Zu Besuch in der Notunterkunft der Ev. Kirchengemeinde Johannisthal (v.l.n.r.): Superintendent Hans-Georg Furian, Pfarrer Hartmut Scheel, Hanna Werner und Anja Herwig vom Organisationsteam. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.de

Superintendent Hans-Georg Furian dankt für die große Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine

Mitte März 2022, etwa vier Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, hatte sich Superintendent Hans-Georg Furian beim Besuch der Notunterkunft in der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Johannisthal selbst ein Bild von der großen Solidarität der Kirchengemeinden des Kirchenkreises mit den Geflüchteten aus der Ukraine machen können. „Was ich damals Anja Herwig vom Gemeindekirchenrat und Pfarrer Hartmut Scheel im persönlichen Gespräch gesagt habe, möchte ich jetzt aus Anlass des Osterfestes gerne wiederholen: Das Engagement aller Kirchengemeinden und der vielen, vielen Einzelpersonen ist ein untrüglicher Beweis von Solidarität und Nächstenliebe. Passionszeit und Ostern zusammen bedeuten für uns Christen immer schon ganz konkret, dass der Weg vom Tod zum Leben führt. Ich danke allen, die geholfen haben und weiterhin helfen werden, herzlich für ihre Unterstützung!“

Weiterlesen auf kklios.de

Frieden stiften

In New York am Sitz der Vereinten Nationen steht seit über 60 Jahren ein Muskelprotz, der mit einem erhobenen Hammer auf etwas einschlagen will, das – es ist dem oberen Teil dieses Etwas anzusehen – wohl mal ein Schwert gewesen ist, unten deutet sich schon die Wandlung zu einem Pflug an. Als Erklärung dient ein Bibelverweis: Micha 4.

Das New Yorker Denk- oder Mahnmal ist in den achtziger Jahren zum Symbol der Friedensbewegung geworden. Auf Vlies gedruckt, weil das als Textilveredelung galt und deshalb nicht genehmigungspflichtig war, diente der Muskelprotz als Lesezeichen und Aufnäher auf Oberbekleidungsstücken.

In der Bibel gibt es in anderem Zusammenhang, bezogen auf eine andere Lage, auch das Gegenteil: Die Aufforderung, aus Pflugscharen nun doch Schwerter zu machen.

In Micha 4 aber handelt es sich eben nicht um eine Aufforderung, sondern um ein Versprechen: Die von Gott ausgehenden Wegweisungen werden so überzeugend, klar und auch verlässlich sein, dass sich die Völker auf sie einlassen und daraufhin die Schwerter und Spieße überflüssig werden und einem sinnvolleren Zweck zugeführt werden können. Dafür ist dann der Schmied zuständig.

Der Schmied in New York war ein Geschenk der „Völker der Sowjetunion“, zu denen natürlich Russen und Russinnen, aber auch Ukrainer und Ukrainerinnen gehörten, an die Vereinten Nationen zu deren 10jährigem Jubiläum. Was ich sagen will: Wir erwarten diese überzeugende und Frieden ermöglichende Weisung von hier, von den Vereinten Nationen, die mit dem von allen akzeptierten Völkerrecht eine wichtige Grundlage für den Frieden setzen. Streitfragen und Keime des Unfriedens werden hier geklärt. Die zentrale und von allen akzeptierte „Weisung“ ist die Bedingung des Friedens.

Sicher ist in Micha 4 mehr gemeint als solch ein Völkerrecht und eine darüber wachende Institution. Die Vereinten Nationen sind auch bloß eine Verabredung, nicht göttliches Recht. Aber diese Verabredung ist ein irdischer Anfang, der nicht hoch genug
zu schätzen ist.

Neben dem hilflosen Entsetzen über all das menschliche Leid, das der Überfall auf die Ukraine ausgelöst hat, ist das das Erschreckendste: Es wird die gemeinsame Basis des Zusammenlebens auf unserem Planeten verlassen. Und nicht nur verlassen: Sie wird
zynisch verhöhnt und mit Füßen getreten.

Das ist eine jämmerliche Bankrotterklärung aller Menschlichkeit dort, wo man zu solchen Mitteln greift und sich über alles einfach hinwegsetzt.

Dass der Schmied sich an die Arbeit machen kann, ist wenn, dann die Folge einer Verständigung. Solch eine Verständigung zu befördern, wo es nur irgendwie geht, oder zumindest anzumahnen, ist in der Folge von Micha 4 unsere Aufgabe als Christen und als Kirche. Pazifismus ist eine Erfindung Jesu, der damit aber nicht einer Passivität das Wort redet, sondern Aktivität adelt:

Die, die „Frieden machen“ sind als Gottes Kinder glücklich zu preisen.

