Archiv der Kategorie: Hilfe für Geflüchtete

Café, Kuchen, Nachbarschaft

An jedem 1. und 3. Freitag im Monat findet nun seit einiger Zeit von 15 – 19 Uhr ein Willkommens-Café auf der Veranda der Kirche Johannisthal statt. Es gibt Selbstgebackenes, Süßes, Früchte und Getränke, eine gemütliche Tafel zum Zusammensitzen und genug Platz zum Spielen. Das Angebot ist kostenlos und wird aus Spenden finanziert.

Wir haben unsere Einladung ganz bewusst an die gesamte Nachbarschaft gerichtet, vor allem aber auch versucht, gezielt Menschen aus der Ukraine anzusprechen, um Begegnung sowohl unter den Geflüchteten als auch mit der für sie neuen Berliner Nachbarschaft zu ermöglichen.

Unser kleines Café-Team besteht zurzeit aus 4-6 Ehrenamtlichen (zwei können Russisch sprechen). Wir kaufen ein, organisieren oder backen selber Kuchen, bauen die Tafel auf, begleiten das Café als Ansprechpartner*innen und räumen abends alles wieder auf.

Das Angebot wurde gleich von Anfang an sehr gut angenommen: Zwischen 5 und 10 Menschen sind jedes Mal zu Gast gewesen. Sie schätzen vor allem den Austausch und das Zusammensein auf dem schönen grünen Kirchengelände. In diesen ersten Café-Wochen haben wir tolle Menschen kennengelernt, viel gelacht, versucht, die jeweils andere Sprache zu sprechen, gesungen, Tischtennis, Fußball oder Kubb gespielt, Informationen über Wohnraum/Ärzte und Behördliches weitergeben können und letztes Mal war sogar ein Nachbar dabei, der einer Familie eine Wohnung anbieten konnte.

Da das Konzept so guten Zuspruch findet, suchen wir noch Unterstützung: Wer Freude daran hat Kuchen zu backen, das Café-Team von 14 – 19:30 Uhr (oder auch nur zeitweise) zu unterstützen, ein Spiel-/Bastelangebot für die Kinder vorzubereiten oder frische Blumen vorbei zu bringen…wir freuen uns über jede Hilfe. Vor allem den Kindern möchten wir gerne etwas Konkretes anbieten, damit keine Langeweile aufkommt, während die Erwachsenen in ihre Gespräche vertieft sind.

Melden Sie sich bei Interesse gerne per Mail: willkommenscafe@ev-kirche-johannisthal.de oder in unserem Kirchenbüro.

Oder aber: Kommen Sie doch einfach nächstes Mal vorbei und probieren Sie Kaffee,
Kuchen, Nachbarschaft…

Die nächsten Termine:

  • 7. und 21. Oktober
  • 4. und 18. November
    jeweils 15 – 19 Uhr
Willkommens-Café - Kaffee, Kuchen, Nachbarschaft - Jeden 1. und 3. Freitag im Monat - Für ukrainische Gäste, Gastgebende, Nachbar*innen und alle Kinder - Evangelische Kirche Johannisthal, Sterndamm 92 - Kennenlernen, spielen, kultureller Austausch - Alles kostenlos jeden 1. und 3. Freitag im Monat, 15 – 19 Uhr auf dem Gelände der Kirche Johannisthal

Johanna Werner

Kaffee, Kuchen, Nachbarschaft

Unter diesem Motto öffnete das Willkommens-Café am 22.07.2022 auf dem Gelände der Kirchengemeinde zum ersten Mal seine Pforten. Bei bestem Wetter und mit leckerem selbstgebackenem Kuchen und frischem Obst freuten sich die Gastgeberinnen Hanna, Linda, Tania und Karola auf die ersten Gäste.

