Martin Luther

Heute vor genau 500 Jahren: Luther in Worms

Das wäre allemal ein Anlass zum Feiern gewesen: Am 18. April 1521 stand der eigentlich völlig unwichtige Mönch Martin Luther vor Kaiser und Reich, auf dem Wormser Reichstag. Der Verhandlungsgegenstand bzw. die Person stand nicht einmal auf der Tagesordnung, der Punkt wurde eingeschoben und im Nebenraum abgehandelt. Doch heute wissen wir von diesem Reichstag, weil diese Nebensache dort zur Verhandlung kam.

Es gibt verschiedene Angaben darüber, wann aus dem Mittelalter die Neuzeit wurde. Was war der Knackpunkt: Gutenberg und der Buchdruck, Kolumbus und die neue Welt, Kopernikus mit der Sonne und nicht mehr der Erde im Mittelpunkt? Der Auftritt Luthers auf dem Wormser Reichstag war in seiner Wirkung eine Zeitenwende, vielleicht tatsächlich die entscheidende. Nicht durch unmittelbaren Folgen, Beschlüsse, sondern weil mit diesem unerhörten Auftritt etwas begann, was nicht mehr aufzuhalten war und die so festgefügt scheinende Welt aus den Angeln hob und verändert hat. Und damit meine ich nicht die theologischen Sachverhalte, die vordergründig verhandelt wurden.

Weiterlesen

KiKi@home

Liebe Kinder, liebe Eltern!  

Das Osterfest liegt schon hinter uns? Oh nein! Weit gefehlt. Die österliche Freudenzeit ist jetzt, heute und morgen bis Christi Himmelfahrt. In den nächsten Wochen stehen uns Freudenfeste bevor. Sie rufen uns auf – zum Jubilieren, zum Singen, zum Tanzen, zum frohen Gebet. Wir alle sind dazu aufgerufen. Gott ist für das Leben und er schenkt uns Leben. Und weil Gott jeden von uns in unserer Wirklichkeit anspricht, möchten wir digitale Distanz zu einem gemeinsamen Fest verwandeln, das uns alle einschließt. 

Ein gemeinsames Fest? Unter dem Motto „It´s your turn“ haben wir uns Gelegenheiten für die nächsten Wochen ausgedacht wie wir gemeinsam ein Fest gestalten können. Die Themen der nächsten Sonntage wollen uns dabei inspirieren: Jubilate (Jubiliert!), Cantate (Singt!), Rogate (Betet!). Der nächste Sonntag ist aber erstmal der sogenannte Hirtensonntag. Gott ist unser guter Hirte. Zum Festeingang wollen wir gemeinsam einen Psalm gestalten. Psalme sind Lied und Gebet zugleich. Psalme tun der Seele gut, weil sie aus den Seelen der Menschen sprechen und singen. 

Weiterlesen

… und ab geht’s!“ – Jesus eröffnet die Grillsaison – Impulse zum Sonntag Quasimodogeniti 2021

Liebe Gemeinde,

wieder ein Sonntag mit einem solch eigenartigen Namen: Quasimodogeniti. Nein, mit dem Glöckner von Notre Dame hat das nichts zu tun. „Wie die neugeborenen Kinder“ bedeutet das lateinische Wort, das der alten Liturgie dieses Tages entstammt. Manche kennen den ersten Sonntag nach Ostern auch als den „Weißen Sonntag“.

Weiterlesen

Angedacht

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

Psalm 118,22

Ostern geht das Leben wieder los – unser Fest fällt in diesem Jahr mit dem Monatsbeginn April zusammen: dann ist Frühling, hoffentlich, dann haben wir uns von den Corona-Einschränkungen ein wenig freigestrampelt, hoffentlich. An die Auferstehung Jesu wird in jedem Fall gedacht und sie wird gefeiert.

Der Festtagspsalm ist der 118 – übrigens auch Pfingsten in anderem Zuschnitt – und in seinen Bildern wahrscheinlich vertraut: Mit dem Eckstein wird das Maß des Gebäudes gesetzt, an ihm richtet sich alles aus, alles muss zu ihm passen. Heutzutage wird Beton gegossen und alles passend gemacht, mit Natursteinen dagegen ist die Auswahl entscheidend. Das gilt erst recht, wenn es um ein Gewölbe geht, dann muss alles, vor allem der Schlussstein passen, sonst bricht alles zusammen.

