadt können wir aber auch in unserem Sinne gestalten: Was bauen wir für wen? Auch mit den Entscheidungen, wen wir als Nutzer einladen, können wir Gemeinde bauen.

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Die konstituierende Sitzung des Gemeindebeirates Johannisthal

Am 8. November kam der Gemeindebeirat Johannisthal zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Wie es sich für so eine erste Sitzung gehört, wurde der Vorsitz des Beirates gewählt: Wir gratulieren Antje Gobel herzlich zur Wahl, zum Stellvertreter wurde Andreas Iskraut gewählt. Sie erreichen beide über das Gemeindebüro.

Unter anderem gehörten auch Informationen zur Gemeindesituation zu dieser ersten Sitzung und auf einen Punkt möchte ich hier ausführlicher eingehen, da er von allgemeinem Interesse ist: Neubau am Sterndamm??

Neubau am Sterndamm??

Wir haben es ja schon bei mehreren Gelegenheiten angedeutet: Wir planen sehr ernsthaft, auf unserem Gelände zu bauen. Die ursprüngliche Idee dabei war, durch Verbesserung der Einnahmeseite – dann durch Mieten – die Gemeinde wirtschaftlich längerfristig zu stabilisieren. Daneben können wir z.B. durch einen Kindergarten der Gemeinde auch neue Impulse geben und es uns mit einem Café gemütlich machen. Wir können ja entscheiden, was wir bauen und wofür und damit Leben auf unserem Gelände gestalten. Dass unsere grüne Oase im Kern als solche erhalten und vielleicht sogar aufgewertet werden kann, ist die Voraussetzung aller Überlegungen.

Mit Unterstützung des Kirchenkreises, der in unserem Vorhaben auch ein beispielhaftes Pilotprojekt sieht, liegt jetzt eine Machbarkeitsstudie vor, deren Ergebnisse der Gemeinde am 19. und 20. November vorgestellt werden und die Gemeinde zum Mitdenken eingeladen ist. Das Ergebnis der Studie besagt zunächst nicht viel mehr als: Es ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und im Blick auf die Möglichkeiten des Grundstückes Sterndamm 92-96 ein aussichtsreiches Projekt. Der Bau würde durch einen Kredit finanziert werden und dieser durch die zu erwartenden Einnahmen – hauptsächlich Mieten – von uns bedient werden können und sogar etwas für die Gemeinde übriglassen. Erschrecken Sie nicht: Es geht inzwischen um eine Investitionssumme von über 14 Millionen Euro. Spannend ist natürlich, wie das aussehen könnte. Eine bittere Pille könnte der Abriss des alten Kurhauses sein, das wir in absehbarer Zeit sowieso energetisch sanieren müssten, was uns an den Rand des finanziell Leistbaren oder sogar darüber hinaus bringen würde. Es war nicht unsere Idee, aber ein offenbar begründeter Rat, auch darüber nachzudenken, an diese Stelle einen Neubau zu setzen. Das vorausgesetzt könnte, so der Vorschlag des Projektmanagers, einen „Baukörper“ an der Straßenfront bis hin zu einem direkt in Richtung Kircheneingang verlegten Zugang ins Gelände ergeben und einen zweiten auf der anderen Seite dieses neuen Zuweges ein Stück ins Gelände hinein parallel zur Feuerwehrzufahrt. Die Lücke zwischen den beiden Häusern würde direkt in unsere Kirche einladen. Es könnten in den Häusern ungefähr 40 Wohnungen entstehen oder, wenn wir von Mikro-Apartments zum Beispiel für Auszubildende in Pflegeberufen ausgehen, mehr als die doppelte Anzahl.

Vermutlich werden die Pläne im Laufe unseres innergemeindlichen Gespräches und in Auseinandersetzung mit Architekten, die dann konkrete Pläne für uns erarbeiten sollen, noch in vieler Hinsicht bewegt werden. In Aussicht genommen ist, bis zum Oktober 2022 die Pläne soweit fertig zu haben, dass sie dann in die Mühlen der Genehmigungsverfahren geschoben werden können. Auch dafür ist grob ein Jahr vorgesehen, sodass in den Jahren 2024 und 2025 gebaut werden könnte.

Noch haben wir über diesen groben Zeitrahmen hinaus keine genauen Verabredungen, wie dieser Planungsprozess gestaltet werden kann. Wir möchten aber gern Sie alle einbeziehen und mitnehmen auf diesem Weg. Vermutlich werden wir nicht immer alle einig sein. Ich freue mich trotzdem darauf, mit Ihnen Ideen zu entwickeln und ihnen Gestalt zu geben. Solch ein Prozess kann großen Spaß machen. Und wenn am Ende das Ergebnis auch überzeugt, wovon ich überzeugt bin, können wir als Kirchengemeinde sehr stolz sein.