Wir waren gespannt, ob unsere Idee, geflüchtete Menschen und Menschen aus der Nachbarschaft zusammen zu bringen, zu reden und zu spielen, Sorgen und Freude miteinander zu teilen und ein paar schöne Stunden zu haben, aufgehen würde. Und ja, sie ist aufgegangen. Vier Frauen aus der Ukraine sowie Gäste aus der Nachbarschaft kamen und wir verbrachten einen bunten Nachmittag mit vielen Gesprächen, sportlichen Spielen und interessanten Begegnungen. Danke an alle, die da waren und danke an Artur für die Übersetzung.

Wir freuen uns auf das nächste Café, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen. Es öffnet am 05.08.2022 um 15 Uhr.

Alle Infos gibt es auch auf unserem Flyer, der wieder gern verteilt werden kann: 

Eine Notunterkunft – viele Herzen und Hände

Der russische Angriff auf die Ukraine hat mich vom ersten Tag an unglaublich wütend gemacht. Erschütterung, Sorge und Hilfslosigkeit trafen auf ein vergleichsweise unbeschwertes Leben. Und plötzlich war da diese unfassbare Wut und die durch sie freigesetzte Energie, etwas Hilfreiches tun zu wollen und zu müssen. Ganz praktisch. Irgendwie helfen. Nicht einfach nur zuschauen müssen.

So oder ähnlich empfinden wohl viele von uns in dieser Zeit. Überrascht war ich dennoch über die große Anzahl Freiwilliger, die sich plötzlich überall und auch in unserer Gemeinde gemeldet haben. Als Anfang März das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten bei den Kirchen anfragt, beschloss der Gemeindekirchenrat Johannisthal in einer Sondersitzung, Räumlichkeiten als Notunterkunft für Geflüchtete auf der Durchreise zur Verfügung zu stellen.

In kürzester Zeit meldeten sich bis zu 200 Menschen aus Johannisthal und Umgebung, um das spontane Großprojekt der Gemeinde zu unterstützen. Die Hilfe nimmt dabei vielfältige Formen an: Es gehen große Mengen an Sachspenden ein, die sortiert und platziert werden. Umfangreiche Geldspenden von Privatpersonen, aus Kollekten der umliegenden Gemeinden und einer Versicherungsgesellschaft sichern das ganze Vorhaben ab. Und dazu kommt eine große Welle pragmatischer Hilfsbereitschaft. Sogar eine Hebamme bietet ihre Hilfe im Bedarfsfall an und bringt eine Grundausstattung für Säuglinge vorbei. Einige Menschen kommen einfach vorbei und fragen, wie sie helfen können.

Nachdem sich am 8. März nachmittags ca. 50 Freiwillige zur Unterstützung vor der Kirche treffen, die Sachspenden entgegennehmen und sortieren und die Räume in Kirche, Kiki-Bereich und im „Hexenhaus“ nutzbar machen, treffen am 10. März die ersten Geflüchteten ein – allerdings vor den 40 Feldbetten, die in einer gemeinschaftlichen Aktion abgeholt und spät abends aufgebaut werden. Die Gäste fühlen sich sofort willkommen, denn die Betten können mit gespendetem Bettzeug gemütlich gemacht werden, das Restaurant „Fosca“ sorgt umgehend für die ersten Töpfe Suppe und die Kinder strahlen, als sie zur Begrüßung Spielzeug und Schokokekse vorfinden.

In der nun folgenden Zeit sind insbesondere Pfarrer Hartmut Scheel und Anja Herwig im Dauereinsatz am Mobilgerät. Sie koordinieren und kommunizieren Anfragen, Ankünfte, Abreisen mit den Helfenden. Hauptkommunikationsweg für die vielen Freiwilligen wird der Signal-Chatkanal und ein selbst kreierter Online-Dienstplan. Eine Kochgruppe bereitet Mahlzeiten für die Gäste zu. Es entsteht ein Team aus freiwilligen Übersetzer*innen, das im Wechsel vor Ort tätig ist. Schlüsselverantwortliche werden gefunden und reagieren flexibel auf die nun entstehenden Bewegungen auf dem Kirchengelände.