Weiterlesen

Osterandacht KiKi

Liebe Kinder, liebe Eltern,

morgen ist Ostersonntag! Jesus ist auferstanden, er sendet Hoffnung und Licht in unsere Welt. Jesus ist mitten unter uns. Das will gefeiert sein. Daher haben wir eine kleine Osterandacht für euch vorbereitet. Ihr hört nochmal die ganze Geschichte: von Palmsonntag bis Ostersonntag, es werden Lieder gesungen und wir beten gemeinsam. Wir freuen uns, wenn Ihr mit uns gemeinsam Ostern feiert. Unsere Osterandacht erreicht Ihr zu jeder Zeit unter folgendem Link: https://youtu.be/0yKNCmjjYiI

Wir wünschen euch morgen ein segensreiches, lichterfülltes, ostereierbuntes und frühlingsduftendes Osterfest!

Bleibt behütet!

Euer Kiki-Team

Ostersonntag – Baumschulenweg offene Kirche: 4.4.

Predigt: 2. Mose 14-15

8 Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, dass er den Israeliten nachjagte. Aber die Israeliten waren unter der Macht einer starken Hand ausgezogen. 9 Und die Ägypter jagten ihnen nach mit Rossen, Wagen und ihren Männern und mit dem ganzen Heer des Pharao und holten sie ein, als sie sich gelagert hatten am Meer bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon. 10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HERRN 11 und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast? 12 Haben wir’s dir nicht schon in Ägypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben. 13 Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. 14 Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein. 19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie. Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie 20 und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und dort war die Wolke finster und hier erleuchtete sie die Nacht, und so kamen die Heere die ganze Nacht einander nicht näher. 21 Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken und die Wasser teilten sich. 22 Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 23 Und die Ägypter folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und Männer, mitten ins Meer. 28 Und das Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Männer, das ganze Heer des Pharao, das ihnen nachgefolgt war ins Meer, sodass nicht einer von ihnen übrig blieb. 29 Aber die Israeliten gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 30 So errettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Ägypter Hand.
15, 20 Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. 21 Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt.

Weiterlesen

Karfreitag (2. April 2021)

Am Karfreitag gedenken wir der Hinrichtung Jesu am Kreuz – und damit auch an unsere eigenen Verstrickungen in all das, was Jesus ans Kreuz gebracht hat. Deutlich wird am Karfreitag aber auch, was sich in die Geschehen dort auf Golgatha vollzieht: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber“ (2.Korinther 5,19) – es geht um nicht weniger als das: um die ganze Welt.

Spruch:

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Johannes 3,16
Weiterlesen

Karfreitagspredigt über Matthäus 27,33-54

Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte, 34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und da er’s schmeckte, wollte er nicht trinken. 35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum. 36 Und sie saßen da und bewachten ihn. 37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.
38 Da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken. 39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe 40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz! 41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: 42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Er ist der König von Israel, er steige nun herab vom Kreuz. Dann wollen wir an ihn glauben. 43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. 44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
45 Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia. 48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die andern aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihm helfe! 50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied. 51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, 52 und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf 53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient; 56 unter ihnen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

Weiterlesen

Karfreitag 2. April – Baumschulenweg

Matthäus 27:

31 Und als sie Jesus verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. 32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug. 33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte, 34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und da er’s schmeckte, wollte er nicht trinken. 35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum. 36 Und sie saßen da und bewachten ihn. 37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes. Dies ist Jesus, der Juden König. 38 Da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken. 39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe 40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz! 41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: 42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Er ist der König von Israel, er steige nun herab vom Kreuz. Dann wollen wir an ihn glauben. 43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. 44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren. 45 Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia. 48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die andern aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihm helfe! 50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.

Predigt:

Es war ein Tag, ganz anders als jeder andere. Denn es war ein Tag, an dem die Finsternis kam. Mitten am Tag. Und diese Finsternis war dunkler als alles, was ich bisher gekannt hatte.

Weiterlesen