Archiv des Autors: admin

Die Johanniter: Unsere Nachbarschaftshilfe ist für Sie da!

Liebe Johannisthalerinnen und Johannisthaler,

aufgrund der aktuellen Situation möchten die Johanniter Ihnen Hilfe anbieten beim:

  • Einkauf,
  • Gang zur Apotheke,
  • mit dem Hund Gassi gehen,
  • Begleitung zu Ärzt*innen,
  • stundenweise Kinderbetreuung,
  • oder bei sonstigen Anliegen und Nöten.

Falls Sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen, melden Sie sich bitte bei uns entweder

telefonisch von montags bis freitags 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Gesa Hoffmann 0173 6195697
Keren Kraus 0173 6195143

oder per Email: kiezhilfe.johannisthal[@]johanniter.de

Die Sozialberatung findet aufgrund der aktuellen Lage telefonisch statt und auch hier erreichen Sie uns montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 15 Uhr.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Berlin

Quartiersmanagement Johannisthal

Wort des Bischofs

Bischof Dr. Christian Stäblein
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
18. März 2020

Wort des Bischofs

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

die Ausbreitung des Corona-Virus ist beängstigend. Sie fordert uns heraus. Viele Maßnahmen werden dieser Tage ergriffen, wir versuchen uns und unsere Mitmen schen so gut es geht zu schützen. Geschäfte werden geschlossen, Zusammenkünfte verboten, ja, wir müssen Gottesdienste absagen. Das ist schmerzhaft, macht Sorge, war so auch noch nie da. Aber es ist richtig. Die Gesundheit der Menschen, gerade auch derer, die durch das Virus besonders verwundbar sind, geht immer vor. Wir wollen, ich will achtsam sein, gerade für die Menschen, die uns jetzt brauchen. Die so schnell aus dem Blick geraten, schauen wir gerade auch auf sie!

Gott erspart uns nicht alle Bedrängnisse des Lebens. Aber er hat uns verheißen, bei uns zu sein. Ich vertraue darauf, dass Gott uns trägt. Dieses Vertrauen schenkt uns Gott. In Unsicherheit und Ängsten, in Kranksein und auch im Sterben bleibt er. Hält mit uns aus. Und hält uns fest bei sich.

Für mich ist das Beten Hilfe und Kraftort. Hier kann ich meine Sorgen vor Gott bringen. Hier kann ich aussprechen, was mich bewegt an Zweifeln, Fragen, Ängsten, an Dank und Liebe. Es ist der Ort, der ohne physische Berührung mein Herz berührt. Beten ist für mich der Pulsschlag des Glaubens, gerade jetzt.

Ich möchte Ihnen sagen, dass ich von nun an diese Tage jeden Mittag um 12.00 Uhr ins Gebet gehen will. Ein paar Worte zu Gott, unbedingt die Bitte für die, die krank sind und alle, die sie pflegen, ein Vaterunser, eine Bitte um Segen.

Von nun jeden Tag immer um 12.00 Uhr. Ich lade Sie ein, mit in dieses Gebet zu gehen, wo immer Sie gerade sind: www.ekbo.de/livestream

Gott bleibt, bleiben Sie behütet!
Ich grüße Sie herzlich,

Ihr

Bericht aus dem Gemeindekirchenrat

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie erleben es selbst in ihrem familiären, privaten und beruflichen Umfeld, wie sich Dinge innerhalb kürzerer Zeit ändern. Das neuartige Coronavirus bestimmt zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Bericht schreibe, sehr vieles. Auch unser kirchliches Leben ist davon betroffen. So fallen alle Ostergottesdienste aus, und das Nachbarschaftsfest am 29. Mai ist vorsorglich durch die Johanniter abgesagt worden.

Wir hoffen, dass unser gemeindliches Leben Ende April wieder beginnen kann, und deshalb haben wir auch für die Zeit ab 26. April Termine im Gemeindegruß veröffentlicht. Aber letztlich bleibt uns nichts weiter, als abzuwarten und auf Gott zu vertrauen, dass er uns leitet und behütet.