Die sich im Verlauf ergebenden Aufgaben sind so vielfältig und daher kaum annähernd vollständig aufzuzählen. Es findet sich immer mindestens ein Mensch, der weiterhelfen kann oder eine gute Idee einbringt. Meistens sind es aber sehr viel mehr – gut genutzte Schwarmintelligenz. In den Diensten vor Ort nehmen Freiwillige nun Geflüchtete in Empfang, bereiten Frühstück vor, planen und organisieren die Weiterreise. Betten werden immer wieder neu bezogen, später dann die Kühlschränke der provisorischen Selbstversorgerküchen bestückt, Einkäufe erledigt, Fahrdienste übernommen, und so vieles mehr…

Ein Glücksfall: Die entstehenden Wäscheberge können plötzlich wunderbar unkompliziert bewältigt werden, als eine Helferin die Wäscherei des Pflegeheims Domicil in Baumschulenweg zur Verbündeten macht. Und solche glücklichen Fälle ereignen sich in dieser Zeit immer wieder.

Viele habe ich vielleicht auch gar nicht mitbekommen, denn ich muss feststellen, wie anstrengend es sein kann, Tag und Nacht dem Chatkanal zu folgen, mitzudenken und Lösungen zu suchen. Also schalte ich im Sinne der Selbstfürsorge irgendwann regelmäßig den Kanal auf stumm und mache Pause.

Über all diese Begegnungen und Erlebnisse, die es in dieser Zeit in unserer Gemeinde gab, ließe sich sicher ein ganzes Buch schreiben. Von fast 200 Autor*innen.

Nach über 3 Monaten wurde die Notunterkunft nun vom Hilfesystem abgemeldet.

Die Räume des „Hexenhauses“ können bei Bedarf weiterhin im Rahmen eines „erweiterten Wohnzimmers“ privat organisiert für Geflüchtete als Unterkunft genutzt werden. Anfragen dazu nimmt Pfarrer Hartmut Scheel entgegen. Auch die Kommunikationsinfrastruktur bleibt bestehen, denn der Austausch zu verschiedenen Fragen der Ukraine-Hilfe soll über dieses Netzwerk weiter möglich sein und auch die Organisation des Nachfolgeprojektes, ein regelmäßiger Treff für Geflüchtete, Gastgeber und Interessierte wird dieses Netzwerk nutzen.

Ich bin noch immer wütend und denke, dieses Gefühl ist nun fest bei mir eingezogen. Ich bin voller Wut über die Gräueltaten, die Menschen in dieser Welt der Wunder, dem Ort Gottes großartiger Schöpfung, anrichten. Gab es je Zeiten ohne? Ich hatte mich gut darin eingerichtet, solche Themen zu verdrängen. Das hat sich geändert. Mittlerweile lasse ich die aufkommenden Tränen laufen, weil es sich danach für den Moment etwas leichter anfühlt.

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken für Ihre Zeit!

Gleichzeitig erlebe ich hier in unserer Gemeinde diese große Solidarität, das Zusammenrücken von Menschen, die sich gar nicht kennen und dennoch einfach vertrauensvoll gemeinsam tun, was notwendig ist. Das berührt mich sehr und macht Hoffnung. Sichtbar wird dabei auch, welchen großen Wert und Anteil jeder einzelne
Beitrag an der gemeinsamen Aufgabe hat. Die Begleitung zum Bahnhof, der Einkauf, die spontan verschenkte Jacke, die warme Suppe, jedes freundliche Lächeln hat seine eigene wertvolle Wirkung. Und so kann wirklich jede*r etwas tun. Einfach so. Es braucht nicht nur Materielles, sondern auch viel Herz und Haltung.