Es ist ein Treppenwitz der Kulturgeschichte, dass Luthers dafür erfundene Formulierung „friedfertig“ – da steckt eben „fertigen, machen“ im Wort – im heutigen Sprachgebrauch genau das meint, was er damals als Missverständnis auszuschließen versucht hat. Darum aber wird es gehen in den nächsten Wochen und Monaten und mit Ostern
sowieso: Wege zu suchen, hoffentlich zu finden, in jedem Fall anzumahnen, die zum Frieden führen.

Wahrscheinlich werden es erst einmal eher Trampelpfade sein, aber in kleinen Schritten wenigstens wollen wir zu einem so verlässlichen Frieden kommen, der es erlauben würde, aus Schwertern wieder Pflugscharen, aus Panzern Rasenmäher und aus Gewehren andere Haushalts- oder Gartengeräte zu machen, gern auch im Umfang von 100 Milliarden Euro.

Ich wünsche Ihnen allen viel Zuversicht, Mut und noch mehr Phantasie zum „Friedenstiften“, wo immer es geht. Und in jedem Fall – aber das ist eigentlich dasselbe: Fröhliche und gesegnete Ostern.

Ihr Pfarrer Hartmut Scheel

Vorstellung Jörg Schuster

Liebe Gemeinde Johannisthal,

ich freue mich, meine neue Tätigkeit als Hausmeister in der evangelischen Kirche Johannisthal ab 01.04.2022 wahrzunehmen und mich Ihnen heute vorstellen zu dürfen.

Ich heiße Jörg Schuster, bin 55 Jahre alt, verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und wohne in Altglienicke. Ich bin gläubiger Christ evangelischer Konfession. Während meiner beruflichen Laufbahn habe ich verschiedene handwerkliche Tätigkeiten, u.a. im elterlichen Elektrobetrieb und zuletzt im Garten- und Landschaftsbau ausgeübt. Des Weiteren habe ich fast 30 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet.

Ich hoffe, nicht nur aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen, meinen Beitrag zum Gemeindeleben leisten zu können. Ich bin gespannt auf meine neuen Aufgaben, sei es die Mithilfe bei Vorbereitungen zum Gottesdienst und zu kirchlichen Festen, oder auch die Erledigung von Aufgaben im praktischen, organisatorischen und logistischen Bereich. Kommen Sie gerne auf mich zu, ich freue mich auf ein Kennenlernen.

Jörg Schuster

Landeskirche ruft zu Friedensgebeten auf

Der Frieden in Europa ist bedroht. Russland attackiert die Ukraine. „Wir sind in Gedanken und Gebet bei den Menschen, die nun die Auswirkungen des Krieges hautnah erleben“, sagt Bischof Christian Stäblein. „Krieg ist Unrecht, bringt Leid und Tod“, heißt es in einem Statement vom 24. Februar 2022. „Mögen überall Friedenstifterinnen und Friedenstifter tätig werden, damit sich die uns vereinende Sehnsucht nach Frieden erfüllt.“ Nötig sei „Gewaltlosigkeit in Wort und Tat“.

Quelle: ekbo.de

MUSIK, MUSIK, MUSIK… BLÄSERMUSIK!!

Vieles bemerken wir erst, wenn es plötzlich nicht mehr da ist. Vieles ist für uns selbstverständlich geworden. Dazu gehört auch und vor allem die Musik. Durch die Coronamaßnahmen mussten wir lange Zeit über „musikabstinent“ leben. Und wir merkten: Da fehlt uns was…

Besonders schmerzlich vermissten wir die Musik in der Weihnachtszeit. Kein Weihnachtsoratorium (für unsere Kantorei schon Tradition geworden), keine Adventsmusik der Chöre und Flöten …

Und keine Bläser, die jedes Jahr zum Advent „Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt“ oder „Tochter Zion“ spielen.

Und je grösser der Bläserchor, umso schöner und strahlender (nicht nur optisch!)! Je grösser der Bläserchor, desto grösser auch die Palette der Musikliteratur, die man dann spielen kann. Choräle zu spielen, Intraden alter Meister, Gospel und moderne Musik – es macht Spass und freut die Gemeinde im Gottesdienst oder bei anderen Auftritten.

Wer Lust und Interesse hat, sein Instrument strahlen und klingen zu lassen, ist in unserem kleinen Bläserchor herzlich willkommen. Nur Mut!