Am 11. März hat der Gemeindekirchenrat getagt und sich neben der üblichen Routine mit Themen beschäftigt, die die Gestaltung unseres Kirchengeländes innen und außen schöner machen werden.

Er hat zugestimmt, dass ein Imker seine Bienenvölker im Gartengelände ansiedeln darf. Das ist ein guter Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Auch werden einige neue Bäume gepflanzt, hier freuen wir uns und danken Herrn Rahn für seine Initiative.

Das bisher als Hexenhaus bekannte Haus am Sterndamm 90 ist nun offiziell zur Pfarrwohnung gewidmet, wir haben deshalb auch den Antrag gestellt, dass die Gemeinde Johannisthal zukünftig als Postadresse Sterndamm 92 (und nicht wie bisher Sterndamm 90) hat. Die Arbeiten zur Sanierung werden hoffentlich im Laufe dieses Jahres beginnen können. Das Kirchliche Bauamt und der kreiskirchliche Bauausschuss waren für eine Begehung vor Ort. Auch war der Klimaschutzmanager unserer Landeskirche im zukünftigen Pfarrhaus. Er hat uns intensiv zu energetischen Maßnahmen beraten auf eine Reihe von Fördermöglichkeiten aufmerksam gemacht.

Sie haben es vielleicht schon gesehen, am 29. Februar wurde eine Konifere vor dem Jugendzentrum gefällt. Die Äste dieser Konifere werden für eine Totholzhecke auf dem Gelände verwendet und dienen im Sommer Insekten und anderen Tieren als Wohnung. Das ist alles auf einem guten Weg, und wir als Gemeindekirchenrat freuen uns, Sie bei den nächsten Gottesdiensten wieder in unserer Kirche in Johannisthal zu sehen.

Dr. Thomas Menn 18. März 2020

Pilotphase gemeinsame Gottesdienste

Gemeindeversammlung und gemeinsame Sitzung

Bei der Gemeindeversammlung am 16. Februar 2020 [in Baumschulenweg] haben wir uns über Erfahrungen in der Pilotphase der gemeinsamen Gottesdienste von Johannisthal und Baumschulenweg ausgetauscht.

Es gab zahlreiche Beiträge, die das Für und Wider gemeinsamer Gottesdienste aufzeigten.

Dafür sprechen solche Dinge wie das Treffen anderer Menschen und die größere Gemeinschaft, die unterschiedlichen Räume mit den verschiedenen Atmosphären sowie dass Gespräche mit der Pfarrerin und untereinander beim Kirchencafé in beiden Gemeinden möglich sind.

Dagegen sprechen längere und schwierigere Wege vor allem für ältere Gottesdienstbesucher, dass es längere Phasen ohne Gottesdienst vor Ort gibt, weniger Kollekten einkommen und durch zeitliche Überschneidungen in Baumschulenweg und Treptow die Kirchenmusikerin nicht immer präsent ist.

Übereinstimmend hieß es jedoch, dass gemeinsame Veranstaltungen und Gottesdienste das Gemeindeleben bereichern. Manches kann sicher durch gute Organisation gelingen.

Nebenbei traten natürlich auch grundlegende Fragen auf. Wo sind die jungen Leute und wie können wir diese erreichen?

Als Fazit lässt sich sagen: Regelmäßige Gottesdienste vor Ort sind wichtig, wobei auch gemeinsame Gottesdienste, die nicht nach einem starren Schema geplant werden, gut und wichtig sind. Vielleicht ergeben sich daraus ja auch Chancen und Ideen für neue Gottesdienstformen.