Also: Werden Sie neugierig und mischen Sie mit!
Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Abschied aus Johannisthal

Liebe Menschen in Johannisthal und auch in Baumschulenweg,

mitunter planen wir die Dinge bis in kleinste, wir sorgen vor, legen zurecht, schmieden Pläne – und dann kommt es doch ganz anders als gedacht.

So ist es mir ergangen, als ich mich im vergangenen Herbst in meinen Mutterschutz verabschiedet habe. Da hätte ich es nicht für möglich gehalten, nach meiner Elternzeit nicht an die vertraut gewordenen Plätze in Johannisthal zurückzukehren.

Umso wehmütiger war mein letzter Besuch in der Kirche und auf dem Gelände. Gemeinsam haben wir hier eine Weile Ideen entwickelt und so manches bewegt. Während nun das Herbstlaub alles herrlich gelb leuchten lässt, musste ich an Gottesdienste denken, an Besuche, Gespräche und Projekte. Die Zeit ist weitergegangen. Inzwischen ist die Pforte zum Sterndamm geöffnet, der Hochzeitsweg endlich wieder begehbar. Im Kirchsaal brennen noch immer Kerzen und laden zum Bleiben ein.

Aber ich ziehe nun weiter. Meine Elternzeit ist beendet, die letzten drei Monate wird sich mein Mann um unsere jüngste Tochter kümmern. Im kommenden Jahr werden wir dann gemeinsam eine Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Rixdorf übernehmen. Schon jetzt arbeite ich im Kirchenkreis Neukölln und mache mich mit dem neuen Umfeld vertraut. Zu aller Wehmut gesellen sich nun also Neugier und Tatendrang. Bald werden wir als Familie die unmittelbare Nachbarschaft westlich des Baumschulenweger Gemeindegebiets erkunden. Und ich weiß, dass es auch verschiedene Verbindungslinien zwischen der Johannisthaler und der Rixdorfer Gemeinde gibt. Die Fäden reißen also nicht ganz ab.

Ich wünsche den Menschen im Pfarrsprengel Oberspree-West alles Gute für die Zukunft, viele erfrischende Aufbrüche, Offenheit gegenüber dem Neuen, Geduld und Nachsicht in Konflikten und in allem den barmherzigen Segen Gottes.

Julika Wilcke

Pfarrerin Wilcke wird im Gottesdienst am 12. Dezember 2021 in Johannisthal verabschiedet

Rückblick: Die Festwoche 100 Jahre Kirche – 125 Jahre Gemeinde Johannisthal

„Von der Sonne verwöhnt“ – so betitelt der Kirchenkreis den kurzen Bericht von unserem Festgottesdienst zum Abschluss des Jubiläumswochenendes am 22. August 2021. Nicht nur der Sonntag, das gesamte lange Wochenende hatte immer das passende Wetter – und das, obwohl Wind, Regen und Gewitter immer wieder drohten, die Planungen zu durchkreuzen.

Das Wetter zum Gemeindejubiläum erlaubte uns, ein schönes Fest mit vielen, vielen Besucher*innen zu feiern: das im Sommer fertiggestellte Außengelände ermöglichte es, dass die Veranstaltungen „fast normal“ stattfinden konnten.

Vier Tage lang wurde zugehört, gefeiert, sich getroffen und gesungen. Ermöglicht hat das eine Schar von Helfer*innen, Ehrenamtliche wie Angestellte, sogar der Malteser-Hilfsdienst hat uns Unterstützung geschickt. All den helfenden Händen – die meisten waren jeden Tag dabei – vor und hinter den Kulissen sei hier nochmal gedankt! Ohne Ihre und Eure Bereitschaft, dieses Fest zu etwas ganz Besonderem zu machen, wäre dieses Gemeindejubiläum nicht möglich gewesen!

Einen Rückblick mit Fotos zu den einzelnen Tagen:

Rückblick: „100 Jahre Kirche Johannisthal – ein provisorischer Glücksfall“ (Gemeindeabend 19.08.2021)

Das Jubiläumswochenende begann mit einem Gemeindeabend zur Geschichte der Gemeinde und des Kirchgebäudes. Pfarrer Scheel hatte sich mit Unterstützung von Herrn Huskobla in die zahlreichen Informationen zur Geschichte des Geländes, besonders vom Freundeskreis Heimatgeschichte Johannisthal eingearbeitet und in einem interessanten Vortrag den Besucher*innen vorgestellt.