Wer Unterricht haben möchte – auch das ist kein Problem: einfach kommen oder im Gemeindebüro melden.

Wir freuen uns über Zuwachs!

Mit herzlichen Grüßen und dem Wunsch für eine ruhige und klangvolle Advents- und Weihnachtszeit

Martin Fehlandt

Rückblick: Die Festwoche 100 Jahre Kirche – 125 Jahre Gemeinde Johannisthal

„Von der Sonne verwöhnt“ – so betitelt der Kirchenkreis den kurzen Bericht von unserem Festgottesdienst zum Abschluss des Jubiläumswochenendes am 22. August 2021. Nicht nur der Sonntag, das gesamte lange Wochenende hatte immer das passende Wetter – und das, obwohl Wind, Regen und Gewitter immer wieder drohten, die Planungen zu durchkreuzen.

Das Wetter zum Gemeindejubiläum erlaubte uns, ein schönes Fest mit vielen, vielen Besucher*innen zu feiern: das im Sommer fertiggestellte Außengelände ermöglichte es, dass die Veranstaltungen „fast normal“ stattfinden konnten.

Vier Tage lang wurde zugehört, gefeiert, sich getroffen und gesungen. Ermöglicht hat das eine Schar von Helfer*innen, Ehrenamtliche wie Angestellte, sogar der Malteser-Hilfsdienst hat uns Unterstützung geschickt. All den helfenden Händen – die meisten waren jeden Tag dabei – vor und hinter den Kulissen sei hier nochmal gedankt! Ohne Ihre und Eure Bereitschaft, dieses Fest zu etwas ganz Besonderem zu machen, wäre dieses Gemeindejubiläum nicht möglich gewesen!

Einen Rückblick mit Fotos zu den einzelnen Tagen:

Rückblick: Festgottesdienst (22.08.2021)

Das Schönste kommt zum Schluss! Bei schönem, stabilen Wetter konnten wir einen Gottesdienst mit viel Musik, vielen Musizierenden und noch mehr Gottesdienstbesucher*innen und einer Predigt, die in Erinnerung bleiben wird, feiern! Und ein wenig Glück gehört dazu: kaum waren die letzten Helfer*innen losgefahren, ging ein großer Platzregen nieder und alle Beteiligten freuten sich zum letzten Mal, wie passend das Wetter das gesamte Festwochenende über war.

[ngg src=“galleries“ ids=“4″ display=“basic_thumbnail“]

Rückblick: Gemeindefest zum 100jährigen Jubiläum (21.08.2021)

Das alljährliche Sommerfest der Gemeinde – diesmal aber in groß. So lässt sich der Samstagnachmittag und -abend umschreiben. Kaffee und Kuchen, Musik, Gespräche, ein Stand des Freundeskreises Heimatgeschichte Johannisthal und viele Angebote für Familien und Kinder ließen die Zeit schnell vergehen.

[ngg src=“galleries“ ids=“3″ display=“basic_thumbnail“]

Rückblick: Salonorchester Berlin / Nosferatu (20.08.2021)

Das Programm am Freitagabend ermöglichte der Förderverein der Gemeinde Johannisthal: Ganz im Stile der 1920er Jahre ließ das Salonorchester Berlin den Pavillon und den Pfarrgarten im alten Glanze erstrahlen. Etwa 100 Gäste freuten sich bei einem Glas Wein oder Saft über ein abwechslungsreiches Programm.

Nach der Umbaupause genossen die verbliebenen und neu hinzugekommenen etwa 80 Gäste ein weiteres Highlight: „Nosferatu“, gedreht unter anderem in Johannisthal und live begleitet vom Kantor Martin Fehlandt – ein ganz besonderes Erlebnis!

[ngg src=“galleries“ ids=“2″ display=“basic_thumbnail“ thumbnail_crop=“0″]

Rückblick: „100 Jahre Kirche Johannisthal – ein provisorischer Glücksfall“ (Gemeindeabend 19.08.2021)

Das Jubiläumswochenende begann mit einem Gemeindeabend zur Geschichte der Gemeinde und des Kirchgebäudes. Pfarrer Scheel hatte sich mit Unterstützung von Herrn Huskobla in die zahlreichen Informationen zur Geschichte des Geländes, besonders vom Freundeskreis Heimatgeschichte Johannisthal eingearbeitet und in einem interessanten Vortrag den Besucher*innen vorgestellt.

[ngg src=“galleries“ ids=“1″ display=“basic_thumbnail“ thumbnail_crop=“0″]