Auf der gemeinsamen GKR-Sitzung Johannisthal und Baumschulenweg am 20. Februar 2020 haben sich die Gemeindekirchenräte über die Meinungen, Empfehlungen und Wünsche aus der Gemeindeversammlung ausgetauscht. Beschlossen wurde dann, dass die Probephase gemeinsamer Gottesdienste bis zur Besetzung der Pfarrstellen von Johannisthal und Baumschulenweg fortgesetzt wird. Danach werden mit den neuen Pfarrstelleninhabern und in Abstimmung mit dem Pfarrsprengel, die weiteren Schritte besprochen und geplant.

Michael-Erich Aust

Bericht des GKR Johannisthal (Februar-Sitzung)

– Musikausschuss – Umweltgruppe – IT-Ausstattung – Umbau
Bürotrakt: Läuteanlage – Widmung und Sanierung Pfarrhaus –
– Neugestaltung Gelände – Lautsprecheranalge für außen –
– Vernetzung im Ortsteil – Kiezfest –

In der Sitzung am 19. Februar 2020 hat der Gemeindekirchenrat folgende Personen in den neuen Musikausschuss berufen: Bernd Wulff (für den Flötenkreis), Andreas Iskraut (für die Bläser), Anja Herwig, Matthias Krüger und Mario Storch (für die Kantorei). Eine Vertreterin für den Gemeindechor muss noch berufen werden.

Wir möchten in der Gemeinde Johannisthal eine Umweltgruppe bilden, die Möglichkeiten auftun will, als Gemeinde aktiv für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Fairen Handel einzutreten. Aus dem GKR werden Ines Mönch, Maik Heinold und Julika Wilcke in dieser Gruppe mitwirken. Wir freuen uns über weitere Mitglieder, die mit uns nach Wegen suchen, um zu einer nachhaltigen und ökologischen Kirchengemeinde zu werden! Sprechen Sie uns gerne an!

Im Zusammenhang mit dem Büroumbau sollen Computer-, Fax- und Telefontechnik auf den Prüfstand. Zu diesem Zwecke wurde eine IT-Gruppe gebildet, deren Mitglieder ihre Kompetenzen einbringen wollen. Um dem Kirchdienst weiterhin den Zugang zur Läuteanlage offen zu halten, soll der Sicherungskasten mit der Glockenelektronik vom bisherigen Vorbereitungsraum in den Flurbereich davor verlegt werden. Zukünftig wird in dem jetzigen Vorbereitungsraum das Kirchenmusikbüro untergebracht sein.

Der GKR hat einen Antrag an den Kreiskirchenrat gestellt, das Wohnhaus Sterndamm 90 zu einer zukünftiger Pfarrdienstwohnung zu widmen. Dies kann geschehen, sobald die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude abgeschlossen sind.

Hier gehen wir nun die ersten Schritte. Eine erste Begehung durch das Kirchliche Bauamt und den kreiskirchlichen Bauausschuss hat bereits stattgefunden. Außerdem war der Klimaschutzmanager der Landeskirche vor Ort und hat wertvolle Hinweise zum Thema energetische Sanierung gegeben. Wir werden nun Kontakt zur Denkmalbehörde aufnehmen und nach Architektur- und Ingenieurbüros suchen, die uns Angebote für unser Vorhaben machen.

Nachdem seit Ende 2019 der Ideenwettbewerb zwischen den Büros zweier Landschaftsarchitekten abgeschlossen ist, hat sich der GKR nun entschieden, für die geplante Geländeumgestaltung mit dem Architekten Jorg Sieweke vom Büro paradoXcity zusammenzuarbeiten. Er hat eine Präsentation seiner ersten Vorentwürfe für die Gemeindeversammlung zugesagt. Die Gemeindeversammlung konnte nicht stattfinden, Sie finden aber die Präsentation als Poster im Gemeindesaal und demnächst auf unserer Webseite.