Vielen Dank für Unterkunft, Gastfreundschaft und ruhigen Schlaf. Olga Kasian

Wir Helfenden konnten uns in dieser Zeit mehr denn je als Teil einer aktiven christlichen Gemeinschaft erleben, in der Menschen mit ihrem Einsatz und Mitgefühl füreinander sorgen und einstehen. So gestalten wir hier bei uns die friedliche, freundliche Welt, die wir uns so sehr auch ganz global wünschen. Solche Hilfe zu leisten ist durchaus herausfordernd und erfüllend zugleich. Ich bin sehr dankbar dafür, dass unser GKR dieses Projekt nur mit der Frage des „wie“ und ohne Gedanken an das „ob“ einfach begonnen hat.

Ich wünsche mir, dass wir in allen unseren Lebensbereichen so zugewandt und hilfsbereit miteinander leben und wirken können. Diese Welt braucht Mut und Herz an so vielen Stellen: in der Nachbarschaft, der Familie, dem Freundeskreis, auf Arbeit, unterwegs, auf der Straße, in Politik und Ehrenamt. Es gibt dabei kein zu klein oder zu wenig.

Geben wir einfach immer aufeinander und auf unseren Lebensraum acht, der – so unschätzbar wundervoll geschaffen – das Zuhause dieser Menschenfamilie ist.

Kennen Sie das afrikanische Sprichwort: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Welt verändern“?

DANKE, an all die „viele(n) kleine(n) Leute“, deren Flügelschläge gemeinsam eine Notunterkunft aufgebaut haben.

Johanna Werner

Bericht aus dem GKR Johannisthal

– Gemeindeversammlung – Notunterkunft für Geflüchtete – Predigtauftrag – Pfarrstelle: Abschied und Neubesetzung – Bauvorhaben – GKR-Wahl – Sommerfest –

Das Wichtigste: Am 12. Juni nach dem Gottesdienst lädt der Gemeindekirchenrat zur jährlichen Gemeindeversammlung ein. Da wäre Gelegenheit für Fragen, Kritik und Anregungen.

Im jetzt spürbarsten Fall haben wir im GKR erst einmal gar keine Entscheidung getroffen: Als die Anfrage nach Notunterkünften für Ukraineflüchtlinge kam, haben wir nur über das Wie gesprochen, gar nicht über das Ob überhaupt. Seit dem 8. März sind wir Anlaufstelle für kurzfristig notwendige Übernachtungen, seit dem 10. März haben wir auch die dazugehörigen Feldbetten vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten.

Über „Moabit hilft“, die am Hauptbahnhof arbeiten, und über eine Gruppe am Bahnhof Südkreuz bekommen wir regelmäßig Anfragen, dazu auch über verschiedene private Initiativen. Das Bemerkenswerteste für mich war die enorme Welle an Bereitschaft zu unterstützen. Wir schätzen, dass sich um die 200 Menschen aus der Gemeinde und darüber hinaus an dem Projekt „Notunterkunft Kirche Johannisthal“ beteiligen. Nur anfangs haben wir auch Gemeinderäume belegt, inzwischen bieten wir 28 Betten in der Villa Sterndamm 90 (Hexenhaus), deren Sanierung sich noch etwas verzögert und die deshalb leer stand, und in einem Raum in der KiKi-Etage im Vorderhaus an. Mit Hilfe der vielen Unterstützer haben wir die Räume bewohnbar gemacht und einrichten können, z.B. auch mit zwei Küchen, die die Geflüchteten selbständig nutzen können. Die in der Gemeindehausküche notwendigen Ergänzungen, zum Beispiel den neuen Kühlschrank, haben wir aus eigenen Mitteln und Extraspenden und nicht aus den Spenden für die Geflüchteten gekauft. Für die Flüchtlingsunterkunft sind inzwischen um 10.000 € gespendet worden.

Daneben fielen wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Gemeinde: In der Maisitzung hat der GKR einen Predigtauftrag an Pfarrerin Stefanie Hoffmann erteilt, die in diesem Rahmen etwa einmal im Monat den Gottesdienst übernimmt. Sie arbeitet ansonsten für eine Stabsstelle der EKD.