Die Bauvorhaben werden uns also in der kommenden Zeit intensiv beschäftigen. Darum hat sich auch der kreiskirchliche Bauausschuss mit einer Frühjahrssitzung bei uns in Johannisthal angemeldet. Bei der Gelegenheit kann er sich ein Bild vor Ort machen. Auch diese Sitzung wurde vorerst verschoben.

Schon lange planen wir die Installation einer geeigneten Lautsprecheranlage für unseren Außenbereich rund um den Pavillon. In den vergangenen Jahren haben sich die Veranstaltungen unter freiem Himmel großer Beliebtheit erfreut. Um dies auch akustisch zu unterstützen, hat sich der GKR entschieden, eine transportable Anlage mit einem passenden E-Piano anzuschaffen. Nachdem der Förderverein bereits eine große Spendensumme dafür zur Verfügung gestellt hat, kann die Anlage jetzt bestellt werden. Weitere Kollekten und Spenden sollen die verbleibenden Kosten decken.

Die Kirchengemeinde vernetzt sich innerhalb des Stadtteils. Angestoßen durch ein Ortsteilgespräch im September 2019, treffen sich mittlerweile wichtige Partner der Region in einer regelmäßigen Austauschrunde Johannisthal. Dazu gehören u.a. das Quartiersmanagement der Johanniter Unfallhilfe und das Johanniter-Stift, der Kiezclub, die Bürgerinitiative Johannisthal, der Freundeskreis Heimatgeschichte und das Netzwerk „Leben im Kiez“. Diese Runde nimmt Johannisthal als Sozialraum unter die Lupe, prüft, was die Menschen hier vor Ort brauchen und bemüht sich, als Partner gemeinsam präsent zu sein, um den Stadtteil noch freundlicher zu gestalten. Zum Tag der Nachbarn am Freitag, den 29.5., soll ein Kiezfest in Johannisthal veranstaltet werden, bei dem die Kirchengemeinde Mitveranstalterin sein wird. Auch das Kiezfest wurde in der Zwischenzeit abgesagt, soll aber sicher im nächsten Jahr stattfinden.

Julika Wilcke

Weltgebetstag Simbabwe 2020: Steh auf und geh!

„Steh auf und geh!“

Unter diesem Motto laden Christinnen aus dem südafrikanischen Land Simbabwe zum diesjährigen Weltgebetstag der Frauen ein. Sie haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt:

„Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“

sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstagsgottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung. Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.

Ein Gebet wandert über 24 Stunden lang um den Erdball…
…und verbindet Frauen in mehr als 120 Ländern der Welt miteinander!

Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und
nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen.

Kommen Sie – und hören Sie von ihnen!

Gehen Sie mit uns und unseren katholischen Geschwistern auf Entdeckungsreise im Gottesdienst zum Weltgebetstag und beim anschließenden Imbiss mit landestypischen Gerichten.

Wir feiern mit Ihnen am Freitag, den 6. März 2020 um 19:00 Uhr
in der Evangelischen Kirche Johannisthal.

Wer gern ein landestypisches Gericht nachkochen und mitbringen möchte, kann sich ab dem 3. Februar 2020 ein Rezept aus Simbabwe in den Gemeindebüros abholen.

Bericht von der Sprengelsitzung am 29. Januar 2020

– Pfarrstellenbesetzung in Treptow – Wahl Kreissynodale –

Bei der gemeinsamen Sitzung aller Gemeindekirchenräte des Pfarrsprengels in Treptow am 29. Januar 2020 standen die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die Besetzung der Pfarrstelle Treptow und die Wahl der Kreissynodalen auf der Tagesordnung.

Als Kandidatin bzw. Kandidat wurden Pfarrerin Kathrin Herrmann und Pfarrer Andreas Döhle ausgewählt. Geplant war, dass sie sich in Vorstellungsgottesdiensten mit anschließender Gemeindeveranstaltung am 5. und 19. April vorstellen und die Pfarrwahl am 28. April stattfindet. Wie und wann die Entscheidungsfindung nun sein wird, ist zu Redaktionsschluss noch nicht absehbar.

Als Synodale und Stellvertreter der Region wurden gewählt:

Synodale 1. Stellvertreter*innen 2. Stellvertreter*innen
Wolfram Queisser Jochen Schmidt Sabine Nickel
Gisela Schuchert Karl-Heinz Wedler Christian Kardaetz
Uwe Bauer Vera Storch Smilla Braumann
Angelika Briese Maja Briese Heike Pudler
Richard Alexander Wahlen Almuth Heck Hartmut Fritsch
Alexander Freier-Winterwerb Dorothea Fredrich Friedhelm Groell

Zusätzlich hat der Kreiskirchenrat Sebastian Bergelt aus Johannisthal in die Synode berufen. Schließlich wurde Julika Wilcke als Vertreterin der Pfarrpersonen bestimmt, ihre Vertretung übernimmt Annette Schwer.

Michael-Erich Aust

Verkauft und Geschenkt

Liebe Gemeinde,

Weihnachten ist nun endgültig vorbei – spätestens mit dem 2. Februar sind die letzten Zeichen der Epiphaniaszeit aus dem Alltag verschwunden. Alle Sterne sind von den Fenster abgepult worden, die leuchtenden Herrnhuter vorsichtig auseinandergenommen und verpackt, sortiert nach dreieckigen und viereckigen Spitzen. Die letzten Weihnachtsbäume hat die BSR auch nach den regulären Abholterminen noch entsorgt. Ich kenne bei uns im Viertel einen Hinterhof, in dem sie zu Ostern feierlich verbrannt werden. Es ist nun wieder ein wenig dunkler geworden in Berlin, seit all die kleinen LED-Lichter aus den Fenstern, Gärten, Einkaufspassagen und Bahnhöfen verschwunden sind. Da hilft es auch nicht so richtig, dass die Tage wieder länger werden: Die Stadt im Frühjahr hat oft etwas Trostloses. „Ich fliehe da lieber in den Süden!“ So höre ich es häufiger von aktiven Rentnerinnen und Rentnern, die es den Zugvögeln gleich machen und sich lieber in wärmere Gefilde aufmachen, sobald es ihnen möglich ist.

Wir bleiben zurück und warten darauf, dass sich die Stadt neu schmückt, dass die ersten Knospen treiben und die Zweige an den Bäumen sich mit frischem Grün herausputzen. Wir warten darauf, dass es schöner wird, damit sich auch die Stimmung der Seele wieder hebt. In uns hebt sich Protest gegen die frostige Farblosigkeit um uns herum. Einzelne glitzernde Kleckse setzen manche Akzente – das Nichtalltägliche kann Orientierung schaffen.

Was kann das sein?

Manchmal sind es geschenkte Kleinigkeiten. Oft sind es Gespräche oder Besuche. Es gibt aber auch Situationen, in denen man sich einfach mal etwas gönnen muss. In vielen Wohnzimmerschrankwänden meiner Kindheit gab es ein Schokoladenfach oder ein Bonbonglas.

Eine alte Dame erzählte mir, wie sie jeden Sonntag in einem bestimmten Moabiter Café ein Stück Torte aß. Ob nun Praline, Torte oder Currywurst, teure Frotteewandersocken – wir freuen uns am Wertvollen. Auch wenn das alles materielle Dinge sind, purer Luxus sozusagen, so können sie doch in einem frostig-farblosen Alltag helfen und Strukturen der Zufriedenheit geben. Für mich ist der materielle Wert dabei gar nicht das Entscheidende. Klar, ein Pullover, der einige Euro über der Schmerzgrenze liegt, ist umso kostbarer, wenn ich ihn mir trotzdem gönne. Doch die Kostbarkeit hängt von so vielen verschiedenen Faktoren ab. Lebenslust muss dabei sein. Sich etwas zu gönnen oder anderen etwas zu schenken, ist Ausdruck von Lebenslust. Ein Stück Verschwendung schwingt da mit, denn echte Geschenke sind nicht nützlich. Kostbarkeit ist etwas „drauf zu“. Sie ist vieldeutig. „Das haben wir uns damals geleistet.“ Es ist die Sehnsucht nach dem Besonderen.