Ab August wird Pfarrerin Juliane Bach den Pfarrdienst in unserer Gemeinde übernehmen. Dabei handelt es sich um eine Entsendungsstelle: In die erste Pfarrstelle am Beginn ihres kirchlichen Dienstes werden Pfarrer*innen entsandt. Nach zwei Jahren wird Juliane Bach ihre Bewerbungsfähigkeit erhalten und sie kann sich um die Stelle auf Dauer – das sind 10 Jahre – bemühen. Wir freuen uns sehr, dass es nach zwei vergeblichen Ausschreibungen gelungen ist, eine tragfähige Lösung für unseren Pfarrdienst ermöglicht zu bekommen. Am 28. August werde ich mich dann von der Gemeinde verabschieden und wieder meinen Ruhestand genießen.

Im April haben wir die Absichtserklärung für das Neubauprojekt auf unserem Gelände unterschrieben. Mit dieser Absichtserklärung kann die EB-SRE (Evangelische Bank – Sustainable Real Estate) die Planungen weiter vorbereiten und die Gespräche mit den Behörden führen. Noch in diesem Jahr – eigentlich bis zum 30. September – soll dann der Erbbaurechtsvertrag unterzeichnet werden.

Unabhängig davon geht die Sanierung der Villa Sterndamm 90 in die nächste Phase: Die genauen Pläne sind jetzt abgesprochen worden, demnächst geht es mit den Plänen in die Beantragung der Fördermittel. Kleinere Randfragen ergeben sich zwangsläufig: Für die KiKi-Räume im alten Kurhaus Sterndamm 92 wollen wir Ersatz schaffen. Und für die Villa muss Strom aus erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung stehen, damit wir die Förderbedingen erfüllen. Die von der neuen Bundesregierung geänderten Bedingungen machen die Möglichkeiten für eine Solaranlage auf unserem Kirchendach realistischer, vielleicht sogar so, dass wir sowohl für die Villa wie für das Gemeindehaus mit Kirche als auch schon im Blick auf den Neubau Energie zur Verfügung stellen. Das Klimaschutzgesetz der Landeskirche droht ansonsten mit einer CO₂-Abgabe, die uns ab dem 1.1.2023 belasten wird.

Immer noch winken die Gemeindekirchenratswahlen am 13. November. Wir hoffen darauf, mindesten sieben Menschen aus unserer Gemeinde zu gewinnen, die in den nächsten drei Jahren für die Zukunft der Gemeinde die Weichen stellen: Zum Beispiel im Sommer 2025 den*die Nachfolger*in für unseren Kirchenmusiker Martin Fehlandt zu bestimmen und vorher schon im Sommer 2024 über die dauerhafte Besetzung unserer Pfarrstelle zu entscheiden. Ich halte es für eine reizvolle Aufgabe, mit einer neuen Pfarrerin gemeinsam unsere Gemeinde für die nächste Generation zu gestalten mit all den ganz neuen Ideen, die diese, aber eben auch die neu gewählten Mitglieder des Gemeindekirchenrates einbringen wollen.

Mehr – und dann auch ihre Anregungen – am 12. Juni in der Gemeindeversammlung. Und wir treffen uns dann bestimmt zum Sommerfest am 2. Juli auf unserem Kirchengelände.

Herzliche Grüße in jedem Fall,

Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Zu Besuch in der Notunterkunft der Ev. Kirchengemeinde Johannisthal (v.l.n.r.): Superintendent Hans-Georg Furian, Pfarrer Hartmut Scheel, Hanna Werner und Anja Herwig vom Organisationsteam. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.de

Superintendent Hans-Georg Furian dankt für die große Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine

Mitte März 2022, etwa vier Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, hatte sich Superintendent Hans-Georg Furian beim Besuch der Notunterkunft in der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Johannisthal selbst ein Bild von der großen Solidarität der Kirchengemeinden des Kirchenkreises mit den Geflüchteten aus der Ukraine machen können. „Was ich damals Anja Herwig vom Gemeindekirchenrat und Pfarrer Hartmut Scheel im persönlichen Gespräch gesagt habe, möchte ich jetzt aus Anlass des Osterfestes gerne wiederholen: Das Engagement aller Kirchengemeinden und der vielen, vielen Einzelpersonen ist ein untrüglicher Beweis von Solidarität und Nächstenliebe. Passionszeit und Ostern zusammen bedeuten für uns Christen immer schon ganz konkret, dass der Weg vom Tod zum Leben führt. Ich danke allen, die geholfen haben und weiterhin helfen werden, herzlich für ihre Unterstützung!“

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Ukraine-Geflüchtete in der Kirche Johannisthal

Seit dem 8. März 2022 stehen die Räumlichkeiten unserer Kirchengemeinde für Geflüchtete aus der Ukraine als Notunterkunft für ein bis drei Nächte zur Verfügung. Wir stehen in Kontakt mit mehreren Hilfsorganisationen.

Weitere Informationen und wie Sie helfen können finden Sie hier auf unserer Seite

Notunterkunft in der Kirche Johannisthal

In den letzten Tagen wurden sehr viele Sachspenden gesammelt. Somit sind wir erst einmal gut ausgerüstet. Vielen Dank dafür. Bitte bringen Sie Sachspenden nur noch nach Absprache mit uns vorbei!

Hilfsgüter-Sammelstelle der ukrainischen Gemeinde an der katholischen Kirche Waldstraße 11

Täglich können von 13 – 19 Uhr folgende Sachspenden abgegeben werden (Stand 8.3.22):  

  • Schlafsäcke, Decken, Zelte, Isomatten
  • Batterien, Powerbank, Radioempfänger (analog & klein)
  • Handschuhe
  • Haltbare Nahrungsmittel, Fleisch- und Fischbüchsen…
  • Trockennahrung, Milchpulver, Campingkocher Ebit-Kocher,
  • Verbandsmaterial  

Geldspenden: Kontoinhaber: Ukrainische Pfarrei St. Nikolaus                         Verwendungszweck: Hilfe für die UKRAINE (Sammelstelle Bln. Johannisthal) IBAN: DE93 3706 0193 6003 1710 17 BIC: GENODEDXXXX

Erstes Helfer*innen-Treffen für die Johannisthaler Kirche als Notunterkunft für Ukraine-Flüchtlinge

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin (LAF) sucht dringend kurzfristige Notunterkünfte für in Berlin ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine und hat sich damit auch an Kirchengemeinden in Berlin gewendet. Seit dem 8. März 2022 steht unsere Kirche auf der Liste des LAF der als Notunterkünfte nutzbaren Räume.

Für den 8. März hatten wir zu einem Treffen für Helfer*innen eingeladen und um Sachspenden gebeten. Über die hohe Bereitschaft zu spenden und zu helfen waren wir selbst überrascht.

Etwa 50 Leute waren vor Ort und haben sich bereit erklärt zu helfen und haben sich in Helfer*innen-Listen eingetragen. Unglaublich viele Sachspenden wurden abgegeben. Unser Gemeindesaal ist nun gut gefüllt. Allen Spender*innen und Helfer*innen sei vielen vielen Dank. Diese hohe Resonanz auf unseren Aufruf hat uns darin bestärkt, dass unsere Entscheidung, unsere Räume für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen, richtig war.

Wie geht es nun weiter? Noch sind keine Flüchtlinge da, aber es kann jeden Augenblick ein Anruf kommen, dass wir benötigt werden. Und dann steht ein Bus vor mit 50 Leuten vor unserer Kirche.

Die nächste Aufgabe wird sein, die vielen Sachspenden zu sortieren und kleine Pakete für einzelne Familien zu packen. Umzugskisten haben wir dafür nun auch genug vorrätig.

Liebe Grüße aus dem Gemeindekirchenrat