Im Spruch für den Monat Februar heißt es:

Ihr seid teuer erkauft.

Im ersten Korintherbrief schreibt Paulus von der Kostbarkeit. Euer Leben ist ein Überschwang, ein „Drauf zu“, ein vieldeutiges Geschenk. Ihr seid der Luxus, den Gott sich leistet. Euer Leben färbt den Nebel leblosen Graus. Paulus schreibt das in einem Abschnitt über angemessenes Verhalten und eine gute Haltung im Leben.

Ihr seid teuer erkauft. Werdet nicht der Menschen Knechte.

Da werden wir selbst zum wertvollen Gut, dass hoch gehandelt wird. Kostbarer kann es nicht sein. Doch es darf nicht in falsche Hände geraten. Es soll nicht zum Besitz gemacht werden, denn für Paulus ist es allein Jesus Christus, der sich diese Wertstücke erworben hat. Er hat sich uns Menschen zu eigen gemacht, durch sein Leben und sein Sterben. So gelten wir für ihn nicht als Objekte, über die willkürlich verfügt werden könnte. Sondern wir sind wahre Kostbarkeiten, der Schatz Christi.

Der Glanz des Weihnachtsfestes mag also verblasst sein, und die Pracht und Herrlichkeit eines neuen Frühlings mag noch auf sich warten lassen: Aber in all der Tristesse unseres Berliner Alltagstrotts glitzern jene Schmuckstücke Gottes: Auf den S-Bahnsteigen tummeln sie sich, sie sind zu finden in Kindergärten und Seniorenheimen. Sie grüßen einander auf den Straßen und machen sonntags Ausflüge, um etwas von dem verborgenen Strahlen einzufangen.

Kommen auch Sie gut durch die länger werdenden Tage, die manchmal dunkler sind als der sonnenlose Dezember. Vielleicht erkennen Sie auf dem Weg zum Osterfest manche solcher teuer erkauften Kostbarkeiten.

Ihre Julika Wilcke

Einladung zur Konfirmation

„Die Bäume mit tiefen Wurzeln sind die, die hoch wachsen.“

Frédéric Mistral

Die Konfirmandengruppe 2016 pflanzt gemeinsam einen Baum. Gott begleitet Menschen im Leben. Das glauben wir und das wollen wir mit euch Konfirmandinnen und Konfirmanden erkunden. Wir wollen mit euch Wege finden vom Kinderglauben zum Erwachsenenglauben. Und wir wollen diese Wege fröhlich mit euch gehen.

Mach mit… Konfirmation 2021

Neue Freunde treffen, alte Freunde noch besser kennen lernen und gemeinsam herausfinden, was das mit Gott so auf sich hat; das alles passiert in der Konfirmandenzeit. Mit Spiel, Spaß, Action und Tiefgang wollen wir uns auf die Suche nach Gott machen und überlegen, was uns im Leben trägt. Dazu gehören Spieleaktionen genauso wie Diskussionsrunden, Gottesdienste oder verschiedene Fahrten.

Du bist neugierig geworden?

Dann komm unbedingt mit deinen Eltern zum ersten Treffen am 1. Februar 2020 um 19 Uhr in den Gemeindesaal Baumschulenweg (Baumschulenstraße 82-83, Hochparterre). Dort klären wir alle weiteren Fragen und die genauen Termine und du kannst dich entscheiden, ob die Konfirmandenzeit etwas für dich ist.

Bei Fragen wendet euch gern an: Gemeindepädagogin Mandy Endter, mobil erreichbar unter 0176 – 72 33 74 66 Email: m.endter[@]kklios.de